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Amerika, we have a problem

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Du scheinst dich im US-Recht gut auszukennen ...

Es geht. Ich hab einen Abschluss der Columbia Law School und die Zulassung als Attorney and Counsellor at Law in New York State, mein Wissen über das US-Rechtssystem ist ganz solide. Hilft mir aber im konkreten Fall nicht besonders viel, weil es hier um das Strafrecht im Wisconsin state law geht.

gibt es da nicht den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit wie im deutschen Recht?

Meines Wissens gibt es den Grundsatz nur in der Minderheit der US-Bundesstaaten und nach einer kurzen Recherche scheint Wisconsin nicht dazu zu gehören. Nagel mich aber nicht drauf fest, hab nur oberflächlich nachgeschaut.

In der Wachausbildung bei der Bundeswehr habe ich zum Beispiel gelernt, dass es unverhältnismäßig ist, auf jemanden zu schießen, der mit den Fäusten auf mich losgeht. In so einem Fall wäre das Abfeuern des Sturmgewehrs schlicht nicht gestattet (ausgenommen Warnschüsse).

Siehe oben. Abgesehen davon: Ich nehme an, dass es auch in Deutschland als Wachsoldat erlaubt sein wird, auf jemanden zu schießen, wenn diese Person zwar unbewaffnet ist, aber versucht einem die Waffe im unbewaffneten Nahkampf zu entreissen, wenn kein gelinderes Mittel als der Schusswaffengebrauch möglich ist.

Etwa weil die 50 Kilo Wachsoldatin von einem 110 Kilo muskulösen Angreifer der im Nahkampf besser geschult ist als sie, angegriffen wird.
 
Siehe Post über dir. Eine Notwehr Situation um jemanden zurück in die Fresse zu hauen oder zu erschießen = 2 Paar Schuhe.

Das ist keine Antwort auf meine sehr simple Frage.

Offenbar scheinst du dein Urteil schon getroffen zu haben.
Die Tötung beider Vorfälle sind in deinen Augen Rechtmäßig gewesen, noch vor jedem Richterspruch.

Das stimmt nicht, ich habe bereits ganz zu Beginn der Diskussion geschrieben, dass ich nur vom - in Anbetracht der bisher vorliegenden Beweise - wahrscheinlichsten Ablauf der Dinge ausgehe und diesen rechtlich beurteile. Wenn neuen Beweise hervorkommen, bin ich jederzeit bereit, meine Einschätzung der Lage zu ändern.

Das ist ja keine Peinlichkeit oder Demütigung: Wenn neue Beweise hervorkommen, welche den Sachverhalt ändern, war meine vorherige Beurteilung der Lage ja nur falsch, weil ich diese Beweise noch nicht hatte. Darin liegt keine Schande.

Diese Einstellung ist der Unterschied zwischen mir und der Mehrheit der User hier, die meine Position kritisieren.

Aber erneut gilt: Du willst nur ablenken, weil du meine simple Frage nicht bewantworten willst.

Und du darfst jetzt gerne auch aufhören so überheblich daher zu kommen.
Immerhin, der Geisterfahrer in dieser Diskussion bist du.

Das Geisterfahrer-Argument erinnert mich an diese Begebenheit:

https://priceonomics.com/the-time-everyone-corrected-the-worlds-smartest/

Desweiteren: Du willst nur ablenken, weil du meine simple Frage nicht bewantworten willst.
 
Meines Wissens gibt es den Grundsatz nur in der Minderheit der US-Bundesstaaten und nach einer kurzen Recherche scheint Wisconsin nicht dazu zu gehören. Nagel mich aber nicht drauf fest, hab nur oberflächlich nachgeschaut.


Aber viele empfinden doch gerade diesen Vorfall und jene Tötungen als Unverhältnismäß. Wie Mingo schon schrieb:

Ich glaube, das ist ein Missverständnis: zumindest ich führe hier keine juristische Diskussion.
Es mag ja sein, dass Rittenhouse Verteidigung auf Notwehr aufbauen und damit vielleicht sogar juristisch erfolgreich sein wird; sein Handeln also letztlich rechtlich erlaubt war.
Aber erstens ist das eben eine andere Diskussion und zweitens befindet sich auch die Judikative (ebenso wie die Exekutive) nicht in einem luftleeren Raum sondern ist sozial konstruiert, also gesellschaftlichen Zwängen unterworfen und durch sie hervorgebracht.
Auch Rassismus beispielsweise.


Siehe oben. Abgesehen davon: Ich nehme an, dass es auch in Deutschland als Wachsoldat erlaubt sein wird, auf jemanden zu schießen, wenn diese Person zwar unbewaffnet ist, aber versucht einem die Waffe im unbewaffneten Nahkampf zu entreissen, wenn kein gelinderes Mittel als der Schusswaffengebrauch möglich ist.

Etwa weil die 50 Kilo Wachsoldatin von einem 110 Kilo muskulösen Angreifer der im Nahkampf besser geschult ist als sie, angegriffen wird.


Wie sieht es mit dieser Perspektive aus: einen Mörder auf der Flucht aufzuhalten?
Haben Zivilisten das Recht, einen Mörder auf der Flucht aufzuhalten?
 
Wie sieht es mit dieser Perspektive aus: einen Mörder auf der Flucht aufzuhalten?
Haben Zivilisten das Recht, einen Mörder auf der Flucht aufzuhalten?

Kommt darauf an in welcher Jurisdiktion du dich befindest.

In Österreich: Ja. Steht in § 80 (2) StPO.

Und auch in den USA gibt es in den verschiedenen Bundesstaaten verschiedene Varianten des sogenannten "citizen's arrest".

Bloß wenn Rittenhouse den ersten Angreifer in rechtmäßiger Notwehr getötet haben sollte dann könnte es sein, dass es gegen ihn keinen rechtmäßigen citizen's arrest geben konnte (kommt auf das Wisconsin state law an), weswegen dann der Angriff mit dem Skatebord nur der nächste rechtswidrige Angriff auf ihn gewesen sein könnte gegen den in diesem Fall wieder Notwehr zulässig gewesen sein müsste.
 
Das ist keine Antwort auf meine sehr simple Frage.

Welche Antwort willst du den hören?
Ich hab hier glaube ich zwei mal beschrieben, dass ich auf einen Angreifer schießen würde (auch mit Todesfolge), wenn es sich um einen Angreifer mit Schuss- (oder auch Stich-)Waffe handeln würde. Aber angesichts des gesehenen, hätte ich wohl nicht tödlich auf meine Angreifer geschossen. Bis auf jenen, der mit einer Pistole in der Hand. Ich könnte nicht, auf jemanden schießen, der mit einer nichttödlichen Waffe auf mich zu rennt. Weil für mich die Tötung jenes Angreifers in keinem Verhältnis steht. Er wollte mir vielleicht nur dick eine auf die Rübe geben, ich würde ihn aber das Leben nehmen.

Ich spreche hier über Moral und nicht über irgendwelche Gesetze in Wisconsin.
Und der Aufschrei ist vielleicht auch deswegen so groß, weil viele den Vorfall anders sehen, als wie er durch das Gesetz - dort - geregelt sein mag.
Ich finde die Tötung beider Angreifer - nach aktuellem Wissensstand - für absolut unverhältnismäßig. Genauso wie ich es für Gesellschaftlich sowie Moralisch Grotesk finde, dass man dort zu einer Demonstration als Zivilist mit Assault Rifles auftauchen darf. So wie ich Fassungslos bin, dass ein 17 jähriger dort - offen auf der Straße - mit einer Assault Rifle ran kommt um dort Bürgerwehr zu spielen. Und es hätte an diesem Abend vielleicht auch niemand sterben müssen, wäre diese perversion - Bürgerwehr mit Assault Rifles an der Brust bei einer Gegendemonstration bei der es Krachen kann - dort nicht Gesetz und "Normalität". Um es kurz zu machen: Es sind dort Menschen gestorben, weil Menschen mit tödlichen Waffen aufmarschiert sind (und mit jenen provoziert und droh gebärdet haben) .



Das stimmt nicht, ich habe bereits ganz zu Beginn der Diskussion geschrieben, dass ich nur vom - in Anbetracht der bisher vorliegenden Beweise - wahrscheinlichsten Ablauf der Dinge ausgehe und diesen rechtlich beurteile. Wenn neuen Beweise hervorkommen, bin ich jederzeit bereit, meine Einschätzung der Lage zu ändern.

Das ist ja keine Peinlichkeit oder Demütigung: Wenn neue Beweise hervorkommen, welche den Sachverhalt ändern, war meine vorherige Beurteilung der Lage ja nur falsch, weil ich diese Beweise noch nicht hatte. Darin liegt keine Schande.

Diese Einstellung ist der Unterschied zwischen mir und der Mehrheit der User hier, die meine Position kritisieren.

Und ich denke, dass es dir lediglich etwas an Anstand und Moral fehlt um diesen Vorfall - 2 Tote - anständig zu bedauern und zu kritisieren.
Mit welcher Inbrunst und Energie du hier jeden Toten mit Notwehr abwatscht ist schon brutalst Eiskalt und mich schauders förmlich jedesmal, wenn du zum nächsten Eiskalten Beitrag nachlegst. Hinzu kommt dann noch deine fucking Überheblichkeit.

Aber erneut gilt: Du willst nur ablenken, weil du meine simple Frage nicht bewantworten willst.

Ne, sorry du. Du hast vielleicht einfach auch noch nicht ganz Begriffen warum die Mehrheit jene Tötungen als Unverhältnismäßig ansieht. Und zurecht jene Vorfälle Schlagzeilen machen und die Gesellschaft fassungslos macht.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
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Ich werde mich einmal der Mehrheitsmeinung und dem Niveau in diesem Thread anpassen:

In Portland wurde ein Trump-Supporter erschossen, der sich seiner Festnahme widersetzt hat. Gegen ihn gab es einen Haftbefehl, weil er am Rande einer Kundgebung einen Antifa-Anhänger erschossen hat.

Hier kann man nur sagen: Ausnahmsweise gute Polizeiarbeit, gut, dass dieser rechtsextreme Mörder und Amokläufer aus dem Verkehr gezogen wurde.

Hier der Bericht:

Erneut Gewalt in Portland: Tatverdächtiger von Polizei erschossen

48-Jähriger Anhänger der Antifa-Bewegung zog bei versuchter Verhaftung eine Waffe: Er soll zuvor einen rechten Aktivisten erschossen haben.

https://www.diepresse.com/5862360/erneut-gewalt-in-portland-tatverdachtiger-von-polizei-erschossen

Moment, warte... Der von der Polizei erschossene Mann war Antifa-Anhänger und sein mutmaßliches Opfer war Trump-Anhänger? Das ändert natürlich alles!

Offensichtlich wieder ein erneuter Fall widerlicher, unentschuldbarer, rassistisch motivierter Polizeigewalt! Hier hat die Polizei einen unbewaffneten Mann der nichts anderes getan hat, als friedlich für die Rechte Schwarzer zu protestieren, regelrecht hingerichtet. Die angebliche "Schusswaffe" wurde bestimmt von der Polizei nachträglich platziert.

Selbst wenn er bei seiner versuchten Festnahme eine Waffe gezogen haben sollte gibt das der Polizei kein Recht Schusswaffen gegen ihn einzusetzen. Zuerst hätten Sie versuchen müssen, ihn mit einem Taser außer Gefecht zu setzen, oder ihm die Waffe abzunehmen. Die Polizisten können doch nicht einfach auf ihn schießen, weil sie ein zukünftiges Ereignis annehmen, nämlich dass er mit der Waffe die er zieht auf sie schießen will. Die Polizisten hätten zuerst abwarten müssen, ob er mit der Waffe wirklich auf sie schießen will. Auch wenn er auf die Polizisten gezielt hätte, gibt ihnen das doch keinesfalls das Recht, zu schießen, weil sie ja nicht einfach das zukünftige Ereignis dass er auch wirklich den Abzug betätigt, annehmen können. Selbst wenn er mit der Waffe auf die Polizisten gezielt hätte, hätten diese eindeutig abwarten müssen, ob er wirklich schießen will!

Die Polizei in den USA hat also erneut einen unschuldigen, unbewaffneten, friedlichen Antifa-Demonstranten ohne vorhergehendes Gerichtsurteil hingerichtet! Und das nur, weil sie erneut einen Schwarzen erschießen wollten. Diese rassistische Motivation ist aus dem Sachverhalt glasklar zu erkennen und wer versucht dies zu leugnen, ist ein Faschist und Rassist!

Moment, warte... Der von der Polizei beim Festnahmeversuch erschossene Antifa-Aktivist war ein Weißer?

Aber, aber... weiße Tatverdächtige werden doch immer unverletzt festgenommen? Selbst wenn sie bewaffnet sind? Nur schwarze Menschen werden doch in den USA bei ihrer Festnahme getötet?

Ob man bei einer Festnahme von der Polizei in den USA angeschossen oder erschossen wird, hängt doch nur von der Hautfarbe ab und nicht davon, ob man sich der Festnahme widersetzt und zu einer Waffe greift?

Bitte helft mir rasch, alle diese offensichtlichen Widersprüche in mein Glaubenssystem einzubauen, egal wie krude dieses so zusammengezimmerte Weltbild dann wird. Ich würde alles dafür tun, mein Weltbild nicht der Realität anpassen zu müssen.

Am I doing it right?
Der mutmaßliche Täter wurde übrigens bei einem Polizeieinsatz (vermutlich seine Festnahme) getötet, weil er angeblich bewaffnet war, was andere Polizeikräfte nach bisherigen Ermittlungen nicht bestätigen können.

Nachzulesen bei zon.
 
https://amp.tagesspiegel.de/politik...esst-autistischen-jungen-nieder/26170474.html

Eine Mutter ruft die Polizei zu Hilfe, weil ihr autistischer Sohn aus Trennungsangst einen Wutanfall hat. Als der 13-Jährige wegläuft, schießt ein Polizist.

Im US-Bundesstaat Utah ist ein autistisches Kind durch Polizeischüsse schwer verletzt worden. Wie US-Medien berichteten, wurde der 13-jährige Linden Cameron von den Kugeln an der Schulter, dem Knöchel, im Darm und an der Harnblase verletzt.

Ohne Worte...
 
Trump äußert sich bei seinem Besuch in Sacramento zu der Ursachen der Waldbrände.

Die Blätter sind schuld. Und trockene Bäume, die umknicken. Wie Streichhölzer seien sie und die Blätter das Benzin dazu. So sieht US-Präsident Donald Trump die Lage in den Bundesstaaten Kalifornien, Oregon und Washington, wo verheerende Waldbrände wüten.

Und so verwies der Präsident bei seinem Besuch in Sacramento alle Fragen von Reportern zum Klimawandel an Kaliforniens demokratischen Gouverneur Gavin Newsom. Der erwähnte, dass 57 Prozent des Waldes im Staat in der Verantwortung des Bundes lägen und machte den Klimawandel mit für die Feuer verantwortlich. Damit widersprach er Trump, was den Präsidenten jedoch nicht störte. Auf weitere Fragen zum Klimawandel sagte er, es werde "bald kälter werden, schauen Sie nur zu". Mahnungen eines örtlichen Politikers, der Wissenschaft zu folgen, widersprach er: "Ich denke nicht, dass die Wissenschaft es wirklich weiß."

Quelle: Die Zeit

Was für eine Intelligenzbestie...
 
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