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Amerika, we have a problem (2 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Wenn man davon ausgeht, dass ein US-Cop immer legitimiert ist so zu handeln, wie sie handeln, dann stimmt das halt nicht.

Der Cop gibt die Anweisungen, und wer sich dagegen wehrt, wird über den Haufen geschossen (oder die Luft abgeschnürt).

Und da das jeder weiss, ist auch jedes Opfer einfach mal selbst schuld.
 
Schon krass, wie dieses Thema die Masken mancher User zerbröselt.

Natürlich hätte er den Anweisungen der Polizei Folge leisten sollen, ich denke das ist keine Frage. Aber das rechtfertigt doch niemals die 7 Schüsse in den Rücken. Wie man das anzweifeln kann oder da die alleinige Schuld bei dem Angeschossenen sieht, ist mir ein völliges Rätsel.

Wenn ich, warum auch immer, von der Polizei angehalten werde, und deren Anweisungen keine Folge leiste, dann werde ich evtl/wahrscheinlich überwältigt, gefesselt und auf die Wache gebracht. Mit sowas würde ich rechnen. Aber doch nicht damit, dass die mir aus kürzester Distanz in den Rücken schiessen.
Das ist so eine dämliche Täter-Opfer Umkehr, nach dem Motto "hätte sie keinen Minirock getragen, wäre sie nicht vergewaltigt worden".
 
Nachtag: Video enthält nur Aussagen des Schützen

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Alleine das finde ich so unheimlich gruselig...
Ein 17 Jähriger Milchbubi, der entscheidet jede Konfrontation mit einer - in seinen Händen illegalen - Assault Rifle zubeantworten.


Edit: und dass hier jeder Tote, mit der Begründung Notwehr, abgewatscht wird.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ein sehr interessanter Auszug aus einem Essay von Jay Stalien, einem schwarzen Polizisten:

I couldn’t help but wonder if it had been me, a black man, a black cop, on TV, assassinated, laying on the ground dead,..would my friends and family still think black lives mattered?

Would my life have mattered? ‘Would they make t-shirts in remembrance of me? Would they go on TV and protest violence? Would they even make a Facebook post, or share a post in reference to my death?

All of my realisations came to this conclusion. Black Lives do not matter to most black people. Only the lives that make the national news matter to them. Only the lives that are taken at the hands of cops or white people, matter.

The other thousands of lives lost, the other black souls that I along with every cop, have seen taken at the hands of other blacks, do not matter. ‘Their deaths are unnoticed, accepted as the “norm”, and swept underneath the rug by the very people who claim and post “black lives matter”’
...aus 2016 :staun: Das hat damals wohl richtig die Runde gemacht....leider finde ich den kompletten Text nirgends.
 
Wenn Jay Stalien das sagt, ändert das natürlich alles.
Das ändert erstmal gar nix, zeigt aber durchaus, dass man mal andere Sichtweisen beleuchten kann bzw. muss. Das fällt hier auch vielen echt schwer :p

Ich sehe den institutionellen Rassismus und mir liegt es fern, das in irgendeiner Weise zu bezweifeln. Aber ganz so einfach ist die Sache eben doch nicht.... Wenn ich dann noch lese, dass der Polizist, der Jacob Blake den Rücken mit Blei vollgepumpt hat, längere Zeit in einer Einheit für „Anti-Black-Crime“ tätig war, denke ich nach, ohne vorschnell zu urteilen. Der hat sich nichts zu schulden kommen lassen, außer vielleicht an einem Tag, an dem er wohl den Dienstwagen demoliert hat. Generell hinterläßt seine Vita bei mir überhaupt keinerlei rassistischen Beigeschmack. Und dann lese ich die o. g. Worte und denke noch mehr darüber nach. Wie diese Taten hier im Thread instrumentalisiert werden, ist m. E. auch nicht zu 100% korrekt. Vielleicht sollte man sich die handelnden Personen mal etwas genauer anschauen, ohne sofort drauf zu treten. Die haben unendliche Scheiße gebaut, aber vielleicht sehen die das genauso und wären selbst lieber tot.
 
Und weil er vorher in einer „Anti-Black-Crime“-Einheit war (was issen das und was machen die?) isses ok, dass er dem Typ da 7mal in den Rücken geschossen hat? Ich bitte dich.
Ob er in dem Moment gedacht, „geil, ich kann nem Nigger in den Rücken schiessen!“, wage ich jetzt auch zu bezweifeln. Aber darum gehts doch gar nicht. Mingo hat das schon xmal erklärt, es geht um den institutionellen Rassismus in den USA, der so allgegenwärtig ist, dass er gar nicht mehr als solcher wahrgenommen wird.
https://de.statista.com/infografik/amp/5487/toedliche-polizeigewalt-in-den-usa/

solche fakten kann man doch nicht abstreiten?!
 
Zuletzt bearbeitet:
Und weil er vorher in einer „Anti-Black-Crime“-Einheit war (was issen das und was machen die?) isses ok, dass er dem Typ da 7mal in den Rücken geschossen hat? Ich bitte dich.
Ob er in dem Moment gedacht, „geil, ich kann nem Nigger in den Rücken schiessen!“, wage ich jetzt auch zu bezweifeln. Aber darum gehts doch gar nicht. Mingo hat das schon xmal erklärt, es geht um den institutionellen Rassismus in den USA, der so allgegenwärtig ist, dass er gar nicht mehr als solcher wahrgenommen wird.
https://de.statista.com/infografik/amp/5487/toedliche-polizeigewalt-in-den-usa/

solche fakten kann man doch nicht abstreiten?!
Ich habe nichts anderes behauptet !
Es ist zumindest interessant, dass es seit dem Vorfall praktisch jeden Tag neue Aussagen darüber gibt, warum das eigentlich gar nicht so wild sei.
Warum das alles gar nicht so wild sei ? Oh...bitte...
Ich will das alles nur intensiver relflektieren, völlig egal, ob ein Weißer einen Schwarzen tötet oder umgekehrt und dass der umgekehrte Fall ein viel größeres Problem ist, ist mir völlig klar. Aber die Reflektion geht vielen hier völlig ab...man stürzt sich lieber auf den „rassistischen“ Polizisten oder den 17jährigen Milchbubi, als gäbs kein Morgen mehr. Irgendwie erinnert mich sehr viel an Tom Wolfes Bonfire of the Vanities.
 
Hör doch mal bitte auf, den
Jungen Milchbubi zu nennen. Der Kerl hat Menschenleben auf dem Gewissen. Völlig egal, wie der aussieht. Ihn so zu labeln hat für mich den Beigeschmack ihn in Schutz zu nehmen, weil er doch so “jung und unschuldig” ist.
Wie soll ich ihn denn nennen ? Jeder kennt doch die Videos mit ihm ?! :?
Ist er ein Erwachsener mit voller Verantwortung, der extra dahin gefahren ist, um Schwarze zu erschießen, und dann sind es doch leider zwei Weiße geworden ? Deinen „Beigeschmack“ liefern die Fakten. Und ich sags nochmal, weil es ja anscheinend so schwer zu verstehen ist: Ich nehme ihn nicht in Schutz, ich versuche die Tat in seiner Lebenssituation zu verstehen. Das ist, zumindest für mich, ein eklatanter Unterschied.

Ach wird hier mal wieder relativiert etc.. Nice
Danke für Deinen überaus produktiven Kommentar :dhoch: Hast Du fein gemacht...
 
Nenn ihn beim Namen, sag „Junge“, „Junger Mann“ oder sonst was. So schwer ist das nun wirklich nicht. Und ich widerspreche dahingehend, dass die Fakten den Beigeschmack liefern. Ich sagte zudem nirgendwo, dass er mit dem Vorsatz dorthin hingefahren ist um Schwarze zu erschießen. Er war aber mehr als bereit die Waffe zu benutzen, die er mitgebracht hat. Und es ist dieses „Oh, der arme Kerl...“, was ich zwischen den Zeilen lesen muss, dass den Beigeschmack bei mir auslöst. Wenn es so nicht gemeint ist, weise ich eben darauf hin, dass es so bei mir ankommt.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Nenn ihn beim Namen, sag „Junge“, „Junger Mann“ oder sonst was. So schwer ist das nun wirklich nicht. Und ich widerspreche dahingehend, dass die Fakten den Beigeschmack liefern. Ich sagte zudem nirgendwo, dass er mit dem Vorsatz dorthin hingefahren ist um Schwarze zu erschießen. Er war aber mehr als bereit die Waffe zu benutzen, die er mitgebracht hat. Und es ist dieses „Oh, der arme Kerl...“, was ich zwischen den Zeilen lesen muss, dass den Beigeschmack bei mir auslöst. Wenn es so nicht gemeint ist, weise ich eben darauf hin, dass es so bei mir ankommt.
Alles klar...Das kann ich nachvollziehen, weil es entscheidend bzw. mein Fehler ist, wenn das so bei Dir ankommt. Der Junge ist kein „armer Kerl“, weil er zwei Menschen getötet hat. Mir geht es nur um das „Warum ?“ und da stören mich hier einfach viele vorschnelle Kommentare. Ich will und werde das nicht entschuldigen, aber mit nur 17 Jahren verdient er m. E. ein „Verstehen“ seiner Handlungen, ebenso wie die Angehörigen der Getöteten Strafe für die Tat fordern. Das alles ist vielschichtig und nicht einfach zu durchdringen, aber man darf es sich eben auch nicht zu einfach machen. Das ist mein einziger Apell....
 
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