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Amerika, we have a problem (1 Betrachter)

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    So eine Polizei ist nicht mehr reformierbar.
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    Keine Worte.
     
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    Der Typ hat versucht, einen anderen Menschen, der am Boden liegt, mit einem Skateboard zu schlagen. Ich war früher auch einmal mit einem Sturmgewehr und scharfer Munition draußen unterwegs und ich kann euch versichern, dass wenn ich aus einer Gruppe heraus angegriffen worden wäre, zu Boden gebracht und dann jemand versucht hätte, mich mich einem Skateboard zu schlagen, ich denjenigen auch mit ein paar Projektilen aus meinem Sturmgewehr StG77 bedacht hätte.

    Nach allem was wir bisher wissen (Videos, Berichte der NY Times) wurde Kyle Rittenhouse verfolgt, dann auf einem Parkplatz von einem Mann attackiert, den er (wohl in Notwehr) erschossen hat. Danach wurde er von einem wütenden Mob durch die Straßen gejagt, von hinten angegriffen und zu Boden gebracht und von mehreren Angreifern, unter anderem diesem Anthony Huber, attackiert. Ich hab selten in meinem Leben ein Video von einer eindeutigeren Notwehrsituation gesehen, als diese, in der ein Bursche am Rücken liegend attackiert wird und mit einem Skateboard angegriffen und erst dann schießt, als er in ganz unmittelbarer Gefahr schwerer Verletzungen mit eventueller Todesfolge schwebt.

    In dieser ganzen BLM-Sache sind inzwischen viele BLM-Unterstützer auf einem Niveau von Irrationalität angekommen, welches mit jenem von Rechtsextremen locker mithalten kann.

    Ich hab einmal zwei Postings ausgewählt, welche diese Irrationalität besonders hervorheben:

    Fährt schwer bewaffnet in ein Gebiet, wo gerade Proteste eskalieren und dann ist das Notwehr? :O_o:

    Der Typ wollte Schwarze umbringen. Nicht mehr und nicht weniger.

    Deswegen ist er dort hin.

    Da gibts keine Grauzonen. So zu tun als ob und über Feinheiten zu lamentieren, wo gerade so eine unfassbare Ungerechtigkeit passiert ist ist echt erbärmlich.

    Ich mein, geht's noch? Rittenhouse "wollte also Schwarze umbringen" und ist "deswegen" nach Kenosha? :wand:

    Und warum hat er es dann nicht getan? Hat er in den Stunden, in denen er dort war etwa nicht genug Zeit dafür gehabt? Oder hat er dort etwa nicht genug Schwarze zum Umbringen gefunden? :fp:

    Du kennst den Jungen nicht, hast noch nie mit ihm geredet, aber willst wissen, dass er nach Kenosha gefahren ist um "Schwarze umzubringen"? Das ist doch komplett irr. Es gibt nicht den geringsten Hinweis darauf, dass das sein Beweggrund war nach Kenosha zu fahren.

    Wollte er dort für "Recht und Ordnung" sorgen und das Eigentum anderer Menschen vor Vandalismus schützen? Vermutlich. War das eine schlaue Idee? Vermutlich nicht. Aber ihm zu unterstellen, "Schwarze umbringen" zu wollen, obwohl die Indizien dagegen sprechen, ist einfach nur irre.

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    Diese Person trägt ein Sturmgewehr vor ihrer Brust, für das sie keine Berechtigung hat da minderjährig, hat damit gerade zwei Menschen erschossen, missachtet die Anweisungen der Polizei, die ihn aber dennoch passieren lässt und ist danach für mehrere Stunden "flüchtig".

    Es ist bezeichnend, dass sich die Polizei von einer schwarzen Person bedroht fühlt, die eventuell irgendwo ein Messer (!) hat, dass sie diese erschießt bevor auch nur irgendeine augenscheinliche Gefahr von ihr ausgeht. Und dass die Polizei eine weiße Person mit Maschinengewehr nicht als gefährlich erachtet.
    Dabei müsste es genau andersrum sein.

    Und das ist etwas, das ist symptomatisch. So wie symptomatisch ist, wie auf diese Fälle geblickt wird.

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    Rassismus tötet. Vor unserer aller Augen. Und wer das nicht sieht, der will es nicht sehen.

    Diese "Argumentation" ist so absurd, dass es einem fast die Sprache verschlägt.

    Kyle Rittenhouse konnte deswegen unverletzt und ohne Zwischenfall festgenommen werden, weil er sich wohl offensichtlich widerstandslos festnehmen lies. Kyle Rittenhouse wurde deshalb in Kenosha von der Polizei nicht angeschossen oder erschossen, weil er die Hände deutlich sichtbar in die Luft gehalten hat!

    Jacob Blake hingegen hat sich nicht nur körperlich gegen seine Festnahme gewehrt und ein Taser-Einsatz gegen ihn war nicht erfolgreich, er hat sich in sein Auto gebeugt um an sein Messer zu kommen.

    Wer den Unterschied zwischen diesen Verhaltensweisen und Situationen nicht erkennt, dem ist wohl nicht mehr zu helfen.

    Das wirklich schlimme an solchen abstrusen Aussagen wie im zitierten Posting von Mingo ist, dass es in den USA aber auch bei uns in der EU tatsächlich nachweisbar Rassissmus gegen Schwarze (und andere Minderheiten) durch Polizei und Justizsystem gibt. Aber solche offensichtlich falschen und absurden Behauptungen wie im zitierten Postings sind Wasser auf die Mühlen von rechten Spinnern, die nun auf solche Aussagen zeigen können und sagen: Seht ihr, diese ganze Rassismus-Sache haben sich die nur eingebildet.

    Das ist einfach nur traurig und macht mich ehrlich gesagt auch wütend. Ich habe mehrere schwarze Freunde die alle von Rassismus betroffen sind in ihrem Leben, auch durch Organe der öffentlichen Sicherheit und Postings wie das von Mingo geben jenen Leuten argumentative Munition, welche diese Probleme leugnen.
     
    Man rennt also heutzutage mit einer Knarre rum um es bei einer Konfrontation eindeutig tödlicher zu machen.
    So wird aus einem Fist fight dann eher mal ein Mord.

    Edit: und Schuld an dieser Perversion hat dann natürlich mal wieder keiner.
     
    Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
    Man rennt also heutzutage mit einer Knarre rum um es bei einer Konfrontation eindeutig tödlicher zu machen.
    So wird aus einem Fist fight dann eher mal ein Mord.
    Das ist m. E. auch das größte Problem. Was zur Hölle machen die halbgaren Kids da mit einer Schusswaffe in der Hand ? Und dann knallt der Bursche auch noch zwei Weiße um (Ich glaube nämlich auch nicht, dass es ihm darum ging, Schwarze zu erschießen). Die haben ihn offensichtlich gejagt, weil sich der Milchbubi mit dem Gewehr wahrscheinlich auch zum Ziel gemacht hat, insbesondere nachdem er den ersten in Notwehr erschossen hat - Der ist vor ihm weggelaufen wie ein Hase, aber der andere war schneller. Jemand, der bei ihm stand hat ja sofort seinen Pullover ausgezogen, um die Wunde zu versorgen und Rittenhouse hat sofort telefoniert und gesagt, dass er jemanden erschossen hat.
    Ich glaube, die haben ihm einfach nicht abgenommen, dass er (nochmal) schießt. Er wurde aber in beiden Fällen auch mächtig in die Ecke gedrängt, und dann entscheidet so ein „Bübchen“ auch mal ganz schnell falsch, wenn er den Finger am Abzug einer Waffe und vielleicht noch Todesangst hat. Aber Fakt ist: Er darf erstens gar nicht da sein und zweitens kein Gewehr vor seiner Brust tragen.
     
    Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
    Ich hab selten in meinem Leben ein Video von einer eindeutigeren Notwehrsituation gesehen, als diese, in der ein Bursche am Rücken liegend attackiert wird und mit einem Skateboard angegriffen und erst dann schießt, als er in ganz unmittelbarer Gefahr schwerer Verletzungen mit eventueller Todesfolge schwebt.
    Jacob Blake hingegen hat sich nicht nur körperlich gegen seine Festnahme gewehrt und ein Taser-Einsatz gegen ihn war nicht erfolgreich, er hat sich in sein Auto gebeugt um an sein Messer zu kommen.

    Also wir haben entweder zwei unterschiedliche Videos gesehen (spoiler: haben wir nicht) oder wir interpretieren das Gesehene einfach komplett unterschiedlich, was nur einmal mehr zeigt, dass auch Bildmaterial mitnichten "neutral" oder "objektiv" ist, sondern immer geprägt ist von Zuschreibungen und subjektiven Prädispositionen.
    Was aber über eine Interpretation des Gesehenen hinausgeht ist, dass sich Jacob Blake in sein Auto gebeugt habe "um an ein Messer zu kommen". Das sieht man auf dem Video ganz eindeutig nicht, das ist schlicht und ergreifend eine bloße Annahme deinerseits - um nicht zu sagen: Unterstellung.

    Auch das Video, bei dem Anthony Huber erschossen wird (den du verächtlich-distanzierend "dieser Anthony Huber" nennst), sehe ich schlicht anders als du.
    Wenn du von einer "eindeutigen Notwehrsituation" sprichst dann ist auch das keine objektive Tatsache, sondern eine vage Interpretation. Da du vermutlich aus einer juristischen Perspektive argumentieren wirst ist es mir jetzt aber zu müßig viel mehr zu meiner Interpretation der Bilder zu schreiben. Nur so viel: ich sehe einen Mann mit Skateboard, der nach dem ersten Schuss, der nicht in seine Richtung geht, vom Schützen ablässt und erst dann von diesem mit einem weiteren Schuss tödlich getroffen wird, als er schließlich schon dabei ist sich von diesem zu entfernen.
    Aber wie gesagt, lassen wir das.

    Diese "Argumentation" ist so absurd, dass es einem fast die Sprache verschlägt.
    Wofür "argumentiere" ich denn deiner Meinung nach, dass es dir fast die Sprache verschlägt?
    Ich bin mir nämlich nicht ganz sicher, dass du so richtig verstanden hast was mein Punkt ist?

    Mir verschlägt es nämlich vielmehr die Sprache wenn ich allen Ernstes weiterhin Rechtfertigungen und Erklärungsversuche für das Vorgehen der Polizei gegen Jacob Blake lese.
    Denn das ist für mich schlicht unbegreiflich, wie man die Schüsse in den Rücken gegen ihn rechtfertigen kann.
    Selbst wenn er möglicherweise vorher getasert wurde, selbst wenn er sich der "friedlichen" Festnahme verweigert, selbst wenn er sich in sein Auto beugt, ja selbst wenn dort irgendwo ein Messer gelegen haben sollte... selbst wenn man all das als gesetzt betrachtet erschließt es sich mir nicht, wie es richtig gewesen sein soll ihm unter diesen Voraussetzungen mehrmals in den Rücken zu schießen. Ehrlich gesagt fallen mir kaum Voraussetzungen ein, die dies rechtfertigen würden.

    Mein Vergleich bezog sich also vielmehr auf die Rechtfertigungslogiken in dieser Diskussion, die sich im Wesentlichen um eine behauptete Stichwaffe und eine unterstellte Intention, also etwas Zukünftiges, drehen.
    Während eine tatsächliche Schusswaffe und eine bereits erfolge Aktion, also eine unter Beweis gestellte Intention, offensichtlich mit einer ganz anderen Reaktion der Polizei einhergeht.
    Das ist der Gegensatz, den ich als "symptomatisch" für polizeiliches Vorgehen auffasse.
    (Die "deutlich sichtbaren Hände" gehen übrigens mehrmals ans vor ihm baumelnde Gewehr, das nur am Rande.)

    Das ist einfach nur traurig und macht mich ehrlich gesagt auch wütend. Ich habe mehrere schwarze Freunde die alle von Rassismus betroffen sind in ihrem Leben, auch durch Organe der öffentlichen Sicherheit und Postings wie das von Mingo geben jenen Leuten argumentative Munition, welche diese Probleme leugnen.
    Moment mal, behauptest du gerade ich würde rassistische Positionen stärken und versuchst deine Sicht gegenüber meiner als legitimer darzustellen, weil du schwarze Freunde ins Feld führst?
     
    Der Mörder betrieb Konflikt Tourismus mit einer illegalen Waffe und kommt dann dort - OH WUNDER - in genau diesen gesuchten Konflikt, in dem er seine illegale Waffe benutzen kann und hier wird so getan, als wäre es das normalste der Welt und man hätte da genauso gehandelt?!
    Wie dumm muss man sein, um absichtlich in diese Situation zu geraten?! Aber an der Dummheit der Menschen zweifel ich schon lange nicht mehr. Da finden sich überall genug davon. Völlig unüberraschend auch hier.
     
    [...] und ich kann euch versichern, dass wenn ich aus einer Gruppe heraus angegriffen worden wäre, zu Boden gebracht und dann jemand versucht hätte, mich mich einem Skateboard zu schlagen, ich denjenigen auch mit ein paar Projektilen aus meinem Sturmgewehr StG77 bedacht hätte.

    Haha, du harte Sau. :lol:

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    Das war sicherlich übertrieben, aber so ganz einfach ist das Ganze doch nicht.

    Wir reden hier m. E. von einem 17jährigen Made in the USA- und Pro Police-Bübchen, der zwei Weiße erschossen hat, weil man dem Jungen eine Waffe gegeben hat. Der war nicht vor Ort um Schwarze zu erschießen, sondern weil er sich für den Polizei-Supermann gehalten hat. Dann war die Kacke am dampfen und er hat sich verhalten wie viele unserer kleinen Söhne, nur nicht mit einer Nerf, sondern mit einem Scheiß-Sturmgewehr. Wenn man sich das Video der ersten Verfolgung nach dem Burschen anschaut, muss der sich vor Angst fast in die Hose gemacht haben. Ein großes Problem sind die fucking Waffen, die Kinder dort benutzen können ohne dass ihnen Mama und Papa dafür lebenslang Hausarrest geben.

    Es muss nicht immer sofort Rassismus sein....Wer will denn jetzt dafür sein Leben für immer zerstören ? Dafür wissen wir viel zu wenig über ihn und die gesamte Situation. Ja, er hat 2 Menschen getötet, aber warum ?
     
    Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
    Nee, am Rande einer BLM-geschichte in einem anderen bundesstaat den Polizei-Supermann spielen zu wollen und mit nem Sturmgewehr aufzutauchen, welches er nicht mal besitzen darf hat vermutlich nix mit Rassismus zu tun.

    Ich teile die Meinung, dass er Opfer seines Umfelds ist. Er ist noch ein Kind. Aber am Ende sind nach der Aktion 2 Leute durch seine Hand gestorben. Es ist einfach ein trauriges Beispiel dafür, wo dieses Land "derzeit" zu stehen scheint.
     
    Nee, am Rande einer BLM-geschichte in einem anderen bundesstaat den Polizei-Supermann spielen zu wollen und mit nem Sturmgewehr aufzutauchen, welches er nicht mal besitzen darf hat vermutlich nix mit Rassismus zu tun.
    Ja, das muss nichts mit Rassismus zu tun haben. Die Unschuldsvermutung für diesen konstruierten Zusammenhang gilt auch für den Burschen.
    Ich teile die Meinung, dass er Opfer seines Umfelds ist. Er ist noch ein Kind. Aber am Ende sind nach der Aktion 2 Leute durch seine Hand gestorben. Es ist einfach ein trauriges Beispiel dafür, wo dieses Land "derzeit" zu stehen scheint.
    Uneingeschränkte Zustimmung...
     
    Ja, das muss nichts mit Rassismus zu tun haben. Die Unschuldsvermutung für diesen konstruierten Zusammenhang gilt auch für den Burschen.
    Wenn du erwiesenermaßen glühender Trump-Anhänger bist (erste Reihe bei einem seiner Wahlkampfauftritte) und Blue Lives Matter Unterstützer, dann kann man kaum von einem "konstruierten Zusammenhang" sprechen.
    Nach allem was wir bisher wissen (Videos, Berichte der NY Times) wurde Kyle Rittenhouse verfolgt, dann auf einem Parkplatz von einem Mann attackiert, den er (wohl in Notwehr) erschossen hat. Danach wurde er von einem wütenden Mob durch die Straßen gejagt, von hinten angegriffen und zu Boden gebracht und von mehreren Angreifern, unter anderem diesem Anthony Huber, attackiert. Ich hab selten in meinem Leben ein Video von einer eindeutigeren Notwehrsituation gesehen, als diese, in der ein Bursche am Rücken liegend attackiert wird und mit einem Skateboard angegriffen und erst dann schießt, als er in ganz unmittelbarer Gefahr schwerer Verletzungen mit eventueller Todesfolge schwebt.
    Dazu nochmal eine kleine Anmerkung: er wird ganz offensichtlich eben aus dem Grund verfolgt, dass er kurz zuvor einen Menschen erschossen hat. Man hört in dem Video ganz eindeutig die kurze Konversation zweier Verfolger ("Get that guy!" "What did he do?" "He shot someone").
    Er wurde also entweder von einem "wütenden Mob" gejagt oder von Bürger*innen mit Zivilcourage, die einen mutmaßlichen (aber ganz sicher bewaffneten) Mörder stellen wollen.
    Es hat schon was zynisches wenn du in diesem Fall davon sprichst, Rittenhouse wäre "von hinten angegriffen" worden während du gleichzeitig versuchst sieben Schüsse durch die Staatsgewalt in den Rücken eines augenscheinlich zunächst unbewaffneten Mannes zu rechtfertigen.
    Kyle Rittenhouse konnte deswegen unverletzt und ohne Zwischenfall festgenommen werden, weil er sich wohl offensichtlich widerstandslos festnehmen lies. Kyle Rittenhouse wurde deshalb in Kenosha von der Polizei nicht angeschossen oder erschossen, weil er die Hände deutlich sichtbar in die Luft gehalten hat!
    Auch hier nochmal kurz eingehakt: Rittenhouse ließ sich möglicherweise "widerstandslos festnehmen"... aber nicht, weil er nach seinen Todesschüssen "die Hände deutlich sichtbar in die Luft gehalten hat" (was er - wie schon angemerkt- übrigens mit wiederholten Griffen an die Waffe unterbrochen hat), sondern weil die Polizei ihn erst am nächsten Tag verhaftet hat! Am_nächsten_Tag! In einer anderen Stadt!! In einem anderen Bundesstaat!!!
    In der besagten Szene hat die Polizei ihn passieren lassen. Obwohl er eine Waffe hatte, die er nicht besitzen durfte. Obwohl er mit dieser Waffe gerade zwei Menschen erschossen hat.
    Als die Polizei vorbeigefahren ist hat er sich in das Auto seiner Mutter gesetzt und ist nach Illinois zurück gefahren, wo er am nächsten Tag verhaftet wurde.

    Da ich nicht mutmaßen will, soll sich jede*r mal selber vorstellen, wie eine vergleichbare Situation mit einem schwarzen Verdächtigen ausgesehen hätte. Sturmgewehr vor der Brust, Gummihandschuhe über den Händen. Ich könnte mir vorstellen, dass man da zumindest mal den obligatorischen Background-Check gemacht hätte.
     
    Wenn du erwiesenermaßen glühender Trump-Anhänger bist (erste Reihe bei einem seiner Wahlkampfauftritte) und Blue Lives Matter Unterstützer, dann kann man kaum von einem "konstruierten Zusammenhang" sprechen.
    Das ist mir alles zu vorschnell. Ich wage es ja noch nicht mal einen 17jährigen ernsthaft als "Trump-Anhänger" zu bezeichnen.

    Im Interview hat er doch vorher gesagt, dass er vor Ort ist, um die Polizei unterstützen und sogar ein Erste-Hilfe-Set dabei hat, falls sich jemand verletzt. Und die Fahrstrecke, die er dafür in Kauf genommen hat ist für amerikanische Verhältnisse eher ein Katzensprung. Ich bin da mit meinen Urteilen vielleicht nur etwas vorsichtiger, vor allem wenn man sieht, was für ein Milchbubi Rittenhouse ist.
     
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