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Amerika, we have a problem (1 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

  • Es folgt aber einer klaren gesellschaftlichen (und damit kapitalistischen) Logik.
    Ich bin da völlig bei Dir, aber wie können wir dieses Problem angehen ? Ich denke immer nur an dieses süffisante und herablassende Grinsen von Merz ggü. Neubauer bei Lanz. Das hat mich dermaßen angekotzt - Ich hab da keine Worte mehr.

    Lösungen ?? Ich bin bereit, sehr viel dafür zu tun !
     
    Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
    Die Geschichte wird's zeigen.

    Merz wird nicht Kanzler und danach komplett in der politischen Versenkung verschwinden (alternativ Mitglied bei der WerteUnion...) und Neubauer wird noch Gehör finden. Zwar wahrscheinlich wenn es zu spät ist, aber das ist halt auch Teil der Geschichte.
     
    Ob wir von der langfristig was hören werden, steht noch nicht fest. Ich kann mich noch daran erinnern, wie die Piraten und deren Personal hochgejubelt wurde und was ist davon geblieben ... ?
     
    Möglich.

    Aber wenn uns in 20 Jahren im Sommer das Wasser knapp wird und wir die Zitronenbäume in Süddeutschland künstlich bewässern müssen, dann ist sie erst 44. Im Gegensatz zu den Piraten wird der Klimawandel nicht so leicht verschwinden.
     
    Darum geht es auch nicht, sondern darum, ob sie das Zeug zum Politiker hat. Engagiert und idealistisch waren die Piraten ja auch und deren Themen sind immer noch aktuell, aber sie sind an der Realität und der nötigen Arbeit gescheitert. Wie so viele.
     
    Realität ist in dem Zusammenhang mMn ein unschönes Wort. Die aktuelle Politik ist beim Klimawandel weitaus zögerlicher als bei Corona, dabei werden die Auswirkungen weitaus schwerwiegender sein. Mit der Realität kannst du heute noch nicht Wahlen gewinnen, da uns das Schlimmste erst noch bevor steht. 42° sind spooky, aber hey, es ist halt Sommer...

    Keine Ahnung, ob Neubauer irgendwann bekannte Politikerin wird, aber sie wird recht behalten.
     
    Doch, Realität ist genau das richtige Wort. Den auch wenn der Kampf gegen den Klimawandel richtig und wichtig ist, muß man trotzdem auch sagen, wie man diesen Kampf führen will und welche Maßnahmen man ergreifen will. Und man muß auch die ganzen Konsequenzen und Kollateralschäden daraus berücksichtigen, nicht nur die, die einem genehm sind. Und das schaffen die meisten der Idealisten leider nicht. Entweder weil sie nicht das Wissen haben oder weil sie die Konsequenzen einfach ausblenden. Letzteres ist häufig der Fall, aber das gehört zur Realität nun mal dazu. Deswegen ist Politik viel, viel schwerer, als Aktivismus.
     
    Doch, Realität ist genau das richtige Wort. Den auch wenn der Kampf gegen den Klimawandel richtig und wichtig ist, muß man trotzdem auch sagen, wie man diesen Kampf führen will und welche Maßnahmen man ergreifen will. Und man muß auch die ganzen Konsequenzen und Kollateralschäden daraus berücksichtigen, nicht nur die, die einem genehm sind. Und das schaffen die meisten der Idealisten leider nicht. Entweder weil sie nicht das Wissen haben oder weil sie die Konsequenzen einfach ausblenden. Letzteres ist häufig der Fall, aber das gehört zur Realität nun mal dazu. Deswegen ist Politik viel, viel schwerer, als Aktivismus.
    Also ich denke viele "Idealisten" haben das schon auf den Schirm. Aber gerade beim Klimawandel geht's um sowas Großes, dass halt manches in Kauf genommen werden muss, weil erstmal gehandelt werden muss.
     
    Ich denke das nicht. Die sehen das Problem (gut so, dafür brauchen wir sie). Sie sehen ggf. auch die direkten Gegenmaßnahmen, aber sie sehen nicht das, was diese Maßnahmen überall woanders anrichten und ich denke, es ist ihnen auch Großteils egal. Das ist aber kein Ceteris paribus-Problem, Alles beeinflußt Alles, sonst wäre es ja so einfach, wie sie es sich häufig machen.

    Btw. wir sind für diese Diskussion im falschen Thread, sehe ich gerade.
     
    Doch, Realität ist genau das richtige Wort. Den auch wenn der Kampf gegen den Klimawandel richtig und wichtig ist, muß man trotzdem auch sagen, wie man diesen Kampf führen will und welche Maßnahmen man ergreifen will. Und man muß auch die ganzen Konsequenzen und Kollateralschäden daraus berücksichtigen, nicht nur die, die einem genehm sind. Und das schaffen die meisten der Idealisten leider nicht. Entweder weil sie nicht das Wissen haben oder weil sie die Konsequenzen einfach ausblenden. Letzteres ist häufig der Fall, aber das gehört zur Realität nun mal dazu. Deswegen ist Politik viel, viel schwerer, als Aktivismus.

    Ich bin mir nicht sicher, ob z.B. die Grünen sich nicht bewusst sind, was einige ihrer "Forderungen" bedeuten würden. Es ist ja auch nicht so, dass sie nicht schon seit Jahrzenten ihrer Agenda folgen. Und je mehr Zeit verstreicht, desto drastischer werden natürlich die Forderungen.

    Der Wegfall von Jobs und Kapitalverluste wären ja vermeidbar gewesen, hätte man frühzeitig einen Wandel angestossen. Stattdessen hat man lieber den Status Quo erhalten (was das neue Konjunkturprogramm in weiten Zügen immernoch macht). Und das, obwohl die Wissenschaft sich eigentlich ziemlich einig ist, dass der Klimawandel uns mehr kosten wird, als seine Bekämpfung. Die Lösung kann aber nicht sein, einfach weiter auf die Bremse zu treten, damit ja kein Job oder Konzern in Gefahr gerät.

    Utopisch und realitätsfern klingt das mMn nur, weil das Problem noch nicht greifbar ist, man sich immernoch mit "wer hätte DAS denn bitteschön wissen sollen" rausreden kann, damit man den bequemen Weg nicht verlassen muss. Und damit meine ich nicht nur die Politik, sondern auch die Gesellschaften.

    Aber ja, wir sind damit hier im falschen Thread. :D
     
    Mit Rücksichtnahme und Kompromissen damit man ja keinen weh tut wird der Klimawandel jedenfalls nicht aufzuhalten sein. Das wird auch der letzte noch merken wenn es zu spät ist und wir uns einfach nur noch mit den Folgen arrangieren können. Die Hoffnung darauf, dass jetzt noch irgendwas passiert, dass den Klimawandel einschränkt habe ich jedenfalls aufgegeben. Vermutlich werden die Küsten irgendwann durch riesige Mauern geschützt, damit das Meer nicht die Städte überflutet.
     
    Das sehe ich auch so. Der Klimawandel ist wohl ohne Übertreibung die größte Herausforderung und Gefahr für die Menschheit in ihrer Geschichte. Es wird nach und nach in Ansätzen greifbar, (z.B. das Waldsterben bei uns aufgrund des zu trockenen Klimas) aber nach wie vor sehen viele Menschen v.a. in unserern Wohlstandsgesellschaften nicht, was am Horizont auf uns zu kommt.
    DASS es schlimm wird, ist wohl inzwischen nicht mehr zu ändern. Aber trotzdem müssen wir (und alle anderen Nationen) schnellstmöglich auf die Bremse treten. Und zwar nicht sachte, damit ja nix passiert, sondern heftig. Die Gesellschaft muss sich grundlegend ändern, grundlegend in allen Facetten beginnen, größte Priorität auf Nachhaltigkeit zu legen, wenn wir unseren Kindern und Enkeln nicht eine Hölle überlassen wollen.

    Deswegen steht es für mich außer Frage, dass die einzige Partei, die das aufgrund ihrer Grundüberzeugung und DNA in Ansätzen hinbekommen könnte, die Grünen sind. Alle anderen sind entweder mit dem falschen Fokus ausgestattet und/oder viel zu sehr mit der traditionellen Wirtschaft verbändelt ist, als dass sie etwas in auch nur annähernd ausreichender Form bewegen könnten oder wollten.

    Die Zeit der Kompromisse ist vorbei. Damit gewinnen wir keine gute und sichere Zukunft für unsere Nachfahren mehr.
     
    Und viele betrachten es ja auch nur regional (was aus deutscher Sicht wahrscheinlich erstmal verständlich ist, aber halt nicht weitsichtig).

    Wir können hier im Zweifelsfall künstlich bewässern, alles klimatisieren und Mauern an den Küsten bauen. Aber in weiten Teilen der Welt gibt es diese Möglichkeiten nicht.

    Es wird Konflikte und Kriege um Ressourcen und Nahrungsmittel geben, es werden Millionen, wenn nicht Milliarden Menschen ihre Heimat verlassen und anderswo auf der Welt leben wollen. Oder müssen. Unwetter werden immer grössere Schäden anrichten, die enorme Summen kosten.

    All diese Sachen werden uns auch in Deutschland betreffen, wenn auch nur finanziell. Man kann auch davon ausgehen, dass wir deutlichst mehr Menschen aufnehmen müssen. Eigentlich müsste die AfD die krasseste Umweltschutzpartei sein...
     
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