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Amerika, we have a problem

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Mingo

wohnt mietfrei in deinem Kopf
"Bitte tötet mich nicht" (sueddeutsche.de)

Der Afroamerikaner George Floyd stirbt nach bzw. durch einen Polizeieinsatz, bei dem ein Polizist minutenlang mit dem Knie auf dem Genick des Mannes kniet.
Das Video davon ist so schwer zu ertragen dass mir die Tränen gekommen sind.

edit by Pil auf Wunsch:
Aktuelle Wahlergebnisse und Prognosen
https://www.realclearpolitics.com/epolls/latest_polls/
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Vielleicht denkst du einfach nochmal nach, ob es nicht auch andere Gründe dafür geben könnte, sich das Video nicht anzusehen.

Ich hab es angesehen und ich hab mir vorher Gedanken gemacht. Es hat mich bewegt, es hat mich erschüttert aber wenn alle denken, das tu ich mir nicht an, das geb ich mir nicht, was wird dann aus dieser Welt ?
 
Das ist schon ziemlich heftig und mein Körper reagiert auf solche Sachen auch nicht gut.
Es sich nicht anzusehen, fühlt sich für mich aber nicht richtig an.

Dennoch kann ich verstehen, wenn sich jemand solche Sachen nicht ansieht.
 
Alleine das hier:
„Zwischen 2013 und 2019 starben in den USA nach einer Zählung der Organisation Mapping Police Violence jährlich 1100 Menschen durch Polizeigewalt“. (Und die meisten waren wohl auch noch schwarz.)
Das ist so unfassbar. Einfach nur unfassbar.
Zum Vergleich: lt. Wikipedia wurden in Deutschland seit 1952(!) 500 Menschen durch Polizisten erschossen.
 
Ich auch. Versteh jeden, der feinfühlig ist und sich das nicht ansehen will. Aber das Verhalten von jemand zu hinterfragen, der es sich ansieht und deshalb traurig und bestürzt ist, das eher nicht.
 
Ich hab es angesehen und ich hab mir vorher Gedanken gemacht. Es hat mich bewegt, es hat mich erschüttert aber wenn alle denken, das tu ich mir nicht an, das geb ich mir nicht, was wird dann aus dieser Welt ?
Herzlichen Glückwunsch. Und ich Frage mich, wozu ich ein Video anschauen soll von dem ich weiß, dass da jemand zu Tode kommt.
Ich für meinen Teil muss das nicht sehen um zu wissen, dass das furchtbar ist.
 
Aber Hauptsache vorher einen dummen Kommentar abgegeben.

Du hinterfragst, dass Mingo sich das Video ansieht, obwohl es ihn bewegt.
Ich hinterfrage diese Einstellung denn man kann nicht überall wegschauen.
Klar, wenn man deshalb dann die Nacht nicht schlafen kann oder die Bilder nicht los wird,
sollte man wirklich überlegen ob es Sinn macht. Aber wenn es bewegt, auch so, dass Tränen vergossen werden, ist es doch total in Ordnung, das Video zu schauen und es ist total in Ordnung, diese Emotionen hier kund zu tun. Das Schicksal dieser Menschen ist es doch wert, wahrgenommen zu werden.

Du schaust Dir das lieber nicht an, ist dein gutes recht.

Können wir das jetzt beenden ?
Danke.
 
Ich bin darauf auf Facebook gestoßen und wusste auch, was dort zu sehen ist, weil ich zuvor Beiträge dazu gelesen hatte. Ich hab‘s vielleicht 15-20 Sekunden laufen lassen und habs dann ausgemacht. Das war für mich schon grausam genug und für mich fühlt es sich nicht richtig an, mir das bis zum bitteren Ende anzuschauen. Kann ich nicht, will ich nicht. Aber das es hochgeladen wird, ist wichtig. Auch wenn ich befürchte, dass es mittelfristig nur zu einer fortschreitenden Verrohung durch die sozialen Medien führt.
 
Ich hab eine Zusammenfassung des VIdeos gestern in meiner Twitter-Timeline gehabt (hatte vorher schon von dem Fall gehört) und hab das fassungslos in der Kurzversion gesehen... Wie der arme Kerl röchelnd und flehend da liegt, während dieser Abschaum von Cop selbstgefällig auf seiner Kehle lehnt... Genausoschlimm aber sein KOllege, der vornedran steht, und die - ruhig und sachlich argumentierenden - Zeugen zurückhält, während die die Polizei anflehen, wenigstens ein wenig lockerer zu lassen, weil er sonst erstickt.

Das ist schon schwer zu ertragen.

Aber es zeigt gnadenlos eines der großen, großen Probleme auf, die die USA heute haben und die gefühlt immer schlimmer werden, seit der orangene Affe dort an der Macht ist. Klar, der ganze White Power Abschaum bekommt implizit und teilweise explizit Zuspruch und RÜckendeckung aus dem weißen Haus. Da wird man halt mutiger.
Von diesem Cop existiert ja auch ein privates Foto mit einer roten "Make Whites Great Again" Basecap. Sagt schon alles.

Ich denke inzwischen, die USA sind als Staat unheilbar krank. Ohne einen sehr krassen Umschwung in der Politik (hahaha...) wird das nicht mehr so lange gutgehen und denen explodiert der Kessel in blutigen Unruhen.
 
Was ich halt krass fand, ich dachte tatsächlich, die wollten ihn nicht umbringen. Dann fühlen sie den Puls und ich hätte irgend eine Reaktion erwartet. Irgendwas das zeigt, dass grad was aus dem Ruder gelaufen ist. Aber man rollt ihn direkt in den Leichensack. Man hat ihn tatsächlich vorsätzlich hingerichtet. Jemand parat der den Tod abwartet und den Puls überprüft während ein andere Kollege schon mit dem Leichensack wartet. Ernsthaft? Oder hab ich das falsch wahrgenommen?
Die Todesstrafe wäre besser für den Kerl gewesen. Humaner. Die Todesspritze wäre tatsächlich humaner gewesen.
Wohlgemerkt für nichts oder ein kleines Delikt.
 
Bis zum Leichensack bin ich gar nicht gekommen, ich musste wegklicken, als ich gesehen hab, dass er gerade gestorben ist.
Das macht das aber noch makaberer, dass es quasi als ROutine von denen wahrgenommen wird. Was tot? Naja, dann halt ab in die Tüte mit ihm und erst mal nen Donut futtern.

Aber sagen wir mal so: Wer jemandem 10 Minuten auf der Kehle kniet, während der zunehmend schwächer und röchelnder um Luft fleht und um einen herum viele Leute stehen, die einen anflehen, sanfter zu sein, der bringt gerade jemanden vorsätzlich um. Und hat noch dazu keinen Funken Empathie (wahrscheinlich nur mit PoC). Die andere Möglichkeit wäre nur, dass er zu dum zum geradeaus pinkeln ist und die Situation echt nicht verstanden hat. Dann wäre aber Cop eindeutig der falsche Beruf für ihn.
Das kann ich mir aber beim besten Willen nciht vorstellen, die Miene von diesem Abschaum sagt imo alles.
 
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