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GEN7 Alpha Protocol

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Das ist das RPG-Phänomen. Nichts gegen ein klassisches Runden-RPG oder eine Klickorgie wie Diablo.

Aber in Bezug auf ein modernes 3D-Rollenspiel kann ich sowas wie das Zielen in Alpha Protocol nicht akzeptieren. Man hat schon seit 2 Sekunden den Kopf des Feindes im Visier und muss dann noch warten bis sich der Cursor verfärbt, weil der Skill so schlecht ist. Wtf. Wenn ich eine direkte Steuerung wähle, dann muss sich die Figur auch direkt steuern lassen. Man könnte ja den schlechten Skill durch einen wackelnden Cursor simulieren, der schlechter unter Kontrolle zu bringen ist. Aber nicht so!

Moderne 3D Rollenspiele sollten sich auf die Rollen konzentrieren und nicht komplizierte Uplevel-Orgien sein.
 
rage2k schrieb:
mein 1. eindruck nach 2 std spielen: man darf das spiel net als 3rd person shooter mit rgp touch sehen sondern eher umgekehrt............

Dann sollte das Spiel aber nicht daraus bestehen, aus der dritten Person aus der Deckung heraus auf Leute zu schießen.
 
Deus Ex sah auch aus wie ein FPS und war keiner, das gab´s schonmal vorher...und optisch sind die beiden Spiele auch nicht so weit auseinander :lol:

Erstmal schön meine gestohlenen Gelder in ne neue taktische Rüstung und Schrote investiert *schraub*
 
Deus Ex war auch gut. Mass Effect war auch gut spielbar (gut, das war als Soldat auch ein TPS) und Borderlands hat auch funktioniert. Das Gameplay in AP ist halt einfach nur scheiße. Das taugt weder als RPG noch als Shooter, was soll man sagen?
 
Interessant zu sehen, daß einige Submissionen auch einfach nur Gespräche sein können...hm.

Thema Deus Ex: Wenn man´s mal genau betrachtet steuert sich das schießen ziemlich ähnlich in beiden Spielen. Man muss warten, bis das Fadenkreuz entsprechend klein geworden ist, bevor man irgendwas vernünftig treffen kann, nur, daß das bei Deus Ex auf alle Waffen zutrifft und bei Alpha mehr auf Pistolen und Sturmgewehre. Ideal ist das natürlich nicht, keine Frage, aber abgesehen von der Pistole hat es mich bei keiner Waffe gestört bisher...nicht wirklich zumindest.

Ich werde auch mal dieser "Stealth ist beschissen" Sache auf den Grund gehen glaub ich. Mal ausprobieren, wie das läuft, wenn man 100% auf Stealth geht, mein Typ ist das absolute Gegenteil, der rennt schreiend mit seiner Schrote da rein und erledigt entfernte Gegner mit seinem Sturmgewehrchen, welches er allerdings überhaupt nicht beherrscht...
 
Ist mir bisher noch nicht aufgefallen, aber einige Gegner scheinen ein ausgesprochen gutes Gehör zu haben im Vergleich zu anderen...
 
Zimtzicke schrieb:
Und wieder frage ich mich, was Entwickler sich teilweise dabei denken.

Die müssen doch auch mal andere Spiele spielen und merken, was sie da für einen Murks produzieren. Da hat ein Spiel soooooooo viel Potential um dann an den grundlegendsten Spielmechaniken zu scheitern.

Die maue Technik könnte ich verkraften, aber wenn selbst sowas simples wie eine 3rd-Person-Steuerung verbockt wird, dann ohne mich. :I

Ok, ein Entwickler des Spiels beantwortet meine Frage... :ugly:

Entwickler: "Bin nicht stolz darauf"
Marcel

Quelle: joystiq.com

"Ich habe an diesem Spiel mitgearbeitet (darauf bin ich nicht stolz). Ich bin nicht hier, um es zu verteidigen; ich stimme den Tests zu". Mit diesen Worten kommentierte ein anonym gebliebener Mitarbeiter von Obsidian Entertainment den Test von Alpha Protocol bei Jostiq. Dort bekam das Spiel aufgrund der technischen Unzulänglichkeiten ("It's a technical nightmare.") zunächst keine Wertung - worauf auch in unserem Test eingegangen wurde. Vielmehr plauderte die anonyme Person zunehmend aus dem Nahkästchen, kreidete den vergeigten Entwicklungsprozess und viele Fehler bei der Produktion an. Nachfolgend nun sein frustrierter Kommentar:

"Es musste tonnenweise Arbeit in das Spiel einfließen. Das Problem war hierbei, dass es Tonnen von nicht-geleiteter Arbeit waren [Anm. d. Redaktion: keine gezielte Leitung oder Supervision] oder Dinge, die einfach dumm waren. Der ausführende Produzent des Spiels, Chris Parker (ebenfalls ein Eigentümer des Studios), scheint gedacht zu haben, er sei der größte Designer auf der Welt, und kreierte all diese absolut vergeigten [shitty] Spielsysteme und hörte nie auf echte andere Designer oder Entwickler, die ihn darauf aufmerksam machen wollten, dass manche Spielelemente so nicht funktionieren würden. Und man kann nicht mit einem Eigentümer der Firma diskutieren, wenn er nicht zuhören will. Er hat praktisch die Kontrolle über das Spiel übernommen und diktiert wie alles und jeder Arbeiten soll. Die anderen Produzenten durchschauten die Sache sehr schnell und gaben einfach auf, sie überließen Parker das Mikromanagement über alle Designer und Programmierer."

"Sega war ebenso ein Faktor, weil sie die Anforderungen an das Design stetig verändert haben (ja, sie hatten hier starken Einfluss), weswegen die Produzenten und Designer nie die Zeit hatten, eine Ladung an Features fertig zu stellen, um diese dann in Ruhe zu polieren. Dennoch liegt die Schuld hauptsächlich bei Obsidian, weil die gesamte Ausführung der Entwicklung fürchterlich war, und es war bereits zwei Jahre her, da hätte das Spiel eigentlich eingestellt werden sollen. Doch stattdessen überlegten sie sich immer mehr neue Features hinzuzufügen, ohne die Fehler aus den bisherigen Spielfragmenten zu beheben. Das ist ein Rezept für haufenweise Bugs und ohne Feintuning sowieso... wie es offenkundig ist."

"Dieses Spiel war eine einzige Katastrophe bei der Produktion und es ist auch nicht verwunderlich, dass so viele Entwickler die Firma verlassen haben, sogar nachdem 40% der Belegschaft entlassen wurde. Ich bin trotzdem noch immer froh über einige andere Projekte von Obsidian, inklusive Fallout: New Vegas, weil sie wirklich gut voran gehen. Das bisher unangekündigte Großprojekt sieht ebenfalls großartig aus und ist schon jetzt weitaus besser als Alpha Protocol jemals war und es scheint damit zu enden, dass dieses Spiel das sein wird, was Alpha Protocol hätte sein sollte."

"Sega hätte besser Alpha Protocol einstellen sollen, anstatt das Alien-Spiel..."
 
quasi wie in jeder Firma wo dumme Leute an der Spitze sitzen. Die Leute machen nur ihren Job und das Endergebnis ist den kleinen Leuten scheißegal. Schade das sowas veröffentlich wird:kaffee:
 
Mein Ärger rührt hauptsächlich daher, daß ich (wie viele andere ja auch) mehr oder weniger einen A-Titel erwartet haben, es jetzt aber mehr ein C-Spiel ist, das sich in den Gefilden von Conan oder Viking eingliedern lassen muss.

Trotzdem macht´s noch Spass, bin jetzt offenbar bei der letzten Mission meines 2. Hubs (Taiwan)
 
Hab vorhin das GamePro-Review Video gesehen und bin eigentlich immer noch sehr angetan von dem Spiel. Und so unterirdisch finde ich die Grafik nun auch wieder nicht, da schaut Nier schlimmer aus...
 
Nier hat allerdings weniger dilletantische Effektversuche und bessere (Körper)Animationen.

Wie gesagt, schlecht finde ich es jetzt nicht, es ist halt nur technisch unter aller Kanone und die KI ist stinktiger als Pups McFartass...nicht immer, aber oft.

Immernoch nett ist dieses "wenn ich jetzt mit dem dies-und-das mache, was hab ich da später noch von?"...Diese ganze Operation hier in Taiwan hätte, soweit ich das beurteilen kann auch ganz anders ablaufen können mit anderen Leuten an anderen Stellen, die andere Dinge tun usw.
 
Zimtzicke schrieb:
Zimtzicke schrieb:
Und wieder frage ich mich, was Entwickler sich teilweise dabei denken.

Die müssen doch auch mal andere Spiele spielen und merken, was sie da für einen Murks produzieren. Da hat ein Spiel soooooooo viel Potential um dann an den grundlegendsten Spielmechaniken zu scheitern.

Die maue Technik könnte ich verkraften, aber wenn selbst sowas simples wie eine 3rd-Person-Steuerung verbockt wird, dann ohne mich. :I

Ok, ein Entwickler des Spiels beantwortet meine Frage... :ugly:

Entwickler: "Bin nicht stolz darauf"
Marcel

Quelle: joystiq.com

"Ich habe an diesem Spiel mitgearbeitet (darauf bin ich nicht stolz). Ich bin nicht hier, um es zu verteidigen; ich stimme den Tests zu". Mit diesen Worten kommentierte ein anonym gebliebener Mitarbeiter von Obsidian Entertainment den Test von Alpha Protocol bei Jostiq. Dort bekam das Spiel aufgrund der technischen Unzulänglichkeiten ("It's a technical nightmare.") zunächst keine Wertung - worauf auch in unserem Test eingegangen wurde. Vielmehr plauderte die anonyme Person zunehmend aus dem Nahkästchen, kreidete den vergeigten Entwicklungsprozess und viele Fehler bei der Produktion an. Nachfolgend nun sein frustrierter Kommentar:

"Es musste tonnenweise Arbeit in das Spiel einfließen. Das Problem war hierbei, dass es Tonnen von nicht-geleiteter Arbeit waren [Anm. d. Redaktion: keine gezielte Leitung oder Supervision] oder Dinge, die einfach dumm waren. Der ausführende Produzent des Spiels, Chris Parker (ebenfalls ein Eigentümer des Studios), scheint gedacht zu haben, er sei der größte Designer auf der Welt, und kreierte all diese absolut vergeigten [shitty] Spielsysteme und hörte nie auf echte andere Designer oder Entwickler, die ihn darauf aufmerksam machen wollten, dass manche Spielelemente so nicht funktionieren würden. Und man kann nicht mit einem Eigentümer der Firma diskutieren, wenn er nicht zuhören will. Er hat praktisch die Kontrolle über das Spiel übernommen und diktiert wie alles und jeder Arbeiten soll. Die anderen Produzenten durchschauten die Sache sehr schnell und gaben einfach auf, sie überließen Parker das Mikromanagement über alle Designer und Programmierer."

"Sega war ebenso ein Faktor, weil sie die Anforderungen an das Design stetig verändert haben (ja, sie hatten hier starken Einfluss), weswegen die Produzenten und Designer nie die Zeit hatten, eine Ladung an Features fertig zu stellen, um diese dann in Ruhe zu polieren. Dennoch liegt die Schuld hauptsächlich bei Obsidian, weil die gesamte Ausführung der Entwicklung fürchterlich war, und es war bereits zwei Jahre her, da hätte das Spiel eigentlich eingestellt werden sollen. Doch stattdessen überlegten sie sich immer mehr neue Features hinzuzufügen, ohne die Fehler aus den bisherigen Spielfragmenten zu beheben. Das ist ein Rezept für haufenweise Bugs und ohne Feintuning sowieso... wie es offenkundig ist."

"Dieses Spiel war eine einzige Katastrophe bei der Produktion und es ist auch nicht verwunderlich, dass so viele Entwickler die Firma verlassen haben, sogar nachdem 40% der Belegschaft entlassen wurde. Ich bin trotzdem noch immer froh über einige andere Projekte von Obsidian, inklusive Fallout: New Vegas, weil sie wirklich gut voran gehen. Das bisher unangekündigte Großprojekt sieht ebenfalls großartig aus und ist schon jetzt weitaus besser als Alpha Protocol jemals war und es scheint damit zu enden, dass dieses Spiel das sein wird, was Alpha Protocol hätte sein sollte."

"Sega hätte besser Alpha Protocol einstellen sollen, anstatt das Alien-Spiel..."

Für mich hört sich das nach einem gefeuerten Mitarbeiter an, der noch etwas Dampf ablassen muss.
 
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