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REVIEW Alan Wake [Review]

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Sollte ihr übrigens je den Wunsch verspürt haben, in einem Videospiel zu sehen, wie ein Kerl seine Frau zusammen schlägt: Viel näher als in Alan Wake hab ich es noch nicht gesehen
leitest du das aus der Szene ab? Wenn ja, schon leicht übertrieben beschrieben :p
 
Genau das meinte ich ja. Ich kenne die Szene in der Alan wütend wird aber von Schlagen oder nur nahe daran kann ja wohl keine Rede sein.
Wenn man sowas in die Szene rein interpretiert dann behaupte ich, dass Alan Wake in Wirklichkeit Indiana Jones ist. Das lässt sich auch gut aus der Sequenz herleiten...
 
darthELIAS schrieb:
Bart Wux schrieb:
Spielor schrieb:
Ich such bis jetzt noch die Szene in der Alan seine Frau schlägt oder auch nur nahe dran ist. :?
Ich hab nie gesagt, dass er sie schlägt, aber er kommt dem recht nah.

http://www.youtube.com/watch?v=E6xz8pAJS7A

Minute 7:25
Recht aggro der gute Mann.

Weiß ja nicht wie man sonst das oben Zitierte von Joe deuten soll. :? Steht doch klipp und klar, dass er sie schlägt.
Mitnichten steht das da. Da steht: "Viel näher als... habe ich es noch nicht gesehen." Er brüllt sie an, sie weicht verängstigt zurück, er geht aggressiv auf sie zu und schubst sie dann gewaltsam aus dem Weg. Wenn ich die Frau gewesen wäre, mein Herz würde bei 200 schlagen und ich würd mich fühlen, als wär ich grad einer Kugel entgangen. Von der Ohrfeige ist Alan hier nur noch einen Hauch entfernt. Für ein Spiel, in dem es darum geht, einem Mann zu helfen, seine Ehefrau wieder zu finden, ist das ein etwas merkwürdiger Einstieg.
Aber bevor ihr euch jetzt an der einen Stelle festbeißt: Es ist ja nun nicht so, dass mein einziger oder auch nur größter Kritikpunkt wäre.
 
In Episode 4 kann man aber auch eine Tonbandaufnahme eines Gesprächs zwischen Dr. Hartman und Alice zuhören in dem sie erklärt, dass Alan in letzter Zeit häufig unter heftigen Wutausbrüchen leidet - das ist vielleicht der Grund weshalb sie zurückweicht. Sie sagt später im Gespräch, dass Alan ihr gegenüber niemals gewalttätig geworden ist.
 
Spielor schrieb:
Sie sagt später im Gespräch, dass Alan ihr gegenüber niemals gewalttätig geworden ist.
Genau das sage ich ja auch. ;)
Das Gespräch ist mir jetzt entgangen, aber es zeigt meines Erachtens nur, dass das Handanlegen nur der nächste Schritt gewesen wäre.

Unabhängig davon, wir haben den Anfall live erlebt, dann dieses Tonband, die Rückblende im späten Kapitel mit seinem Alk und seiner Tom Cruise Darbietung in der Talkshow und für mich, für mich persönlich, heißt das in der Konsequenz, dass mir die Figur Alan Wake so dermaßen grund-unsymphatisch ist, dass ich mit ihm kein Stück mehr mitfühlen kann. Und bei einer Story, die das Leiden dieses Mannes und die Suche nach seiner Frau im Mittelpunkt stehen hat, ist das ein elementares Problem.

Das ist mein persönliches Empfinden des Charakters, was mir die gesamte Story verschließt. Wer das anders empfindet, hat dieses Problem freilich nicht. Aber ich habe es nun mal.
 
Bei Bart Wux gibt es halt nur Vollbart oder Glattrasur und schon kleine Details können die Nadel in die eine oder andere Richtung ausschlagen lassen. Zur Zeit scheint Sony sein Herz erobert zu haben, aber man kann nicht ausschließen, dass er in ein paar Wochen seine PS3 hasst und zum Müll bringt, so ist er halt. :ugly:
 
Bart hat sich doch gerade erst ne neue 360 gekauft, sicherlich auch wegen Alan Wake. Da müsste er ja schon stark masochistisch veranlagt sein, wenn er das alles getan hat, weil er von vornherein wusste, dass er dieses Spiel nicht mögen wird. :grins:
 
nofix schrieb:
aber man kann nicht ausschließen, dass er in ein paar Wochen seine PS3 hasst und zum Müll bringt, so ist er halt. :ugly:
Ausschließen kann man nix, aber bei über 50 PS3 Spielen im Regal ist das unwahrscheinlich.

Und um das klar zu stellen: Ja, ich bin pro Sony. Aber ich mach nicht Alan Wake schlecht, weil ich pro Sony bin. Umgekehrt wird ein Schuh draus, ich bin pro Sony, weil Sony Ratchet und Clank bringt, Heavy Rain, God of War, Uncharted und das beste, was MS in den letzten Jahren gebracht hat, Alan Wake war.

Und wie Urgs sagte: Wie krank muss ein Mensch sein, der sich eine neue Konsole kauft und die teure Limited Edition eines Spiels mit dem Ziel (!), es dann schlecht zu reden?
 
ich bin reifer geworden was internetstreitigkeiten betrifft, deswegen lass ich mich hier nicht mehr aus.
Aber unglaublich was hier der ein oder andere Usern (oder soll ich Sony-jünger sagen :grins:) für bullshit labbert :faceplam:

hab das spiel leider noch nicht gespielt, deswegen kann ich eh nichts dazu sagen. was andere dann auch tun sollten ;)
 
Also ich lese immer gerne Reviews von Bart. Ich stimme nicht immer zu und bei Alan Wake kann ich als PS3 Nutzer kaum was sagen, aber allgemein zu seinen Testberichten: Wer sich darüber aufregt, sollte keine mehr von Bart lesen. Ich für meinen Teil LIEBE seinen Schreibstil. Ich liebe es wie er seine Tests mühevoll durchstrukturiert und mit sarkastischen Spitzen schmückt. Das klingt jetzt sehr nach Geschleime, aber er trifft damit genau meinen Geschmack (Was den Stil anbelangt). Letztendlich macht er keinen Hehl daraus, dass er diese Reviews mehr oder weniger aus einem Mitteilungsbedürfnis heraus schreibt. Was man daraus lesen kann ist, dass die Grundelemente eines Spiels immer sehr gut erklärt werden (Seien es nun Handlung, Gameplay, Grafik etc.) Die Frage "wie" er es bewertet ist nun mal seine subjektive Sicht der Dinge. Ich für meinen Teil habe Ersteindrücke von Alan Wake gesehen (leider noch nicht selbst gespielt) und finde den Titel gar nicht mal so schlecht. Würde ich eine XBox besitzen, würde ich ihn mir garantiert holen. Trotz alledem fühle ich mich nicht angegriffen, wenn ich zu meinem neuesten Lieblingsspiel so einen Verriss lese. Im Gegenteil.

Von dem was ich gesehen habe kann ich bisher sagen, dass ich mir selbst auch schwer damit tue mich mit dem Protagonisten Alan zu identifizieren und da hat Bart schon Recht. Gerade bei so einem Titel, in dem die gesamte Geschichte auf den Hauptcharakter angelegt ist, ist der kleinste Hauch von Antipathie der Tod für den Spielspaß. Wenn ich das mal mit Silent Hill Teilen vergleichen kann, muss ich sagen, dass ich bei den neueren Teilen auch weniger Spielspaß hatte. Ein James Sunderland hat einfach mehr Potential als so ein "gesichtsloser" Held wie in Homecoming oder Origins (Da weiß ich nicht mal mehr den Namen des Charakters... ). Damit beziehe ich mich nun allgemein auf "Horror-Survival" bzw. "HorrorThirdPersonShoioter" oder wie man das heutzutage so nennt...

Und dann muss ich noch etwas zu dem Twin Peaks Diskussionsfaden loswerden: Logiklöcher??? LOGIKLÖCHER?? Ein David Lynch schreibt Geschichten weit über die Grenzen der Logik hinaus. Sind Träume logisch? Sie bergen eine innere abstrakte Logik, deren Interpretation ganz im Auge des Betrachters liegt und genau das macht seine Filme so einzigartig. Im Grunde ist es ein Wechselspiel zwischen der verworrenen Handlung und den einmaligen Charakteren mit ihren Macken, Neurosen und Irrsinnigkeiten, die sie sympathisch oder hassenswert machen. Ich kann mich heut noch nicht an Twin Peaks satt sehen :ugly:

85!*
 
Ein PS-Fanboy schreibt nen Review über ein 360 Spiel. Was sollte man da anderes erwarten? Ich sag nur: Die 360 ist so laut wie eine Turbine. Und komm mir jetzt nicht mit deinem Stilmittel!:grins:
 
Ich denke mal, wir können alle getrost davon ausgehen, dass sich kein normaler Mensch für 70 Euro ein Spiel kauft und dabei die feste Absicht hat, dieses Spiel in einem Review zu verreißen. Darüber hinaus sollte hier auch der Fakt nicht unerwähnt bleiben, dass Bart sich ganz offensichtlich erneut eine 360 angeschafft hat, was auch eine nicht ganz unerhebliche Investition ist. Bart ist zumindest hier im Netz mitunter ein recht seltsamer Zeitgenosse, aber man kann wohl mit Sicherheit sagen, dass er keinen Dachschaden hat und von der Definition eines Konsolenfanboys so weit entfernt ist wie Crazy - Gott hab ihn seelig - von objektiven Meinungsäußerungen wenn es um Sony ging.
Ihm hat also Alan Wake nicht gefallen. So what? Ihm haben schon andere Spiele nicht gefallen. Und das seine Reviews auf recht drastische Art geschrieben werden und immer wieder zu übertriebenen Darstellungen neigen, ist ganz sicher nix Neues hier. Was aber offenbar mit schöner Regelmäßigkeit ignoriert wird, sind seine Argumente. Bart's Reviews gehören nicht zu denen, wo nur "Joah, geiles/beschissenes Spiel. Kann man (nicht) genießen." drin steht. Er begründet seine Kritik ziemlich detailliert. Und wenn ich jetzt das Review zu Alan Wake überfliege, dann sind das u.a. folgende Punkte:

- extrem unsympathischer Hauptdarsteller
- Klischeehafte Charaktere
- lächerliche/unglaubwürdige Noir-Style-Monologe
- nicht richtig abgeschlossene Handlung
- Gameplay unlogisch auf Storyinhalte zugeschnitten (man ist oft nachts unterwegs, obwohl es tagsüber sicher wäre)
- Sprint nutzlos
- Kameraprobleme
- ständiger Verlust der Ausrüstung
- miese und sinnlose Fahrsequenzen
- offensichtliches Design (vor Kämpfen findet man genug Mun etc.)
- spielerisch kaum Abwechslung
- keine echten Highlights
- letztendlich nur ein Third Person Shooter

Wenn man also Bart's Review kritisieren will, dann sollte man sich evtl. an diese Punkte halten. Stimmen sie? Sieht man manche Dinge anders? Wo liegt er komplett falsch? Hat er das Spiel vielleicht nicht richtig verstanden und deswegen "falsch" gespielt (so ging es z.B. mir ja bei Bayonetta und ja, man kann ein Spiel falsch spielen, wenn man die Intention der Macher nicht mibekommt)? Ich selbst kann zu keinem Punkt etwas sagen, da ich das Spiel nicht kenne. Aber wenn die Liste nur etwas Substanz hat, dann ist das Review kein Verriss. Ein Verriss wäre es dann, wenn Bart Dinge völlig aus dem Zusammenhang reißt, um sie besonders negativ darstellen zu können. Ein Verriss wäre es auch dann, wenn Bart zusätzlich den positiven Aspekten kein Gewicht beimisst und völlig unrealistische bzw. falsche Erwartungen auf das Spiel projiziert. Hat er das getan?
 
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