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VOTE Achtet ihr auf das Herstellungs-Land?

Achtet ihr auf das Herstellungsland eurer Güter?

  • Ja, denn...

    Stimmen: 13 26,5%
  • Nein, weil...

    Stimmen: 23 46,9%
  • Mir egal! Hauptsache so günstig wie möglich.

    Stimmen: 13 26,5%

  • Umfrageteilnehmer
    49

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Wenn ich nun darauf verzichte, bei Kik zu kaufen, dann trifft das die ausgebeuteten Angstellten ja mit, weil sie mitunter entlassen werden. Somit kann doch nur das richtig sein, was ihre Arbeitsbedingungen verbessert.

anstatt bei Kik zu kaufen läufst du ja nicht nackt durch die Gegend. (oder?)
Du beziehst die Produkte anderswo. dort wird der bei kik entlassene Angestellte zu besseren Konditionen eingestellt
;)
(verkauft Kik Kleider?)


ich achte darauf. Beim Essen immer, auch wenn ich mir bewusst bin, dass ein Label nicht immer hält, was es verspricht.
Bei Kleidern achte ich ebenfalls darauf, wobei ich nicht den Anspruch an mich selber habe, konsequent zu sein. Das funktioniert finanziell (noch) nicht.
Bei Elektronik weiss ich nicht, wie ich darauf achten sollte. :|

das Argument "ganz oder gar nicht" funktioniert für meine Begriffe nicht. Ich schaue dort, wo ich es kann und (das gebe ich gerne zu) es mich nicht allzu sehr einschränkt.
 
Der Punkt ist einfach, die ganze Angelegenheit lässt sich nicht so einfach auf das schlechte Gewissen der Verbraucher herunterbrechen. Warum ist es überhaupt legal, solche Produkte in Europa zu verkaufen? Dagegen müsste es Gesetze und Strafen geben.
 
Wenn man es weiß und trotzdem da kauft und dann lauwarme Begründungen dafür nachreicht, dann kann man es durchaus dem Verbraucher zuschieben!

Daß natürlich noch andere Maßnahmen angebracht sind, ist ja eine Selbstverständlichkeit, aber nicht immer so einfach zu machen, wie einfach die bekannten Sauläden zu meiden. Es verlangt ja keiner, daß man für jedes Paar Socken ein paar Stunden im Internet recherchiert...
 
anstatt bei Kik zu kaufen läufst du ja nicht nackt durch die Gegend. (oder?)
Du beziehst die Produkte anderswo. dort wird der bei kik entlassene Angestellte zu besseren Konditionen eingestellt
;)
(verkauft Kik Kleider?)

Ich war gedanklich gar nicht bei den hiesigen Angestellten, sondern bei der Näherin in Asien, die sich für nen Euro am Tag kaputtschindert.

Abgesehen davon, warum sollte man Kik kaputtsabotieren, anstatt sie medieal wie Arbeitskampftechnisch zu würdigen Arbeitsbedingungen zu zwingen? Der nächste zahlt aus reiner Menschenliebe auch nicht nehr.
 
Es gilt auch für die Angestellten in Bangladesh, Vietnam und sonst wo. Die produzieren ja alle in diesen Ländern. Und das was der "Nächste" tut, als Anhaltspunkt zu nehmen, ist schon ziemlich traurig.
 
Wieso hämmert man hier auf kik rum, du kannst jede Textilmarke nehmen, auch benetton hat unlängst in Bangladesch produziert, ganze vorne dabei sind natürlich h&m, c&a, kik und primarkt. Wer billig Klamotten verkauft kann nur billig produzieren. Und andere wiederum bekommen den Hals nicht voll.

Generell zum Thema aber, das gilt ja auch für Obst, ich kaufe ganz sicher keine Kartoffeln aus Ägypten.
 
Wie gesagt, alle produzieren da, aber nicht alle unter so katastrophalen Bedingungen. Bei KiK ist es bekannt, deshalb sollte man den Laden meiden wo es geht. Wenn es bei anderen Marken bekannt ist, kann man auch die meiden. Aber wenn man trotzdem weiter bei diesen Läden kauft (und damit diese Bedingungen zu unterstützt), ist man schlichtweg mitschuld.

Wenigstens die Bekannten kann man meiden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich war gedanklich gar nicht bei den hiesigen Angestellten, sondern bei der Näherin in Asien, die sich für nen Euro am Tag kaputtschindert.

Abgesehen davon, warum sollte man Kik kaputtsabotieren, anstatt sie medieal wie Arbeitskampftechnisch zu würdigen Arbeitsbedingungen zu zwingen? Der nächste zahlt aus reiner Menschenliebe auch nicht nehr.

Wenn KIK weiterhin gute Gewinne macht, werden sie sich einen Dreck um Medien und Arbeitskämpfe scheren. So lange sich das nicht auf die Gewinne auswirkt, passiert da gar nichts.
 
Wenn man es weiß und trotzdem da kauft und dann lauwarme Begründungen dafür nachreicht, dann kann man es durchaus dem Verbraucher zuschieben!

Daß natürlich noch andere Maßnahmen angebracht sind, ist ja eine Selbstverständlichkeit, aber nicht immer so einfach zu machen, wie einfach die bekannten Sauläden zu meiden. Es verlangt ja keiner, daß man für jedes Paar Socken ein paar Stunden im Internet recherchiert...

Wer kauft denn freiwillig in solchen Billigläden, wenn er sich besseres leisten kann?

Du als gebildeter alleinstehender Besserverdiener garantiert nicht. Allein schon, weil du dich in deinen Kreisen gar nicht in solchen Klamotten blicken lassen kannst.

Es gibt aber ein immer grösser werdendes Heer an Geringverdienern, die darauf angewiesen sind, ihre Familien mit dem Zeug einzudecken, mit denen die Leute, die damit den grossen Reibach machen, sich nicht mal den Arsch abwischen würden.
 
Wer kauft denn freiwillig in solchen Billigläden, wenn er sich besseres leisten kann?

Es geht auch nicht um die, die es sich nicht leisten können, woanders zu kaufen. Die sind entschuldigt. Es geht um diejenigen, die lieber billig kaufen, als sich um die Leute in den Fabriken zu scheren. Davon gibt es mehr als genug! Und das sind idR auch die, die mit den billigen Erklärungen für ihr Handeln um die Ecke kommen ;)
 
Schon lustig. Ich geh so in die deutschen Markenläden und sehe dann teure Sachen achte auf das das Etikett Made In Turkey für ein T-Shirt, 35€.
 
Ich achte auf das Herstellungsland, aber es beeinflusst meine Kaufentscheidung (leider) nur im geringen Maße.

Es ist trotzdem eine Schande, dass sich Europa und die USA und andere wohlhabende Staaten sich nicht gegen Sklavenarbeit einsetzen. Der Finger wird schnell auf chinesische Fabriken und die Konzerne dahinter gerichtet, gerne auch noch auf kik und Primark, weil die Mittelschicht sich davon noch entrüstet distanzieren kann. Dabei beuten wir als großes Kollektiv 'westliche Welt' Millionen von Menschen aus. Das ist dann auch nur Korinthenkackerei hier zwischen kik, H&M und Esprit und zwischen Samsung und Apple zu unterscheiden.

Politisch konsequent wäre es den Verkauf dieser Produkte zu verbieten und unter Strafe zu stellen. Das wird aber niemals passieren, weil in dem Fall die Einstellungen der Politik und des Volkes übereinstimmen. Niemand will hier seinen Wohlstand teilen. Der Firmenboss braucht seine Millionen, der Büroangestellte seine zwei Autos und das Haus am See pünktlich zur Rente, die arme kik-Kassiererin will auch nicht auf ihre Vagabond-Schuhe verzichten und so bleibt von der wirtschaftlich wichtigen Arbeit der Chinesen und Indonesier und immer mehr osteuropäischer Staaten leider nicht mehr genug übrig damit auch sie ein Leben neben ihrer Aufgabe haben können. Das gute Gewissen kann dann immer noch nach der nächsten Gehaltserhöhung zurückgekauft werden.
 
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