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MOVIE 2015 Oscars | Nominees

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Die Nominerung bekommt man für den besten Score, also selbstkomponierte Musikuntermalung (Bsp. Hans Zimmer). Wenn man einen Song komponiert hat, wird man in der Kategorie "Original Song" nominiert (Bsp. Let it go).

Guardians hat beides nicht. Und hat auch so nix verdient.
 
Finde ich auch, wieso nicht einfach "Bester Film"? Guardians gehört nicht umsonst in die Top 5 (Oder waren es die Top 10? Auf jeden Fall spielt er ziemlich weit oben mit.) der, von Kritikern und Zuschauern, am besten bewerteten Filmen des Jahres. Das ist ein Unterhaltungsbrett, welches in seinem Bereich nahezu alles richtig macht. Wieso darf also mal nicht ein solcher "Genrefilm" einen Oscar bekommen?
 
Ne, also so genial ich Guardians fand, als Nominee für bester Film hat er nix verloren. Es ist imo einer der unterhaltsamsten Filme der letzten Jahre, aber für nen Oscar einfach zu eindimensional. Soll auch kein VOrwurf sein, der Film funktioniert halt nur so.
Würd mich übrigens wundern, wenn die Macher des Films auch nur eine Sekunde an einen Oscar gedacht hätten.

Was mich aber ein wenig wundert, ist die fehlende Nominierung für Interstellar für den besten Film. Der hat imo auch genug Tiefe, um da berücksichtigt zu werden.
 
Weil das halt für einen Oscar dazugehört. Da wird eben der Film als Kunstform gefeiert. Der Beste Film hat im Idealfall alles aus den Bereichen super Regiearbeit, tolles und facettenreiches Drehbuch mit außergewöhnlichen und starken Charakteren, umwerfende schauspielerische Leistung, tolle Bilder, überzeugende Optik etc.

Wer den Film als Eventkino mit Popcorn-Blockbustern feiern will, der achtet halt auf andere Events, so einfach ist das.

Und bevor einer blöd kommt: ich liebe Film als Eventkino, meistens mehr als erschlagende, tiefgängige Filme, die sich als Kunst verstehen.
Was aber nicht heißen soll, dass ich letztere Kategorie nicht auch toll finde :D

Der Oscar hatte ja vor ein paar Jahren mal eine Phase, in der er sich stark den Blockbustern angenähert hatte. Dafür hagelte es aber ordentlich Kritik, weswegen man sich wohl wieder darauf besinnt hat, was man da überhaupt ehren will.
 
Ich konnte eh noch nie verstehen, dass bei den Oscars keine anderen Genres (außer Drama, Indie, Arthouse, Dokumentation, intellektuelles Was-weiß-ich, etc.) berücksichtigt werden. Der bedeutendste Filmpreis schlechthin lässt da leider ganz schön viele Perlen aus. Und ja, es gibt auch "perfekte" Actionfilme und die haben meiner Meinung nach die selbe Berechtigung eine Auszeichnung zu erhalten wie seine "tiefgründigen" Konkurrenten.

Aber das ist, wie gesagt, etwas, das ich noch nie nachvollziehen konnte. Wenn sie eh eine Vorauswahl treffen, dann brauchen sie auch gar keinen Preis vergeben. Da finde ich die Publikumspreise, wo jeder jeden wählen kann, tatsächlich deutlich besser.

Ist übrigens keine Kritik an den Oscar-Filmen an sich. Das sind alles hervorragende Produktionen, nur finde ich das Oscar-Verfahren einfach etwas Banane. Naja, ich warte dann lieber wieder auf die MTV Movie Awards. :D
 
Also Avatar war auch mal für einen Oscar als bester Film nominiert, der ja wohl eindimensionalste dreidimensionalste Film überhaupt war.

Ich finde es zwar einerseits verständlich dass man mit dem wichtigsten Filmpreis auch eine gewisse Anspruchshaltung erfüllen möchte, aber es geht im Kern immer noch um Entertainment. Herr der Ringe, Gladiator, Braveheart... das ist auch Popcorn-Kino in Reinkultur und deswegen doch nicht gleich abwertend, diese Filme haben den Preis ja immerhin auch bekommen.

Ich persönlich brauch auch nicht unbedingt eine Kategorie für den besten Actionfilm, aber gerade bei Komödien blutet mir das Herz wenn großartige Schauspieler für großartige Leistungen einfach keine Chance haben, weil ihre Filme aufgrund einer Genrezugehörigkeit gegen Scary Movie 4 bei MTV antreten müssen. Und selbst wenn ein humorvoller Film genug "Tiefe" für die Oscar-Nominierung hat, spätestens bei der Wahl hat man dann gegen AIDS-, Behinderten-, Bürgerrechts- oder Sklavereidramen den Kürzeren gezogen.
 
Das Problem ist halt, dass Actionfilme - auch die großartigen - eben den Fokus auf Action und Pacing legen. Das ist sicher ebenfalls eine grandiose Leistung, so etwas interessant und mitreißend zu gestalten.
Aber aufgrund dessen müssen Actionfilme eben auch Einbußen in anderen Bereichen mitnehmen. Wenn ein Film darauf achtet, Action zu bieten, hat er keine Zeit mehr, um die Charaktere facettenreich zu gestalten. In einer 20-minütigen Schießerei kann man keine Story weitererzählen. Das sind halt so Faktoren, die die allermeisten Actionfilme für diese Kategorie eben nicht zugänglich machen.
Das macht sie aber imo nicht zu schlechteren Filmen.

Zumal ja bereits einige Big-Budget-Actionfilme Oscars gewonnen haben oder zumindest nominiert waren. Ganz so dramatisch, wie es sich dieses Jahr darstellt, ists also auch nicht immer. Da ich aber keine der Nominees gesehen hab, kann ich mir kein Urteil erlauben, was der Grund ist.

Aber wie gesagt: Guardians hätte da in keinem Jahr was verloren gehabt. Und ich hab dem Film 10/10 gegeben und war lange nicht mehr so zufrieden nach einem Kinobesuch.
 

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