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1. Bundesliga 2019/2020

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Darauf kann ich verzichten. Allerdings bringt sich die Liga Grade in Nöte. Entweder wird jetzt bei jeglicher Beleidigung so reagiert oder man verliert seine komplette Glaubwürdigkeit, weil nur jemand wie hopp geschützt wird. Das Verhalten bei den nächsten "BVB hurensöhne"-gesängen (Order ähnlichem) wird also spannend.

Was bei der ganzen Hysterie auch völlig untergeht ist, dass hopp hier in erster Linie als Symbol steht. Die "Kritik" zielt doch auf etwas mehr, als nur ihn.
 
http://dlf.de/471412

Auch ein schöner Artikel dazu ... „Spätestens seit diesem Wochenende ist klar, dass ein Machtkampf zwischen kapitalistischen Funktionären und sportpolitisch aktiven Fans ausgetragen wird“

Ich finde, das Zitat bringt es auf den Punkt.

Guckt Euch doch mal z.B. an, wer beim FC Bayern jetzt Präsident wurde. Ein „Fussballer im Herzen“ oder eher ein knallharter Funktionär (und es ist ganz klar ein „oder“) eines Weltkonzerns? Der FCB ist übrigens nur ein Beispiel
 
Finde das schon Ok so, irgendwann muss man halt damit anfangen und das gilt natürlich für alle Fälle der Diskriminierung und Diffamierung.

Einzig traurige daran ist wie gesagt das man erst jetzt reagiert.
 
Ich kann verstehen, dass man als Verein und als DFB sagt: Das wollen wir nicht.
Wir stehen für Toleranz, wir sind gegen Diskriminierung, wir sind gegen Rassismus.
In Zeiten von AFD, Rechtsruck, gesellschaftlicher Verrohung wollen wir da explizit gegensteuern.
Wir wollen, dass auch Familien und Kinder in die Stadien kommen, Fußball muß für alle da sein und zugänglich sein.
ABER, wie viele schon sagen: Dann bitte auch immer und überall.
Da wird bei jedem Abschlag vom Torwart "Arschloch! Wichser! Hurensohn!" gegröhlt.
Da wird TOD und HASS dem S04 oder BVB plakatiert. BVB Hurensöhne gesungen usw.
Da jetzt vom DFB und den Medien so ein Faß aufzumachen weil es Hopp betrifft und alles andere komplett auszuklammern und gar nicht zu thematisieren ist scheinheilig und das komplett falsche Signal. Dann geht es nicht um die Sache sondern um den Schutz eines armen Milliardärs, der ja soviel für die Gesellschaft getan hat.
 
Ich finde das Thema recht schwierig. Ich sehe z.B. schon einen Unterschied ob da eine diffuse Menge an Menschen aus einem humoristischen Konkurrenzdenken heraus beleidigt wird. (Also sprechchöre für BVB Hurensöhne oder bei der Spieleraufstellung bei jedem Nachnamen Arschloch rufen :D ) oder ob es sich da um gezielte Diffamierung einer einzelnen Person handelt. Wo man da die Grenze ziehen will, finde ich tatsächlich sehr schwierig.

Ich glaube auch nicht das es per se darum geht das man Hopp beschützen will. Auf den Plakaten könnte genau so Watzke, Rangnick, Tönnies oder weiß gott wer stehen. Problematisch wird der DFB wohl tatsächlich diesen gezielten Hass sehen, der auch über den rohen fußball Spaß hinaus geht. Wie sich so eine Dynamik nämlich hoch schaukeln kann, wissen die Leipzig Fans, die in Dortmund mit Steinen beworfen wurden.
 
Als wenn das das einzige wäre.
Da werden doch überall Leute diffamiert, bespuckt, geschlagen, Schals geklaut etc.
Leverkusen - Köln - Gladbach.
BVB - Schalke.
Da gehts auch nirgendwo um einzelne Personen die im Fadenkreuz stehen, sondern um Vereinszugehörigkeit.
Wenn man für Werte steht, dann muß man sie überall einfordern.
Dann sollte man auch als Verein sich hinterfragen ob Katar wohl der richtige Austragungsort für ein Trainingslager ist.
Oder ob Gazprom wohl der richtige Sponsor ist. Aber spätestens beim Geld hört kritisches Hinterfragen auf.
 
Es wird ein Kampf gegen Windmühlen - und diese Personenkreise werden jetzt erst recht aufblühen / und es gibt nun ein weiteres Instrument für einen Spielabbruch... muss man ja nicht mehr den Platz stürmen...

Man sollte solche Banner ignorieren und ins Lächerliche ziehen. Vielleicht spielt man bei solchen Bannern künftig einfach ein herablassendes/cooles/verarschendes/grinsendes Lied ab... irgendwann vergeht den Deppen doch die Lust...
 
Einfach nur wegsehen und alles akzeptieren ist auch schlecht.
Man muß auch mal ein Zeichen setzen und sagen: Jetzt reichts.
Wie gesagt ich kann das auch alles verstehen und würde das auch generell gut finden, aber halt nur wenn man das generell macht und nicht aus Hopp einen Staatsakt macht und den Rest einfach aussen vor lässt.
 
So wie Rassisten und Sexisten die Lust vergeht wenn man sie ignoriert?

IMO muss man nach der Aufregung endlich anfangen auch wirklich Zeichen zu setzen. Das fängt bei den Spielern an die geschlossen in die Kabine gehen sollten wenn ein Spiel am Platz rassistisch beschimpft wird und muss in meinen Augen auch über Geldstrafen hinausgehen. Ob es fair ist einen Club am grünen Tisch verlieren zu lassen weil ein paar Idioten sich nicht zu benehmen wissen weiß ich nicht, aber ich sehs als einzig wirksame Maßnahme. Neben lebenslangen Stadienverboten.

Ich sehs übrigenns den Vergleich mit "BVB - Hurensöhne" auch etwas problematisch... die gezielte Beleidigungen von Personen ist nochmal ein ganz anderes Thema.

Man hat sich den pöbelnden und niveaulosen Fußballfan aber über Jahrzehnte selbst herangezüchtet... mal schauen ob ein wirkliches Interesse daran besteht das wieder halbwegs geradezubiegen.
 
Spätestens beim ersten Spielabbruch wird der betroffene Verein schon durchgreifen. Die bisherigen Geldstrafen sind für ein Millionenunternehmen Peanuts und werden in Kauf genommen, bevor man sich mit den eigenen "Fans" anlegt.
Verstehe die Spieler aber auch nicht. Wenn in nem Spiel gezündelt wird oder beleidigt, oder oder oder, gehe ich nach dem Spiel nicht mehr zu den Fans und applaudiere denen zu. Dann gehe ich nach dem Spiel direkt in die Kabine
 
Ok, hunderttausende zu beleidigen ist ok.
Einen einzelnen nicht. Macht Sinn.
Wenn man sich rassistisch über eine bestimmte Menschengruppe auslässt ist das auch ok?
Aber über einen einzelnen dann nicht mehr?
 
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Weil es kein anderes Thema sein kann.
Rassismus bleibt Rassismus.
Beleidigung bleibt Beleidigung.
Wenn mann dann so rumeiert und sagt gegen eine Person ist das schlimmer haben wir schon das Problem.
Nein, es ist immer schlimm. Und man sollte immer dagegen vorgehen wenn man das Problem angehen will.
 
Einfach nur wegsehen und alles akzeptieren ist auch schlecht.
Richtig - Mit meinem Post bezog ich mich auf "Schmähungen". Kam evtl. verkehrt rüber...
Alles was rassistisch, sexistisch, etc. geäussert wird, muss geahndet werden und zwar mit Stadienverboten bzw. sofortige Festnahmen der vermummten Personen, bzw. der Personen welche dem Vorfall klar zuzuordnen sind.

Ich fürchte jetzt allerdings, dass es zu einer "Empörungswelle 2.0" kommt...
 
Weil es kein anderes Thema sein kann.
Rassismus bleibt Rassismus.
Beleidigung bleibt Beleidigung.
Wenn mann dann so rumeiert und sagt gegen eine Person ist das schlimmer haben wir schon das Problem.
Nein, es ist immer schlimm. Und man sollte immer dagegen vorgehen wenn man das Problem angehen will.
Das subjektive Empfinden ist aber etwas anderes. Ich sehe schon einen Unterschied wenn mir jemand eine persönliche Beleidigung gezielt an den Kopf wirft oder wenn ich irgendwo "Scheiss Barca Fan" höre. Das ganze auf eine Stufe mit Rassismus zu stellen ist dann nochmals ein ganz anderes Thema.

Aber nur um das nochmal deutlich zu sagen: ich sage nirgends, dass es keine Konsequenzen geben soll. Im Gegenteil... ich bin für absolut drakonische Strafen, egal bei welcher Form der Beleidigung und ich finds ein Unding, dass sich Fangruppen gegenseitig aufs wüsteste beschimpfen und es seit Jahren toleriert und damit auch forciert wird. Ich sehe nur einen Unterschied bei Gruppen und Einzelpersonen, das ist alles.

Von mir aus können Meisterschaften gerne von den Hohlköpfen die sich Fans schimpfen verspielt werden. Auch bei "meinen" Vereinen.

Ich schau jedesmal neidisch zu anderen Sportarten, besonders in den USA, wenn ich sehe wie sich Sportfans dort verhalten.
 
vielleicht nochmal zur erklärung: hopp ist ein synonym für eine entwicklung im fußball, die von teilen der fans abgelehnt wird. stellvertretend (u.a. für rb leipzig) wird er daher angefeindet. ja, sein name oder konterfei stehen auf den bändern. nein, das ist nicht in ordnung. aber so zu tun, als hätte das ausschließlich mit seiner person zeigt entweder ignoranz oder völliges unverständnis der situation.
damit will ich nichts beschönigen oder gar relativieren. es ist und bleibt falsch. aber es wird eher weniger ziele wie watzke, tönnies oder auch ragnick (obwohl von red bull) treffen. hat es in der vergangenheit ja auch nicht.

jetzt einzelnen die macht zu geben deshalb spiele abzubrechen halte ich für völlig falsch und wie ich vorher schon geschrieben habe bringt sich der dfb damit imo ganz schön in nöte. aber: diese leute müssen möglichst identifiziert und ausgegrenzt werden. inkl. lebenslangem stadionverbot in ganz deutschland. man kann (und soll) kritik äußern. aber nunmal nicht so.
 
Wenn man sich wirklich mal den Hintergrund des Ganzen anschaut, kann ich die Ultras da durchaus verstehen und nur doch solche "Exzesse" bekommen sie eben die Aufmerksamkeit.
 
Schöner Kommentar von Jörg Schmadtke

"
Und das harte Vorgehen des Verbands im Zusammenhang mit den Angriffen auf Hopp wirft weitere Fragen auf. Zum Beispiel: Warum greift der DFB gerade jetzt zum Mittel der Spielunterbrechung? Das fragt sich offenbar auch Wolfsburgs Geschäftsführer Jörg Schmadtke, der den unterschiedlichen Umgang mit Beleidigungen im deutschen Fußball kritisiert. "Es ist ja hoch interessant, dass auf der einen Seite sehr deutlich reagiert wird, was ich auch richtig finde, in anderen Fällen wird aber darüber hinweg geguckt", sagte Schmadtke der "Bild"-Zeitung. Schmadtke war als ehemaliger Geschäftsführer des 1. FC Köln bei seiner Rückkehr mit dem VfL Wolfsburg von den Kölner Anhängern ebenfalls in Fangesängen beleidigt worden.

Damals gab es aber keine Reaktionen seitens des Schiedsrichters oder des Deutschen Fußball-Bundes. "Das ist nicht nur in meinem Fall so, sondern im übrigen auch im Fall Martin Kind so, der noch mal einen eigenen besonderen Drive hat, weil es die eigenen Fans waren. Aber auch da habe ich Dinge gehört und gesehen, die nach meiner Einschätzung im Stadion nichts verloren haben. Und da habe ich nichts gehört", sagte Schmadtke über den Mehrheitsgesellschafter von Hannover 96, der sich bereits seit langer Zeit mit den 96-Fans eine Art Privatfehde liefert. Man müsse da schon eine einheitliche Linie finden, forderte Schmadtke. "Da muss schon eine Eindeutigkeit her."
https://www.tagesschau.de/inland/hopp-fussball-beleidigung-101.html
 
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