SPORT BILD enthüllt in der aktuellen Ausgabe, ein Protokoll, das Jürgen Klinsmann (55) über seine Zeit bei Hertha BSC verfassen ließ. Auf 22 DIN-A4-Seiten, die sich wie ein Tagebuch lesen, rechnet der 76-Tage-Trainer gnadenlos mit den Verantwortlichen des Vereins ab.
Klinsmann attackiert vor allem Manager Michael Preetz (52), wirft ihm „jahrelange katastrophale Versäumnisse“ vor. Die härtesten Sätze:
★ „Jahrelange katastrophale Versäumnisse von Michael Preetz in allen Bereichen, die mit Leistungssport zusammenhängen“
★ „Das Klima, das (...) im Team-Hotel in Orlando herrschte, empfand der komplette Trainerstab als verachtenswert dem Trainerstab gegenüber.“
★ „Der Klub wäre ohne Trainerwechsel Ende November direkt in die 2. Liga abgestiegen...“
★ „Der Klub hat keine Leistungskultur, nur Besitzstandsdenken und es fehlt jegliches Charisma in der Geschäftsleitung“
★ „Es gibt eine Lügenkultur, die auch das Vertrauensverhältnis der Spieler mit Preetz zerstört hat.“
Völlig überraschend: Schon in seiner Zeit als Aufsichtsrat – bevor er selbst Trainer wurde – schlug Klinsmann intern eine Verpflichtung von Ralf Rangnick (61) vor!
In dem Protokoll steht am Tag des 25. November 2019: „Klinsmann will als Trainer aushelfen, die Zeit bis zur Winterpause zu überbrücken und dann einen Trainer zu installieren. Anruf Klinsmann bei Ralf Rangnick, der bereits zwei Mal (Hoffenheim und Leipzig) solche Aufgaben erfolgreich umgesetzt hat. Rangnick teilt unmissverständlich mit, dass er das Projekt Berlin spannend findet, in einer Konstellation mit Michael Preetz als sein Vorgesetzter jedoch niemals kommen würde.“
Klinsmann schildert so detailliert, wie man es nie zuvor von einem Trainer lesen konnte, was ihm bei seinem Ex-Verein missfallen hat. Auch Präsident Werner Gegenbauer (69) nimmt er nicht aus. Ihn beschreibt Klinsmann u.a. als „völlig übel gelaunter Präsident...“
Das Fazit von Klinsmann, der die ganze sportliche Macht für sich beansprucht hat, liest sich hammerhart. Er schreibt u.a.:
★ „Der Verein will die Verantwortung über den sportlichen Bereich haben – verweigert sich aber jeglicher Art von Verantwortung, wenn es Stress gibt (Spiel in Schalke mit Rassismus usw.).“
Seine Empfehlung: „Die Geschäftsleitung muss sofort komplett ausgetauscht werden.“ Nur so sei es überhaupt möglich, langfristig wirklich Erfolg haben zu können.
Klar ist: Diese Abrechnung wird die Fußball-Welt bewegen!