Naja... Gibt immer zwei Seiten der Medaille.
Ich werde vermutlich nie wieder arbeiten gehen. Und da ich auch nicht genug in die Rentenkasse eingezahlt habe, wird es auf eine Erwerbsminderungsrente hinauslaufen. Aktuell habe ich ein Jahreseinkommen von 6.750.- (Brutto)
Ich habe in meinem Leben nie mehr als Mindestlohn bekommen. Selbst nach der Ausbildung in der Bibliothek habe ich bei Vollzeit so viel gehabt wie mit Minijob und Bürgergeld. Mein Rekord lag bei 1400.- Euro.
Ich habe nie ein Auto besessen, war nie im Ausland und auch so lebe ich ein eher bescheidenes Leben. Neue Anschaffungen die mehr als 50.- kosten gibt's via Ratenzahlung bei Otto. Essen gibt's zur Not von der Tafel.
Beschwere ich mich? Nein. Fehlt mir die Arbeit? Tatsächlich (zumindest mein letzter Job hat mir Spaß gemacht).
Jeder ist einen anderen Standard gewohnt. Wenn man es nicht anders kennt, findet man es auch nicht so schlimm.
Als ich neulich ein Video über Mönche im Kloster gesehen habe (auf dem Kanal von Tomatolix), dachte ich mir "irgendwie auch schön".
Im Buddhismus wird Besitz auch als Last empfunden. Umso mehr Luxus man besitzt, desto mehr sorgt man sich auch. Seit 2021 wohne ich im betreuten wohnen in einer kleinen Wohnung ohne eigene Möbel. Mag für den ein oder anderen sicher schlimm klingen, aber ich finde es gar nicht so schlecht. Sollte ich eines Tages eine eigene Wohnung beziehen, wird sie auch eher spartanisch eingerichtet sein.
Ich glaube ich schweife ab, sorry
