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Mit dem Rauchen aufhören

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Meine Mutter hat im Mai kleinzelligen Lungenkrebs prognostiziert bekommen. Ist quasi die noch aggressivere Variante. Dazu eine hundertprozentige Wachstumsrate des Tumors.

Hat vorher auch immer stolz erzählt, dass sie seit ihrem 15 Lebensjahr raucht und Helmut Schmidt glorifiziert. Ärzte geben ihr noch Monate, bzw maximal ein Jahr zu leben, trotz Chemo und Immuntherapie. Bestrahlung ist nicht möglich.

Nur mal als kleiner Anstoß um mit der Scheiße aufzuhören.

Edit: Meine Mutter denkt Sie würde noch mehr als 10 Jahre haben. Ich habe aber natürlich mit dem Arzt Rücksprache gehalten um die ungeschönte Wahrheit zu erfahren.
Fuck... Das tut mir leid zu hören :traurig:
 
Krebs ist einfach scheiße.. und dafür noch Geld bezahlen damit man die Chance noch erhöht…
Alles gute lieber @geckZ für dich und deine Mutter in dieser schweren Zeit.

andere hatten auch von einem Rückfall erzählt. Der ist gut und man merkt dort meistens, dass Rauch eigentlich gar nicht schmeckt. Der Körper wert sich, wenn man bedenkt wie die erste Zigarette „geschmeckt“ hat. Das war ein Kampf und ein Husten, weil der Körper im ersten Moment denkt er wird vergiftet (wird er ja auch)
Der Gedanke dahinter ist dann aber, dass es anderen ja auch schmeckt und man solang weiter macht, bis es einem vermeintlich auch schmeckt.

am besten mal an einem Raucher riechen der im kalten nassen draußen geraucht hat. Eigentlich reicht es schon wenn er den Raum betritt :D ekelhaf :ugly:
 
Danke für die lieben Worte. Noch hat sie bis auf leichte Atemnot kaum Symptome. Aber auch das kann sich schnell ändern, meinte der Arzt. Ist total surreal und noch gar nicht fassbar. Aber die Diagnose ist wohl eindeutig.

Hab ein wenig Kummer vor der Zeit, in der es wirklich gesundheitlich bergab geht. Ich wohne 630 Kilometer entfernt und kann halt nicht einfach mal so spontan vorbeischauen.. Werde ich mir was einfallen lassen müssen.

Ist btw der erste Krebsfall in meiner Familie. Traurige Premiere.
 
Kurzes Feedback nach Tag 1:

Puh, gar nicht so einfach... Vor allem da derzeit Ferien sind und der Nachwuchs mitunter auch ganz schön anstrengend sein kann :gerri:

Und dann kam der Zeitpunkt einer kleinen Auszeit bei einem Kaffee und somit auch das Verlangen nach einer Kippe. Das war der Moment wo meine Partnerin und ich eingeknickt sind.

Aber das war wirklich der einzige Moment. Kaffee ohne Zigarette war in dem Moment nicht vorstellbar. Trotz des Ausrutschers finde ich es gar nicht so schlecht von heute auf morgen den Konsum auf eine einzige Zigarette reduziert zu haben.

Das wird schon!
 
Ich rauche jetzt seit 28 jahren. Habe spasseshalber immer gesagt, wenn ich durchs rauchen probleme beim treppensteigen bekommen sollte, hör ich auf mit treppensteigen.

Ernsthaft hab ich nie versucht aufzuhören. Mir ist klar, wie dumm es ist zu rauchen, wieviel geld es kostet etc.
Für mich, wie wahrscheinlich für die meisten ist die zigarette zum kaffee ein ritual. Alle weiteren zigaretten rechtfertigt man halt mit stressabbau, zum bierchen, nach dem essen, wenn man auf jemanden wartet usw.

In verschiedenen situationen hat mir das rauchen auch direkt geschadet (damit mein ich nicht über die jahre gesundheitlich, obwohl es das natürlich auch hat). Ich meine damit situationen, wie beispielweise:

-der bus kommt gleich, aber ich rauch noch fertig und will den nächsten nehmen, doch der ist voll oder hat verspätung.
-hab keine zigaretten mehr und muss zu denkbar ungünstigen zeiten/wetterbedingungen aus dem haus
-durchs ständige rauchen beim angeln den ein oder anderen guten biss verpasst.

Da gibts noch ganz viele gute beispiele. Aktuell ändern sich meine lebensumstände ganz gewaltig und ich rauche wegen stress noch mehr als vorher. Deshalb hab ich mir auch gesagt, dass ich aufhören werde, wenn der ganze kram vorbei ist. Aber ich möchte das langsam tun und die zigaretten reduzieren, bis ich auf 0 bin und nicht von heute auf morgen aufhören.
 
Ich selbst rauche ja nicht und bin mega froh, dass meine Frau aufgehört hat, als wir zusammen gekommen sind, daher kann ich diese ganze Geschichte mit der Sucht danach eh nicht nachvollziehen...

Aber ich kenne einige Leute, die aufgehört haben und welche die versucht haben aufzuhören. Diejenigen, welche es geschafft haben, haben immer sofort aufgehört. Von jetzt auf gleich. Nicht erst die Packung noch leer rauchen, oder "nächsten Mittwoch hör ich auf". Sondern morgens aufstehen, entscheiden heute ist der Tag und das wars. Alle die es nicht geschafft haben, haben versucht zu reduzieren, oder eben dieses "ach ich rauch noch die Packung leer, ist doch sonst schade drum". Nicht alle, die von Jetzt auf Gleich aufgehört haben, haben es am Ende komplett durchgezogen, da gibts auch Rückfälle, aber außnahmslos alle, die erstmal reduzieren wollten, sind wieder zurück zur alten Menge an Kippen.

Kenne noch einen, der ist auf Vapen umgestiegen. Bekommt sein Nikotin eben so.

Ich würd mir auch so sehr wünschen, dass mein Vater aufhört, aber das wird nichts mehr. Ist so einer, der sich für unsterblich hält. Der wird eines Tages umfallen und das wars dann.
 
das gibt man dann für andere Dinge aus.
mehr Essen zb

Edit:
Ich hatte nach meiner Nasenscheidewand OP von heute auf morgen aufgehört.
Also in der Woche nach OP nur noch 1 Abends geraucht, dann nach ner Woche mich selber gefragt:"warum geh ich und hab ich immer um 22 Uhr das verlangen nach einer Tschick? WTF!?" und aufgehört.
Dann bis nach Corona...also die Zeit wo man wieder ins Büro durfte , nicht mehr geraucht. Habe also von August 2019 - bis ca mitte/ende 2022 keine einzige Zigarette geraucht.
Aktuell rauche ich nur noch wenn ich im Büro bin(2x die Woche) und wenn ich mal mit den Jungs Abends zum quatschen auf ein Bier gehe...das ist alle 2-3 Wochen mal.

Dadurch das meine Frau extreme Nichtraucherin geworden ist nachdem sie aufgehört hat und seit den Kids noch mehr aufpasst auf alles, haben wir die Abmachung das ich immer wenn ich rauche(eben nach der Arbeit oder dem Quasselabend mit Freunden) Duschen gehe.....third hand smoke usw usw.....fragt nicht, wusste nicht einmal das es das gibt.
Das funktioniert aber und jeder ist "glücklich". Vorallem mag ich es auch nicht wenn alles nach Ziagretten riecht wenn ich nachhause komme. Ja, komische Welt.
Sollte aber irgendwann auch mal wieder aufhören, eigentlich ur unnötig das ganze aber ja, das wissen ja alle Raucher. Wenigstens rauch ich "nur" mehr 12 Zigaretten ca pro Arbeitstag, somit ca 1 Packerl die Woche. Früher war es eines am Tag....
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würd mir auch so sehr wünschen, dass mein Vater aufhört, aber das wird nichts mehr. Ist so einer, der sich für unsterblich hält. Der wird eines Tages umfallen und das wars dann.

Das wäre dann noch eine der "besseren" Varianten. Meine Mutter hatte durch das Rauchen COPD im Stadium 4. Ich habe sie in den letzten Jahren rund um die Uhr gepflegt, so eine Krankheit wünsche ich niemandem. Wenn ich jetzt jemanden rauchen sehe, wie man das Gift genüsslich einatmet, finde ich das ganz furchtbar. Besonders wenn ich das bei jungen Menschen sehe, denke ich, sie wissen gar nicht, was sie ihrem Körper damit antun.
 
Danke für die lieben Worte. Noch hat sie bis auf leichte Atemnot kaum Symptome. Aber auch das kann sich schnell ändern, meinte der Arzt. Ist total surreal und noch gar nicht fassbar. Aber die Diagnose ist wohl eindeutig.

Hab ein wenig Kummer vor der Zeit, in der es wirklich gesundheitlich bergab geht. Ich wohne 630 Kilometer entfernt und kann halt nicht einfach mal so spontan vorbeischauen.. Werde ich mir was einfallen lassen müssen.

Ist btw der erste Krebsfall in meiner Familie. Traurige Premiere.

Ich wünsche Dir viel Kraft für das Bevorstehende!!

Ich habe meine Mutter mit 12 verloren wegen den Scheiß Kippen. Sie war ihr Leben lang Kettenraucherin, hatte es nur in der Schwangerschaft mit Ach und Krach dann sein lassen können. Sie ist noch vor ihrem 50. Geburtstag an einer aggressive Variante von Lungenkrebs gestorben. Ich werde daher im Leben keine Kippe anfassen.
 
Ich rauche jetzt seit 28 jahren. Habe spasseshalber immer gesagt, wenn ich durchs rauchen probleme beim treppensteigen bekommen sollte, hör ich auf mit treppensteigen.

Ernsthaft hab ich nie versucht aufzuhören. Mir ist klar, wie dumm es ist zu rauchen, wieviel geld es kostet etc.
Für mich, wie wahrscheinlich für die meisten ist die zigarette zum kaffee ein ritual. Alle weiteren zigaretten rechtfertigt man halt mit stressabbau, zum bierchen, nach dem essen, wenn man auf jemanden wartet usw.

In verschiedenen situationen hat mir das rauchen auch direkt geschadet (damit mein ich nicht über die jahre gesundheitlich, obwohl es das natürlich auch hat). Ich meine damit situationen, wie beispielweise:

-der bus kommt gleich, aber ich rauch noch fertig und will den nächsten nehmen, doch der ist voll oder hat verspätung.
-hab keine zigaretten mehr und muss zu denkbar ungünstigen zeiten/wetterbedingungen aus dem haus
-durchs ständige rauchen beim angeln den ein oder anderen guten biss verpasst.

Da gibts noch ganz viele gute beispiele. Aktuell ändern sich meine lebensumstände ganz gewaltig und ich rauche wegen stress noch mehr als vorher. Deshalb hab ich mir auch gesagt, dass ich aufhören werde, wenn der ganze kram vorbei ist. Aber ich möchte das langsam tun und die zigaretten reduzieren, bis ich auf 0 bin und nicht von heute auf morgen aufhören.
Wenn Du so lange rauchst, solltest Du das Thema auch mal mit Deinem Arzt besprechen. Es muss nicht, aber es kann beim kalten Entzug zu vielen Problemen in Bereichen Blutdruck, Verdauung oder auch vermehrten Atemwegsinfektionen kommen. Mein Vater hat mit 57 Jahren nach teilweise zwei Schachteln am Tag schlagartig aufgehört und lag 4 Wochen später mit einem schweren Hinterwandinfarkt auf der Intensivstation. Es kommt oft zu unkontrollierten Blutdruckanstiegen, die bei der Risikogruppe "Raucher*in" schon mal gefährlich werden können. Ein Freund von mir hat es mit autogenem Training geschafft, davon loszukommen. Er ist allerdings aus beruflichen Gründen schon im Bereich der neurolinguistischen Programmierung geschult, was ihm m. E. einen echten Vorteil verschafft hat. Im Kopf ist das Hauptproblem und die Verknüpfungen zum Kaffee, Wartepausen, Essen oder zum Bierchen, wie Du sie darstellst, sind antrainiert und ritualisiert und schwieriger zu bekämpfen als die Nikotinsucht. Sich diesen Situationen erfolgreich zu stellen und dem Druck nicht nachzugeben erfordert vor allem viel Technik und Übung, aber wenn das erstmal automatisiert ist, kann es gelingen.

Ich nutze das in vielen anderen Bereichen auch - die bewusste und echte Wahrnehmung der jeweiligen Triggersituationen ist dabei immer die Herausforderung, indem man sich dann im richtigen Augenblick die richtigen Fragen stellt und sich die richtige Handlungsweise suggeriert. Das hat mir auch sehr geholfen, nach meinem Schlaganfall mit Stress richtig umzugehen.

Ich drücke Dir und allen anderen hier ganz fest die Daumen.
 
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