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Der Nahostkonflikt

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In Israel kam es in den letzten Tagen zu einer Welle an Repressalien gegen israelische Araber. Mindestens 76 arabischstämmige Bürger wurden festgenommen, etwa 200 Universitätsstudenten suspendiert sowie 50 Arbeiter (Krankenschwestern, Lehrer usw.) entlassen.

Der Grund: die israelischen Behörden interpretieren offenbar jegliche Solidaritätsbekundungen mit den in Gaza lebenden Menschen entweder als Volksverhetzung, Aufstachelung oder "Unterstützung des Terrors". So wurde z.B. eine Person verhaftet, nachdem sie in sozialen Medien ein Foto von Kindern aus Gaza geteilt hatte. Eine Frau feierte am 7. Oktober die Verlobung ihrer Schwester und postete die Bilder am selben Tag, was als Verherrlichung der Terroranschläge ausgelegt wurde. Ein arabischer Lehrer wurde suspendiert, weil er eine arabische Nachrichtenseite auf Instagram mit einem "like" markiert hatte. Circa 90 % der Fälle sollen keine rechtliche Grundlage haben. Die dahinter verborgene Taktik besteht wohl darin, unter arabischstämmigen Israelis ein Klima der Angst zu schüren.

Quellen:
https://www.theguardian.com/world/2023/oct/20/israeli-arabs-reprisals-online-solidarity-gaza
https://www.reuters.com/world/middl...s-expressing-solidarity-with-gaza-2023-10-20/
https://forward.com/fast-forward/565699/dozens-of-arrested-for-posts-defending-gaza/
 
Und wo ist dann ihre Solidarität mit dem Israelischen Volk, wo ihr Mitgefühl für die Opfer des Massakers der Hamas, wo ihre Unterstützung zur Freilassung der verschleppten Geiseln ???
Die ist bei mir sowas von unten durch, weiter unten geht es schon nicht mehr, von wegen „Weitsicht“.
Ja, ich finde diese ganze Täter-Opfer-Umkehr, die nach den Massaker in Israel stattfindet, zum kotzen.
 
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Starke Show imo, ich will garnicht wissen wie er dafür mit sich selbst kämpfen muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, ich finde diese ganze Täter-Opfer-Umkehr, die nach den Massaker in Israel stattfindet, zum kotzen.
Ich glaube es ist so zu erklären: Du siehst den Terror-Akt als abgeschlossenes Ereignis. Andere betrachten es als ein Kapitel in einem lange andauernden Konflikt.

Das Problem ist, dass dieser Terror-Überfall nun alles aufbricht was in den letzten Jahren unter dem Radar lief. Denn leider ist dieser Konflikt nicht eindimensional. Fängt ja schon damit an, dass Israel selbst die Hamas gefördert hat. Alles aus dem Kalkül heraus gemäßigte Kräfte zu schwächen und eine Zwei-Staaten Lösung zu verhindern. Die Menschen in Gaza waren ihnen dabei völlig egal. Dazu kommt eine rechtsextreme Regierung, die die Palästinenser im eigenen Land wie Menschen zweiter Klasse behandelt und den illegalen Siedlungsbau aktiv voran treibt. Diese Siedler sind übrigens auch Glaubenskrieger, die dafür kämpfen die Palästinenser zu vernichten. Für mich kein Deut besser wie die Spinner in Gaza.

Ach und es ist auch nicht so, dass diese radikalen Siedler Terrorakte begehen, bleibt bei uns aber oft nur Randnotiz. Hier ein Bsp.:
Brennende Häuser und Autos, fliehende Menschen, ein aggressiver Mob, der mit Knüppeln und Schusswaffen durch die Gassen läuft und Schrecken verbreitet: Das, was jüdische Siedler-Radikale am 26. Februar in der palästinensischen Stadt Huwara nahe Nablus und in umliegenden Dörfern anrichteten, wurde in Israel als „Pogrom“ und „Terrorakt“ bezeichnet. Viele Israelis zeigten sich geschockt über die nackte Gewalt, die von ihren Landsleuten an palästinensischen Kommunen begangen wurde.
https://www.fr.de/politik/israel-hu...t-regierung-extremismus-analyse-92135139.html
 
Vielleicht mal meine 2 Cents zur militärischen Situation Israels, die ein Stück weit erklärt, warum Israel völkerrechtswidrig Territorien annektiert hat und versucht, durch Siedler und mehr am Boden Fakten zu schaffen (das soll es erklären, nicht rechtfertigen):

Israel befindet sich aus militärischer Sicht in einer beispiellos schwierigen Situation. Israel ist nicht nur umgeben von "unfreundlichen" bis feindlichen Staaten und Terrororganisationen und muss daher jederzeit mit einem Angriff aus allen Richtungen rechnen. Nein, Israel hat auch das Problem, das es sehr klein ist - etwa so groß wie Sachsen Anhalt. In der Regel ist es so, dass ein Angriff bei Kriegsbeginn nicht an der Kontaktlinie - also der Grenze - abgewehrt werden kann, sondern der Angreifer aufgrund des Überraschungsmoments immer erst einmal Boden gewinnt, ehe er gestoppt werden kann. Jüngste Beispiele dafür sind die Invasion der Ukraine oder auch der Angriff der Hamas vor wenigen Wochen.

Ein Land von der Größe der Ukraine kann es hinnehmen, in der ersten Kriegsphase Gelände preisgeben zu müssen. Israel aber kann das nicht. Israel ist so klein, dass es bei einem Angriff keine Rückzugsorte mehr gibt, wo man seine Streitkräfte ungestört versammeln und ausbilden oder auch Rüstungsgüter produzieren könnte. Viele Mittelstreckenwaffen sind in der Lage, von der libanesischen Grenze im Norden aus die ägyptische im Süden zu erreichen.

In der Konsequenz bedeutet dass, das jeder Meter Boden, der verloren geht, Israels Verteidigungsfähigkeiten massiv beeinträchtigt. Sollten feindliche Kräfte zum Beispiel ins Westjordanland eindringen, könnte von dort aus nahezu jeder Ort in Israel mit einfacher Artillerie beschossen werden.

Aus diesem Grund gibt es eine militärische Notwendigkeit, das Territorium Israels zu vergrößern, um im Falle eines Angriffes Puffer zu haben.
 
Ich glaube es ist so zu erklären: Du siehst den Terror-Akt als abgeschlossenes Ereignis. Andere betrachten es als ein Kapitel in einem lange andauernden Konflikt.

Das Problem ist, dass dieser Terror-Überfall nun alles aufbricht was in den letzten Jahren unter dem Radar lief. Denn leider ist dieser Konflikt nicht eindimensional. Fängt ja schon damit an, dass Israel selbst die Hamas gefördert hat. Alles aus dem Kalkül heraus gemäßigte Kräfte zu schwächen und eine Zwei-Staaten Lösung zu verhindern. Die Menschen in Gaza waren ihnen dabei völlig egal. Dazu kommt eine rechtsextreme Regierung, die die Palästinenser im eigenen Land wie Menschen zweiter Klasse behandelt und den illegalen Siedlungsbau aktiv voran treibt. Diese Siedler sind übrigens auch Glaubenskrieger, die dafür kämpfen die Palästinenser zu vernichten. Für mich kein Deut besser wie die Spinner in Gaza.

Ach und es ist auch nicht so, dass diese radikalen Siedler Terrorakte begehen, bleibt bei uns aber oft nur Randnotiz. Hier ein Bsp.:
https://www.fr.de/politik/israel-hu...t-regierung-extremismus-analyse-92135139.html
Ich sehe da trotzdem einen gewaltigen Unterschied. Während die Taten der Siedler in Israel als Progrom oder Terrorakt bezeichnet wird, feiern hier Palästinenser und verteilen Süßigkeiten und kein Wort des Bedauerns wird geäußert.

Auch müssen hier bei uns lebende Palästinenser, keinen Angriff von Juden befürchten oder in Kauf nehmen das versucht wird Moscheen in Brand zu stecken, Fahnen verbrannt/runter gerissen werden.
 
Ich sehe da trotzdem einen gewaltigen Unterschied. Während die Taten der Siedler in Israel als Progrom oder Terrorakt bezeichnet wird, feiern hier Palästinenser und verteilen Süßigkeiten und kein Wort des Bedauerns wird geäußert.

Auch müssen hier bei uns lebende Palästinenser, keinen Angriff von Juden befürchten oder in Kauf nehmen das versucht wird Moscheen in Brand zu stecken, Fahnen verbrannt/runter gerissen werden.
Folgendes steht weiter unten im Artikel, beurteile selbst ob das besser ist:

In den rechtsextremen Parteien „Otzma Jehudit“ und „Religiöse Zionisten“ haben die radikalen Siedler:innen nun einen direkten Draht zur Macht. Und nicht nur das: Itamar Ben-Gvir, der Chef von „Otzma Jehudit“ und Israels Minister für Nationale Sicherheit, hat nun den Oberbefehl über die im Westjordanland tätigen Polizeikräfte. Bezalel Smotritsch, Führer der rechts-religiösen Partei „HaTzionut HaDatit“ und Finanzminister, ist jetzt Gouverneur in den besetzten Gebieten. Beide haben sich nach Huwara nicht von der Siedlergewalt distanziert, im Gegenteil: Smotritsch befürwortet es sogar, Huwara vollständig „auszulöschen“.

Der Mob hört die Botschaft und fühlt sich gestärkt. Man muss damit rechnen, dass Huwara nur ein Anfangspunkt für eine neue Stufe der Gewalt war.
 
Aus diesem Grund gibt es eine militärische Notwendigkeit, das Territorium Israels zu vergrößern, um im Falle eines Angriffes Puffer zu haben.
Das leuchtet mir nun gar nicht ein.
Erstens finde ich das Wort "Notwendigkeit" sehr zweifelhaft und selbst wenn es so wäre würde eine militärische "Notwendigkeit" nicht das Völkerrecht stechen.
Zweitens leuchtet es doch gar nicht ein, dass die annektierten Gebiete ja gerade deshalb erobert wurden und werden um dort israelischen Siedlungen zu errichten. In den israelischen Siedlungsgebieten leben 700.000 Israelis, das kann man doch unmöglich als eine Art militärische Pufferzone umschreiben? Diese Logik wäre doch zirkulär, man rückt mit der Bevölkerung immer weiter an die befeindeten Nachbarländer heran (also eigentlich vielmehr hinein), so dass immer ein neuer "Sicherheitsabstand" hergestellt werden muss der wieder Landgewinn voraussetzt.
Zumal diese invasive Siedlungspolitik ja ein großer Faktor ist, der die Feindseligkeit der Anreinerländer weiter befeuert und das macht dann den Zirkelschluss komplett.

PS: Ich weiß dass du geschrieben hast, das soll erklären und nicht rechtfertigen. Aber für mich erklärt es das auch nicht.
 
Leider auch viel linkes Geschwurbel hier. Ich muss halt ehrlich sagen, dass es da für mich keine zwei Meinungen gibt. Israel lebt seit Jahrzehnten in einem Haifischbecken - ja, auch selbstverschuldet durch den Sechs Tage Krieg 1967 - und wird von fast allen Seiten in seiner Existenz bedroht. Man stelle sich nur vor, wir müssten uns Tag für Tag vor Bombenangriffen aus Polen fürchten oder vor kleinen Scharmützeln mit den Franzosen die nach unserer Existenz trachten. Ein Leben in ständiger Angst. Ne, echt kein Bock. Und die laute Mehrheit an den Grenzen zu Israel ist de facto hart judenfeindlich. Wenn free Palästina gefordert wird, sollte man die Eventualität eines jüdischen Genozids stets in Betracht ziehen.
 
Das leuchtet mir nun gar nicht ein.
Erstens finde ich das Wort "Notwendigkeit" sehr zweifelhaft und selbst wenn es so wäre würde eine militärische "Notwendigkeit" nicht das Völkerrecht stechen.
Zweitens leuchtet es doch gar nicht ein, dass die annektierten Gebiete ja gerade deshalb erobert wurden und werden um dort israelischen Siedlungen zu errichten. In den israelischen Siedlungsgebieten leben 700.000 Israelis, das kann man doch unmöglich als eine Art militärische Pufferzone umschreiben? Diese Logik wäre doch zirkulär, man rückt mit der Bevölkerung immer weiter an die befeindeten Nachbarländer heran (also eigentlich vielmehr hinein), so dass immer ein neuer "Sicherheitsabstand" hergestellt werden muss der wieder Landgewinn voraussetzt.
Zumal diese invasive Siedlungspolitik ja ein großer Faktor ist, der die Feindseligkeit der Anreinerländer weiter befeuert und das macht dann den Zirkelschluss komplett.

PS: Ich weiß dass du geschrieben hast, das soll erklären und nicht rechtfertigen. Aber für mich erklärt es das auch nicht.

Ich stimme Dir in Deinen Ausführungen auch zu. Der Unterschied ist, Du argumentierst politisch, ich rein militärisch. Und ich stimme Dir auch ausdrücklich zu, dass eine militärische Notwendigkeit nicht das Völkerrecht stechen darf. Aber die Realität in Israel wird die sein, dass aufgrund der stetigen Bedrohungslage für den Staat militärische Überlegungen sehr stark in die politische Entscheidungsfindung mit einfließen werden.

Pufferzonen sind und sollen keine leeren Landflächen sein. Im Gegenteil erschweren bewohnte Regionen in der kalten militärischen Logik sogar das Vorrücken gegnerischer Streitkräfte, weil diese in irgendeiner Form mit den Zivilisten umgehen müssen, die sie vorfinden.

Ein gutes Beispiel ist die Sowjetunion. Die Sowjetunion (und heute Russland) haben auch deshalb versucht, ihren Machtbereich so weit wie möglich nach Westen auszudehnen, um bei einem deutschen oder später NATO-geführten Angriff möglichst viel Raum zwischen dem Gegner und Moskau zu haben. Das Konzept nennt sich Zeit gegen Raum, man erkauft sich eben Zeit, weil sich der Gegner erst mal durch hunderte Kilometer Polen, Ukraine, Baltikum etc. kämpfen muss, um die russischen Machtzentren zu erreichen. Gegen die Wehrmacht hat dieses Konzept dann tatsächlich auch wunderbar geklappt. Hätte die Wehrmacht 100 Kilometer weniger Raum überwinden müssen auf dem Weg nach Moskau, sie hätte den Kreml vielleicht eingenommen.
 
Ich kann es auch nicht mehr hören/lesen, wenn man jetzt lamentiert, was Israel in der Vergangenheit alles falsch gemacht hat. Diese Gräueltaten gegen die israelische Zivilbevölkerung sind durch nichts zu rechtfertigen. Die jetzige Kritik gegen Israel finde ich völlig unangebracht und den Zeitpunkt für pro-palästinensische Demonstrationen völlig daneben. Die Leute, die ich da auf der Straße sehe, widern mich an.
 
Ich kann es auch nicht mehr hören/lesen, wenn man jetzt lamentiert, was Israel in der Vergangenheit alles falsch gemacht hat. Diese Gräueltaten gegen die israelische Zivilbevölkerung sind durch nichts zu rechtfertigen. Die jetzige Kritik gegen Israel finde ich völlig unangebracht und den Zeitpunkt für pro-palästinensische Demonstrationen völlig daneben. Die Leute, die ich da auf der Straße sehe, widern mich an.
Es geht auch nicht darum, was Israel in der Vergangenheit falsch gemacht hat, sondern darum, was sie jetzt verbocken. Ich kann es auch nicht mehr hören, dass man zwangsläufig jetzt nur auf einen Bandwagon aufspringen muss. Ich verurteile die Taten der Hamas genauso wie die jetzige isrealische Vergeltung mit der Zivilbevölkerung als Kollateralschaden, das hat übrigens mit Täter-Opfer-Umkehr herzlich wenig zu tun. Die grundsätzliche und völlig wertfreie Menschlichkeit bleibt m. E. dramatisch in der ganzen Diskussion auf der Strecke. Mich stört dazu noch der widerliche rechte Abschaum, der bspw. auf Twitter jetzt schön angeblichen Antisemitismus bei z. B. Promis (woke, Corona-Hardliner oder Klimaschützer) instrumentalisiert, um wie ein Fähnchen im Wind endlich auf diese eindreschen zu können.
 
Ich verurteile die Taten der Hamas genauso wie die jetzige isrealische Vergeltung mit der Zivilbevölkerung als Kollateralschaden, das hat übrigens mit Täter-Opfer-Umkehr herzlich wenig zu tun.
Diese ständige Gleichsetzung von Hamas und IDF ist absurd. Die Hamas hat Israel angegriffen und gezielt Zivilisten getötet, gefoltert und als Geiseln genommen. Was Israel macht hat nichts mit Vergeltung zu tun, sie haben das Recht sich zu verteidigen und ihre Bürger zu schützen und das machen sie, in dem sie versuchen die Hamas zu vernichten. Würde Israel auf so einen großen Angriff nicht reagieren, würde man sie auslöschen. Alles was jetzt passiert haben die Hamas zu verantworten, sie nehmen Palästinenser als Schutzschilder, um dann ihre Propaganda vom bösen Israeli zu verbreiten, der unschuldige Zivilisten tötet. Ich weiß nicht warum sich hier manche als Sprachrohr der Hamas-Propaganda hergeben.
 
Während Verschleppte Israelische zivilisten, darunter unzählige Kleinkinder, weiterhin in der Gewalt der Hamas sind, und wohl tief unter der Erde in irgendwelchen Tunneln ohne Tageslicht unter unmenschlichen Zuständen wie Tiere gehalten werden, ist unsere Aussenministerin vorallem damit beschäftigt, das die Zahlungen an die Palästinenser im Gazastreifen weiterlaufen, an der Grenze zu Ägypten stehen LKWs ohne Ende mit Hilfsgütern für die Menschen im Gazastreifen.
Ich werde das Gefühl nicht los, das es mehr um die Menschen im Gazastreifen geht, als um die Verschleppten Israelis, und das Kotzt mich sowas von an.
Warum werden nicht einfach ALLE Zahlungen UND Hilfsgüter eingestellt, bis die Hamas jede einzelne Geiseln freilässt ??
 
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