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https://www.cnbc.com/2023/06/26/uk-...ns-pushed-toward-the-brink-of-insolvency.html

Research by the National Institute of Economic and Social Research, a leading independent think tank, estimated that the BOE’s latest interest rate hike would see 1.2 million U.K. households (4% of households nationwide) run out of savings by the end of the year because of higher mortgage repayments.

That would take the proportion of insolvent households to nearly 30% (roughly 7.8 million), NIESR said last week, with the largest impact set to be incurred in Wales and the northeast of England.

Durch die Zinserhöhungen konnten in UK bis Jahresende weitere 1,2 Millionen Haushalte ihre Hypotheken auf ihre Häuser nicht mehr bezahlen. Damit wäre dann angeblich beinahe ein Drittel aller Haushalte privat insolvent. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen...
 
Irgendwas werden die da sicher machen, weil Banken sowas extrem ungern abschreiben. Solange sie es nicht an jemand anderen zum Eintreiben verkaufen können.

Ich finde es allerdings auch bemerkenswert, dass im Ausland eine Zinsbindung wie in Deutschland quasi unbekannt ist und nicht genutzt wird. Das ist einfach finanzielles russisch Roulette. In Schweden implodiert der Häusermarkt gerade auch ein wenig, weil da ebenfalls kaum jemand ne längere Zinsbindung nutzt.
 
Die nehmen da teilweise den Marktzins. Heißt das ist dann seit die Notenbanken die Zinsen anheben mal eben um 4-5% Prozentpunkte gestiegen, was die da zahlen :ugly:. Und wenn doch mal Zinsbindung genutzt wird (zumindest in Schweden), dann wohl fast nie mehr als 5 Jahre.
 
Mir fehlt da das Mitleid.
Ich habe mir jahrelang überlegt, ob ich mir für die nächsten 25 Jahre an die Abzahlung einer Eigentumswohnung zu binden und habe das viele Jahre immer verneint.

Und als ich es dann doch gemacht habe, habe ich mir den Zins bis zum Ende gesichert.

Natürlich muss nicht jeder so risikoavers wie ich sein, aber man kann doch nicht davon ausgehen, dass sich die Zinsen in mehreren Jahrzehnten nie zum eigenen Nachteil hin ändern.
Für mich ist das unbegreifbar.
 
Mir fehlt da das Mitleid.
Ich habe mir jahrelang überlegt, ob ich mir für die nächsten 25 Jahre an die Abzahlung einer Eigentumswohnung zu binden und habe das viele Jahre immer verneint.

Und als ich es dann doch gemacht habe, habe ich mir den Zins bis zum Ende gesichert.

Natürlich muss nicht jeder so risikoavers wie ich sein, aber man kann doch nicht davon ausgehen, dass sich die Zinsen in mehreren Jahrzehnten nie zum eigenen Nachteil hin ändern.
Für mich ist das unbegreifbar.

Wenn es aber in dem Land in dem du wohnst gar nicht solche Mechanismen gibt, dass du dir Zinsen über einen längeren Zeitraum sichern kannst, bleibt dir kaum was über, als doch etwas auf dein Glück zu vertrauen. Denn egal wie Großzügig du kalkulierst hast, du kannst nie zu 100% sicher sein, außer du legst das Geld sofort auf den Tisch aus eigener Tasche.
 
Wenn es aber in dem Land in dem du wohnst gar nicht solche Mechanismen gibt, dass du dir Zinsen über einen längeren Zeitraum sichern kannst, bleibt dir kaum was über, als doch etwas auf dein Glück zu vertrauen. Denn egal wie Großzügig du kalkulierst hast, du kannst nie zu 100% sicher sein, außer du legst das Geld sofort auf den Tisch aus eigener Tasche.
Die Artikel, die ich dazu gelesen habe schreiben lediglich, dass es in UK die Regel ist, einen variablen Zins zu haben. Nicht dass es festgeschrieben Zinsen auf einen längeren Zeitraum gar nicht gibt.
Sie könnten schon, wenn sie denn wollten
Sie wollen halt alle nicht.
Dann gehen sie entweder alle gleichzeitig insolvent oder müssen mit ihrer Bank eine längere Abzahlung abklären.

Solche Gedanken sollten man sich aber vor dem Kauf und der einhergehenden Finanzierung machen.
 
Irgendwas werden die da sicher machen, weil Banken sowas extrem ungern abschreiben. Solange sie es nicht an jemand anderen zum Eintreiben verkaufen können.

Ich finde es allerdings auch bemerkenswert, dass im Ausland eine Zinsbindung wie in Deutschland quasi unbekannt ist und nicht genutzt wird. Das ist einfach finanzielles russisch Roulette. In Schweden implodiert der Häusermarkt gerade auch ein wenig, weil da ebenfalls kaum jemand ne längere Zinsbindung nutzt.
Ich war die Tage auf einer internationalen Tagung für Banken.

Da hatte ich einen guten Austausch. Ich komme ja aus Deutschland und lebe seit 2014 in Österreich. Hier haben viele variabel. Wir haben fix genommen und verstanden hat das iwie keiner. Naja, nun verstehe sie es schon.

In Schweden ist es scheinbar nochmal viel extrem mit variabel. Caps nutzen sie da auch nicht, die haben hier bei uns zumindest einige Kunden. Wobei bei meiner Arbeitgeberbank ist das cap Geschäft natürlich nun auch tot.

Ja, war ein interessanter Austausch die letzten Tage. Bin sehr verwundert dass so viele Länder variabel primär nutzen bzw deren Bevölkerung. In Schweden wirds halt oft nur so angeboten.
 
Die Artikel, die ich dazu gelesen habe schreiben lediglich, dass es in UK die Regel ist, einen variablen Zins zu haben. Nicht dass es festgeschrieben Zinsen auf einen längeren Zeitraum gar nicht gibt.
Sie könnten schon, wenn sie denn wollten
Sie wollen halt alle nicht.
Dann gehen sie entweder alle gleichzeitig insolvent oder müssen mit ihrer Bank eine längere Abzahlung abklären.

Solche Gedanken sollten man sich aber vor dem Kauf und der einhergehenden Finanzierung machen.
Es ist nun leider so, dass sich Leute gerne mit Dingen beschäftigen. Fernseher vergleichen etc. Aber Finanzen mal langfristig planen? Nein!

Zu wissen was man monatlich ausgibt? Neeee. Bzw doch, wissen Sie angeblich alle, und dann kommt der Berater und meint, ja was haben wir denn da noch? Netflix? Sport? Versicherung?

Es ist traurig, dass viele Kreditnehmer keinerlei Ahnung haben was ein Haus pro Monat kostet, was sie sonst noch für Ausgaben haben, dass sie vllt bald ein neues Auto brauchen!

Ach und wenn man dann noch anmerkt, dass Kinder vllt mal kommen sollen, muss man ihnen erklären, dass man nicht mehr 2 volle Gehälter hat. Alles schon so von Beratern bei uns gehört. Immer wieder spannend!
 
Es ist ja angeblich auch erwiesen, dass nur jeder 3. oder 4. hierzulande (und vermutlich auch in anderen Ländern) Prozentrechnung beherrscht. Ich glaube viele blicken das auch gar nicht. "Zinsen gehen von 3% auf 6%? Höhöhö, da muss ich ja nur 3% mehr zahlen, das ist doch nicht schlimm." :D
Mein Bruder ist Anwalt. Der stellt mir auch manchmal Dreisatz Fragen. Also ja, es zieht sich durch alle Schichten.

Ich befürchte auch, dass wenige auf 500k eine Zins Steigerung von 3% p.a. Auf den Monat runter rechnen können. Aber gut, deshalb schliddern wir ja aktuell in diese Misere! Mit kräftig Anlauf!
 
https://www.reuters.com/markets/eur...at-includes-ban-broker-commission-2023-06-29/

https://amp2.wiwo.de/finanzen/gelda...ig-gebuehren-einstellen-muessen/29234178.html

Die EU hat sich angeblich darauf geeinigt, den "Payment for order flow" europaweit zu verbieten. Haben sich die Franzosen und andere Länder, denen die günstigen deutschen Broker ein Dorn im Auge waren, also mal wieder durchgesetzt. Ein grandioser Sieg im Sinne der Verbraucher, für die günstige Preise wie bei Trade Republic oder Scalable Capital & Co. damit dann wohl bald Geschichte sind.
 
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