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Der Sexualitätsthread (Hetero, Bi, Homo, Trans, LGBTQ, ...)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich mag das Gendern auch nicht, weil es für mich den Lese- / Hörfluss stört. Aber gut, will da nicht der Maßstab sein, weil ich für mich unbequeme Veränderungen pauschal eh nicht mag :)

"Gefühlt" kommt dieser Veränderungswunsch für mich nur von einer sehr lauten Minderheit. Gibt es da eigentlich seriöse Studien zu, wie sich die prozentuale Verteilung in Deutschland zum Gendern (pro, contra, neutral) darstellt? Sollte es tatsächlich Volkes Wille sein, dann Willi go.
Es IST nicht nur gefühlt die laute Minderheit und die Mehrheit der Deutschen hält Gendern für weniger oder gar nicht wichtig. Das wird in den letzten 3 Jahren durch jede Umfrage bestätigt. Die Interpretation der Umfragen (z. B. infratest) ging in 2021 sogar so weit, dass man das Ergebnis zum Teil relativiert hat, weil es ja nur ein "Stimmungsbild" zeigt. Derzeit entwickelt sich dieses "Stimmungsbild" weiter fröhlich gegen das Gendern, aber man ist wohl trotzdem weiterhin bereit als Geisterfahrer auf der Autobahn sein Ziel zu erreichen. Anders kann man das nicht beschreiben.
 
Die neue deutsche Rechtschreibung kam zum Ende meiner Schulzeit und als man Schiffahrt endlich mit 3 f geschrieben hat fand ich das spitze und sinnvoll. ;) Auch dass man schnell ausgesprochene Worte wie Fluß nun Fluss ausschreibt finde ich super und das hat sich ohne zu zögern in meinen Kopf gebrannt.

Das Gendern akzeptiere ich nicht. Es widerspricht allem was meine Lehrerinnen und Lehrer mir beigebracht haben. Es liest sich kaputt und umständlich und der Großteil meiner Bekanntschaften (Männer wie Frauen) finden das Kacke.

Die Debatten um die neue deutsche Rechtschreibung hast du aber damals schon mitbekommen? Finde da nicht soviele Unterschiede zur jetzigen Debatte, nur dass noch wehementer dagegen agiert wird, was aber auch durch das Internet und social Media potentioniert wird. Bei der neuen deutschen Rechschreibung war Social Media noch nicht so in der Meinungsfindung der Menschen verankert wie heute und Debatten liefen sachlicher ab.

Und natürlich betrifft es "nur" eine Minderheit. Was glaubt ihr sind Transmenschen? Bestimmt keine Mehrheit. Das sich das Gendern auch unter Frauen nicht zwingend einer Mehrheit rühmt, sollte allerdings schon dafür sorgen, dass man sich das nochmal anschaut. Aber wie gesagt ich bin kein Sprachwissenschaftler. Ich hab kein Problem mit Gendern und habe auch kein Problem damit auch Minderheiten zu integrieren. Wenn man dies durch Sprache schafft, warum nicht? Mir fallen nicht die Ohren ab, nur weil einer mal ne kurze Pause in einem Wort macht und ich finde den Lesefluss in keinster Weise gestört. Da fehlt mir dann leider das Einfühlungsvermögen mich in Menschen hineinzuversetzen, die damit ein Problem haben. Ich kanns mir einfach nicht vorstellen.

Ich finde da kann man auch einen Vergleich zur Zigeunersoße ziehen. Betrifft ja auch eine Minderheit.
 
Ich mag das Gendern auch nicht, weil es für mich den Lese- / Hörfluss stört. Aber gut, will da nicht der Maßstab sein, weil ich für mich unbequeme Veränderungen pauschal eh nicht mag :)

"Gefühlt" kommt dieser Veränderungswunsch für mich nur von einer sehr lauten Minderheit. Gibt es da eigentlich seriöse Studien zu, wie sich die prozentuale Verteilung in Deutschland zum Gendern (pro, contra, neutral) darstellt? Sollte es tatsächlich Volkes Wille sein, dann Willi go.

So gehts mir auch.
Tu mich mit dem Gendern schwer, weil es meinen über jahrzehnte dagewesen Lese- und Schreibfluss irgendwie "stört" oder verkompliziert. Muss mich daran gewöhnen.
Aber das ist wahrscheinlich ein alte, weisse Männer Problem. Bin ja auch nicht mehr der jüngste. Wobei ich natürlich auch verstehe, dass Frauen sich daran stören (können) wenn immer nur die männliche Form überall steht. Sollte es irgendwie zur Verbesserung und Gleichberechtigung beitragen, dann joa bin ich dabei wenn es wirklich die Mehrheit (hier muss man dann aber eben die Frauen nehmen und nicht die Männer) das dann auch so will.
 
Ob einer Bunt oder kariert etc. ist, ist mir egal. Es ist mir auch Egal ob einer Schwul, Lesbisch, Binär oder sonst was ist. Ich behandle sie als das was sie sind. Menschen. Und wenn mir einer was böses will, warum soll ich den leiden oder umgekehrt wenn einer lieb zu mir ist dann.... Bisschen schwarz- weiß denken, aber prinzipiell ist es so.

Mit dem Gendern ist das so eine Sache. Der Idealfall wäre mMn wenn es in der Gesellschaft wächst. Dauert aber lange. Wird es verpflichtend, was würde sich ändern. Die Sprache/Leseverständnis etc. oder mein Charakter, meine Einsicht und Verhalten oder werde ich ein besserer Mensch. Ich glaube nicht. Also müsste sich Gesellschaftlich was tun.

Letztlich ist es so wie im Moment ja ganz gut, außer so manche Methoden von wenigen Leuten. Also man kann aber man muss nicht Gendern. Ausnahmen gibt es immer, Arbeit etc.. Und wenn einer mir doof kommt, lass ich ihn, dreh mich rum und geh weg gut ist.
Ich bin mittlerweile zu alt um mich darum zu Streiten. Mein Leben ist interessant genug und nach ein paar Schicksalsschlägen wird man gelassener. Ich verstehe da so manche Sachen nicht die passieren. Warum sich das Leben so schwer machen.
 
Man sieht ja auch in den Umfragen einen riesen Unterschied in der Akzeptanz zwischen Alten (sehr niedrig) und jungen Menschen (recht hoch).

Ich hab zwar genug Daten gelesen, die auch zeigen, dass auch junge Menschen deutlich gegen das Gendern sind, aber das sind wie bei allen Dingen sicher nicht die umfassenden, allwissenden Quellen gewesen. Die gibt es ja leider nicht.

Für mich ist aber logisch, dass sich junge Menschen nicht dran stören bzw. weniger - wenn ich es nicht anders kenne, dann stört es mich nicht. Ist das aber jetzt gut? Das sei mal dahingestellt. Es ist wie es ist.
 
Die Debatten um die neue deutsche Rechtschreibung hast du aber damals schon mitbekommen? Finde da nicht soviele Unterschiede zur jetzigen Debatte, nur dass noch wehementer dagegen agiert wird, was aber auch durch das Internet und social Media potentioniert wird. Bei der neuen deutschen Rechschreibung war Social Media noch nicht so in der Meinungsfindung der Menschen verankert wie heute und Debatten liefen sachlicher ab.

Und natürlich betrifft es "nur" eine Minderheit. Was glaubt ihr sind Transmenschen? Bestimmt keine Mehrheit. Das sich das Gendern auch unter Frauen nicht zwingend einer Mehrheit rühmt, sollte allerdings schon dafür sorgen, dass man sich das nochmal anschaut. Aber wie gesagt ich bin kein Sprachwissenschaftler. Ich hab kein Problem mit Gendern und habe auch kein Problem damit auch Minderheiten zu integrieren. Wenn man dies durch Sprache schafft, warum nicht? Mir fallen nicht die Ohren ab, nur weil einer mal ne kurze Pause in einem Wort macht und ich finde den Lesefluss in keinster Weise gestört. Da fehlt mir dann leider das Einfühlungsvermögen mich in Menschen hineinzuversetzen, die damit ein Problem haben. Ich kanns mir einfach nicht vorstellen.

Ich finde da kann man auch einen Vergleich zur Zigeunersoße ziehen. Betrifft ja auch eine Minderheit.
Wer hat die Debatten damals nicht mitbekommen? Ich war allerdings ein Befürworter der Rechtschreibreform damals, weil mir als kleiner Sprössling schon unbegreiflich war, wieso man daß und Schiffahrt falsch schreiben und akzeptieren kann. Warum soll man sich gegen etwas stellen, wo man nicht gegen ist?

Hast Du schon mal daran gedacht, dass eine Transfrau vielleicht auch einfach als Frau bezeichnet werden will? Also nicht mit einem Sonderlings*chen? Gibt es auch viele von.

Klar, man kann Vergleiche zur Zigeunersoße, dem Negerkuss oder auch dem Indianer ziehen. Ich finde an den drei Begriffen nichts negatives oder rassistisches wie auch am Pariser, dem Berliner oder Deutschländer Würstchen. Wenn das andere anders sehen, ist das für mich okay, denn hier sind es wirklich nur Namen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass viele Roma sich an dem Namen "Zigeuner" stören. Aber keine Ahnung.

Bedenklich finde ich es aber wenn sogar Kinderbücher verboten werden oder Kinder sich nicht mehr als Indianer verkleiden dürfen, weil ein Native American besonders laut schreit. Hab mich jetzt nicht näher damit beschäftigt, aber wenn ich ein "Indianer" wäre, fänd ich es glaub ich ganz toll, wenn Kinder meinen Stamm so toll finden, dass sie sich so verkleiden wollen und ihren Bewunderung ausdrücken. Frage mich, wie Kinder das wahrnehmen. Ich frage meine später mal so neutral wie möglich.
 
Ich hab zwar genug Daten gelesen, die auch zeigen, dass auch junge Menschen deutlich gegen das Gendern sind, aber das sind wie bei allen Dingen sicher nicht die umfassenden, allwissenden Quellen gewesen. Die gibt es ja leider nicht.

Für mich ist aber logisch, dass sich junge Menschen nicht dran stören bzw. weniger - wenn ich es nicht anders kenne, dann stört es mich nicht. Ist das aber jetzt gut? Das sei mal dahingestellt. Es ist wie es ist.

naja, die jungen Menschen verstehen vllt auch eher den inkludierenden Hintergrund und den Älteren ist es zuviel was zu ändern.
 
Man sieht ja auch in den Umfragen einen riesen Unterschied in der Akzeptanz zwischen Alten (sehr niedrig) und jungen Menschen (recht hoch).
Was ist denn für Dich ein riesen Unterschied? In der letzten Umfrage von Infratest findet immer noch die Mehrheit der 14-29jährigen gendergerechte Sprache weniger oder gar nicht wichtig. Interessant ist auch, dass das Männer wie Frauen in der gleichen Mehrheit ablehnen. Da gibt es gar nichts zu relativieren :?
 
Wer hat die Debatten damals nicht mitbekommen? Ich war allerdings ein Befürworter der Rechtschreibreform damals, weil mir als kleiner Sprössling schon unbegreiflich war, wieso man daß und Schiffahrt falsch schreiben und akzeptieren kann. Warum soll man sich gegen etwas stellen, wo man nicht gegen ist?

Hast Du schon mal daran gedacht, dass eine Transfrau vielleicht auch einfach als Frau bezeichnet werden will? Also nicht mit einem Sonderlings*chen? Gibt es auch viele von.

Klar, man kann Vergleiche zur Zigeunersoße, dem Negerkuss oder auch dem Indianer ziehen. Ich finde an den drei Begriffen nichts negatives oder rassistisches wie auch am Pariser, dem Berliner oder Deutschländer Würstchen. Wenn das andere anders sehen, ist das für mich okay, denn hier sind es wirklich nur Namen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass viele Roma sich an dem Namen "Zigeuner" stören. Aber keine Ahnung.

Bedenklich finde ich es aber wenn sogar Kinderbücher verboten werden oder Kinder sich nicht mehr als Indianer verkleiden dürfen, weil ein Native American besonders laut schreit. Hab mich jetzt nicht näher damit beschäftigt, aber wenn ich ein "Indianer" wäre, fänd ich es glaub ich ganz toll, wenn Kinder meinen Stamm so toll finden, dass sie sich so verkleiden wollen und ihren Bewunderung ausdrücken. Frage mich, wie Kinder das wahrnehmen. Ich frage meine später mal so neutral wie möglich
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Natürlich möchte eine Transfrau nur als Frau wahrgenommen werden, das hat doch nichts mit dem Genderstern zu tun. Da geht doch die Debatte schon wieder in eine völlig falsche Richtung. Frauen, egal ob Trans oder nicht, werden einfach mit dem generischen Maskulinum nicht ausreichend dargestellt in der deutschen Sprache, mal von non-binären Menschen abgesehen. Ob das dann nun eine Transfrau, oder eine Frau ist, ist doch dabei völlig unerheblich. Es sind beides Frauen. Der Begriff Transfrau hilft ja in dem Zusammenhang nur der detaillierten Darstellung des Betroffenenkreises.

Zigeuner ist ein ziemlich abwertender Begriff, welcher auch durch den Nationalsozialismus geprägt wurde. Daher finde ich es schon richtig, da andere Begrifflichkeiten zu finden. Ob das nun alle Sinti und Roma so sehen, ist für mich in dem Zusammenhang nicht von Belang. Sinti und Roma sind ja auch keine homogene Gruppe, die sich einvernehmlich äußern. Es gibt ja viele Gruppierungen und wenn sich eine davon gegen den Begriff ausspricht, dann kann man schonmal drüber nachdenken es zu ändern. Wie du schon sagst, ist es nur ein Name und dann auch noch meist nur für eine Soße, oder eine bestimmte Zubereitungsart für ein Schnitzel, da wird in ein paar Jahren kaum noch jemand drüber nachdenken, dass das mal nen anderen Namen hatte. So wie heute kaum noch jemand drüber nachdenkt, dass daß halt mal anders geschrieben wurde.

Welche Kinderbücher wurden denn verboten? Wenn du die Winnetou-Bücher letztes Jahr meinst: die hat niemand "verboten". Es gab kritische Stimmen gegen den Verlag, welcher die Bücher daraufhin aus dem Portfolio nahm. Selbstzensur? Möglich. Aber Verboten wurde da nix. Wenn man Kindern erklärt, dass der Begriff eben negativ konotiert ist, dann werden sie ihn auch selbst nicht verwenden wollen. Ein Kind kann ja nur soviel mit einem Begriff anfangen, wie er dem Kind beigebracht wird. Wörter sind ja erstmal wertfrei für Kinder. Für Kinder bleibt ja auch das Spiel an sich gleich, ob sie nun als Cowboys gegen Indianer "kämpfen" oder als Schurken gegen Helden, oder whatever...Den entsprechenden Kontext lernen sie ja dann erst durch die Eltern, oder eben die Gesellschaft.
 
Wenn eine KITA aus den Gendergründen keine Muttertagsgeschenke mehr bastelt, Kuban von der CDU dagegen aufschreit ihn aber die Medien dafür rügen läuft doch etwas schief.
https://www.fr.de/politik/kita-aus-...95.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Wenn die Tagesschau das Wort Mutter durch entbindende Person ersetzt ebenfalls
https://www.merkur.de/deutschland/n...n-mutter-ard-tagesschau-gendern-92191151.html

Die Gendersprache ist etwas anderes als solche Aktionen.
Aber wenn nun einmal 80% der Bevölkerung dagegen ist und man ihnen so etwas aufzwingen will muss man sich nicht wundern wenn es nach hinten losgeht.
 
Kulturkampf - der Thread

Will jemand eröffnen? Dann kann man hier wieder respektvoll über die eigentlichen Anliegen und Themen sprechen.
 
Das ist doch mittlerweile die fast häufigste Form der Diskriminierung - zumindest wenn man mal in Twitter reinschaut :grins:

Wenn ich mir die Erzählungen meiner männlichen Freunde anhöre, vor allem derer, die im öffentlichen Dienst oder bei größeren Unternehmen arbeiten, dann würde ich fast sagen, dass Männer am meisten diskriminiert werden. Leider haben die keine Stimme.
 
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