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Der Ukrainekrieg

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Naja, nicht wirklich bzw höchstens für diesen Winter - wenn alles gut geht. Das ist derzeit auch noch unser Hauptproblem.
Wir bekommen zur Zeit quasi nix aus Russland. Und trotzdem läuft der Laden.
Klar, NOCH ist die Lage unsicher, was die zeit nach dem Winter angeht. Ich gehe aber davon aus, dass alternative Lieferanten und LNG schnell genug als Ersatz einspringen können, um das Ganze zu einem nachhaltigen Cut nach Russland zu machen.

Aber ich weiß, dass du als notorischer Pessimist das anders siehst :D

Aber Pessimisten haben ja schon vorhergesagt, dass wir ohne russisches Gas nicht mal ansatzweise die Speicher voll bekommen. Und trotzdem sind sie inzwischen quasi voll (95% rum) - deutlich vor Zeitplan und vor den Vorjahren.
 
Vieles von dem, was für diesen Winter in unseren Gas-Speichern liegt, stammt noch aus Russland. Die Gefahr, dass sich das nächstes Jahr wiederholt besteht auf jeden Fall nicht mehr. Die Frage wird sein, ob wir tatsächlich Ersatz bekommen. Amis, Algerien, Norweger und Holländer werden vermutlich so lange liefern, wie sie mit ihrer eigenen Bevölkerung keine Probleme bekommen. Oder es wird wieder so laufen dass der mit dem größten Geldbeutel den anderen Europäern das Gas wegkauft. So wie Deutschland bei den Gas-Terminals, von denen Italien auch gern was gehabt hätte.
 
Dezember/Januar sollen doch die ersten LNG-Terminals stehen. Dann kann darüber ein Großteil der früheren russischen Importe abgefangen werden.

Ersatzlieferanten sind meines Wissens kein Problem. Wenn wir (endlich mal) LNG importieren können, gibt es genug Anbieterländer, die Gas in dieser Form verschiffen können.
Gerade die USA haben doch monströse Erdgasvorkommen, v.a. wenn man Fracking mit betrachtet. Ohne es genau zu wissen gehe ich davon aus, dass die relativ einfach die Produktionsmenge erhöhen können, um Eigenbedarf und Nachfrage von Importländern gleichermaßen bedienen zu können.
In der Golfregion sollte ja ebenfalls quasi jedes Land mit fossilen Vorkommen LNG anbieten können.

Wenn man nicht mehr durch Pipelines fest an eine sehr geringer Anzahl an Lieferanten gebunden ist, kommen ja ganz neue Möglichkeiten auf.
 
Russland hat über Jahre keine Zukunft.
- Überalterung läuft, obwohl der russische Mann sich mit 60 schon tot gesoffen hat
- Brain Drain
- Zehntausende junger Männer gefallen
- Zehntausende junger Männer verlassen seit der Mobilisierung Russland
- Sanktionen ohne Ende
- Keine Rohstoffe mehr nach Europa verkaufen
- Nach Putin Machtkämpfe und Chaos
- Indien und China bedienen sich
- Russland endet als Vasallenstaat von China, und was China mit unterlegenen "Partnern" macht, ist ja offensichtlich
 
von knapp 80 anfliegenden Raketen wurden 40 abgefangen. Zum Glück.

Derzeit ist aber wieder Luftalarm, es wird mit einer weiteren Welle am Nachmittag gerechnet.

Drecksäcke, die Russen. Schön morgens und nachmittags zur Berufs-Pendelzeit angreifen.
Widerlich, diese Art der Kriegsführung.

Es wurden ja kaum militärisch relevante Ziele angegriffen... Stattdessen ein Spielplatz, eine Fußgängerbrücke (die verfehlt wurde), Wohnblöcke und große Straßen.
Das war eine pure Vergeltungsaktion mit dem Ziel, die Bevölkerung einzuschüchtern.
 
Wenn ich lese dass belarus eine Truppe entsenden wird weil es angeblich Angriffspläne seitens der Ukraine gegen belarus geben würde… wie realitätsfern kann man denn argumentieren?!

putin hat es jedenfalls geschafft etwas innenpolitischen Druck von sich zu nehmen in dem er nicht mehr tausende russische Soldaten an die Front schickt sondern sein Vasall belarus nun junge Männer in den Tod schickt.


Was für verbrecher…
 
Und genau deshalb hat Ende August ein wichtiger Minsker Kollege uns verlassen, da er keine Lust darauf hat, dass sein 17 jähriger Sohn oder er selbst in der Ukraine verheizt werden.
Uns hat es zwar massiv geschadet, aber Belarus noch mehr. Ein studierter heller Kopf, ausgebildet in Belarus, der schön viel Dollares nach Belarus gebracht hat, plus Kinder sind nun in der EU (Polen) und schöpfen dort Werte.
 
Das eigentlich Schlimme ist, dass dieser Krieg auch noch in zwei, drei Jahren geführt wird. Und sollte Putin vorher ins Gras beißen oder was auch immer, steht der nächste Fiffi bereit, um sein Erbe anzutreten. Dieses Land ist nicht zu reformieren! Wie so viele andere Länder.
 
Wie immer bei derartigen Diktaturen: der nächste Diktator steht schon in den Startlöchern. In solchen Staaten ändert sich die Staatsform nur, wenn das ganze Volk und am besten auch noch die Armee revoltiert (und ja ich weiß, dass Russland offiziell gar keine Diktatur ist ;))
 
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Toll zu sehen diese Moral, geht ins Herz.
Darunter ganz interessant dieses Foto aus dem 2.Weltkrieg:
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Das hier muss ich ebenfalls teilen weil ich es genial finde:
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Unsere Freunde aus der Ukraine, die wir im Februar bei uns aufgenommen haben, sind derzeit das erste Mal seid ihrer Flucht für ein paar Tage in der Heimat, da Kiew mittlerweile weit von der Front weg ist (beide sind aus Kiew). Und jetzt diese Raketenangriff. War heute morgen schon ein Scheiß Gefühl, bis endlich die erlösende WhatsApp kam, dass alles in Ordnung ist. Allerdings haben sie derzeit kein Strom und Wasser. Putin ist einfach ein Schwein :(

Allerdings lässt selbst dieser Angriff den Schluss zu, dass Russland in diesem Krieg auf verlorenem Posten steht. 80 Raketen an einem Tag abzufeuern, ist nicht unbedingt beeindruckend für ein Militär, das sich selbst als das zweitbeste der Welt bezeichnet. Gut möglich, dass die Depots einfach leer sind oder die übrigen Batterien längst zerschlagen wurden, sodass das wirklich alles ist, was Russland noch an wütenden Schlägen gegen die Zivilbevölkerung aufzubringen hat.
Ferner gibt es genug Studien, die beweisen, dass Angriffe gegen die Zivilbevölkerung militärisch gesehen ohne Nutzen sind. Böse gesagt: Jede Rakete, die in Kiew niedergeht, kann kein ukrainisches Militärziel an der Front ausschalten.

Vor dem Hintergrund des anhaltenden Munitionsmangels der Russen sind deren ganzen Angriffe auf zivile Ziele also nicht nur militärisch sinnlos, sondern sicherlich auch politisch kontraproduktiv. Denn solche Angriffe zermürben eine Zivilgesellschaft in der Regel nicht, sondern schüren ihren Widerstandswillen. In diesem besonderen Fall schafft Putin mit seinem Überfall und den anhaltenden Angriffen auch noch das, was mehrere gewählte Präsidenten der Ukraine nicht geschafft haben: Der Ukraine ein Narrativ geben, das ihren Zusammenhalt garantiert und sie als Nation zusammenwachsen lässt.
 
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