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https://www.sueddeutsche.de/politik/ukraine-krieg-newsblog-russland-baerbock-1.5657501
Luhansk und Donezk setzen Referenden für den Beitritt zu Russland an.

Da schwant mir übles... Die Referenden werden natürlich durch "Volksstimme" mit "überwältigender Mehrheit" angenommen, Russland annektiert die Gebiete kurzerhand.
Und wenn dann die Erfolge der ukrainischen Rückeroberung so weiter laufen wie jetzt, dauert es nicht mehr lange, bis sie an der Grenze der von Separatisten kontrollierten Gebiete stehen. wenn sie nicht sogar die kompletten Oblaste als russisches Gebiet sehen, also auch Gebiete, in denen jetzt gekämpft wird.
Und wenn sie dann weitermachen, greifen sie "russisches Staatsgebiet" an, was dann zu einer ordentlichen Kriegserklärung von Putin und dann auch Generalmobilmachung führen wird.
Dann kann Russland wieder ausgebildete Soldaten verpflichtend in den Einsatz schicken und muss nicht mehr Wagner in Gefängnissen nach dummem, freiwiliigem Frontlinienfußvolk suchen...

So stell ich mir das Szenario vor.


Das ist natürlich ein fulminanter Propaganda-Move: Man startet einen Angriffskrieg, besetzt fremdes Territorium, gliedert dieses mit Fake-Referenden ein und deutet dann den noch laufenden Krieg einfach zum Verteidigungsfall um, weil ja die gegnerischen Streitkräfte auf dem (nun) eigenen Territorium stünden :ugly:

Ich finde das auch bedenklich, aber ob es zu einer Generalmobilmachung kommt, bleibt fraglich. Wir müssen uns vor Augen führen, dass Putin solche Stunts gar nicht bräuchte, um eine Generalmobilmachung zu begründen. Er hat das Narrativ für seine Landsleute in der Hand und kann denen erzählen, was er will.

Kurzfristig hätte eine Generalmobilmachung keinen Effekt auf den Kriegsverlauf. Bereits jetzt fehlt es in der russischen Armee an allen Ecken und Enden an Material (und am Allernötigsten wie Medizin, Nahrung etc), und die x-tausend Männer, die man dann einziehen würde, müssen auch eingekleidet, versorgt, transportiert und ausgebildet werden. Das würde die russischen Streitkräfte endgültig überfordern. Zumindest im Augenblick.

Langfristig, also auf die nächsten 1-3 Jahre gesehen (falls der Kreml diesen Krieg bereits in solch langen Zeitperioden denkt), würde die Generalmobilmachung Stück für Stück das ganze wirtschaftliche und militärische Potenzial Russlands in die Waagschale werfen, und dann würde die Ukraine bei aller Sympathie doch sehr arge Probleme auf dem Schlachtfeld bekommen. Derzeit kämpfen die Russen ja doch auf Sparflamme, muss man leider feststellen, da außer Berufssoldaten und Halbfreiwilligen niemand aufs Schlachtfeld geschickt wird und auch Daheim Normalität vorgegaukelt wird, statt alles auf Kriegswirtschaft und Waffenproduktion umzustellen.

Allerdings kommt mir bei den geplanten Referenden noch ein anderer Gedanke. Es ist der russischen Armee untersagt, Wehrpflichtige im Ausland einzusetzen. Wenn der Donbass und Cherson aber kein Ausland mehr sind ... das würde den russischen Streitkräften wohl schon frisches (und vor allem ausgebildetes) Personal für die Front liefern.
Allerdings könnte das politisch auch ein Risiko für Putin werden, denn wehrpflichtig sind erst mal alle jungen Männer Russland. Damit würde der Krieg endgültig in der Mehrheit der russischen Familien ankommen.
 
Ja und nein.

Mao soll ja mal gesagt haben, Quantität habe ihre eigene Qualität. Und damit hat er ein Stück weit recht. Russland hat nahezu endlose Reserven an Kampfpanzern eingemottet, die können noch sehr lange mit veraltetem Kriegsgerät gegen die Ukraine anrennen... leider.

Man muss verstehen, dass wir uns nicht mehr in den 40er Jahren befinden, wo in jeder Industrienation täglich frische Waffen vom Band laufen. Für den Westen ist das vor allem ein Depotkrieg. Nahezu alles, was der Ukraine bisher geliefert worden ist, stammt aus Depots und war verfügbar. Irgendwann ist der Punkt erreicht, wo das letzte Depot geleert und die aktiven Streitkräfte bis zur Schmerzgrenze ausgedünnt worden sind.

Ob der Westen langfristig genug denkt und bereits jetzt seine Rüstungsindustrie anwirft für die Zeit danach? Bisher sehe ich kaum Anzeichen dafür.
 
Das ist natürlich ein fulminanter Propaganda-Move: Man startet einen Angriffskrieg, besetzt fremdes Territorium, gliedert dieses mit Fake-Referenden ein und deutet dann den noch laufenden Krieg einfach zum Verteidigungsfall um, weil ja die gegnerischen Streitkräfte auf dem (nun) eigenen Territorium stünden :ugly:

Ich finde das auch bedenklich, aber ob es zu einer Generalmobilmachung kommt, bleibt fraglich. Wir müssen uns vor Augen führen, dass Putin solche Stunts gar nicht bräuchte, um eine Generalmobilmachung zu begründen. Er hat das Narrativ für seine Landsleute in der Hand und kann denen erzählen, was er will.

Kurzfristig hätte eine Generalmobilmachung keinen Effekt auf den Kriegsverlauf. Bereits jetzt fehlt es in der russischen Armee an allen Ecken und Enden an Material (und am Allernötigsten wie Medizin, Nahrung etc), und die x-tausend Männer, die man dann einziehen würde, müssen auch eingekleidet, versorgt, transportiert und ausgebildet werden. Das würde die russischen Streitkräfte endgültig überfordern. Zumindest im Augenblick.

Langfristig, also auf die nächsten 1-3 Jahre gesehen (falls der Kreml diesen Krieg bereits in solch langen Zeitperioden denkt), würde die Generalmobilmachung Stück für Stück das ganze wirtschaftliche und militärische Potenzial Russlands in die Waagschale werfen, und dann würde die Ukraine bei aller Sympathie doch sehr arge Probleme auf dem Schlachtfeld bekommen. Derzeit kämpfen die Russen ja doch auf Sparflamme, muss man leider feststellen, da außer Berufssoldaten und Halbfreiwilligen niemand aufs Schlachtfeld geschickt wird und auch Daheim Normalität vorgegaukelt wird, statt alles auf Kriegswirtschaft und Waffenproduktion umzustellen.

Allerdings kommt mir bei den geplanten Referenden noch ein anderer Gedanke. Es ist der russischen Armee untersagt, Wehrpflichtige im Ausland einzusetzen. Wenn der Donbass und Cherson aber kein Ausland mehr sind ... das würde den russischen Streitkräften wohl schon frisches (und vor allem ausgebildetes) Personal für die Front liefern.
Allerdings könnte das politisch auch ein Risiko für Putin werden, denn wehrpflichtig sind erst mal alle jungen Männer Russland. Damit würde der Krieg endgültig in der Mehrheit der russischen Familien ankommen.

Vielleicht will er die Referenden auch in baldigen Verhandlungen für sich nutzen? Auf mich wirkte das schnelle Durchpeitschen im ersten Moment eher hilflos, als ich davon heute im Radio hörte.
 
Aber selbst Fake Referenden bekommen in der Regel einen glaubhaft Rahmen, damit man sie dem Volk besser verkaufen kann - siehe Krim.

Dass da mitten im Krieg in umkämpften Regionen binnen Tagen Referenden abgehalten werden sollen, kann kaum anders als hilflos bezeichnet werden.
 
Mal sehen, wie die Bevölkerung auf so schnelle Referenden reagiert. Nicht, dass es deswegen noch Aufstände gibt und die Angelegenheit nach hinten losgeht.
 
Ich geh jetzt einfach mal davon aus, dass die Schweizer das Gebiet nicht nehmen, weil sie denken "ach, die Hälfte des Unfalls trägt dann eh Deutschland". Ohne die Gutachten zu kennen nehme ich an, dass es halt neue Erkentnisse gab, wieso man doch dort ein sicheres Endlager bauen kann.
Naja, die Schweizer waren aber auch schon immer gut darin sich auf Kosten anderer einen Vorteil zu verschaffen. Siehe den Fluglärm des Züricher Flughafens, den man versucht hat nach Deutschland zu verlagern in dem man 90% aller Anflüge über deutsches Gebiet geleitet hat. Von Steuern und Bruch mit EU-Abkommen fange ich gar nicht an. Deswegen darf man schon bezweifeln wie objektiv das Ganze abgelaufen ist. Ein Atomendlage passt nun mal nicht zur Heidi-Romantik und irgendjemand muss ja auch an die armen Touristen denken..
 
Gasimporteur - Uniper steht vor Verstaatlichung

Deutschlands größter Gasimporteur Uniper soll verstaatlicht werden. Wie der Konzern in Düsseldorf mitteilte, befindet sich Uniper mit der Bundesregierung und dem finnischen Großaktionär Fortum in abschließenden Gesprächen.


https://www.deutschlandfunk.de/uniper-steht-vor-verstaatlichung-100.html


Damit
wäre die gas Umlage nicht rechtens.. nur Amateure am Werk

So ist wohl ziemlich durch und 98,5% gehören dem Staat. Was genau heißt das jetzt? Mehr Gas hat man davon ja nicht.

https://www.tagesschau.de/inland/uniper-verstaatlicht-101.html
 
Das heißt, dass man da evtl. sogar mehr Kohle versenkt, als damals bei der Bankenkrise und das heißt,
dass der Steuerzahler im Falle einer Gasumlage doppelt zur Kasse gebeten wird :D
 
Energiekrise - Bund übernimmt Uniper – und hält an Gasumlage fest

Ungeachtet der Verstaatlichung des Gasimporteur Uniper hält Bundeswirtschaftsminister Habeck an der umstrittenen Gasumlage fest. Die Gasumlage werde kommen, sagte der Minister in Berlin. Zuvor hatte sein Ministerium mitgeteilt, dass die Bundesregierung Mehrheitsaktionär von Uniper mit insgesamt 99 Prozent werde.


https://www.deutschlandfunk.de/bund-uebernimmt-uniper-und-haelt-an-gasumlage-fest-100.html

Ä
h LOL? Jetzt werde ich als Gas Kunde doppelt zur Kasse gebeten? Was rauchen die da bitte?
 
scheiße, das wird nun noch unschöner......

Womit hast Du denn gerechnet? Dass der Sturkopf sagt: Joah, läuft gerade nicht, dann ziehe ich mich mal schön aus der Ukraine zurück und hoffe, dass alle dann noch mein Gas wollen? Dramatischer kann man den Russen wohl kaum unterschätzen. Bevor er sein Gesicht verliert, verlieren wir wahrscheinlich alle unser Leben.
 
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