Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Der "Ich könnte kotzen" Thread (2 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ja, sorry, dass ich bei einer konkreten Diskussion über einen konkreten Post annehme, dass du auch diesen konkreten Post im Sinn hast :lol:

Aber auch abgesehen davon finde ich, man kann und sollte pauschalisieren, dass 12 oder 13 Stunden Arbeiten ungesund, schädlich und komplett übers Ziel hinaus geschossen ist, da kann man sich als Workaholic einreden was man will, dass man ja "so viel Spaß" dabei hat...

Siehe @Mingo s Einwurf dazu
 
Screenshot_2022-09-20-12-01-02-218_com.instagram.android.png
 
Ja, sorry, dass ich bei einer konkreten Diskussion über einen konkreten Post annehme, dass du auch diesen konkreten Post im Sinn hast :lol:

Aber auch abgesehen davon finde ich, man kann und sollte pauschalisieren, dass 12 oder 13 Stunden Arbeiten ungesund, schädlich und komplett übers Ziel hinaus geschossen ist, da kann man sich als Workaholic einreden was man will, dass man ja "so viel Spaß" dabei hat...

Siehe @Mingo s Einwurf dazu

Und nochmal - kann man PAUSCHAL einfach nicht sagen!
Genauso wie nicht jeder 12 Stunden durchfeiern kann (oder will!) und was je nach Alkoholkonsum auch nicht gerade gesund ist...!

Von Selbständigen und ihren Arbeitsstunden gar nicht erst zu reden oder sind das für dich alles nur depperte Workaholics...?

Abgesehen davon kenne ich persönlich auch einige Leute die aus finanziellen Gründen gar nicht (mehr) arbeiten müssten - es aus Spaß aber trotzdem noch 50 Stunden die Woche tun...(um z.Bsp.ihr Wissen & Know-how weiterzugeben etc.)
 
Und da ist er schon wieder: In der THEORIE weltoffen,tolerant & (vor-)urteilsfrei und will mir vorschreiben wann und woran ich Spaß habe....:ugly:
An dem Thema hast du dir echt einen Narren gefressen und ich weiß nicht mal warum. Mein Einwurf hat nämlich mit all dem überhaupt nichts zu tun.

Alles was ich sagen wollte - und ich denke das haben andere hier im Thread durchaus so verstanden - ist, dass sich SPASS und SUCHT überhaupt nicht ausschließen. Im Gegenteil! Spaß ist ein essentieller Bestandteil von Sucht. Das macht das Suchtverhalten nun nicht weniger problematisch oder gesünder. Auch hier eher: im Gegenteil!

Ob hier jetzt ganz konkret jemand Workaholic ist oder nicht steht ja auf einem ganz anderen Papier.
 
Dennoch sind 13h, egal ob Spaß und/oder Sucht und das Schönreden geht gar nicht.
Jep. Egal wie viel Spaß ich an irgendwas hab - nicht 13 Stunden am Stück.

Ich liebe Videospiele, aber nicht 13 Stunden am Stück. Selbst bei Hobbys wäre so ein Verhalten sehr sehr ungesund.

EDIT: Das Traurige ist: Würde jemand schreiben, dass er regelmäßig 13 Stunden zockt, wäre das Urteil "such dir Hilfe!" glasklar und eindeutig. Wenn jemand sagt, dass er 13 Stunden am Stück arbeitet, gibts immer die Leute, die das verteidigen, Schulter klopfen und sagen, dass es halt so Leute braucht auf der Welt...

Und ja, wer selbstständig ist und nicht für ANDERE arbeitet, sondern für sich selbst oder sogar am Ende vor dem Ruin steht, wenn man mal nicht 12 Stunden klotzt, der hat andere Voraussetzungen. ABER selbst da bleibt es Selbstgefährdung, die so nicht nachhaltig ist. und wer als Selbstständiger nicht nur in den harten Aufbaujahren oder in akuten Krisen so hart arbeitet, sondern grundlegend so einen Arbeitsethos hat, handelt ebenso falsch in meinen Augen.

Aber meine Kritik gilt vor allem dem Arbeitnehmer, der denkt durch so ein Verhalten voran zu kommen. Denn am Ende ist es dem Unternehmen egal, ob man sich kaputt schafft - kommt halt der nächste auf die Position.
Und das gilt auch explizit, wenn man "Spaß" hat (oder sich das einredet bei solchen Stunden). Wie Mingo schon schrieb: Süchtige haben Spaß bei ihrer Sucht, v.a. bei psychischer Sucht - sonst würde das Konzept der Sucht ja nicht funktionieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die 13h waren gestern kein Problem, weil ich einfach super was wegschaffen konnte vor dem Urlaub. Dass das auf Dauer nicht so gesund sind, weiß ich auch. Nur die Erkenntnis hält dann wieder eine oder zwei Wochen und das war es dann wieder, altes Muster. Workaholic trifft es wohl in Teilen. Hab mir aber geschworen, wenn es mit der Schwangerschaft klappt dass ich auf jeden Fall Elternzeit nehme und eventuell sogar auf 80% Arbeitszeit reduziere wenn es finanziell machbar ist… dann lieber das Haus auf 15 Jahre abzahlen

edit: Der Tag danach ist das schlimme. Also von dem her Rausch und Kater…
 
ich glaub das zieht sich bei @no0bY aber durch sein ganzes Leben, als er gepostet hat wie schnell er das Haus abzahlen will da haben hier auch alle gestaunt weil es viel zu ehrgeizig ist. Da macht er sich allein dadurch schon so viel Druck.....
 
Die 13h waren gestern kein Problem, weil ich einfach super was wegschaffen konnte vor dem Urlaub. Dass das auf Dauer nicht so gesund sind, weiß ich auch. Nur die Erkenntnis hält dann wieder eine oder zwei Wochen und das war es dann wieder, altes Muster. Workaholic trifft es wohl in Teilen. Hab mir aber geschworen, wenn es mit der Schwangerschaft klappt dass ich auf jeden Fall Elternzeit nehme und eventuell sogar auf 80% Arbeitszeit reduziere wenn es finanziell machbar ist… dann lieber das Haus auf 15 Jahre abzahlen

edit: Der Tag danach ist das schlimme. Also von dem her Rausch und Kater…
Nicht böse gemeint, aber wenn ich mich richtig erinnere, hast du dir Ähnliches schon ein paar Mal geschworen.

Wenn du selbst schon einsiehst, dass der Begriff "Workaholic" wohl zumindest teilweise passt, dann such dir Hilfe. Aus einer Sucht kommt man nicht alleine raus, auch nicht aus dieser. Was bringts dir, wenn du die Arbeitszeit auf dem Papier auf 80% reduzierst und trotzdem Überstunden machst, wenns die Stimme in deinem Kopf sagt, dass es jetzt ja super ist, das alles wegzuschaffen. Dann hast du ja morgen mehr Zeit. Nur noch das eine Mal...

Wenn das wirklich krankhaft ist, wird dich auch eine Schwangerschaft deiner Frau und auch nicht der Nachwuchs a raus bringen.
Ich wünsche es dir, dass es klappt, aber sorg doch dafür, dass es sicher so wird und nicht hofft, dass sich einfach so etwas ändert.
 
Ich verstehe ohnehin nicht, was man davon hat, ein Haus unbedingt früher abzubezahlen und sich dafür kaputt zu schuften. Was ist wenn man später schwer erkrankt, was einen immer treffen kann oder gesundheitliche Folgen DURCH dieses Abschuften hat? Dann bringt einem das Geld oder die Zeit auch nichts mehr wenn man es nicht richtig nutzen kann. Wie will ich dann z.b. reisen wenn ich gesundheitlich eingeschränkt bin?
Dann doch lieber 5 oder 10 Jahre länger abbezahlen mit moderater Rate (diese konstante Ausgabe hat ja nun mal fast jeder - egal ob Miete oder Rate fürs Haus) und ein "normales" Leben führen. Und zwischendrin schon Urlaube in bester Verfassung machen - um mal bei diesem Beispiel zu bleiben.
 
Nicht böse gemeint, aber wenn ich mich richtig erinnere, hast du dir Ähnliches schon ein paar Mal geschworen.

Wenn du selbst schon einsiehst, dass der Begriff "Workaholic" wohl zumindest teilweise passt, dann such dir Hilfe. Aus einer Sucht kommt man nicht alleine raus, auch nicht aus dieser. Was bringts dir, wenn du die Arbeitszeit auf dem Papier auf 80% reduzierst und trotzdem Überstunden machst, wenns die Stimme in deinem Kopf sagt, dass es jetzt ja super ist, das alles wegzuschaffen. Dann hast du ja morgen mehr Zeit. Nur noch das eine Mal...

Wenn das wirklich krankhaft ist, wird dich auch eine Schwangerschaft deiner Frau und auch nicht der Nachwuchs a raus bringen.
Ich wünsche es dir, dass es klappt, aber sorg doch dafür, dass es sicher so wird und nicht hofft, dass sich einfach so etwas ändert.
In meiner Familie und meinem Leben gibt es sowas wie psychologische Hilfe / Beratung nicht. Dementsprechend schwierig ist es, das in meinem Kopf auch wirklich zu festigen. Auch wenn der Gedanke schon ab und zu mal aufblitzt. (Trotzdem ist es ein gutes Umfeld, auf das in allen Belangen 100% verlass ist. Nur in Psychologischen Themen ist die Einstellung halt Ultra konservativ.)
 
Ich verstehe ohnehin nicht, was man davon hat, ein Haus unbedingt früher abzubezahlen und sich dafür kaputt zu schuften. Was ist wenn man später schwer erkrankt, was einen immer treffen kann oder gesundheitliche Folgen DURCH dieses Abschuften hat? Dann bringt einem das Geld oder die Zeit auch nichts mehr wenn man es nicht richtig nutzen kann. Wie will ich dann z.b. reisen wenn ich gesundheitlich eingeschränkt bin?
Dann doch lieber 5 oder 10 Jahre länger abbezahlen mit moderater Rate (diese konstante Ausgabe hat ja nun mal fast jeder - egal ob Miete oder Rate fürs Haus) und ein "normales" Leben führen. Und zwischendrin schon Urlaube in bester Verfassung machen - um mal bei diesem Beispiel zu bleiben.
Naja, nur weil ich weg bin heißt das ja nicht, dass alles zu Ende ist. Ich hinterlass ja in dem Fall eine Frau, Vlt Kinder. Außerdem bin ich die letzten 15 Jahre (naja, eher die 10 Jahre vor fünf Jahren) fast ständig durch die Welt gereist, mehrfach USA, Japan, Thailand, Kambodscha, Vietnam, Korea, Europa fast komplett… hab meine Fortbildungen nebenbei gemacht, Zertifikatslehrgänge, ein Masterstudium mit sehr gutem Abschluss… und Vollzeit gearbeitet. Ist nicht so dass ich was verpasst hätte. Und diese Einstellung - im englischen würde man Hustle sagen - hat sich da halt gefestigt. Wenn das Haus dann abbezahlt ist, wird auch wieder genügend Geld für andere Sachen frei.
 
In meiner Familie und meinem Leben gibt es sowas wie psychologische Hilfe / Beratung nicht. Dementsprechend schwierig ist es, das in meinem Kopf auch wirklich zu festigen. Auch wenn der Gedanke schon ab und zu mal aufblitzt. (Trotzdem ist es ein gutes Umfeld, auf das in allen Belangen 100% verlass ist. Nur in Psychologischen Themen ist die Einstellung halt Ultra konservativ.)
Kann ich nachvollziehen. Mein Dad würde das wohl ähnlich sehen und ich bin auch so aufgewachsen, dass man sich "halt mal zusammenreißen" soll, wenns nicht gut geht. Hab mit meinen eltern auch ein super Verhältnis, aber diese Sicht auf psychische Erkrankungen ist halt in der Boomer-Generation sehr verbreitet. Und wenn dann noch der Arbeitsethos davon berührt ist, sieht der typische deutsche Boomer sowieso rot :D

Aber das können wir in unserer Generation doch abschütteln, wir sind da ja viel aufgeklärter und wissen, dass Erkrankungen der Seele genauso dramatisch und schwerwiegend sein können wie Erkrankungen des Körpers.
 
Naja, nur weil ich weg bin heißt das ja nicht, dass alles zu Ende ist. Ich hinterlass ja in dem Fall eine Frau, Vlt Kinder. Außerdem bin ich die letzten 15 Jahre (naja, eher die 10 Jahre vor fünf Jahren) fast ständig durch die Welt gereist, mehrfach USA, Japan, Thailand, Kambodscha, Vietnam, Korea, Europa fast komplett… hab meine Fortbildungen nebenbei gemacht, Zertifikatslehrgänge, ein Masterstudium mit sehr gutem Abschluss… und Vollzeit gearbeitet. Ist nicht so dass ich was verpasst hätte. Und diese Einstellung - im englischen würde man Hustle sagen - hat sich da halt gefestigt. Wenn das Haus dann abbezahlt ist, wird auch wieder genügend Geld für andere Sachen frei.

Denke, man verurteilt schnell. Wenn du schreibst, du hast nichts verpasst fällt mir spontan ein - doch, das Leben. Neben Arbeit und Studium gibts ja noch paar andere Dinge, aber das ist außenstehend vielleicht unfair.
Den Kompromiss muss man selber finden, 13h ist auf jeden ungesund. Auch das Leben der Arbeit unterzuordnen. Es ist einfach Fakt, dass man noch so hart schuften kann, wenn man weg vom Fenster ist, ist man weg. Um die Ecke gibts ein neues. Niemand ist unersetzbar, niemand, auch wenn man denkt.

Und Kohle zu hinterlassen ist ja schön, aber hey, du hast nur ein Leben. Warum willst was andern hinterlassen und dafür selber drauf gehen? Was hat man davon? Nen toten Dad? Check ich nicht. würde die Bude auch schneller abbezahlen, könnte mehr arbeiten, härter…der Preis ist aber, das Leben zu verpassen. In der Bude oder auf der Arbeit zu hocken, ist nicht meine Definition. Den heutigen Tag gibts nur einmal. Dieses ständige aufschieben auf „später“ von wichtigen Momenten im Leben. Will nicht wissen viele auf das Großwerden ihrer Kinder verzichten.

Kenn auch Workaholics, welche lieber auf der Arbeit als sonst wo sind und schön mit dem dicken Porsche protzen. Fällt mir nur eins ein: LOL.
 
Kann ich nachvollziehen. Mein Dad würde das wohl ähnlich sehen und ich bin auch so aufgewachsen, dass man sich "halt mal zusammenreißen" soll, wenns nicht gut geht. Hab mit meinen eltern auch ein super Verhältnis, aber diese Sicht auf psychische Erkrankungen ist halt in der Boomer-Generation sehr verbreitet. Und wenn dann noch der Arbeitsethos davon berührt ist, sieht der typische deutsche Boomer sowieso rot :D

Aber das können wir in unserer Generation doch abschütteln, wir sind da ja viel aufgeklärter und wissen, dass Erkrankungen der Seele genauso dramatisch und schwerwiegend sein können wie Erkrankungen des Körpers.
Immer wieder lustige Diskussionen.

Wir haben aktuell auch einen Kredit für unser Haus, machen nach einem großen Projekt in der Arbeit 2025 paar Monate sabbatical.

Weiß auch jeder der älteren Generation besser, dass das ja gar nicht geht finanziell. Die wissen immer alles besser, arbeiten arbeiten arbeiten. Teils komme ich mir so vor, dass ich mich rechtfertigen muss warum wir schon Widder urlaub nehmen. (knapp 25 zusätzlich freie tage pro jahr dank Zeiterfassung und ZAG)

Mittlerweile sagen sie aber gott sei dank, ihr wisst schon was ihr macht. Dass Arbeit, Loyalität zum AG ned mehr alles im Leben ist, scheinen sie so langsam zu verstehen. Laaaaaangsam.

Aber wie du sagst, dass es gesünder ist weniger zu arbeiten und man doch recht produktiv sein kann, werden sie nicht verstehen. Ähnlich wie die Einstellung, dass man wenig oder gar kein Fleisch ist. Dann soll man sich was gutes tun und mal wieder Schwein essen :lachweg:

Der größte Dreck der aufn Teller landen kann.
 
Zurück
Oben