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Der Politikthread (2 Betrachter)

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Soviel ich gelesen hab, ist das so zulässig, wie Fr. Lambrecht das gemacht hat.
Also kann man auch nicht unterschiedlicher Auffassung sein... OK, man KANN es schon, aber die Argumentation ist dünn, wenn die Beschuldigte sich nicht außerhalb der wohldefinierten Regeln bewegt hat...

Und ob das jetzt ihr Sohn gezahlt hat oder sie... Wie jede Person kann sie mit ihrem Privatvermögen machen was sie will. Das geht uns rein gar nichts an.
Und für die eigenen Kinder Dinge zu zahlen ist jetzt nichts, was irgendwie abnormal ist. Ich bin fast 40 Jahre alt und verdiene gutes Geld und trotzdem zahlen meine Eltern oft Dinge, wenn wir was zusammen unternehmen - Essen gehen oder sowas. Da bestehen sie einfach drauf, ist ihr Selbstverständnis als Eltern.

Und ich werde das mit meinen Kindern auch mal so halten.
Wie gesagt, ich würde so etwas niemals tun - schon gar nicht 7mal. Völlig egal, ob das zulässig ist oder nicht. Im Wesentlichen scheint diese Regelung ja für Journalisten o. ä. zu gelten. Ob ich dann Familienmitglieder mitnehmen muss, ist für mich eine Frage des Kodex. Wie weltfremd muss man nebenbei sein, dass man als Politikerin im Rampenlicht so ein Geschmäckle in Kauf nimmt? Ich kann doch nicht damit rechnen, dass das nicht irgendwann nicht zum Thema wird. Nicht alles, was ich darf, sollte ich als Politiker auch machen - da gehört schon eine gewisse Sensibilisierung dazu. Meine Meinung
 
Wie gesagt: Ich seh da kein Problem, kein Geschmäckle.

Wirklich, ich kann den Wirbel nicht mal ansatzweise verstehen...

Und es zählt nun mal kein "Kodex" (was auch immer das sein soll, denn du bestimmst den nicht), sondern Verordnungen, Gesetze und Richtlinien. Und gegen die hat sie nun mal anscheinend nicht verstoßen. Und auch sonst hat das Verhalten niemanden Geld gekostet. Da ist ne Person mehr in nem Heli geflogen und dafür wurde extra Geld gezahlt. Where's the fucking problem.
 
Wie gesagt: Ich seh da kein Problem, kein Geschmäckle.

Wirklich, ich kann den Wirbel nicht mal ansatzweise verstehen...

Und es zählt nun mal kein "Kodex" (was auch immer das sein soll, denn du bestimmst den nicht), sondern Verordnungen, Gesetze und Richtlinien. Und gegen die hat sie nun mal anscheinend nicht verstoßen. Und auch sonst hat das Verhalten niemanden Geld gekostet. Da ist ne Person mehr in nem Heli geflogen und dafür wurde extra Geld gezahlt. Where's the fucking problem.
Es wurde noch nicht gezahlt. Das holt sie bzw. er jetzt aber bestimmt schnell nach.

Ich darf mir auch während der Amtszeit ne Villa kaufen oder mir den Einkaufswagen im Lockdown mit Klopapier vollstopfen, oder abends besoffen durch die Straßen laufen - alles rechtlich i. O. - machen würde ich das als Amtsträger trotzdem nicht ;) Und da fangen die Beispiele erst an. Aber egal…
 
Das ist mir alles so fumpe. Wenn der Heli jetzt extra für den Sohnemann gerufen worden wäre... völlig andere Sache. Aber wenn der mitfliegt und es dann auch noch entsprechend abgerechnet wird, solln sie das gerne so machen und auch gerne wieder. Interessiert mich nicht die Bohne.

Da soll mal wieder jemand fertig gemacht werden, und wahrscheinlich finden das einige halt grad bei ner Frau auch noch megageil. Nix für mich.
 
Ein ukrainischer Cyberangriff auf ein russisches Besteuerungssystem hat nach Angaben Kiews zu einer Störung des Vertriebs von Alkohol in Russland geführt. Seine Regierung habe entschieden, dass die Menschen in Russland angesichts der vom Kreml verbreiteten „Propaganda“ „nüchtern“ sein müssten, sagte der ukrainische Digitalminister und stellvertretende Regierungschef Mychailo Fedorow am Mittwoch scherzhaft beim virtuellen Paris Cyber Summit, einer internationalen Konferenz von Cybersicherheitsexperten.
https://www.tagesspiegel.de/politik...lkohol-vertrieb-in-russland-aus/28327354.html

:lachweg:
 
https://www.zeit.de/kultur/2022-05/...ladimir-putin-ideologie-boris-groys-interview

Aufschlußreiches Interview mit einem russisch-deutschen Philosophen über die historischen Wurzeln des russischen Nationalismus. Wie man sich seit Anbeginn der russischen Kultur am Westen abarbeitet und sich nicht erst seit gestern als den wahren Westen betrachtet. Das ist eine Perspektive, die mir bisher gefehlt hat, um die russische Ideologie verstehen zu können:

Groys: Diese Diskussion geht ins 19. Jahrhundert zurück. 1829 schrieb Pjotr Tschaadajew – auf Französisch – seinen Ersten philosophischen Brief, der 1836 dann auf Russisch erschien. Tschaadajew sah in Russland ein kulturelles Niemandsland. Alles, was man an Kultur habe, sei vom Westen übernommen. Und das leider nicht einmal richtig. Denn im Land herrsche überall noch ein Ressentiment gegen den Westen. Die kritische Reaktion auf Tschaadajew war gewaltig. Die Kritiker nahmen dabei vor allem Bezug auf die Trennung zwischen Ost- und Westkirche im Jahre 1054 als jenen historischen Punkt, an dem die eigenständige russische Kultur entsteht – und zwar direkt in der Opposition zum Westen. Und die ist interessanterweise bis heute ein großes Thema für die russische Staatsideologie. Demnach verwalte Russland das Erbe von Byzanz. Und Byzanz galt hierbei als das wahre römische Reich, die Zaren als die wahren Nachfolger Cäsars, die Orthodoxie als der wahre Glaube. Deshalb sei Russland, so die Kritiker Tschaadajews, der einzig verbliebene Ort der Wahrheit in der Welt. Seit diesen Reaktionen hat sich ideologisch nicht viel verändert. Auch heute sehen viele Russland als das zeitgenössische Byzanz, als Hort des wahren Christentums – und den Westen als Feind, der mit seinen Kreuzzügen Konstantinopel zerstörte und jetzt sein Erbe zunichtemachen will. Wenn man nun aber fragt, was dieses Erbe denn genau ist, weiß man dazu wenig zu sagen. Man weiß, wer der Feind ist und dass man gegen ihn irgendwas verteidigen soll, aber was das exakt ist, weiß man nicht.

Groys: Das hat damit zu tun, dass Russland immer der bessere Westen sein wollte, nicht der eigentliche Westen. Verteidigte man schon Byzanz als das wahre Erbe Roms, wird auch der heutige Westen als dekadente Verfälschung seines ursprünglichen Selbst gesehen. Als 1935 in Paris der internationale Schriftstellerkongress zur Verteidigung der Kultur aufrief, bemerkte Stalin, der Westen zeige sich unfähig, das große westliche Erbe zu verteidigen. Deshalb sei es nun die Aufgabe der Sowjetunion, dies zu übernehmen. Dementsprechend wurde auch in den Schulen der Sowjetunion gelernt, diese sei das Ergebnis der besten westlichen Traditionen: von Aufklärung, Hegel’scher Dialektik, deutschem Idealismus, Adam Smiths wirtschaftlicher Analyse, westlichen sozialistischen Utopien. Schaut man sich die gegenwärtige Propaganda des russischen Regimes an, findet man Ähnliches: Letztlich verteidige man das Beste der westlichen Kultur. Der Westen selbst habe durch Multikulturalismus, LGBTQ-Ideologie und allgemeine Dekadenz nämlich seine Wurzeln verraten. Jetzt versucht Russland wieder einmal den wahren Westen zu retten. Hatte die Sowjetunion sich also als progressive Seite der westlichen Kultur verstanden, sieht sich das heutige Russland als ihre reaktionär-konservative Seite. In beiden Fällen versteht Russland sich selbst als den wahren Westen, den real existierenden Westen hingegen als pervertierten Westen.
 
Das kann aber auch nur funktionieren, solange Ewiggestrige die Strippen ziehen und diesen Mumpitz über Generationen weitergeben und aufrecht erhalten. So grundsätzlich, würd das alles wahrscheinlich keinen* jungen Menschen in Russland interessieren.




*) keinen im Sinne von "kaum einen"
 
Das kann aber auch nur funktionieren, solange Ewiggestrige die Strippen ziehen und diesen Mumpitz über Generationen weitergeben und aufrecht erhalten. So grundsätzlich, würd das alles wahrscheinlich keinen* jungen Menschen in Russland interessieren.




*) keinen im Sinne von "kaum einen"

Stimmt schon. Der fruchtbare Boden dürfte aber auch sowas wie ein kollektives Unterbewusstsein sein, das vielleicht jede Nation hat aufgrund der eigenen Geschichte hat.
 
Ob Strack-Zimmermann wirklich besser geeignet wäre, lasse ich mal dahin gestellt. Die hat sich auch erst vor zwei Jahren von einer Kommunalpolitikerin zur Verteidigungsexpertin gewandelt. Reden tut sie viel und Vielem kann ich auch zustimmen, aber Reden und Ministerin sein sind immer noch zwei verschiedene Dinge.
 
Die Frage wird sein, ob es noch eine große Rolle spielt, wer bei der Bundeswehr an der Spitze ist. Könnte sein, dass nach den ganzen Berateraffären und Zuständigkeitswechseln innerhalb der Behörde niemand mehr da ist, der die 100 Milliarden überhaupt noch effektiv einsetzen kann. Die Offiziere wissen sicher, was sie brauchen und wollen, aber diese Wünsche in einen ordentlichen Ausbau zu lenken dürfte schwer werden.
 
Klar, Wünsche haben sie Alle. Was davon aber auch wirklich sinnvoll und nötig ist, muß nicht das Gleiche sein. Dazu kommen noch Auflagen zur Ausschreibung und Vergabe von Aufträgen, generelle Budgetgrenzen, verteidigungspolitische Einschränkungen, nationale, internationale und NATO-Verpflichtungen, ggf. auch noch eine irgendwie geartete EU-Armee, die Absprache zur gemeinsamen Anschaffungen von mehreren Länder und und und...

Ich würde daß nicht koordinieren wollen.
 
Die Frage wird sein, ob es noch eine große Rolle spielt, wer bei der Bundeswehr an der Spitze ist. Könnte sein, dass nach den ganzen Berateraffären und Zuständigkeitswechseln innerhalb der Behörde niemand mehr da ist, der die 100 Milliarden überhaupt noch effektiv einsetzen kann. Die Offiziere wissen sicher, was sie brauchen und wollen, aber diese Wünsche in einen ordentlichen Ausbau zu lenken dürfte schwer werden.

Das ist leider nicht BW exklusiv… Auf Bund und Länder Ebene geht so viel am eigentlich bedarf vorbei, das darf man keinem erzählen.
 
Ihr und dir ist aber schon klar dass grüne Energie die günstigste Energie ist?

Und das unsere Energiepreise gerade wegen unserer Nähe zu Russland der letzten Jahrzehnte explodieren? Das will sie halt nur nicht hören...

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Klar, Wünsche haben sie Alle. Was davon aber auch wirklich sinnvoll und nötig ist, muß nicht das Gleiche sein. Dazu kommen noch Auflagen zur Ausschreibung und Vergabe von Aufträgen, generelle Budgetgrenzen, verteidigungspolitische Einschränkungen, nationale, internationale und NATO-Verpflichtungen, ggf. auch noch eine irgendwie geartete EU-Armee, die Absprache zur gemeinsamen Anschaffungen von mehreren Länder und und und...

Ich würde daß nicht koordinieren wollen.

Das meine ich ja, diejenigen die Bedarf haben dürfen und sollen nicht die sein, die bestellen. Und das in Einklang zu bringen, dafür fehlen ihnen vermutlich die Leute in der Materialplanung^^
 
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