Mich regt das Urteil einfach nur so auf.
Netzneutralität ist ein technischer Begriff, ein Grundsatz, der verhindern soll, dass Dienste, die mehr Geld zahlen, bei der Datenübertragung im Internet auf Kosten anderer bevorteilt werden.
IMO ist es ein Witz, dass die Netzagentur, die "Verbraucherschützer" (ich fühle mich ausgesprochen wenig geschützt durch das Urteil) und der EuGH die Netzneutralität auch auf das Tarifliche erweitern und sagen, alle Daten müssen dem Verbraucher gleichermaßen in Rechnung gestellt werden.
Das ist nicht, wozu die Netzneutralität sinnvollerweise existiert.
Und auch die Begründung, dass das Urteil dazu führen wird, dass Verbraucher*innen einen VOrteil daraus ziehen und die Tarife bessrer werden...
Momentan kann ich so viel AUdio- und Videodaten unterwegs nutzen, wie ich will - ohne Mehrkosten. Das will ich sehen, dass auch nur ansatzweise so etwas in der neuen Tarifwelt kommen wird.
und klar, meine 12 GB reichen in normalen Monaten auch locker, wenn mein Spotify-Streaming im Auto angerechnet wird. Aber sobald es an Videodienste geht wird das nicht reichen, wenn man mal z.B. im Urlaub oder auf Dienstreisen mit ungenügender WLAN-Bandbreite VIdeos schauen will...
Da gibt es bei deutschen Providern einmal einen Dienst, der wirklich modern und einfach nur gut für Endkunden ist - ohne Nachteile. Und dann wird das mit Verweis auf den Verbraucherschutz gekappt.
Ein schlechter Witz ist das.