Es ist traurig dass Qualität und auch echte Seele und Liebe bei der Entwicklung nicht annähernd belohnt wird. Kein Wunder dass dann lieber schnell ein Games as a service und micro transactions versauter Multiplayer-Shooter zusammen geschustert wird, bei dem hinterher Firmen- und Mitarbeiter-Konten vor Kohle nur so platzen.
Bin echt gespannt wo wir in 10 Jahre in der Videospielbranche stehen.
Und ob SP-Story-Games vielleicht nur noch eine kleine Nische und Randerscheinung sind - und im AAA-Bereich aufgrund immer weiter steigender Entwicklungskosten und nur einmalig beim Verkauf vorhandener Einnahme gar nicht mehr zu finden sind.
Die "höher-schneller-weiter"-Mentalität wird der Videospielbranche vermutlich irgendwann tatsächlich zum Verhängnis werden, da jegliche Kreativität und Risikobereitschaft aufgrund der explodierenden Budgets komplett abgetötet wird. Ganz ehrlich, ich persönlich würde z.B. ein neues Witcher ohne zu Murren mit derselben Technik und Engine nehmen wie bei "Witcher 3". Dasselbe gilt für ein neues TombRaider oder z.B. DeusEx.
Überhaupt finde ich, dass die Spiele ab etwa 2015 ein technisches Niveau erreicht haben, welches sich imho auch heute noch sehen lassen kann. Es würde viel mehr Sinn machen, die Ressourcen auf gutes Writing und Storytelling zu konzentrieren anstatt auf immer bessere Technik und noch fotorealistischere Darstellung wie bei der Matrix-Demo. Gerade bei letzterem bin ich mir garnicht mal so sicher, ob mir die Richtung überhaupt gefällt. Ein Spiel sollte imho immer noch als Spiel erkennbar sein, aber das ist ein anderes Thema.
Irgendwie bewegen wir uns gefühlt aktuell zwischen zwei Extremen. Auf der einen Seite haben wir die gnadenlos auf Technik gebürsteten, hochbudgetierten und oftmals seelenlosen AAA-Produktionen, auf der anderen Seite finden sich dann wieder zahlreiche, zugegebenermaßen kreative Indititel, die dann aber oft in Pixelmatsch ersaufen und aussehen wie aus der SNES-Zeit. Irgendwas dazwischen wäre nice.