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Verteidigungsministerin Lambrecht - Waffen für die Ukraine sind „bereits auf dem Weg“

Die von Deutschland beschlossenen Waffenlieferungen an die Ukraine sind nach Angaben von Verteidigungsministerin Lambrecht bereits auf dem Weg. Die SPD-Politikerin sagte im Deutschlandfunk, es gehe in dieser Frage nicht um Tage, sondern um Stunden. Russlands Präsident Putin habe sich verkalkuliert.


https://www.deutschlandfunk.de/waffen-fuer-die-ukraine-sind-bereits-auf-dem-weg-102.html




Russland - Rubel verliert mehr als 40 Prozent an Wert

Die westlichen Sanktionen wegen des russischen Überfalls auf die Ukraine haben den Rubel auf ein historisches Tief gegenüber dem US-Dollar gedrückt.


https://www.deutschlandfunk.de/rubel-verliert-mehr-als-40-prozent-an-wert-100.html
 
Das wäre wirklich krass.

Irgendwie geben mir die ganzen Reaktionen ein stückweit den Glauben an die Menschheit zurück. Wieviel Staaten angesichts diesen Wahnsinns jegliche Eigeninterressen über Bord werfen um der Ukraine zur Seite zu stehen ist bemerkenswert. Wenn die Schweiz wirklich in die Richtung unterwegs ist, wäre das absolut historisch und ein weiterer Schulterschluss zwischen den Staaten die an Freiheit und Selbstbestimmung glauben. Mann darf die Ukraine natürlich nicht übermäßig hochjubeln, da da auch vieles im Argen ist bzw war und sie sich dort nicht mit Blumen pflücken beschäftigt haben. Aber die Ukraine ist mehr als ein Land dass gegen Russland kämpft. Das ist gerade ein Symbol. Werte des Westens gegen Diktatorische Schurkenstaaten von denen es schon viel zu viele gibt. Ich denke die Nato oder eher der "Westen" will hier auch absolut ein Exempel zur Abschreckung für die Zukunft schaffen. Und ich denke das gelingt ihm auch sehr gut und schiebt damit mögliche weitere Kriege derart durch dieses Handeln ein stückweit in die Zukunft. Und lernt hoffentlich selbst darauf, dass man eben immer auf solche Vorgänge vorbereitet sein muss.

Und dennoch tun mit die Menschen in der Ukraine einfach unfassbar Leid. Die Vorstellung dass die da seit Tagen in der U-Bahn hocken, wahrscheinlich mit Hubger und Durst zu kämpfen haben ist furchtbar. Das wird nicht mehr lange gut gehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nichts, ihm ist die Ukraine einfach ein Dorn im Auge und er dachte es wäre jetzt ein guter Zeitpunkt um damit durch zu kommen.

Genau das! Ich denke, er hat damit kalkuliert, dass Europa so zerstritten und Pandemie geschädigt ist, dass er sich die Ukraine "mal eben" im vorbeigehen holen kann. Dass der Westen plötzlich so zusammen steht und die Ukraine sich so wehrt, hat er null eingeplant.
 
Er hat halt in den letzten Jahren oft "vorgetastet". Sei es mit den Tschetschenienlkriegen, Krim, Unterstützung von Assad in Syrien oder Donezk und Luhansk.
Jedes Mal war die Empörung im Westen kurz groß, dann kam ein Schulterzucken "well, aaanyway wir hätten gerne NOCH mehr Erdgas, hier sind die Millarden" und Putin konnte weiter Geld verdienen.
Er unterlag nun der Fehleinschätzung, dass er das immer so weitermachen kann, dass bis auf symbolische und nicht schmerzhafte Klapse auf den Handrücken und dem weiteren Versuch, Russland durch wirtschaftliche Verflechtungen auf "unsere Seite" zu holen nix kommt.

Mich überrascht die absolut geschlossene und sehr harte Reaktion des Westens aber auch. Hier wurden so viele seit Jahrzehnten bestehende Grundprinzipien über Bord geworfen, nicht nur kurzfristig, sondern wohl langanhaltend.

Dazu kommt, dass die Ukraine wehrhaft ist (was aber wohl auch mit dem stümperhaften Vorgehen der Russen zusammenhängt, die überheblich dachten, man könnte mit zwei Hand voll strategisch gesetzter Raketen eine Invasion vorbereiten), auch damit hat man nicht gerechnet.

Putin steckt jetzt in einer doppelten Sackgasse. Erstens in der Ukraine, weil dort das Image der großartigen russischen Streitmacht dahinschmilzt, zweitens weil er sein Land international isoliert hat.
Der Westen hat die wirtschaftlichen Bande gekappt und ich weiß nicht ob Chinas zwischen den Stühlen sitzen noch lange hält. Denn aus ökonomischer Sicht ist Russland den Chinesen egal. Das ist ein kleiner Furz verglichen mit dem Wohlstand und dem Geld, das China durch die Beziehungen mit und uns den USA erhält. Und das wird denen auch Prio 1 sein.
Und auch wenn China ein ideologisch geprägter Staat ist, denen geht es um das Geld. Ohne die Exporte in den Westen hat China nichts. Das eigene Land ist zu groß und in weiten Teilen zu arm, um die monströse Produktionsmaschinerie auch nur im Ansatz füttern zu können.

Und mal schauen, ob noch in dieser Woche Sackgasse 3 dazukommt, wenn seine eigene Bevölkerung wütend wird, weil ihr Geld (und ihr Einkommen) plötzlich nix mehr wert ist und neben der westlichen Welt auch das eigene Volk aufsteht.
Die Staatspropaganda scheint ja auch nicht zu fruchten - wie denn auch. Da kann das Staats-TV noch so sehr die Putin-Narrative senden (müssen), wenn man sich im Internet anderweitig informieren kann ist das wertlos.
Und die Auswirkungen v.a. des Abschnitts der Staatsbank scheint desaströs zu sein, wenn man sich den Wert des Rubels anschaut. Der Leitzins wurde auch schon auf 20% gesetzt. Investitionen sind damit quasi unmöglich, weil unwirtschaftlich.
 
Putin steckt jetzt in einer doppelten Sackgasse. Erstens in der Ukraine, weil dort das Image der großartigen russischen Streitmacht dahinschmilzt, zweitens weil er sein Land international isoliert hat.
(...)
Und mal schauen, ob noch in dieser Woche Sackgasse 3 dazukommt, wenn seine eigene Bevölkerung wütend wird

So schön das grundsätzlich ist... nach wie vor sorge ich mich darum wie Putin da gesichtswahrend rauskommen soll. Wenn er das nämlich nicht kann wird er evtl. einen Weg nach vorne nutzen. Ein in die Ecke gedrängten Putin ist alles zuzutrauen. Wie auch immer das dann aussieht... Sorgen macht mir das schon.
 
Absolut - die Sackkassen werden auch immer enger. Auf der einen Seite ist das gut und wichtig und zeigt, dass er nur verlieren kann.
Auf der anderen Seite macht mir das Angst, denn Putin hat den Zerfall der UDSSR nie verkraftet und sein Traum ist es immer gewesen, dass er diese wieder als großer Herrscher vereint. Dieser Traum wirkt nun ferner denn je und leider sind frustrierte, alte Männer immer noch in der Lage auf rote Knöpfe zu drücken, wenn ihr Traum zerfällt.
 
Das glaube ich nicht.
Putin ist sicher skupellos und von Macht zerfressen, aber dass er wirklich Atomwaffen einsetzt und damit das Ende der ganzen Welt einläutet, das sehe ich nun nicht so. Aber Angst ist eben auch eine Art Waffe, die er gerne mal einsetzt. Aber er hat sich da in eine ziemlich dumme Position gebracht. Ich habe die Möglichkeit für eine Revolutionen oder einen Umsturz nie größer gesehen als das momentan der Fall ist.
Wenn er die Oligarchen verliert durch die festgesetzten Mittel und dann das Volk, dann kann das sein Ende bedeuten.
 
So schön das grundsätzlich ist... nach wie vor sorge ich mich darum wie Putin da gesichtswahrend rauskommen soll. Wenn er das nämlich nicht kann wird er evtl. einen Weg nach vorne nutzen. Ein in die Ecke gedrängten Putin ist alles zuzutrauen. Wie auch immer das dann aussieht... Sorgen macht mir das schon.

Putin ist ein Spieler, der sich verzockt hat und kein Ideologe. Es sollte für ihn gar keinen Weg geben, da gesichtswahrend rauszukommen, ausser dass er seinen Fehler eingesteht.
 
Putin ist ein Spieler, der sich verzockt hat und kein Ideologe. Es sollte für ihn gar keinen Weg geben, da gesichtswahrend rauszukommen, ausser dass er seinen Fehler eingesteht.

Und DAS wird meiner Meinung nach jetzt die große Kunst in der Diplomatie sein müssen: Wie kann man einen Frieden verhandeln und Putin nicht so dastehen lassen, dass er sein Gesicht verliert - ich glaube, dass alles andere nicht zum Erfolg führen wird.
 
Also wenn ich gestern den Blick seiner Generäle gesehen habe als er die alarmbereitschaft seiner abschrecktruppe bekannt gegeben hat kann ich nur schwer glauben dass da irgendwelche Knöpfe gedrückt werden. Die sahen irgendwie so gar nicht begeistert aus. Und gerade die russ. Militärs haben in der Vergangenheit schon mehr als einmal nen kühlen Kopf bewahrt wenn es um Entscheidungen nuklearen Ausmaßes ging.
 
So schön das grundsätzlich ist... nach wie vor sorge ich mich darum wie Putin da gesichtswahrend rauskommen soll. Wenn er das nämlich nicht kann wird er evtl. einen Weg nach vorne nutzen. Ein in die Ecke gedrängten Putin ist alles zuzutrauen. Wie auch immer das dann aussieht... Sorgen macht mir das schon.
Kann natürlich sein. Aber da kommt folgender Punkt ins Spiel:
Putin ist von seinem Machtapparat abhängig. Schauen die sich den sinnlosen und objektiv verrannten Egotrip noch lange an? Wird schon ein Putsch im Hintergrund vorbereitet?
Ich bezweifle, dass eine Flucht nach vorne, die mit mehr Aggressionen einhergeht aber auch zunehmender und nachhaltiger Isolation des Landes, noch lange Unterstützung des Kremls, der Oligarchen, de Armee und allen anderen hätte.

Und nochmal: Putin hat keinen roten Knopf an seinem Schreibtisch, der direkt mit den Silos der ICBMs verbunden ist. Selbst WENN er den Befehl für einen nuklearen Erstschlag geben würde (was imo nicht passieren wird), gibt es danach eine lange, lange Befehlskette, die von höchsten Regierungs- und Militärrängen über mittlere Ränge bis hin zu Soldaten und Ingenieuren an den Basen reicht. Die wird reißen, da alle Beteiligten wissen, dass sie mit der Weitergabe des Befehls oder dem Betätigen des Knopfes sich selbst, ihre Frauen und Männer, ihre Kinder, ihre Eltern und Freunde ebenfalls töten.
Das macht man nicht nur weil es ein Egomane aus nicht nachvollziehbaren Gründen befiehlt. Das macht man, wenn man sein Land und alles, was man liebt, dem sicheren Untergang geweiht sieht - durch einen nuklearen Ertstschlag z.B.). Daher ja das Prinzip der Mutual Assured Destruction, die einen Ersteinsatz von Nuklearwaffen von USA oder Russland aus rationaler und spieltheoretischer Sicht extrem unwahrscheinlich - quasi ausgeschlossen - macht. Es gibt keine Nuklearstrategie, die einen erfolgreichen Enthauptungsschlag bis zur Handlungsunfähigkeit des Gegners vor dessen massivem Vergeltungsschlag auch nur im entferntesten realistisch macht.

Und spätestens die Generäle haben nun mal - berufsbedingt - einen nüchternen und rational-realistischen Blick auf das Weltgeschehen und wissen, dass sie das komplett ohne Gefahrenlage machen würden.


Aber ja - wie momentan ein Waffenstillstand aussehen könnte - ich weiß es nicht.
Eventuell eine offizielle Anerkennung der Krim als russisches Gebiet durch die Ukraine - da gab es ja einen Vollksentscheid. Im Gegenzug Rückzug der Russen aus Donezk und Luhansk und die Zusage der Ukraine, keine NATO-Mitgliedschaft anzustreben und damit weiterhin als neutrale Zone zwischen NATO und OVKS zu bestehen.
Dazu Zusagen der westlichen Welt, in dem Fall die schlimmsten Sanktionen wie SWIFT oder Zentralbanks-Blockade aufzuheben.
 
Es gibt ja auch schon seit 1-2 Jahren die Gerüchte, dass Putin krank sei (also nicht geistig) und an Krebs und/oder Parkinson leiden könnte. Diverse Beobachter haben festgestellt, dass er zuletzt sehr aufgedunsen aussah, was für Cortison sprechen könnte, das bei solchen Krankheiten nicht unüblich sei.
Auch hier habe ich häufiger die These gelesen, dass Putin gerade deshalb versucht aktuell so eine Stärke zu zeigen, damit er intern nicht abgesägt wird.
 
Es gibt ja auch schon seit 1-2 Jahren die Gerüchte, dass Putin krank sei (also nicht geistig) und an Krebs und/oder Parkinson leiden könnte. Diverse Beobachter haben festgestellt, dass er zuletzt sehr aufgedunsen aussah, was für Cortison sprechen könnte, das bei solchen Krankheiten nicht unüblich sei.
Auch hier habe ich häufiger die These gelesen, dass Putin gerade deshalb versucht aktuell so eine Stärke zu zeigen, damit er intern nicht abgesägt wird.
Parkinson kann übrigens aggressiv und paranoid machen.
Und wenn man mal überlegt, was Putin auszeichnet(e), das war immer seine kühle, emotionsarme Art.
Habt ihr seine Wutrede vor Kriegsbeginn gesehen? Seine Stimme hat sich teilweise vor Wut überschlagen, er konnte seine Mimik kaum zügeln. Das war so gar nicht seine Art.
 
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