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Der "Ich könnte kotzen" Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

So, mein Dad ist ausm KH raus, ht gestern nen riesen Stent gesetzt bekommen (hab ein Bild im KH Bericht, sowas Langes hab ich noch nicht gesehen, dachte die seien immer klein).
Die Verengung war anscheinend auch mitverantwortlich für die Rythmusstörungen…. einen Herzinfarkt hatte er Gott sei Dank nicht und seit dem Stent sind wohl auch Puls und Blutdruck wieder i.o. ……. Herzleistung ist auch gut. Auf der einen Seite total erleichtert, auf der anderen Seite weiß ich dass meinem Dad das zu schaffen macht weil er immer stolz war so gesund zu sein.
 
Bei meinem LG Smart TV im Wohnzimmer ist heute einfach das Licht ausgegangen. Dunkelheit, Ton noch an. Leuchte ich mit einer Lampe an den Bildschirm, kann ich das Bild noch leicht erkennen.

Ganz toll. :wand:
 
Eigentlich sollte der Dezember ein schöner Abschluss eines richtig guten Jahres für mich werden. Zuerst die Resturlaubstage noch nehmen und für eine Woche nach Portugal (Lissabon + Porto) fliegen, dann noch zwei Wochen arbeiten und anschließend schöne Tage mit den Freunden und der Familie verbringen. Leider kam's dann doch anders.

Kurze Vorgeschichte:

Vor einem Monat bei einem Fussballspiel einen Ellenbogen auf meine Nase bekommen. Die tat ein paar Tage weh, wurde dann besser. Beim Arbeiten am Bildschirm hab ich bei schnellen Bewegungen mit dem Kopf ganz kurze "Schleier" im linken Auge durchziehen sehen. Hab mir nichts dabei gedacht, geht bestimmt wieder weg.

Vor zwei Wochen (Montag) dann also nach Lissabon geflogen. Stadt ist super, Hostel war absolut genial, wieder viele Leute aus der ganzen Welt kennengelernt. Mittwoch fing es dann an. Morgens aufgewacht und auf dem linken Auge quasi einen Gelb-Filter gehabt, konnte ich gut mit dem Blick auf's Handy beobachten. Da es Donnerstag nicht besser wurde, sondern nun in ein grau überging, ich also in Lissabon ins Krankenhaus. Wurde alles gecheckt = Netzhautablösung. Muss schnell operiert werden, könnten sie im Krankenhaus aber frühestens Montag oder Dienstag. Ich also gleich den Rückflug für Freitag gebucht, mit dem Augenarzt in DE bereits in Kontakt. Samstag morgen dann nach Freiburg in die Uniklinik gefahren, die mich direkt dort behielten und nachmittags gleich operierten. Montag wurde ich dann entlassen und seitdem gammel ich jetzt zuhause rum.

Schwellung vom Auge ist nun fast weg, die Sehkraft aber noch nicht zurück. Trage jetzt also meine Brille, mit der ich mit dem rechten Auge perfekt sehe, mit dem linken nur ca. 10%. Also alles extrem anstrengend. Außer Fernsehen fast nix möglich und bin fast nur am schlafen.

Eigentlich wollte ich diese Woche mit der Vorbereitung auf die Fußball-Rückrunde beginnen. Tja, wie das Leben so spielt.

Für den Arbeitgeber bzw. meine Kollegen ist es auch beschissen, da über die Feiertage natürlich Urlaube geplant waren. Bin auch erst seit Mai bei der Firma. Klar kann ich für den Ausfall nichts und mein Chef nimmt das auch noch sehr locker, aber hab da natürlich schon ein schlechtes Gewissen.

Am 22.12. hab ich wieder einen Kontrolltermin, ich hoffe bis dahin verbessert sich die Situation wieder ein wenig. Brauche dann ja auch neue Brillengläser/Kontaktlinsen, damit ich überhaupt wieder Auto fahren darf.

Naja, hoffentlich geht's dann im neuen Jahr wieder aufwärts.
 
Dienst von 8-18 Uhr inkl. Rufbereitschaft. Um 17:30 Anruf der Leitstelle, die Polizeiwache bittet um Unterstützung zur Suizidabklärung. Fahrtweg einfach 30 Minuten. Vorher noch den Kollegen an der anderen Dienststelle eingeladen, auch nochmal 30 Minuten Fahrtweg. Die Abklärung war dann nicht ganz so einfach... ich war um 23:00 Uhr erst auf dem Heimweg. 15 Stunden im Dienst, die letzten 5 Stunden durchgehend mit FFP2 Maske, nichts getrunken und gegessen. Um 0:00 wieder zuhause gewesen, gleich ins Bett weil am nächsten Tag ja wieder Kliententermine warten. Wieder ein Stresstag mit Nachbearbeitung des Einsatzes vom Vortag und anderen Sachen... Pause musste ausfallen, externe Krisen-Nachbearbeitung einer anderen Klientin. Um 18:00 Uhr zuhause... und aufgefallen dass man seit 32 Stunden nichts mehr gegessen hat...
Joar... läuft.
 
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Dienst von 8-18 Uhr inkl. Rufbereitschaft. Um 17:30 Anruf der Leitstelle, die Polizeiwache bittet um Unterstützung zur Suizidabklärung. Fahrtweg einfach 30 Minuten. Vorher noch den Kollegen an der anderen Dienststelle eingeladen, auch nochmal 30 Minuten Fahrtweg. Die Abklärung war dann nicht ganz so einfach... ich war um 23:00 Uhr erst auf dem Heimweg. 15 Stunden im Dienst, die letzten 5 Stunden durchgehend mit FFP2 Maske, nichts getrunken und gegessen. Um 0:00 wieder zuhause gewesen, gleich ins Bett weil am nächsten Tag ja wieder Kliententermine warten. Wieder ein Stresstag mit Nachbearbeitung des Einsatzes vom Vortag und anderen Sachen... Pause musste ausfallen, externe Krisen-Nachbearbeitung einer anderen Klientin. Um 18:00 Uhr zuhause... und aufgefallen dass man seit 26 Stunden nichts mehr gegessen hat...
Joar... läuft.

Was machst Du beruflich ?
 
Und bei so einem oben beschriebenen Einsatz besteht Gefahr, dass jemand Suizid begeht und du / ihr handelt dann entsprechend um dem entgegenzuwirken ?

Kann man grob so sagen.
In dem konkreten Fall hat die Polizei jemanden aufgegriffen bei dem sie evtl. befürchten muss dass eine akute Suizidalität vorliegt bzw. derjenige dies angekündigt/angedeutet hat. Wir kommen dann dazu und geben unsere Einschätzung der Lage ab nach der die Polizei dann handeln kann. Neben der Einschätzung können wir auch den Betroffenen ans Hilfesystem anbinden und weitere Hilfe/Maßnahmen anbieten bzw. veranlassen.

So ein Einsatz ist aber nicht zwingend an die Polizei gebunden... wir fahren auch akute Krisen direkt bei Klienten an und sind dann z.B. bei jemanden Zuhause. Dabei geht es nicht zwingend um Suizidalität, sondern alle psychosozialen Krisen die keinen Aufschub zulassen und sofortige Maßnahmen erfordern. Je nachdem wird dann Arzt/Rettungswagen/Polizei hinzugeholt... aber meist können wir die Situation selbst entschärfen und ans weitere Hilfesystem (z.B. unsere eigene Stelle am Sozialpsychiatrischen Dienst) anbinden.
 
Achso. Ich dachte, da wäre einer tot und Cannibal sollte untersuchen, ob er sich umgebracht hatte.
Is ja cool, dass Cannibal Menschenleben rettet.:dhoch:
Einer, der was wirklich sinnvolles macht, während ich im Büro hocke und die Welt sich auch ohne mich weiterdrehen würde. Dafür bekommt Cannibal bestimmt fast halb soviel wie ich am Monatsende.:ugly:
 
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