Du kannst dich doch auf das "Krebsgen" hin prüfen lassen, wurde bei meiner Frau auch gemacht, zum Glück negativ.
Kurzer Lagebericht meinerseits:
Die Chemozeit ist auch die Hölle, Nr. 1 war noch erträglich, lediglich die Schleimhäute wurden stark angegriffen, bei Nr. 2 kamen Carboplatin u. Docetaxel dazu, was dann zum völligen Knockout geführt hat. Ich habe meine Frau dann in der 2. Folgenacht reglos im Flur aufgefunden und direkt den Notarzt gerufen. Danach folgten dann 4 Tage Krankenhaus und ein paar Ruhe, bevor Chemo 3 anstand. Im Anschluss von Chemo 3 hatte sie unheimlich starken Husten, der anfängliche Verdacht auf Metastasen in der Lunge hat sich zum Glück nicht bestätigt, dafür eine Lungenentzündung, es folgte ein weiterer Krankenhausaufenthalt. Aufgrund der Lungenentzündung wurde Chemo Nr. 4 um eine Woche verschoben, nach Chemo 4 schwoll der portseitige Arm plötzlich stark an, es hatte sich eine Thrombose gebildet - wieder Krankenhaus.
Morgen stände Chemo 5/6 an, vermutlich wird diese aufgrund einer Erkältung verschoben. Dann folgt die Operation, danach Antikörpertherapie und tägliche Bestrahlungen, die lt. Aussagen anderer Patienten aber auch nicht wesentlich angenehmer sein sollen.
Die Kinder entwickeln sich trotz dessen prächtig. Meiner Tochter steht jetzt noch ein Kindergartenwechsel bevor, unser Großer hatte ein super Zeugnis und hat für Klasse 2 direkt das begehrte "Forderheft" von der Schule erhalten
An den guten Tagen lachen wir sehr viel, aber gerade die Rückschlänge in Form von Krankenhausaufenthalten - oder die abgelehnte Anmeldung der geplanten Familien-Brustkrebs-Reha -> der fortgeschrittene Krankheitsverlauf meiner Frau widerspricht dem Motto "gemeinsam gesund werden", sind schon hart.
Bei den Freunden hat sich die Spreu vom Weizen auch inzwischen getrennt, meine Schwiegermutter ist sehr aktiv, fiel in den letzten Wochen aber ebenfalls verletzt aus.
Hoffentlich wird 2022 besser.