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Der Politikthread

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"Ich" erwarte das auch nicht. Aber von den Linken wird halt sehr gerne mit den erhobenen Zeigefinger gewedelt bei solchen Themen.
Aber JETZT bei Scholz spielt es keine Rolle.... das finde ich einfach höchst amüsant.
 
Woran man sich mehr stört, muss natürlich jeder für sich entscheiden. :)

Was für Zeug hat eigentlich die JU geschluckt, das sie sich mit einer Reichsflagge abbilden lassen? Also ob das wirklich gegen einen Linksruck helfen soll...

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Was Scholz so gefährlich macht ist, dass er nicht einfach nur dämlich inkompetent ist wie Laschet oder die ganzen CSU Hansel. Scholz ist bewusst inkompetent, wenn es ihm und seinen Interessen oder der seiner Lobby dient - und gleichzeitig besitzt er keinerlei eigene Überzeugungen, daher auch "Scholzomat". So einen möchte ich eher nicht an der Spitze der Regierung haben.
 
Ist aber schon "etwas" länger her... ist von 2012
Aber so ist halt Social Media :)

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Woran man sich mehr stört, muss natürlich jeder für sich entscheiden. :)

Was für Zeug hat eigentlich die JU geschluckt, das sie sich mit einer Reichsflagge abbilden lassen? Also ob das wirklich gegen einen Linksruck helfen soll...

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Nochmal : für wen spielt es keine Rolle (die Linken reicht nicht) und was ist daran anders als bei anderen Kandidat*innen?

Dass bei Medien etc grundlegend das Gedächtnis eines Goldfischs vorliegt und Vorkommnisse vor ein paar monaten keine Rolle mehr spielen ist ja generell so.

Und wo wird Scholz als wahrscheinlicher Kanzler von "den Linken" beklatscht?
Was ich wahrnehme ist ein Arrangieren mit Scholz als kommendem Kanzler - eben ein Anerkennen der Realität. Und natürlich ist jede*r links ausgerichtete Mensch und Politiker*in froh, dass es nicht Laschet geworden ist. Einfach wegen den politischen Differenzen der Parteien.
Was will man denn machen? Beleidigt in der Ecke schmollen und die Chance einer linkeren und klimagerechteren Regierung sausen lassen? Es geht um deutlich mehr als Scholz, der ist nur ein einzelner Akteur.

Seine Verfehlungen gehen nicht weg und natürlich habe auch ich große Bedenken wegen Cum Ex etc. Aber es ist einfach die Realität, da bringt mosern auch nichts mehr.

Scholz ist inkompetent, Baerbock ist unerfahren, Laschet ist.... naja Laschet eben.
Aber die drei sind nun mal die möglichen Kandidat*innen. Und nochmal: wir leben nicht in einer Monarchie, Politik wird nicht von Einzelpersonen gemacht.
 
Stimmt. Allerdings hat sich der Amthor erst jüngst wieder mit mehreren Neos fotografieren lassen. Natürlich passiert ihm das stets ausversehen. :grins:
 
Merkel hat bewiesen, dass das über einen längeren Zeitraum nicht ganz stimmt. Sie hat über einen Zeitraum von anderthalb Jahrzehnten ihre eigene Partei kastriert, die Regierung und das ganze Land gleich mit.
Das stimmt. Merkel hatte ein Talent dafür, die komplette Union hinter "weiter so" gleichzuschalten. Aber gerade deswegen hoffe ich, dass alle anderen Parteien genau zugeschaut haben und eine ähnliche inhaltliche Aushöhlung ihrer Partei nicht auch wollen bzw im Fall der SPD die Chance wahrnehmen das wieder rückgängig zu machen. (Was die Union als Koalitionspartner wie gesagt ausschließen müsste)
Inhaltliche Debatten in einer Partei und in einem Parlament sind verdammt wichtig.
 
Was Scholz so gefährlich macht ist, dass er nicht einfach nur dämlich inkompetent ist wie Laschet oder die ganzen CSU Hansel. Scholz ist bewusst inkompetent, wenn es ihm und seinen Interessen oder der seiner Lobby dient - und gleichzeitig besitzt er keinerlei eigene Überzeugungen, daher auch "Scholzomat". So einen möchte ich eher nicht an der Spitze der Regierung haben.
Aber Themen aussetzen kann er wirklich auch gut :grins:

Die Grünen haben einen großen Fehler gemacht, Habeck nicht aufzustellen. Aber gut, so ist das wenn man einer Ideologie blind hinterherläuft.
 
Was Scholz so gefährlich macht ist, dass er nicht einfach nur dämlich inkompetent ist wie Laschet oder die ganzen CSU Hansel. Scholz ist bewusst inkompetent, wenn es ihm und seinen Interessen oder der seiner Lobby dient - und gleichzeitig besitzt er keinerlei eigene Überzeugungen, daher auch "Scholzomat". So einen möchte ich eher nicht an der Spitze der Regierung haben.

Welche Überzeugungen hat denn Merkel gehabt, ausser den Machterhalt? Ein Maß an Opportunismus gehört dazu. Das Rezo-Video zeigt sehr gut auf, wofür Laschet und die CDU steht. Was den Klimawandel angeht, ist eine Rot-Grüne Regierung die einzige Möglichkeit, das noch ernsthaft anzugehen. Eine Garantie dafür gibt es allerdings nicht. Ohne Druck der Zuvilgesellschaft wird es auch unter Rot-Grün nicht gehen.
 
Das stimmt. Merkel hatte ein Talent dafür, die komplette Union hinter "weiter so" gleichzuschalten. Aber gerade deswegen hoffe ich, dass alle anderen Parteien genau zugeschaut haben und eine ähnliche inhaltliche Aushöhlung ihrer Partei nicht auch wollen bzw im Fall der SPD die Chance wahrnehmen das wieder rückgängig zu machen. (Was die Union als Koalitionspartner wie gesagt ausschließen müsste)
Inhaltliche Debatten in einer Partei und in einem Parlament sind verdammt wichtig.

Ich frage mich allerdings, was genau du dir von einer (im Falle einer Beteiligung der Linken extrem) linken Regierung an Verbesserungen erwartest. Im weltweiten "Doing Business Index" befinden wir uns bei "Startung a business" weltweit auf Platz 125 von 190. Eigentumsregistrierung Platz 76. Investorenschutz Platz 61. Ich wage mal zu behaupten, dass sich das unter RGR nicht verbessern wird.

Dazu kommt, dass eine wahrgenommene Ungleichheit nicht immer auch die reale Ungleichheit widerspiegelt. Letztendlich wird nämlich schon jetzt extrem umverteilt - und das recht erfolgreich.

Nach der Wiedervereinigung ist die Verteilung der Haushaltsnettoeinkommen in Deutschland tendenziell ungleicher geworden. Dieser Trend wurde im Jahr 2005, dem Zeitpunkt der höchsten Arbeitslosigkeit und des Inkrafttretens der Agenda-Reformen, jedoch durchbrochen. Seither blieb die Ungleichheit beider betrachteter Einkommensarten weitgehend stabil (vgl. Abbildung 1). So lag der Gini-Koeffizient der äquivalenzgewichteten Markteinkommen 2017 bei einem Wert von 0,48. Ein ähnlicher Verlauf zeigt sich bei den äquivalenzgewichteten Haushaltsnettoeinkommen, dort lag der Gini-Koeffizient bei 0,29.

Ein Blick auf andere Staaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hilft bei der Einordnung dieser Kennzahlen (vgl. Abbildung 2). Der Gini-Koeffizient der Markteinkommen liegt bei den betrachteten Staaten im Jahr 2016 zwischen 0,39 und 0,54. In Deutschland herrscht also eine vergleichsweise hohe Ungleichheit bei den Markteinkommen vor. Bei den Nettoeinkommen liegt die Spannbreite der Gini-Koeffizienten innerhalb der OECD im Jahr 2016 zwischen 0,24 und 0,46. Deutschland befindet sich also relativ nahe am unteren Rand des Spektrums.

Die beachtliche Differenz der beiden Gini-Koeffizienten resultiert aus der staatlichen Umverteilung. Transferleistungen und Steuern senken die Einkommensungleichheit in Deutschland in einem hohen Maß. Im Vergleich zu anderen Ländern ist die Differenz zwischen den beiden Gini-Koeffizienten sehr groß und fällt nur in wenigen Ländern höher aus.

https://www.wirtschaftsdienst.eu/in...ung-und-der-zielgerichteten-umverteilung.html


https://www.wirtschaftsdienst.eu/in...rklichkeit-ein-internationaler-vergleich.html

https://www.doingbusiness.org/en/rankings

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Welche Überzeugungen hat denn Merkel gehabt, ausser den Machterhalt? Ein Maß an Opportunismus gehört dazu. Das Rezo-Video zeigt sehr gut auf, wofür Laschet und die CDU steht. Was den Klimawandel angeht, ist eine Rot-Grüne Regierung die einzige Möglichkeit, das noch ernsthaft anzugehen. Eine Garantie dafür gibt es allerdings nicht. Ohne Druck der Zuvilgesellschaft wird es auch unter Rot-Grün nicht gehen.

Merkel hatte auch nie Überzeugungen, das stimmt. Einer ihrer vielen Fehler. Aber sie war zumindest charakterlich ein "guter Mensch", etwas das auf Scholz definitiv nicht zutrifft :D.
 
Ich frage mich allerdings, was genau du dir von einer (im Falle einer Beteiligung der Linken extrem) linken Regierung an Verbesserungen erwartest. Im weltweiten "Doing Business Index" befinden wir uns bei "Startung a business" weltweit auf Platz 125 von 190. Eigentumsregistrierung Platz 76. Investorenschutz Platz 61. Ich wage mal zu behaupten, dass sich das unter RGR nicht verbessern wird.

Dazu kommt, dass eine wahrgenommene Ungleichheit nicht immer auch die reale Ungleichheit widerspiegelt. Letztendlich wird nämlich schon jetzt extrem umverteilt - und das recht erfolgreich.



https://www.wirtschaftsdienst.eu/in...ung-und-der-zielgerichteten-umverteilung.html


https://www.wirtschaftsdienst.eu/in...rklichkeit-ein-internationaler-vergleich.html

https://www.doingbusiness.org/en/rankings

Anhang anzeigen 143602
Du zitierst Dinge aus einer kalten, ökonomischen Sicht. Ich verstehe unter einer Verbesserung garantiert nix, was mit "doing business" zu tun hat.
Ich erwarte mir Verbesserungen im sozialen Gefüge, ein Kampf gegen die Einkommensschere bei der die sehr Reichen mehr leisten müssen, vor allem einen konsequenten Kampf für die Klimabilanz, bei der Kompromisse im Zweifel nicht zu Lasten der Umwelt, sondern zu Lasten der Verursacher gehen egal ob Privat oder Unternehmen. Wobei sich in meiner Sicht ALLES der Klimasache unterordnen MUSS. Denn das ist die große Aufgabe der Zeit, die gestemmt werden muss. Egal was sonst passiert

Und ja, mir ist klar, dass unser Sozialstaat im Vergleich schon recht gut ist. Aber er muss noch besser sein, die Schwachen noch besser schützen und auffangen.

Und denkst du nicht, dass Quellen aus dem Wirtschaftsdienst oder "doing business" eventuell eine einseitige Sicht auf die Gesamtlage haben könnten?

Ich weiß aber, dass wir da nicht zueinander finden werden, keine Angst :D

Aber ich denke absolut nicht, dass die Regierung im Gesamten bei einer Beteiligung der Linken direkt "extrem links" wird. Sie sind immer noch mit Abstand kleinster Partner in einer Dreierkonstellation und können die grundlegende Richtung von Rot Grün nicht dermaßen fundamental ändern. Wo die SPD tendenziell zu sehr in die Mitte ziehen würde, ziehen die Linken halt ein wenig dagegen. Halte ich für ne sehr gute Idee.
 
Merkel hatte auch nie Überzeugungen, das stimmt. Einer ihrer vielen Fehler. Aber sie war zumindest charakterlich ein "guter Mensch", etwas das auf Scholz definitiv nicht zutrifft :D.
Das stimmt.
Das große Ansehen von Deutschland international liegt zu großen Teilen an ihr.
Menschen im Ausland haben ja keine oder wenig Ahnung von tatsächlichen politischen Vorgängen im Land, aber wenn man das weglässt war Merkel einfach eine gute Vertretung unseres Landes auf der Welt.
 
Du zitierst Dinge aus einer kalten, ökonomischen Sicht. Ich verstehe unter einer Verbesserung garantiert nix, was mit "doing business" zu tun hat.
Ich erwarte mir Verbesserungen im sozialen Gefüge, ein Kampf gegen die Einkommensschere bei der die sehr Reichen mehr leisten müssen, vor allem einen konsequenten Kampf für die Klimabilanz, bei der Kompromisse im Zweifel nicht zu Lasten der Umwelt, sondern zu Lasten der Verursacher gehen egal ob Privat oder Unternehmen. Wobei sich in meiner Sicht ALLES der Klimasache unterordnen MUSS. Denn das ist die große Aufgabe der Zeit, die gestemmt werden muss. Egal was sonst passiert

Und ja, mir ist klar, dass unser Sozialstaat im Vergleich schon recht gut ist. Aber er muss noch besser sein, die Schwachen noch besser schützen und auffangen.

Und denkst du nicht, dass Quellen aus dem Wirtschaftsdienst oder "doing business" eventuell eine einseitige Sicht auf die Gesamtlage haben könnten?

Ich weiß aber, dass wir da nicht zueinander finden werden, keine Angst :D

Aber ich denke absolut nicht, dass die Regierung im Gesamten bei einer Beteiligung der Linken direkt "extrem links" wird. Sie sind immer noch mit Abstand kleinster Partner in einer Dreierkonstellation und können die grundlegende Richtung von Rot Grün nicht dermaßen fundamental ändern. Wo die SPD tendenziell zu sehr in die Mitte ziehen würde, ziehen die Linken halt ein wenig dagegen. Halte ich für ne sehr gute Idee.

Die Ökonomie ist aber immer die Basis für alles, was die Linken vorhaben. Wenn die Ökonomie nicht stimmt, bricht das schöne ideologische Gebilde der Linken zwangsläufig zusammen. Immer. Selbst die Schweden haben das vor vielen Jahren gemerkt. Und hinterher heißt es dann wieder "Das konnte ja keiner ahnen, das war nur nicht richtig umgesetzt. Neuer Versuch!"

Die Grünen ahnen das Desaster vielleicht jetzt schon, weshalb sie deutsche Staatsbürger steuerlich gern nach Nationalität statt Wohnort für immer in diesem Land einsperren würden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist wirklich die Tatsache die mich am meisten amüsiert - gerade von Linksorientierten Menschen wird ja immer gegen das Großkapital und unlautere Geschäfte am meisten mit dem erhobenen Zeigefinger gewedelt. Aber jetzt ist Scholz der große Heiland :clown: Cum Ex, Wartburg Bank, Wirecard scheint schnell vergessen zu sein :grins:
Lol für welche Linke soll denn Scholz bitte der Heiland sein? :ulgy:

Die SPD ist nicht links, die Grünen sind nicht links, Scholz ist schon Mal gar nicht links.
Und Übrigens: CumEx, Wirecard, G20, Brechmittelfolter... Dass man davon überhaupt jemals gehört hat und dass überhaupt darüber irgendwie gesprochen wird ist linker Kritik zu verdanken - von Links wurde das alles ganz und gar nicht vergessen, im Gegenteil. Von Links wird unermüdlich dafür gekämpft, dass diese Skandale persönliche Konsequenzen haben müssen.
 
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