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Der Politikthread

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Ist das so? Ich würde mal sagen eine gute Regierung regiert so, dass alle möglichst wenig zu klagen haben und selbst die Dinge, die einen belasten können, gleichzeitig eine individuelle Chance sein sollten, siehe Klimaschutz. Die Sozialisten haben es aber nicht so mit Chancen und individueller Freiheit, denn dann kann man das Ergebnis ja nicht voraussehen und der ganze schöne eigene Plan wäre vielleicht zunichte. Und Sozialisten lieben ihre Pläne mehr als alles andere. Wer dem Plan nicht zustimmt, muss sich ihm fügen. Siehe Mietendeckel in Berlin. Und dann dürfen alle dabei zuschauen, wie es grandios scheitert, und zwar genau so, wie Leute, die etwas davon verstehen, vorhergesagt haben.
Ich kann dir versichern, dass ich keine Schmerz leiden musste und deshalb wie alle anderen über den Verhältnissen gelebt habe, was die Klimakatastrophe betrifft.

Ich bin bereit für das Klima auf einiges zu verzichten oder tiefer in die Tasche greifen zu müssen, wenn dies für alle gleichermaßen gilt, die es sich wie ich leisten können.
Allein werde ich aber den Teufel tun und mein bequemes und vergnügliches Leben einschränken.

Ich bin in der privilegierten Situation, dass es mir egal sein kann, wie das Klima in 50 Jahren ist, da ich keine Kinder habe. Sollte es also 16 oder 32 Jahre so weitergeht wie bisher, lebe ich ein geiles leben.

Sollte sich etwas bedeutend änder, bin ich vorne mit dabei und unterstützte und befolge die Regeln.

Ich kann also am 26. September nur gewinnen.

Aber am Ende regiert nie eine Partei allein und alles wird verwässert.

Und ich finde eine gute Regierung denkt auch an die Generationen nach uns, dass es denen auch so gut gehen wird wie uns.
 
Wenn man immer zu denen gehört denen es gut geht egal wie schlecht es vielen anderen geht ist das natürlich immer "besser und das bessere System". :dhoch:

Es gibt immer Menschen, denen es besser geht als anderen. Wer glaubt das gleich machen zu können, der glaubt auch an Utopien. Die Lösung ist aber nicht, dass es einfach (fast) allen schlecht geht. Genau das passiert aber zwangsläufig immer in sozialistischen Systemen. Und bei rot rot grün wären alle drei Sozialisten ohne Gegengewicht in der Regierung. Linke und Grüne zu 100% und die SPD hätte zumindest keinerlei Problem damit, bei dem Quatsch mit zu machen.
 
Oh Mann, ich ertrage diese unreflektierte Feierei des "freien Marktes" nicht. Furchtbar. Rot-rot-grün am Start bedeutet direkt Verbote und Sozialismus, und allen geht es schlecht,, ist klar!

Dass dem nicht so sein wird, damit haben sich andere Leute fernab des Stammtisches schon beschäftigt und die Wahlprogramme der einzelnen Parteien analysiert.

Erkenntnis 1:
Wenn ein Paar mit 2 Kindern wählen geht, bekämen sie bei einem Bruttoeinkommen von 60.000 Euro im Jahr am meisten bei der Linke im Vergleich zur aktuellen Besteuerung.
csm_01_VeraenderungJE_570x480neue_Zahlen_5a995ba869.jpg


Erst ab 120.000 Euro Jahreseinkommen würde die Abgabenlast steigen. Was meiner Meinung nach gerade in Ballungsgebieten zu niedrig ansetzt, vor allem aufgrund explodierender Miet- und Immobilienpreise (freier Markt, knappes Angebot, teurerer Hausbau wegen Energievorschriften und weiterer Bürokratie, zuviel Bürokratie bis zur Baugenehmigung etc.). Also muss ich ab 120.000 Euro halt FDP wählen. Selber schuld, wer ärmer ist.


Wer die oben gezeigte Tabelle gerne ettwas ausführlicher betrachten möchte, folgt dem Link:
https://www.zew.de/fileadmin/FTP/ZEWKurzexpertisen/ZEW_Kurzexpertise2105.pdf?v=1625748330


Erkenntnis 2:
Der Staatshaushalt kann die Entlastungen für weniger einkommensstarke Haushalte tragen. Wenn die böse Vermögenssteuer käme. Damit dies funktioniert, müssen die Millionäre aber ab der ersten Million mit 1 % weniger über die Runden kommen, und ab 50 Millionen Euro Vermögen sogar mit 5 % weniger. Ein großer Einschnitt für den eigenen Lebensstil als aufgezwungene Solidarität für diejenigen, die es einfach nicht geschafft und eigentlich auch nicht verdient haben, im Vergleich zu jetzt entlastet zu werden.

Quelle: https://www.zew.de/presse/pressearchiv/wer-koennte-von-welcher-regierungsbeteiligung-profitieren

Bei CDU und FDP kommt die vermeintlich so wichtige "Schwarze Null" im Haushalt nur über ein angenommenes Wirtschaftswachstum.

Das zitierte ZEW hat auch für die Süddeutsche Berechnungen vorgenommen:
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/bundestagswahl-wahlprogramme-steuerpolitik-1.5347154
https://www.zew.de/fileadmin/FTP/ZE...ter_zur_ZEW-Kurzexpertise_05.pdf?v=1626117786

Erkenntnis 3: Wer CDU oder FDP wählt, sorgt (anhand der Wahlprogramme) dafür, dass die Kluft zwischen Arm und Reich noch größer wird.

Wer sich noch ein wenig mehr in das Thema einlesen möchte, dem empfehle ich folgenden Blog:
https://www.reiches-deutschland.de/

Anmerkung 1:
Hier geht es nur um die Betrachtung der Wahlprogramme. Mir ist bewusst, dass Steuereinnahmen von vielen wirtschaftlichen Faktoren abhängig sind, die in der Realität neue Fakten schaffen können, so dass die Berechnungsgrundlagen in den Wahlprogrammen nicht mehr aktuell sind. Hinzu kommt, dass keine Partei allein ihr Wahlprogramm durchsetzen kann (und will).

Anmerkung 2: Im Endeffekt läuft es für mich auf einen Punkt hinaus: Es wird allerhöchste Zeit, die ungesunden Verflechtungen von Politik und Wirtschaft zu entknoten, den Staat souveräner und handlungsfähiger zu machen (das hat nix mit Sozialismus zu tun, by the way), um neue Strukturen zu schaffen, in denen die Mehrheit der Menschen in Deutschland sorgenfrei leben kann. Das Kapital dazu wäre vorhanden. Leider sehe ich neben den nachweislich unfähigen Politikern in der Regierung auch ein Kompetenz- und Sympathie-Vakuum bei allen größeren nichtregierenden Parteien, denn so deutlich wie aktuell waren die Missstände dem Wähler noch nie aufgezeigt worden, so dass die oppositionellen Parteien eigentlich "Kapital draus schlagen" müssten.

Und am meisten graut es mir vor den alten CDU-Wählern, die sie wählen werden, weil sie ja vermeintlich wissen, was sie von der CDU bekommen werden, und lieber dieses "kalkulierte Risiko" wählen aus Angst vor vermeintlich großen Veränderungen.

Anmerkung 3: Ich rufe hier nicht dazu auf, rot-rot-grün zu wählen. Ich will lediglich aufzeigen, dass die Angst vor Sozialismus in diesem Zusammenhang einfach unbegründet ist.
 
Ich muss zugeben, dass ich inzwischen so Politikverdrossen bin, dass ich da sämtliche Illusionen verloren habe und es sehe wie Linda. Im Prinzip egal, lass die mal 4 Jahre machen und dann sieht man obs besser oder schlechter war. Was wir hier die letzten 2 Jahre erlebt haben an politischem Versagen und auch aktuell in Hinblick auf die Situation in Afghanistan ist einfach nur noch erbärmlich und zeigt einfach Parteiübergreifend, dass es letztlich nur um Ministerpostenschacherei und Co geht. Da denkt und interessiert sich doch letztlich niemand für "das Volk", geschweige denn, dass ein gewisser Weitblick für kommende Generationen herrscht und umgesetzt wird.

Was natürlich nicht nur Deutschland betrifft, sondern am Ende ja alle Länder. Macht es aber nicht besser. Und dadurch wird man am Ende doch wieder dazu gezwungen nur auf sich zu schauen und versuchen das Beste für sich und seine Familie zu machen. Irgendwelche Solidargedanken sind ja illusorisch. Und wir können hier Klimaschutz betreiben wie wir wollen. So lange nicht die gesamte Weltgemeinschaft mitzieht, ist das auch wieder nur ein Mückenschiss.
 
Oh Mann, ich ertrage diese unreflektierte Feierei des "freien Marktes" nicht. Furchtbar. Rot-rot-grün am Start bedeutet direkt Verbote und Sozialismus, und allen geht es schlecht,, ist klar!

Dass dem nicht so sein wird, damit haben sich andere Leute fernab des Stammtisches schon beschäftigt und die Wahlprogramme der einzelnen Parteien analysiert.

Erkenntnis 1:
Wenn ein Paar mit 2 Kindern wählen geht, bekämen sie bei einem Bruttoeinkommen von 60.000 Euro im Jahr am meisten bei der Linke im Vergleich zur aktuellen Besteuerung.
csm_01_VeraenderungJE_570x480neue_Zahlen_5a995ba869.jpg


Erst ab 120.000 Euro Jahreseinkommen würde die Abgabenlast steigen.

120.000 Euro Jahreseinkommen... bei der FDP nennt sich das "Geringverdiener". :D
 
Es gibt immer Menschen, denen es besser geht als anderen. Wer glaubt das gleich machen zu können, der glaubt auch an Utopien. Die Lösung ist aber nicht, dass es einfach (fast) allen schlecht geht.

Richtig, die Lösung wäre das es fast allen gleich gut gehen sollte, nur das es manchen dann halt etwas schlechter gehen würde als bisher und das können manche halt nicht akzeptieren und wehren sich mit Händen, Füssen und was sonst noch so alles geht an Verleumdung und Verteufelung damit das auch ja nie eintreten wird. :)
 
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Richtig, die Lösung wäre das es fast allen gleich gut gehen sollte, nur das es manchen dann halt etwas schlechter gehen würde als bisher und das können manche halt nicht akzeptieren und wehren sich mit Händen, Füssen und was sonst noch so alles geht an Verleumdung und Verteufelung damit das auch ja nie eintreten wird. :)


Das darf gern eintreten, aber nicht indem der Staat meint, er wüsste wie man das richtig verteilt. Der Staat sollte für alle faire Spielregeln aufstellen und die auch entsprechend durchsetzen. Mehr nicht. Dass das derzeit überhaupt nicht der Fall ist, darüber brauchen wir nicht streiten. Das wäre aber Aufgabe des Staates. Alles andere ist viel zu anfällig für Klientelpolitik, Ideologie und Ineffizienz.
 
Ich bin in der privilegierten Situation, dass es mir egal sein kann, wie das Klima in 50 Jahren ist, da ich keine Kinder habe. Sollte es also 16 oder 32 Jahre so weitergeht wie bisher, lebe ich ein geiles leben.

So optimistisch wie du, wäre ich gerne. Wir haben keine 10 Jahre mehr. Naturkatastrophen, Kriege, Krankheiten, Flucht von den Küsten ins Landesinnere...

Das ist alles os schlimm, das es tief sitzt. Egal wie "geil das Leben ist". Wenn du auf dein Lieblingsessen verzichten musst. Kein Strom oder Internet mehr hast und eben keinen Klimatisierten Bunker mit eigener Wasser und Stromzufuhr, wirst auch du darunter leiden müssen.

Ich ärgere mich einfach weil es offensichtlich war, und alternative Energieträger auch logisch die bessere Lösung darstellen. Ein Fokus auf Kohle und Gas haben es halt verzögert. Mehr nicht. Ich hoffe wir erleben noch das die Maschinen autonom die erneuerbare Energiewende schaffen.

In der Zukunft, leben dann alle Klimatisiert in ihren modernen Bunkern. Bisschen wie bei Death Stranding, nur ohne Boten.

Aber ich hab die Hoffnung nicht ganz aufgegeben das uns die Fusions-Ernergie hilft, den Kohlenstoff mit sehr sehr hohem Energieeinsatz aus der Luft zu filtern. Vielleicht wird dann doch noch alles gut.
 
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So optimistisch wie du bin ich dann doch nicht, denn an die technische Klimarevolution glaube ich sicher nicht.
Aber auch beim worst case werde ich die nächsten 20-30 Jahre gut durch kommen, so viel Optimismus habe ich für mich schon. Meine größte Hoffnung ist aber trotzdem, dass wir es alle nicht erst darauf ankommen lassen. Viel Zeit bleibt da aber nicht mehr, bis auch diese Hoffnung sich auflöst.
 
Mal ne peinliche Noob Frage, ich habe bisher immer die Briefwahlunterlagen direkt in den Briefkassen vom Bürgermeisteramt eingeworfen, das auf dem roten Briefumschlag angegeben ist. Die werden doch in der Briefwahlzeit den Briefkasten unter Beaufsichtigung von Wahlhelfern öffnen?
 
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