Die Anzeige wurde offenbar gar nicht zugelassen, aus Mangel an Beweisen kam es nicht zu einem Prozess. Er gilt deshalb juristisch als unschuldig und das ist auch vollkommen okay und im rechtsstaatlichen Sinne richtig so.
Vermutlich wird das auch mitunter ein Grund sein, warum er sich erst zu diesem Zeitpunkt äußert. Man sieht ja, welche Wirkmacht es hat sagen zu können, hey, das wurde juristisch geprüft und ihr habt es schwarz auf weiß dass ich unschuldig bin.
Man muss eben bedenken, dass hier jemand sich nach Monaten, teilweise Jahren das erste Mal öffentlich zu den Vorwürfen äußert. Luke Mockridge ist ein Medienprofi, wenn er es mit seinem lange vorbereiteten Statement nicht schaffen würde, die Sache nicht so darzustellen dass er damit die Sympathien auf seiner Seite hat, dann hätte er wahrscheinlich einfach weiter geschwiegen - das hat ja bislang auch ganz gut geklappt.
Die Message, dass sich da eine in Liebeskummer und emotionaler Verwirrtheit befindliche Ex-Freundin eine Lüge ersponnen hat, um es ihm heimzuzahlen, hat er erfolgreich gesetzt.
Das ist genau das, was er erreichen wollte und erreichen konnte. Mission Accomplished.
Wie gesagt, wenn man die andere Seite kennt, dann zeigt sich ein wesentlich differenzierteres Bild.
Im übrigen bleibt nicht nur an ihm etwas haften von dem Vorwurf, sollte dieser wirklich nur ersponnen und erlogen sein.
Das gleiche gilt andersrum für sie genauso. Angenommen es war so, wie sie es schildert (ich habe wie gesagt wenig Anlass das groß anzuzweifeln), dann muss sie ebenfalls mit den sozialen Folgen leben: zunächst einer toxischen Beziehung mit versuchter Vergewaltigung entkommen zu sein und im Anschluss auch noch als rachsüchtige Furie zu gelten.