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Der Boulevardpresse Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Es wird aber dahingehend relativiert. Bei Verkehrsunfällen sterben viel mehr Menschen, also sollten wir uns um gelegentliche Terrorakte keinen Kopf machen.

Ganz genau, ich versuche bewusst die durch den Terroranschlag entstandenen Schäden zu relativieren, weil ich im überproportionalen Reagieren auf derartige Anschläge nur Nachteile für Staat und Gesellschaft sehe.

Denn diese im Verhältnis zum Schaden überproportionale Reaktion von Staat und Gesellschaft ist ja gerade, was die Terroristen erreichen wollen. In dem man diese überproportinale Reaktion zeigt, trägt man also zum Erreichen des Zieles der Terroristen bei und schafft überdies einen Anreiz für weitere Anschläge.

Es wäre jetzt an dir zu argumentieren, worin du die Vorteile einer im Vergleich zum objektiven Schaden (Tote und Verletzte) überproportionalen Reaktion (wenn man etwa die jeweilige Stärke der Reaktion auf Tote und Verletzte durch Terrorakte, Verkehrsunfälle und Straftaten ohne terroristischen Hintergrund vergleicht) für Staat und Gesellschaft siehst.

Mir ist übrigens schon klar, dass eine Verhinderung dieser überproportionalen Reaktion auf Terroranschläge möglicherweise in unserer Gesellschaft nicht zu erreichen ist.

Würden wir diese überproportionale Reaktion auf Terroranschlage allerdings zumindest stark reduzieren können, gäbe es ziemlich sicher einen messbaren Rückgang an Terroranschlägen.

Naja der gesamte erste Absatz deines Postings.

@Osa-chan

Eigentlich nicht, eigentlich gar nicht. :)

Sonst müsstest du mir die genaue Wortfolge in meinem Posting nennen können, deren Sinngehalt besagt, dass "Terroranschläge [] ein (Verkehrs) unfall [sind]". Das wird dir nicht gelingen, weil ich nichts dergleichen geschrieben habe.

Es wäre auch absurd, so etwas zu behaupten, denn Verkehrsunfälle sind schon per Definition ein "ungewolltes Ereignis", ganz im Gegensatz zu einem Terroranschlag.
 
Spiegel Online meldet gerade, dass der/einer der Attentäter wohl bereits einmal wegen eines "Terrordelikts" verurteilt war. Da fragt man sich doch - wie auch bei dem Typen in Ostdeutschland - wie kann das sein? Ernsthaft, wie ist sowas möglich. Und dann wundern die sich, dass den Leuten der Kragen platzt.

der war bis Ende 2019 im Gefängnis weil er mit ein paar anderen in ein Terrorcamp im Ausland wollte
 
So wies aussieht ist die Situation um den Attentäter wohl die denkbar schwierigste:

- Österreichischer Staatsbürger mit Doppelstaatsbürgerschaft in Nordmazedonien.
- Eltern unauffällig
- radikalisiert und an der Ausreise nach Syrien um dort zu kämpfen gehindert
- Verurteilung und frühzeitige Entlassung

Was hätte der Staat denn machen sollen?

Ihn nach Syrien lassen damit er dort morden kann? Kann man nicht verantworten.
Ihm die Staatsbürgerschaft aberkennen und nach Nordmazendonie schicken? Rechtlich wohl nciht möglich und ich bezweifel, dass Nordmazedonien damit eine Freude hätte.
Ihn lebenslang vernacken? Auch nicht wirklich klasse... die Frühzeitige Entlassung spielt da keine Rolle in meinen Augen.

Im Endeffekt kann man da als Staat nur verlieren. Die Verurteilung hat sicher zur Entschlossenheit noch beigetragen, Deradikalisierung hat anscheinend nicht stattgefunden/gefruchtet.

Anstatt jetzt wieder auf Flüchtlinge hinzuhauen muss man sich IMO ganz genau anschauen wie der Typ überhaupt auf diese Bahn gekommen ist. Der berühmtberüchtigte politische Islam wird jetzt wieder in den Fokus rücken, ebenso die ganzen "Hinterhof Moscheen" samt ihren Hasspredigern.
 
Würden wir diese überproportionale Reaktion auf Terroranschlage allerdings zumindest stark reduzieren können, gäbe es ziemlich sicher einen messbaren Rückgang an Terroranschlägen.

Oder es folgen weit schlimmere Terroranschläge, um das Ziel des Terrorismus zu erreichen.

Wenn du mich fragst, geht deine Gleichung nicht auf.

Davon abgesehen erkennt man eine Häufung von Anschlägen in den letzten Wochen. Ich hätte es besser gefunden, wenn man sich mal in die Lage von Millionen Menschen versetzt hätte (wovon ein Teil zudem radikalisiert ist), statt Charlie Hebdo zum Politikum und Speerspitze der westlichen Meinungsfreiheit zu deklarieren. Plus dem "jetzt erst recht".
 
Terror in Paris: Diskussion im Politik-Thread.
Terror in Österreich: Diskussion im Boulevardpresse-Thread.

Das ist echt Situationskomik zur falschen Stunde.
Hab ich mir beim Ursprungspost auch gedacht, aber letztendlich isses ja egal. Vielleicht isses sogar positiv da es sich im Politikthread relativ schnell in eine ausufernde Debatte entwickelt.
 
Der berühmtberüchtigte politische Islam wird jetzt wieder in den Fokus rücken, ebenso die ganzen "Hinterhof Moscheen" samt ihren Hasspredigern.

Als ein Thema von mehreren auch völlig zu Recht. Und nicht nur in Hinterhof Moscheen. Dass ausländische Imame finanziert von der Türkei und Saudi Arabien in Europa beinahe ungestört praktizieren und radikalisieren dürfen ist nämlich ein beträchtlicher Teil des Problems.
 
Oder es folgen weit schlimmere Terroranschläge, um das Ziel des Terrorismus zu erreichen.

Genau! Denn wie wir wissen, halten sich Terroristen bei ihren Anschlägen bisher nobel zurück und versuchen nicht etwa ein Maximum an Schäden zu verursachen, sondern töten und verletzen gerade nur so viele Menschen, wie sie für notwendig erachten, um das gewünschte Maß an Aufmerksamkeit zu erhalten. Wie nett von ihnen!

Merkste selbst, oder? ;)

Schlimmere Terroranschläge gibt es wohl deshalb nicht, weil schlimmere Terroranschläge natürlich entsprechend schwerer durchzuführen sind und nicht weil sich die Terroristen zur Zeit noch freundlich zurückhalten, weil sie von uns mit weniger schlimmen Terroranschlägen auch genug Aufmerksamkeit bekommen.

Wenn du mich fragst, geht deine Gleichung nicht auf.

Ich denke halt im Gegenteil, dass sie sehr wohl aufgeht. Wenn so ein Terroranschlag mit 10 Toten nur die Aufmerksamkeit eines Reisebusunfalls mit 10 Toten von uns erhalten würde, dann bin ich ziemlich sicher, dass sich die Zahl der Terroranschläge deutlich verringern würde.

Aber hey, wir werden das wohl nie empirisch testen können und vermutlich nie wissen, wer von uns Recht gehabt hat.

Außer wir erleben noch, dass KI so weit entwickelt wird, dass sie uns das simulieren kann. :D

Davon abgesehen erkennt man eine Häufung von Anschlägen in den letzten Wochen. Ich hätte es besser gefunden, wenn man sich mal in die Lage von Millionen Menschen versetzt hätte (wovon ein Teil zudem radikalisiert ist), statt Charlie Hebdo zum Politikum und Speerspitze der westlichen Meinungsfreiheit zu deklarieren. Plus dem "jetzt erst recht".

Den Punkt kann man so stehen lassen, wobei halt die Frage ist, ob man die Meinungsäußerungsfreiheit nicht doch auch ab und zu durch ihre Ausübung verteidigen muss.
 
Es wäre jetzt an dir zu argumentieren, worin du die Vorteile einer im Vergleich zum objektiven Schaden (Tote und Verletzte) überproportionalen Reaktion (wenn man etwa die jeweilige Stärke der Reaktion auf Tote und Verletzte durch Terrorakte, Verkehrsunfälle und Straftaten ohne terroristischen Hintergrund vergleicht) für Staat und Gesellschaft siehst.

Ich finde, dass es einfach komplett an der Vergleichbarkeit fehlt. Einmal geschehen ungewollte Unglücksfälle und auf der anderen Seite wütet ein Irrer mit dem Vorsatz völlig unbeteiligte Mitglieder der freien Gesellschaft wegzuschnetzeln. Natürlich sind da das Interesse und die Resonanz eine völlig andere.

Aber ich reagiere eh immer etwas allergisch auf diese "Genau das ist doch, was die Terroristen wollen!"-Floskel. Man kann weder nachvollziehen, was da jeweils in dem maroden Hirn abgeht, noch wird das in den verschiedenen Fällen stets den gleichen Inhalt haben oder einer stringenten Logik folgen.


Ich hätte es besser gefunden, wenn man sich mal in die Lage von Millionen Menschen versetzt hätte (wovon ein Teil zudem radikalisiert ist), statt Charlie Hebdo zum Politikum und Speerspitze der westlichen Meinungsfreiheit zu deklarieren.

Jetzt weiß ich nicht, ob ich dich richtig verstehe...also was willst du nachvollziehen?

Da gibt es einfach Nullkommagarnix zu diskutieren.
Alleine, dass wir noch einen entsprechenden Straftatbestand haben, ist ein absoluter Witz und tiefste Steinzeit.

Keinen Fußbreit den Faschisten.
 
Der Terroranschlag hinterlässt nicht nur eine große Narbe in der Stadt und bei den Menschen, sondern wirft uns auch beim Thema Integration und Zusammenleben wieder um Jahre zurück. Teile der Bevölkerung und in Wien lebende Bürger werden wieder pauschal verurteilt und an jeder Ecke schief angeschaut werden. Da fühlt man sich dann halt auch nicht wohl und die Situation ist wieder Kanonenfutter für die rechten Idioten. :/
 
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