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Sehe ich komplett anders.Alles andere als eine Nominierung von Scholz wäre für die SPD unklug.
Das ist ja genau das Problem: die Partei nennt sich "Sozialdemokratische Partei Deutschland", traut sich aber nicht wirklich sozialdemokratische Politik zu machen aus Angst, dafür gibt es keine Mehrheiten?Ich denke allgemein, dass offen linke Parteien im konservativen Deutschland schlechte Karten haben.
ich finde das so nicht korrekt, auch wenn man es immer wieder hört. die spd schafft es vor allem anderen einfach nicht, eigene erfolge zu verkaufen. außerdem kann sie als juniorpartner auch nur begrenzt agieren. die erfolge die sie dafür aber vorzuweisen hat sind imo gar nicht so schlecht. insbesondere gegen einen partner wie cdu/scsu: sie hat immerhin mindestlohn durchgesetzt, kita-finanzierung, einwanderungsgesetz, ehe für alle, unterstützung bei der pflege von eltern und noch das ein oder andere mehr.Das ist ja genau das Problem: die Partei nennt sich "Sozialdemokratische Partei Deutschland", traut sich aber nicht wirklich sozialdemokratische Politik zu machen aus Angst, dafür gibt es keine Mehrheiten?
Auf so eine Partei kann ich persönlich gerne verzichten, die sich lieber als Fähnchen im Wind präsentiert als entschieden ihre politischen Ideale zu vertreten.
Und das ist es auch, was der SPD langfristig das Genick gebrochen hat.
Wie mit Esken und Borjans? Einem aufstrebenden Kühnert? Der neuen Nähe zur Linken?Sehe ich komplett anders.
Die SPD ist doch so irrelevant, weil sie nicht mehr als sozialdemokratische Partei zu erkennen ist. Ein Fiasko wird die nächste Wahl also so oder so, aber statt den Tiefpunkt zu nutzen um halt mal wieder ganz klar sozialdemokratische Position zu beziehen, macht man jemanden zum Kanzlerkandidaten, der für all das steht, warum sich die Partei im Sturzflug befindet.
Ein wirtschaftsliberaler Machtpolitiker als SPD-Kanzlerkandidat, darauf hat Deutschland gewartet! Nicht.
Das ist so ein "Wenn man SPD-Kanzlerkandidat auf Wish bestellt"-Move.
Ja, aber genau das muss die SPD vielleicht einfach mal kapieren?!So lange sich die Gesellschaft weiter so entwickelt, wie sie sich entwickelt, ist für die SPD einfach kein Platz, um auf mehr als 20% zu kommen.
mit scholz als parteichef würde die spd auch nicht besser dastehen und von dem charisma und dem selbstverständnis eines schröders kann er auch nur träumen.Die SPD hat viele Probleme, seit Jahren. Dass sie im Kern aber keine sozialdemokratische Politik machen, das sehe ich nicht so. Ohne SPD in der GroKo wäre es sicher weit weniger sozialdemokratisch in unserem Land.
Der letzte grosse Fehler der SPD waren NWB und Esken. Am Tag ihrer Wahl habe ich schon gesagt, dass die beiden ein weiterer Sargnagel für die Partei sind. Olaf Scholz muss halt jetzt schauen, dass er den Schröder-Effekt wiederholen kann. Das wird wahrscheinlich nicht für einen Wahlsieg reichen, aber vielleicht schafft man mehr als 10% und hat ggfls. doch Chancen auf Grün/Rot(/Rot).
Klar, das wäre eine Option, absolut. Ich will hier ja auch gar nicht den Anwalt der SPD spielen (obwohl ich immer noch Mitglied bei den Jusos binJa, aber genau das muss die SPD vielleicht einfach mal kapieren?!
Und sagen: wir holen lieber 13% mit einem starken, sozialdemokratischen Programm und können uns über die Jahre wieder Wähler*innenvertrauen erarbeiten, weil man sich auf uns als Partei verlassen kann. Das sind 13 % mit einer potentiellen upside, wie man im US-Sport sagen würde. Oder man holt die 13% als Wischi-Waschi-Partei ohne wirkliches Profil und Rückgrad mit einem verbrannten Machtpolitiker an der Spitze und überlegt vor jeder Wahl wieder aufs neue, wie man es schafft nicht noch mehr Wähler*innen zu verlieren.
).ich kann nachvollziehen, dass er es wird. da ich aber nicht glaube, dass die partei in ihrem jetzigen zustand auch nur irgendeinen erfolg hätte können sie ihn imo ruhig verbrennen. scholz gehört halt zu der bande an leuten, die die spd in den vergangenen 10-15 jahren an die wand gefahren haben. solange davon noch welche übrig sind wird es in der spd eh keine erneuerung geben.
mit scholz als parteichef würde die spd auch nicht besser dastehen und von dem charisma und dem selbstverständnis eines schröders kann er auch nur träumen.
Für mich ist die SPD mit ihm jedenfalls völlig unwählbar. Jede Woche fällt ihm ein neuer Schwachsinn ein, um dem Staat auf Kosten des Mittelstandes ein paar Taler einzubringen. Gerade diese Woche ist ihm eingefallen, dass man die 44 Euro im Monat an steuerfreien Sachleistungen für Arbeitnehmer ja stark einschränken müsste.
Das ist ihm schon im letzten Jahr aufgefallen![]()
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