The Blackcoat's Daughter aka February aka Die Tochter des Teufels aka Das Marketing hat doch Lack gesoffen (Blu-ray)
Sehr intensiver und atmosphärischer Horror-Thriller, wunderschön gefilmt und ohne spackige Jumpscares. Der Rahmen des Films ist ja eigentlich recht klein, aber die permanent bedrohliche Stimmung, das creepy Soundesign und die teils echt schaurigen Sequenzen waren wirklich super.
You're Next (Netflix)
Spaßiger Home-Invasion-Thriller mit 'nem coolen Twist. Hätte meiner Meinung nach zwar noch etwas blutiger sein können, die Kämpfe im Einzelnen waren jetzt eher schwach umgesetzt, aber das ganze Drumherum war wirklich mal was anderes.
Ghostland (Prime)
Recht stumpfe Gewaltorgie, trocken und hart, aber auch recht einfallslos und ohne große Überraschungen. Außerdem zu viele und abgedroschene Jumpscares. War okay, mehr aber auch nicht.
The Nightingale (Blu-ray)
Ziemlich brutaler Revenge-Thriller im interessanten Setting, wunderschön gefilmt und geschauspielt. Das Ende fand ich allerdings leicht unterwältigend, da hätte ich mir ein bisschen mehr "Revenge" gewünscht, auch wenn der Film hierfür seine Gründe hat. Kann man Aufgrund von gewissen Szenen allerdings auch nicht jedem empfehlen...
Furie (Netflix)
Viatnamesischer Martial-Arts-Streifen. Abgesehen von ein paar okayen Kampfszenen allerdings nur schwer zu ertragen. Die schmalzige Geschichte bewegt sich irgendwo auf Kinderbuch-Niveau. Hat mich so'n bisschen an "Revenge of the Warrior" erinnert, bei dem dieser ganze Drama-Kitsch mit dem Elefanten ebenfalls nur albern war. Wirkt mit seinem digital gefilmten Bild, den vielen künstlichen Lichtquellen und den teils recht einfach aussehenden Kulissen oft extrem billig. So'n bisschen wie die Kulissen im ersten The Raid.
The Revenant (Netflix)
2,5 Stunden Laufzeit muß man auch erst mal einplanen. Allerdings hat mich der Film am Ende auch nicht wirklich umgehauen. Aus filmischer Sicht, von seiner technischen und künstlerischen Umsetzung her auf jeden Fall beeindruckend, aber Story und Dramatik haben sich über weite Strecken doch eher schleifen lassen. Die Performance von Leo war okay, bestand größtenteils aber auch nur aus Grunzen und Stöhnen. Den Oscar hätte meiner Meinung nach eher Tom Hardy verdient, der war hier wirklich nur großartig.
Melancholia (Blu-ray)
Einziger Lars von Trier Film, den ich noch nicht gesehen hatte (zumindest von seiner Depression Trilogy). Ehrlich gesagt fand ich die erste Hälfe doch recht zäh und weitestgehend uninteressant. Man braucht zwar irgendwie ein gewisses Vorwissen über den Charakter von Kirsten Dunst, damit sie durch die zweite Filmhälfte eine andere Gewichtung bekommt. Aber mich persönlich hat dann doch eher die Spannung und das Drama in Verbindung mit dem Planeten interessiert. Das Ende war absolut großartig und überwältigend.
Us (Amazon Video im Angebot gekauft)
Gefiel mir weitaus besser als Get Out und den fand ich schon okay. Schön bekloppte Prämisse mit einer gesunden Portion Humor. Man darf allerdings auch nicht zu lange drüber nachdenken, sonst wird's einfach zu absurd.
The Clovehitch Killer (Prime)
Ganz kompetenter und spannender Indie-Serienkiller-Film mit Coming-of-Age Einschlag. Wer Bock auf die Thematik hat: "Junge verdächtigt seinen Vater ein langjähriger Serienkiller zu sein", sollte sich den auf jeden Fall mal geben. Gibt's umsonst bei Prime.
Hereditary (Blu-ray)
Wollte ich schon seit Ewigkeiten schauen, aber die Blu-ray war mir dann doch lange Zeit zu teuer und komischerweise auch eine ganze Weile vergriffen. Aber ein wirklich toller Horrorfilm, intensiv und ungemütlich, atmosphärisch dicht, mit teils richtig schaurigen Einstellungen und Sequenzen, aber ohne jeglichen Gebrauch von lausigen Jumpscares. Jetzt bin ich auf jeden Fall auf Midsommar gespannt.
Mandy (Blu-ray)
Ultrastylischer Streifen, irgendwo zwischen Musikvideo und Real-Life-Version des Heavy Metal Films. Overacting Cage in einer Rolle wie für ihn geschrieben und einem Soundtrack der alles abreißt. Von der Handlung her zwar der reinste Flachköpper, aber das Teil wütet dafür audiovisuell umso mehr. Schade dass der Vorgängerfilm des Regisseurs (Beyond the Black Rainbow) über die US hinaus anscheinend keinen Release gefunden hat.
The Vast of Night aka Die Weite der Nacht (Prime)
Absolut großartiger Film, der leider (trotz Amazon Original Bewerbung) schnell unter dem unübersichtlichen Schrotthaufen von Prime verschüttet wurde. Wer Bock auf einen atmosphärischen Alien-Mystery-Film im Stile der Twilight Zone hat, oder generell auf einen großartig umgesetzten Indie Film in diesem Genre, der sollte sich den echt mal geben. Man sollte allerdings kein Spektakel erwarten, oft hört man einfach nur zu und der Film besteht zum größten Teil aus Dialogen. Hat mich echt beeindruckt.
Blade Runner 2049 (Blu-ray)
Die Blu-ray liegt schon seit Release bei mir rum und der erste Blade Runner ist einer meiner liebsten Filme (10 von 10 wenn ich ihn bewerten müsste). Aber ich hatte immer irgendwie die Befürchtung enttäuscht zu werden und auch Angst davor, am Ende wie bei Alien mit Prometheus auch noch nachhaltige und rückwirkende Schäden davonzutragen. Wobei Villeneuve durch Arrival bei mir einen Sack voll Vorschusslorbeeren hat, aber man weiß ja nie.
Jedenfalls waren am Ende alle Befüchtungen verflogen und die fast 3 Stunden Laufzeit hätten nicht besser verlaufen können. Was für eine großartige und auch würdige Fortsetzung. Sie gesellt sich für mich nun nahtlos neben den Vorgänger in die Reihe meiner absoluten Lieblingsfilme.
Man of Steel (Netflix)
Edgy, gritty Superman legt alles in Schutt und Asche, dass man beim Zuschauen fast ein Trauma bekommt. Schreit und prügelt auf die Gegner ein, in einem einzigen Exzess aus Zerstörung und Wut, und dann wundert sich DC warum sie gegen Marvel abstinken? Ich hab den Batman v Superman vor langer Zeit mal auf Netflix geschaut, der war ebenfalls voll von Schwachsinn und lachhaft edgy, aber dort funktionierte es zumindest im Umfeld von Batman noch etwas besser. Füchterlich.
Cube (Netflix)
Seit Äonen nicht mehr gesehen, aber weitaus besser in Erinnerung gehabt. Meine Fresse wirkt der Film mittlerweile billig und gerade die Schauspieler sind dermaßen schlecht, besonders der "Bösewicht". Die Nachfolger hab ich allerdings schon damals als Schrott empfunden.