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Ausschreitungen in Stuttgart

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich habe gestern mal die Berichterstattung verfolgt und bin fassungslos - so eine Eskalation in einer deutschen Großstadt aus vermutlich nichtigem Grund hätte ich bis dato nicht für möglich gehalten! So eine sinnlose Zerstörungswut gegen Läden von u.a. kleinen Unternehmern, die eh schon wegen Corona um ihre Existenz fürchten müssen. Und wenn ich richtig informiert bin, zahlt auch eine Versicherung bei Vandalismus nicht für den Schaden. Was noch schlimmer ist, Stuttgart ist keine Mega-City also kann man davon ausgehen, das die Chaoten vielen der Geschädigten wahrscheinlich auch schon mal persönlich begegnet sind und auch in deren Läden eingekauft haben.
Was ist los mit den Leuten? Was ist los in unserer Gesellschaft?
 
Wer hat die Polizei "zu Freiwild erklärt"?

Es will mir nicht in den Kopf, wie man diese Zusammenhänge nicht sehen kann. Die gibt es scheinbar nur bei Rechten.

Laßt uns alle nur mal ständig schreien, wie scheiße doch die Polizei ist und das wir die gar nicht brauchen und sowieso alle Rassisten bei der Polizei sind. Das ist ja völlig legitim und hat keinerlei Auswirkungen. Oh wait...
 
Laßt uns alle nur mal ständig schreien, wie scheiße doch die Polizei ist und das wir die gar nicht brauchen und sowieso alle Rassisten bei der Polizei sind. Das ist ja völlig legitim und hat keinerlei Auswirkungen. Oh wait...
Also mir erschließt sich nicht unbedingt, wie eine Kritik an der Polizei ("Polizei ist scheiße"), eine Forderung nach strukturellen Reformen bzw. - wenn die nicht mehr möglich sind, wie teilweise in den USA - einer kompletten Abschaffung ("brauchen keine Polizei") und das Hinweisen auf rassistische Strukturen ("sowieso alle Rassisten"), gleichbedeutend ist mit einer Aufforderung zu oder auch nur Billigung von Randale und willkürlichen Angriffen auf die Polizei.

Im Gegenzug würde das bedeuten: man darf die Polzei nicht schlecht finden oder kritisieren, man darf keine strukturellen Reformen fordern, man darf nicht den latenten Rassismus der Polizei verurteilen. Oder wie?
 
Also mir erschließt sich nicht unbedingt, wie eine Kritik an der Polizei ("Polizei ist scheiße"), eine Forderung nach strukturellen Reformen bzw. - wenn die nicht mehr möglich sind, wie teilweise in den USA - einer kompletten Abschaffung ("brauchen keine Polizei") und das Hinweisen auf rassistische Strukturen ("sowieso alle Rassisten"), gleichbedeutend ist mit einer Aufforderung zu oder auch nur Billigung von Randale und willkürlichen Angriffen auf die Polizei.

Im Gegenzug würde das bedeuten: man darf die Polzei nicht schlecht finden oder kritisieren, man darf keine strukturellen Reformen fordern, man darf nicht den latenten Rassismus der Polizei verurteilen. Oder wie?

Findest du ACAB eine konstruktive Kritik an der Polizei?
 
Wie ich zu ACAB stehe kannst du in einem anderen Thread sehr ausführlich nachlesen.

Ich bin mal so frei:
Ich mache mir oben das ACAB nicht vollumfänglich zu Eigen, das sollte doch aus dem Kontext klar sein?
Warum ich ACAB geschrieben habe:
"Nicht alle Polizist*innen...", "Die überwiegende Mehrheit der Polizist*innen...", "Es gibt so viele gute Polizist*innen..." sind Aussagen, die eine systemische und kollektive Kritik an der Polizei verunmöglichen. Damit wird automatisch suggeriert: es ist kein systemisches Problem, sondern er gibt einige wenige 'schwarze Schaafe' in einer mehrheitlich funktioniernden und guten Polizei. Aber warum haben wir dann eine Polizei, die immer und immer wieder solche 'Einzelfälle' hervorbringt? Warum haben wir einen Corpsgeist, der immer und immer wieder Kolleg*innen deckt statt sie anzuzählen, statt gegen sie Stellung zu beziehen?
Wer ACAB sagt dreht den Spieß um: solange es dieses System gibt, solange innerhalb der Polizei 'schwarze Schaafe' nicht nur geduldet, sondern auch gedeckt werden, sehe ich keinen Anlass auch nur einem Polizisten oder einer Polizistin einen Persilschein auszustellen. Ihr seid mir den Beweis solange schuldig bis ihr ein System etabliert habt, in dem es unmöglich ist als schlechter Cop Fuß zu fassen. Solange es diesen Zustand nicht gibt, kann es kein benefit of the doubt geben, solange nehme ich alle guten Cops - die es doch angeblich so zahlreich gibt, deren Einfluss auf das System dennoch so gering zu sein scheint - in Mithaftung.
 
mal davon abgesehen dass es ein Whataboutism ist, die Anteilnahme gabs doch?
Wenn man auf Doppelmoral aufmerksam macht bzw. Heuchelei aufzeigt, ist das nicht gleich Whataboutism.
Man darf sich eben schon fragen, warum ein Herr Seehofer als deutscher Innenminister (und natürlich HEIMATMINISTER) Strafanzeige gegen eine*n Autor*in stellt, die scheinbar irgendwie zu einer Eskalation anti-polizeilicher Gewalt beigetragen hätte. Während er selbst als prominenter Politiker mit konkreten Gestaltungsmöglichkeiten keine Verantwortung zu tragen scheint für rassistische Gewalt gegenüber Geflüchteten und anderen rassifizierten Menschen, wenn er bspw. davon spricht die europäischen und deutschen Grenzen "bis zur letzten Patrone" verteidigen zu wollen.
Oder auch sonst nicht große Zusammenhänge sieht zwischen einer Diskursverschiebung nach Rechts und den jüngsten Angriffen in Halle, in Hanau etc. mit dutzenden Mordopfern.
Zumindest habe ich da nichts von Strafanzeigen mitbekommen. Von einer Selbstanzeige schon gar nicht.
 
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