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Ausschreitungen in Stuttgart

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Sind halt zu wenig gewesen und der Mop zu gewaltbereit, das wird sich so sicherlich kaum widerholen. Die tun sich leider alle keinen gefallen, gefundenes fressen für rechte. Was ist denn in stuttgart vorgefallen dass das überhaupt passierte?

War wohl letzte Woche auch schon so, nur in kleinerem Rahmen. Dort ist wahrscheinlich gar nichts vorgefallen, sondern die Organisatoren haben sich diese Stadt dafür ausgesucht und dort gesammelt.
 
Dann lass doch bitte einfach deine extrem beschissen Historischen Vergleiche, da ist ja einer schlimmer und unglaublicher als der andere. :wand:
Nun ja, es werden alle Personen einer Gruppe verunglimpft („ACAB“; ich suche jetzt nicht nach Zitaten, dazu fehlt mir die Zeit), diese Gruppe wird ziemlich entmenschlicht („Gewalt gegen sie ist i. O., damit man was erreicht“; Zitate siehe Erklärung oben ;) ), dazu werden sie in öffentlichen Medien als Abfall betitelt und das ohne grosse Entrüstung seitens der Bevölkerung (Link siehe taz)...

Hätte man die Situation so vor 90 Jahren zusammengefasst, wäre man nicht weit daneben gewesen.
 
Aber du hast es doch gerade gesagt. Und wir alle wissen auch was du damit meinst. Grinsesmiley. Kotzsmiley.

Ich würde dich dazu gerne mal etwas fragen.
Wie ordnest du das ein bzw. was entgegnest du diesen Aussagen?
Anhand der Bilder kann man ja einfach nicht leugnen das es eine gewisse Gruppe von Menschen sind (Migrationshintergrund)

Da fehlen doch einfach komplett die Argumente und das ist doch ein gefundenes Fressen für jeden AFD Typen, Rassisten usw.

*edit*
Was ich sagen will: Solche Ausschreitungen fördern alle möglichen Vorurteile. Dagegen zu argumentieren erscheint mir aktuell einfach ziemlich unmöglich.
 
Nun ja, es werden alle Personen einer Gruppe verunglimpft („ACAB“; ich suche jetzt nicht nach Zitaten, dazu fehlt mir die Zeit), diese Gruppe wird ziemlich entmenschlicht („Gewalt gegen sie ist i. O., damit man was erreicht“; Zitate siehe Erklärung oben ;) ), dazu werden sie in öffentlichen Medien als Abfall betitelt und das ohne grosse Entrüstung seitens der Bevölkerung (Link siehe taz)...

Hätte man die Situation so vor 90 Jahren zusammengefasst, wäre man nicht weit daneben gewesen.

EnchantingExemplaryHoverfly-size_restricted.gif


Ich habe entsprechend auch eine Petition gestartet, bitte alle unterschreiben.

Screenshot_20200621-105002.png


http://chng.it/THwgkZ6cQR
 
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:vogel:

Na endlich. Da hat das Polizei bashing nun endlich Früchte getragen.
Hauptsache man rollt hier noch den roten Teppich aus, für User, die acab ausrufen.

Man stelle sich vor, es wären Rechte gewesen. Da hätte man in Rekordzeit eine Verbindung zu Tweets, Parteien oder ähnliches gefunden.
 
Na endlich. Da hat das Polizei bashing nun endlich Früchte getragen.
Hauptsache man rollt hier noch den roten Teppich aus, für User, die acab ausrufen.

Man stelle sich vor, es wären Rechte gewesen. Da hätte man in Rekordzeit eine Verbindung zu Tweets, Parteien oder ähnliches gefunden.
Nicht falsch verstehen, das können durchaus rechte gewesen sein.
 
Nun ja, es werden alle Personen einer Gruppe verunglimpft („ACAB“; ich suche jetzt nicht nach Zitaten, dazu fehlt mir die Zeit), diese Gruppe wird ziemlich entmenschlicht („Gewalt gegen sie ist i. O., damit man was erreicht“; Zitate siehe Erklärung oben ;) ), dazu werden sie in öffentlichen Medien als Abfall betitelt und das ohne grosse Entrüstung seitens der Bevölkerung (Link siehe taz)...

Hätte man die Situation so vor 90 Jahren zusammengefasst, wäre man nicht weit daneben gewesen.

Sorry, aber das muss ich jetzt einmal so deutlich formulieren: willst du mich eigentlich V-E-R-A-R-S-C-H-E-N ? ! ?

Du hast offensichtlich keinen blassen Schimmer was "entmenschlicht" überhaupt bedeutet. Wenn du ernsthaft glaubst, dass die Polizei als 'Gruppe' auch nur im Ansatz zu vergleichen ist mit dem, was Jüdinnen und Juden im Nationaliszialismus - aber auch historisch davor und danach - erleiden mussten, dann hast du einfach komplett keine Ahnung.

Die Entmenschlichung der Juden und Jüdinnen hat zum Holocaust geführt, der millionenfachen industriellen Vernichtung jeden Lebens, dass nur irgendwie als jüdisch galt. Die Entmenschlichung reichte weit in den Familienstammbaum hinein, dein Leben konnte von einen Tag auf den anderen für unwürdig erklärt werden, weil deine Urgroßmutter väterlicherseits Jüdin war. Du konntest am einen Tag noch ein unbeschwertes Leben haben, möglicherweise warst du selbst sogar Jüdinnen und Juden feindlich gegenüber eingestellt. Du musstest nicht mal wissen, dass du 'jüdisches Blut' in dir hattest - und trotzdem hast du am anderen Tag dein Recht auf Leben verwirkt, weil dir deine jüdische Abstammung nachgewiesen wurde.
Und ich muss glaube ich nicht weiter ausführen, was die Konsequenzen waren, wenn man seine jüdische Abstammung kaum verheimlichen konnte oder wollte; oder wenn man gar seine jüdische Identität ausleben, seinen jüdischen Glauben praktizieren wollte.
Das war Entmenschlichung.

Als Polizist*in wirst du nicht geboren. Du bist nicht automatisch Polizist*in, weil dein Urgroßvater auch Polizist war. Es geht sogar so weit, dass du in aller Regel sogar dein Dasein als Angehöriger der Polizei nach 17 Uhr ablegen kannst, und nicht mehr als Polizeibeamter, sondern als Hans Müller deinen Wocheneinkauf machst, den Müll rausbringst etc.
Und was du auch machen kannst: du kannst dich entscheiden, nicht bei der Polizei zu arbeiten. Und selbst wenn du bei der Polizei arbeitest, kannst du dich entscheiden, dort zu kündigen.
Also erzähl mir nichts davon, dass die Polizist*innen als Menschen entwertet werden.

Und wenn du denkst, dass ACAB auch nur ansatzweise vergleichbar ist mit den Verunglimpfungen, denen Jüdinnen und Juden ausgesetzt waren und immer noch sind, allein aufgrund der Tatsache, dass sie jüdisch sind... dann mach bitte in diesem Forum zukünftig einen großen Bogen um mich, es wäre besser für uns beide.

Und zur TAZ-Kolumne von Hengameh Yaghoobifarah habe ich hier bereits vieles geschrieben.
Aber weil deine Behauptung so Ungeheuerlich ist, noch ein paar kurze Worte dazu.

Du behauptest, der Artikel hätte "keine große Entrüstung" hervorgerufen. Und doch bist du auf ihn aufmerksam geworden, und zwar mit Sicherheit nicht durch deine allmorgendliche TAZ-Lektüre.
Der Artikel hat im Gegenteil so eine große Entrüstung hervorgebracht, dass min. eine der großen Polizeigewerkschaften eine Strafanzeige gegen Zeitung und Autor*in gestellt hat und diese*n in ihrer Begründung in astreinem Nazi-Sprech als "degeneriert" beschimpft hat. Seit Tagen arbeiten sich alle großen Medienhäuser an dem Artikel und an Hengameh Yaghoobifarah ab. Es ist ein öffentlicher Druck entstanden, unter dem die TAZ eingeknickt ist und sich in ihrer eigenen Zeitung prominent von einer freien Autorin distanziert, die in ihrer eigenen Zeitung eine satirische Kolumne veröffentlicht hat, die redaktionell abgenommen wurde. Also bitte, "keine große Entrüstung" is klar...

Im Übrigen hat sie Polizist*innen nicht als Abfall bezeichnet. Sie hat geschrieben (in einer SATIRE, das man dass überhaupt noch betonen muss), dass Polizist*innen auf die Halde sollten "wo sie wirklich nur von Abfall umgeben sind". Von Abfall UMGEBEN! Nicht Polizist*innen sind Abfall, sondern dort sind sie u-m-g-e-b-e-n von Abfall.

Lange Rede, kurzer Sinn: Dein Vergleich ist ahistorisch und - ja, ich schreibe das jetzt mal frei heraus - holocaustrelativierend.
 
Da hätte man in Rekordzeit eine Verbindung zu Tweets, Parteien oder ähnliches gefunden.
Das ist lustig, weil der NSU-Prozess bspw. so lange gedauert hat, dass einer der Angeklagten, Ralf Wohlleben, zwar zu 10 Jahren Haft verurteilt wurde, nach dem Schuldspruch aber direkt als freier Mann den Gerichtssaal verlassen durfte weil er schon so lange in Untersuchungshaft saß. Der Prozess hat im übrigen auch deshalb so lange gedauert, weil Polizei und andere staatliche Behörden die Ermittlungs- und Aufklärungsarbeit massiv behindert oder teilweise sogar sabotiert haben.
Der zweite Witz ist dann, dass der NSU als kleine Terrorzelle von ein paar versprengten Rechten in die Geschichtsbücher eingehen wird, und nicht als ein bis in staatliche Sicherheitsstrukturen weitreichendes rechtes Netzwerk, das er eigentlich war.

Aber klar, gegen Rechts wird in diesem Land in Rekordzeit vorgegangen.
Lol.
 
Die Zerstörung des Yzerman.
:grins:

@Mingo hat natürlich recht, dass der Vergleich pietätlos ist. Zwischen der Judenverfolgung und dem Polizei-Bashing liegen Welten, ja sogar Galaxien. Ich wollte mit meinen Posts aufzeigen, dass dieses blinde diffamieren von Hundertausenden Menschen (!) nicht wirklich gut ist. Jedenfalls aus meiner Sicht. Und das letzte Mal, als dies so passiert ist, war wohl damals. Ich weiss, jetzt kommt wieder der Rassismus-Einwand, dies ist definitiv ein Problem. Aber ich sehe ehrlich gesagt keine Medien, welche schreiben, dass alle Araber auf den Müll sollen oder User im KT, welche „coole“ Abkürzungen à la „alle Schwarzen sind Bastarde“ um sich werfen. Das geht nicht und wird zum Glück auch nicht akzeptiert. Aber bei Polizisten hat man das Gefühl, dass da alles in Ordnung ist.

Ich bin ein Harmonie-bedürftiger
Typ (schreibt man das so?) und finde manche Aussagen einfach abscheulich. Ob dies nun gegen PoC, Polizisten oder Gamer abzielt spielt mir keine Rolle. Ausser es ist klar in einem humoristischen Zusammenhang, dann geht vieles (z. B. die ganze Tattoo-Geschichten), auch wenn es grundsätzlich unterste Schublade ist. :ugly:
 
Atilla Hildmann hat sich vor einigen Tagen darüber empört, dass die Medien ihn als rechts bezeichnen würden und er das aufgrund seiner Migrationsgeschichte auf keinen Fall sein könnte.
Und als Beweis hat er ein Bild gepostet, auf dem er mit allerlei halbstarken Kollegen posiert, von denen die Hälfte den Gruß der faschistischen grauen Wölfe zeigt.
 
Es ist echt erschreckend wie weit verbreitet - auch immer wieder mal hier im Forum - rechte Denkschemata (Frames) und Sprachgebrauch ist.
Und nein, was da in Stuttgart abgeht schockiert mich. Diese Chaoten gehören zur Rechenschaft gezogen, aber die Antwort ist immer noch nicht "mit Polizeigewalt".
 
Ich weiss, jetzt kommt wieder der Rassismus-Einwand, dies ist definitiv ein Problem. Aber ich sehe ehrlich gesagt keine Medien, welche schreiben, dass alle Araber auf den Müll sollen oder User im KT, welche „coole“ Abkürzungen à la „alle Schwarzen sind Bastarde“ um sich werfen. Das geht nicht und wird zum Glück auch nicht akzeptiert. Aber bei Polizisten hat man das Gefühl, dass da alles in Ordnung ist.
Rassifizierte Menschen können nichts gegen ihre Rassifizierung tun. Polizist*innen werden nicht in diesen Beruf gezwungen.
Das ist ein meilenweiter Unterschied! Und deswegen kann man diese Vergleiche einfach nicht ziehen!

Ausser es ist klar in einem humoristischen Zusammenhang, dann geht vieles (z. B. die ganze Tattoo-Geschichten), auch wenn es grundsätzlich unterste Schublade ist. :ugly:
Achso, du meinst wie z.B. in einer satirischen Kolumne in der TAZ? Oh, wait...
 
Es ist echt erschreckend wie weit verbreitet - auch immer wieder mal hier im Forum - rechte Denkschemata (Frames) und Sprachgebrauch ist.
Und nein, was da in Stuttgart abgeht schockiert mich. Diese Chaoten gehören zur Rechenschaft gezogen, aber die Antwort ist immer noch nicht "mit Polizeigewalt".

also ganz ehrlich, da hilft nur noch Gewalt. Oder willste nen Stuhlkreis mit solchen Idioten machen?
 
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