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Amerika, we have a problem (3 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

... und 1 weitere.
weil es ne stimmung erzeugt.

Man sieht ja, bei wem es Stimmung erzeugt. Das es die Indymedia /TAZ Fraktion es nicht für wichtig hält, ist sicher sehr überraschend. :lol: Darüber steht dort sicherlich nix.
Auch nicht darüber, das in Duisburg Marxloh die Clans der Polizei nun mit "Wir haben uns 2000 Stück AK-47 Sturmgewehre mit genügend Munition aus der Türkei und Russland beschafft. Allahu Akbar, tötet alle Ungläubigen.“ bedrohen.

Aus dem Zusammenhang wäre eine Berichterstattung im TV wünschenswert

Ich frage mich ja, warum zB: Iglo noch immer nicht den "Mohr im Hemd" einfach in einen Schokokuchen umbenannt hat. Kann ja nicht so schwer sein und so eine Marke hat ja auch eine gewisse Verantwortung bzw. Vorbildfunktion. Aber das Marketing-Budget ist wahrscheinlich für die vegan Linie "Green Cuisine" völlig ausgeschöpft. :roll:

https://www.iglo-gastronomie.at/produkte/su/mehlspeisen/mohr-im-hemd

Sehe ich gerade zum ersten Mal. WTF?? .... Warum kommt man auf den Namen "Mohr im Hemd" ?!:fp:
 
Mir fällt da immer wieder Machwitz Kaffee ein.

https://www.machwitz-kaffee.de/

HOLY F**KING SH*T
Ich hab jetzt die ganzen Produktbeschreibungen und Firmengeschichte gelesen, da ich die Firma vorher nicht kannte, weil ich nicht identifizieren kann ob das seriös gemeint oder schlechte Satire sein soll. Die Vernunft sagt mir, dass das nicht ernst gemeint sein kann, weil holy fucking shit, was ist das alleine für ein Firmenlogo bitte? Aber die Texte klingen alle, als wäre das eine echte Kaffee-Produktionsfirma, die ernsthaft etwas verkaufen...
 
Ich hab jetzt die ganzen Produktbeschreibungen und Firmengeschichte gelesen, da ich die Firma vorher nicht kannte, weil ich nicht identifizieren kann ob das seriös gemeint oder schlechte Satire sein soll. Die Vernunft sagt mir, dass das nicht ernst gemeint sein kann, weil holy fucking shit, was ist das alleine für ein Firmenlogo bitte? Aber die Texte klingen alle, als wäre das eine echte Kaffee-Produktionsfirma, die ernsthaft etwas verkaufen...

Die ist leider echt. Eine Gaststätte hier in der Nähe hat Kaffee von denen :|
 
Wenn ich so überlege wie rassitisch meine Kindheit / Jugend war - Da gab es Negerküsse, Mohrenköpfe, den Sarrotti-Mohr, Neger-Geld (Lakritz-Taler), Neger-Puppen, Neger-Brot (Schaumwaffeln), Neger (Weißbier-Cola), Im Kindergarten gab es einmal die Woche "Kasperle-Theater" wo es eine schwarze Puppe gab, die "Bulla Bulla" hiess, Dschungel-Helden im Fernsehen waren grundsätzlich weiss und die Schwarzen waren entweder die Bösewichter, Wilde Kannibalen oder hilflose Opfer, darüber hat man sich damals auch gar keine Gedanken gemacht. Dann kam in den 70 ern die Serie "Roots" ins Fernsehen, hat für mächtig Aufsehen gesorgt und erste Rassismus-Diskussionen wurden ernsthaft geführt. Im realen Leben habe ich schwarze Menschen nie so gesehen und auch nicht mit den diffamierenden Produktnamen und Bildern assoziiert, das lag wahrscheinlich daran, dass ich selbst aus einer jüdischen Familie stamme und von meiner Urgroßmutter sehr oft erzählt bekam, wie die Juden im dritten Reich behandelt und diffamiert wurden - das hat wahrscheinlich gewirkt aber unglaublich ist das ganze aus der heutigen Sicht trotzdem!
 
Zuletzt bearbeitet:
Das hat man ja auch damals als Kind gar nicht als rassistisch empfunden.
Man ist mit diesen Begriffen aufgewachsen, was aber nicht heißt,
dass man Schwarze Menschen, deshalb als minderwertig angesehen hat.
Das man heute für die Produkte andere Namen nimmt, ist doch vollkommen richtig.

Anders mit alten Filmen, wie hier schon erwähnt z.B. Vom Winde verweht.
Das sind Filmklassiker aus einer anderen Zeit. Wenn man jetzt anfängt Filme auszusortieren wo Rassismus enthalten ist, dann wäre die Liste lang. Da würde mir als erstes Frühstück bei Tiffany einfallen. Die Darstellung des Asiaten war auch absolut rassistisch. Das ist mir aber auch erst aufgefallen wo ich schon älter war. Ich habe den Film, mit der zauberhaften Audrey Hepburn, immer gemocht. Wie gesagt, wenn man sich die Filme von früher anschaut, wird man eine Menge an Rassismus und Sexismus finden. Soll man sie jetzt alle boykottieren und aus den Programm nehmen. Ich sage Nein, das wird die Geschichte nicht verändern.
 
Das hat man ja auch damals als Kind gar nicht als rassistisch empfunden.
Man ist mit diesen Begriffen aufgewachsen, was aber nicht heißt,
dass man Schwarze Menschen, deshalb als minderwertig angesehen hat.
Das man heute für die Produkte andere Namen nimmt, ist doch vollkommen richtig.

Anders mit alten Filmen, wie hier schon erwähnt z.B. Vom Winde verweht.
Das sind Filmklassiker aus einer anderen Zeit. Wenn man jetzt anfängt Filme auszusortieren wo Rassismus enthalten ist, dann wäre die Liste lang. Da würde mir als erstes Frühstück bei Tiffany einfallen. Die Darstellung des Asiaten war auch absolut rassistisch. Das ist mir aber auch erst aufgefallen wo ich schon älter war. Ich habe den Film, mit der zauberhaften Audrey Hepburn, immer gemocht. Wie gesagt, wenn man sich die Filme von früher anschaut, wird man eine Menge an Rassismus und Sexismus finden. Soll man sie jetzt alle boykottieren und aus den Programm nehmen. Ich sage Nein, das wird die Geschichte nicht verändern.

Filme zählen ja als Kulturgut und wenn man sie mit dem heutigen Bewusstsein und Hintergrundwissen anschaut ist das wohl auch eher weniger das Problem. Wenn Filme aus dem Programm genommen werden die offen Rassismus propagieren in dem z.B. "Blackfacing" verwendet wird oder wurde, ist das imo durchaus zu befürworten.
 
Mir fällt da immer wieder Machwitz Kaffee ein.

https://www.machwitz-kaffee.de/

HOLY F**KING SH*T
What the fucking fuck?

Alter....

Passt dann ja ins Bild, dass ich beim kurzen Umschauen keinen einzigen Bio oder Fair Trade Kaffee gefunden hab. Genauer gesagt wird kein Wort über die Entlohnung oder den Arbeitsbedingungen auf den Plantagen verloren oder wie man mit dem Problem umgeht, dass die Arbeiter auf Kaffeefarmeen viel zu oft zu unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen "gehalten" werden.

Also spiegelt das Logo wohl die eigene Einstellung zu den Produzenten wider.
 
Filme zählen ja als Kulturgut und wenn man sie mit dem heutigen Bewusstsein und Hintergrundwissen anschaut ist das wohl auch eher weniger das Problem.

Den Ansatz kann ich verstehen, ich teile ihn aber nicht.

Auch Kultur unterliegt einem Wandel im Laufe der Zeit. Ist rassistische Kultur schützenswert? Und wenn wir es schützen, wie lange soll diese Kultur noch inmitten unserer Gesellschaften überleben? Wievielen Generationen wollen wir noch ein rassistisches Bild auf dem Silbertablett servieren, als wäre es völlig normal, dass das eben alles mal so war?

Diverse andere Dinge gelten auch als Kulturgüter (Statuen z.B.), aber ich finde nicht, dass es deswegen eine "Unantastbarkeitsgarantie" geben sollte.
 
Den Ansatz kann ich verstehen, ich teile ihn aber nicht.

Auch Kultur unterliegt einem Wandel im Laufe der Zeit. Ist rassistische Kultur schützenswert? Und wenn wir es schützen, wie lange soll diese Kultur noch inmitten unserer Gesellschaften überleben? Wievielen Generationen wollen wir noch ein rassistisches Bild auf dem Silbertablett servieren, als wäre es völlig normal, dass das eben alles mal so war?

Diverse andere Dinge gelten auch als Kulturgüter (Statuen z.B.), aber ich finde nicht, dass es deswegen eine "Unantastbarkeitsgarantie" geben sollte.

In der Tat ist das Thema etwas schwierig - ich unterstelle den besagten Filmklassikern einfach mal, daß sie nicht in rassistischer oder sexistischer Absicht gehandelt haben, in der Art und Weise, wie sie PoC oder Frauen dargestellt haben. Es war zu der damaligen Zeit ja fast schon revolutionär, echte schwarze Darsteller einzusetzen anstatt das berüchtigte "Blackfacing" zu verwenden. Die Art und Weise, wie die Filme präsentiert wurden entsprachen einfach dem damaligen Zeitgeist und das war auch nicht anrüchig. Auf Grund des gesellschaftlichen Wandels und der Bewusstseinsveränderung in den letzten 70 Jahren wissen wir heute, dass es ethisch nicht korrekt war. Es kann deshalb auch als Lehrstoff ganz hilfreich sein. Wenn man diese Filmklassiker verbannt, wird das imo auch keinen einzigen eingefleischten "Rassisten" bekehren. Bei dem Thema "Statuen" bin ich ganz bei Dir. Kolonisten, Rassisten, Extremisten und Sklavenhändler gehören nicht auf ein Podest sondern definitiv auf den Schrottplatz der Geschichte!
 
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