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Der Politikthread

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Es gibt die ein oder andere Branche, wo generell nicht nach UVP verkauft wird.

Sieht man ja bei den tollen MwSt Geschenkt Aktionen, wo dann gerne auf die Hersteller UVP Bezug genommen wird obwohl man ne Woche vorher den TV deutlich unter UVP im Regal stehen hatte..
 
Die 3% richten sich doch auch eher an Betriebe und Co. Welcher normale Bürger fühlt sich denn allen ernstes durch die 3% dazu beflügelt jetzt irgendwas besonderes zu kaufen? Und jetzt kommt mir nicht mit Produkten im 5 stelligen Bereich, ich rede von normalen Dingen die auch tägliche z. B. Hier im frisch gekauft thread auftauchen. Wir leben in Zeiten wo sich die Händler gegenseitig die Rabatte um die Ohren schlagen, wo es Black Fridays gibt etc. Wer denkt sich denn da "woah! Jetzt kostet mich der 2000€ Fernseher nur noch 1940€! Ich nehm direkt zwei!"?

Ich glaube nicht das der normale Endkunde die Zielgruppe des Steuersenkung ist. Das wird sich bei den alltäglichen Einkäufen unterschwellig bemerkbar machen und man hat dann nach den geltenden 5 Monaten umgerechnet vllt. 300€ mehr in der Tasche. Aber die werden dann wohl genau so wenig gezielt irgendwo ankommen wie ein konsumgutschein.
 
Klar gibt es das. In einem MM stehen auf dem Preisschild, ausser bei angeblichen Werbeaktionen, eigentlich nie die UVPs.

Im Kfz-Handel ist das aber halt schon lange komplett anders. Wir müssen die UVPs ausweisen, nur in Verbindung mit der UVP darf ein Hauspreis ausgewiesen werden. Davon abgesehen kann man bei Autos einfach eine Preisliste nehmen und hat völlig transparent die UVP. Insofern ist das im Kfz-Handel sehr transparent und sollte irgendein Hersteller auf die Idee kommen, nun die UVP netto anzuheben, so wäre das a) keine gute Idee und b) fliesst dann davon jeder Cent an den Hersteller, nicht an den Händler. Und der gibt uns davon nichts.

Mir kann ja mal jemand erklären, ob +/- 1% Umsatzrendite wirklich nach Abzocke des Kunden klingen...
 
Die 3% richten sich doch auch eher an Betriebe und Co. Welcher normale Bürger fühlt sich denn allen ernstes durch die 3% dazu beflügelt jetzt irgendwas besonderes zu kaufen? Und jetzt kommt mir nicht mit Produkten im 5 stelligen Bereich, ich rede von normalen Dingen die auch tägliche z. B. Hier im frisch gekauft thread auftauchen. Wir leben in Zeiten wo sich die Händler gegenseitig die Rabatte um die Ohren schlagen, wo es Black Fridays gibt etc. Wer denkt sich denn da "woah! Jetzt kostet mich der 2000€ Fernseher nur noch 1940€! Ich nehm direkt zwei!"?

Ich glaube nicht das der normale Endkunde die Zielgruppe des Steuersenkung ist. Das wird sich bei den alltäglichen Einkäufen unterschwellig bemerkbar machen und man hat dann nach den geltenden 5 Monaten umgerechnet vllt. 300€ mehr in der Tasche. Aber die werden dann wohl genau so wenig gezielt irgendwo ankommen wie ein konsumgutschein.
Und noch einen Schritt weiter gedacht, zu dem Teil der Bevölkerung, für den auch ein 2000 € TV astronomisch teuer ist und die ihr Geld in den Bedarf des täglichen Lebens stecken: Als würde sich irgendein Einzelhändler durch die 3% Senkung (bzw. bei Lebensmitteln 2%) dazu genötigt fühlen, seine Schwellelpreise anzufassen.
In diesem Bereich wird denk ich mal so ziemlich alles exakt gleich teuer bleiben.
 
Ich kann mir höchstens vorstellen, dass sie einfach generell an der Kasse einen Prozentsatz abziehen. Jetzt aus den 99 Cent preisschildern 97 Cent zu machen... Das wäre ja schon deppert. Aber gehüpft wie gesprungen, gibst du 400€ im Monat für Lebensmittel aus, hast du am Ende des Monats 8€ + gemacht.

tenor.gif
 
Nicht falsch verstehen, es geht nicht darum das ich das alles ganz schlimm und zu wenig finde, aber als Verbraucher werde ich in den nächsten Monaten nie denken "phaser auf maximale 3% gönnung". Ich glaube auch nicht das der Verbraucher das Ziel war... Also... Kann ich mir zumindest nicht vorstellen. :D
 
Nicht falsch verstehen, es geht nicht darum das ich das alles ganz schlimm und zu wenig finde, aber als Verbraucher werde ich in den nächsten Monaten nie denken "phaser auf maximale 3% gönnung". Ich glaube auch nicht das der Verbraucher das Ziel war... Also... Kann ich mir zumindest nicht vorstellen. :D
Der Witz war ja schon mit dem Kurzarbeitgeld. Sie wollten den gering Verdienern helfen und was ist passiert? nichts.
Nach drei Montagen kriegst du vllt. 70% Prozent. Bringt dir aber nichts, wenn du es sofort brauchtest.
 
Naja, daß jetzt plötzlich Alle loslaufen und die Supermärkte komplett leerkaufen, hat wohl niemand erwartet. Aber ich kenne genug Leute, die regelmäßig die Werbeflyer durchgehen und nach Unterschieden im Cent-Bereich schauen - Deutschland ist Geiz-ist-geil-Land. Die kaufen auch ein wenig mehr, als vorher. Und gerade für diejenigen, die jeden Cent umdrehen, sind 8 € mehr schon nett. Je mehr man zur Verfügung hat, desto uninteressanter ist das natürlich, klar.

Und ich könnte mir durchaus vorstellen, daß der Handel das als Anlaß für weitere Aktionen nutzt, insofern schon eine nette Sache.
 
Die 3% richten sich doch auch eher an Betriebe und Co. Welcher normale Bürger fühlt sich denn allen ernstes durch die 3% dazu beflügelt jetzt irgendwas besonderes zu kaufen? Und jetzt kommt mir nicht mit Produkten im 5 stelligen Bereich, ich rede von normalen Dingen die auch tägliche z. B. Hier im frisch gekauft thread auftauchen. Wir leben in Zeiten wo sich die Händler gegenseitig die Rabatte um die Ohren schlagen, wo es Black Fridays gibt etc. Wer denkt sich denn da "woah! Jetzt kostet mich der 2000€ Fernseher nur noch 1940€! Ich nehm direkt zwei!"?

Ich glaube nicht das der normale Endkunde die Zielgruppe des Steuersenkung ist. Das wird sich bei den alltäglichen Einkäufen unterschwellig bemerkbar machen und man hat dann nach den geltenden 5 Monaten umgerechnet vllt. 300€ mehr in der Tasche. Aber die werden dann wohl genau so wenig gezielt irgendwo ankommen wie ein konsumgutschein.
Diese Maßnahme ist der totale Unsinn. Sie soll dem Endverbraucher zugute kommen aber wird in der Tat überwiegend bei den Unternehmen ankommen, was aber auch wieder richtig ist, wenn man bedenkt wie viel Mehraufwand alleine durch die Anpassung der Buchhaltung, Kassensysteme, Preisauzeichnungen etc. für ein halbes Jahr (!!!!) erzeugt wird. Das Rad muss dann wieder zurück gedreht werden. Danke, Setzen .... 6. Mehr fällt mir dazu nicht ein. In Großbritannien damals war das eine völlig andere Geschichte - da mussten inbesondere die Lebensmittelläden gar nicht handeln, weil die Sachen eh 0% unterliegen. Halbgar und zu kurz gedacht - wie immer in der deutschen Politik.
 
es soll ja durchaus fachleute geben, die das anders sehen...
...die sich bestimmt auch darum kümmern müssen, für ein halbes Jahr die eigene Buchhaltung umzustellen ;)

Was machen denn jetzt eigentlich die Gastronomen ? Kalkulieren die mit 7% anstatt 19% für die eigene Tasche und geben dann ab 1.7. 2% (oder vielleicht sogar 3% ??) an die Kunden weiter, weil der kurzfristig gesenkte Steuersatz dann auf 5% runter geht ?? Sorry, aber das ist nur noch zum lachen :ugly:
 
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@Vetulus

Mal eine generelle Frage zur Gastronomie. Reicht es trotz Bon-Pflicht eigentlich aktuell immernoch aus, wenn ich im Restaurant/Lokal/Kneipe einen handgeschriebenen Zettel vom Block bekomme? Gilt dieser Zettel für mich als Beleg, davon ausgehend, dass der Betreiber den Zettel danach noch ordnungsgemäss in die Kasse gedrückt hat?
 
@Vetulus

Mal eine generelle Frage zur Gastronomie. Reicht es trotz Bon-Pflicht eigentlich aktuell immernoch aus, wenn ich im Restaurant/Lokal/Kneipe einen handgeschriebenen Zettel vom Block bekomme? Gilt dieser Zettel für mich als Beleg, davon ausgehend, dass der Betreiber den Zettel danach noch ordnungsgemäss in die Kasse gedrückt hat?
Du musst einen elektronischen Beleg aus dem Kassensystem bekommen, den Du aber auch liegen lassen kannst. Dann ist der Betreiber wiederum dazu angehalten, den nicht angenommenen Beleg "kurz" aufzubewahren, falls der Kunde direkt nach Verlassen vor dem Restaurant von der Finanzverwaltung zum Beleg befragt wird. Irrsinn, ich weiß :D
 
Du musst einen elektronischen Beleg aus dem Kassensystem bekommen, den Du aber auch liegen lassen kannst. Dann ist der Betreiber wiederum dazu angehalten, den nicht angenommenen Beleg "kurz" aufzubewahren, falls der Kunde direkt nach Verlassen vor dem Restaurant von der Finanzverwaltung zum Beleg befragt wird. Irrsinn, ich weiß :D
Und was, wenn ich den Kassenbeleg als Kunde nicht bekomme, sondern nur einen handgeschriebenen Zettel?
 
Und was, wenn ich den Kassenbeleg als Kunde nicht bekomme, sondern nur einen handgeschriebenen Zettel?
Wenn der Gastronom eine elektronische Kasse hat, verstößt der damit gegen die Bon-Pflicht, weil dann der elektronische Beleg maßgebend ist. Aber wie gesagt, das ist die Theorie für den Fall, dass die Finanzverwaltung vor der Tür Stichproben nimmt. Wenn der den Beleg exakt handschriftlich abschreibt, würde ich sagen, dass wir uns in einem Grenzbereich befinden, aber auch nur dann. Einen Verstoß müsste die Finanzverwaltung dann anhand der Kasseneinbuchung erst nochmal nachweisen.

Ausnahmen gibt es übrigens bei bspw. Paypal- oder Google Pay-Zahlungen, da reicht i. d. R. der digitalisierte Beleg, den Du ja sofort bekommst.
 
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Okay, danke.

Denn den handgeschriebenen Zettel, wie vor 50 Jahren, bekomme ich noch relativ häufig. Paar Zahlen untereinander, Endbetrag, feddisch.
 
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