Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Amerika, we have a problem (2 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Szenen wie aus einer Dystopie:

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

Wenn die Polizisten plötzlich scheinbar ohne Provokation gelinde gesagt Vorwarnung losstürmen zieht sich mir alles zusammen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber das bringt mich dann auch zu einem Statement welches hier chon aufgeführt wurde in dem Zusammenhang, sinngemäß: "Wie erklärst du das jemandem der sein ganzes leben lang unter so etwas leiden muss dass er sich da auch einfach noch gedulden muss?"

Ich habe das schon oft gesagt:
Keine Ahnung! Ich habe keinen Plan wie man das besser machen kann.
Oder wie man das Problem löst. Das ist auch nicht so einfach, man kann nicht einen Schalter drücken und dann ist alles in Ordnung. Ich kann auch Wut und Verzweifelung und Ohnmacht verstehen. Mich kotzt Rassismus und Ungleichbehandlung und Brutalität auch an. Aber ich weiß auch ganz genau, dass das in Brand stecken und Plündern von Geschäften halt auch nicht die Lösung für das Problem bringt. Und da solidarisiere ich mich eben auch mit den Unschuldigen, die jetzt leiden müssen.
Ich kann auch die Wut verstehen, wenn jemand einen Angehörigen durch einen Raser verloren hat oder weil jemand betrunken gefahren ist. Oder die der Eltern, wenn Kinder in den Händen von Pädophilen landen. Es gibt sehr viel Leid und Schmerz auf der Welt, das gibt einem aber nicht das Recht und die Legitimation für andere Straftaten.
 
Ich glaube man kann sich nur schwer vorstellen, wie Afroamerikaner in den USA sich fühlen, wenn sie der Polizei begegnen. Ich hab mich schon bei den pissigen TSA Beamten am Flughafen extrem unwohl und bedroht gefühlt. Und das ist vielleicht 1/100 dessen, wie Afroamerikaner oder Latinos sich bei ner Kontrolle fühlen. Natürlich sind nicht alle so, aber viel zu viele US Cops sehen sich nicht als Freund und Helfer, sondern holen sich einen darauf runter, Leuten Angst zu machen und ihre Macht auszuüben.
This. In den Staaten möchte ich nie was mit der Polizei zu tun haben. Da bekommt man selten ein lächeln zu sehen... Während man in der CH so gut wie immer mit Polizisten ein wenig quatschen kann. Oder nach dem Weg fragen. Es ist einfach ein anderer Umgang.
 
Naja, wie gesagt verstehen kann ich es schon. Nur gutheissen eben nicht.
Und so klar wie ich dann sage dass ich das Vorgehen der Polizei scheisse finde kann ich auch klar und deutlich sagen dass ich das Vorgehen der Plünderer scheisse finde. Man kann durchaus einer Sache verschrieben sein und trotzdem nicht alle Mittel gut finden und die auch ansprechen. Aber hier kommt es einem manchmal vor, wenn man nicht alles gut findet was da gerade passiert, dann ist man automatisch dagegen.
 
Edit: Habe das Video allerdings nicht angeschaut.
Weißer Typ ruft Polizei und benötigt Hilfe. Er hatte wohl keine "mental health" Medikamente mehr und hat stattdessen Kokain genommen ... Private sicherheitsleute hatten ihn bereits gefesselt. Polizist setzt sich mit beiden Knien auf seinen Rücken, während er langsam das Bewusstsein verliert. Polizisten lachen ob er jetzt pennt, bleiben weiterhin minutenlang auf ihm sitzen. Paramedic verabreicht ein Sedativum. Polizisten feiern und feixen weiter, drücken seinen Kopf auf der Trage noch an. Polizist fragt den Medic, ob er noch atment - Medic gibt den Polizisten aus dem Rettungswagen heraus zu wissen, dass der Mann nicht mehr atmet, er ist tot.
 
Aber da bringt auch Gewalt und in Brand stecken nichts. Meinst Du dadurch ändert sich was?
Es ändert sich erst etwas, wenn das in den Köpfen der Leute ankommt. Es ändert sich dann etwas wenn man sich gemeinsam solidarisiert und füreinander einsteht. Es ändert sich dann etwas, wenn Polizisten damit nicht durchkommen, wenn es schärfer überwacht und geahndet wird. Wenn ein Polizist vielleicht auch mehr als eine 4monatige Ausbildung bekommt.

Der Fisch stinkt doch hier vom Kopf und wie man sieht ist das Verhalten fest verankert. Da muß sich grundlegend etwas ändern wenn man nachhaltige Verbesserungen haben will. Es geht nicht darum, dass man das nicht unerträglich findet was man in den Videos über Polizisten sieht. Wie ich schon sagte ich finde das abartig, menschenverachtend, da kommt mir die Galle hoch wie man unschuldige Menschen so behandeln kann. Gerade und insbesondere als Polizist! Trotzdem kann man halt eben auch scheiße finden, dass auf der anderen Seite eben auch unschuldige Menschen leiden.
erklär das george floyd (und den anderen unterdrückten PoC), der trotz jahrzehntelangem zumeist friedlichem kampf gegen rassimus (und polizeigewalt) nicht atmen konnte....

niemand, wirklich absolut niemand von uns kann nachvollziehen, was sich in diesen menschen in den vergangenen 200++ jahren an wut durch die unterdrückung des weißen mannes aufgestaut hat. von unserem bequemen sofa aus ist es relativ einfach zu erklären, dass der kampf nur gewaltlos geführt werden darf. wenn man das aber schon seit jahrzehnten hinter sich hat und george floyd trotzdem keine luft bekommen hat, was genau bleibt dann noch?

mir geht es nicht darum zu relativieren. wir sollten nur aufhören zu urteilen, weil wir von dem thema absolut keine ahnung haben.

ps: ich bin übrigens durchaus der meinung das gewalt etwas verändern kann. auch zum guten.
 
Ich habe das schon oft gesagt:
Keine Ahnung! Ich habe keinen Plan wie man das besser machen kann.
Oder wie man das Problem löst. Das ist auch nicht so einfach, man kann nicht einen Schalter drücken und dann ist alles in Ordnung. Ich kann auch Wut und Verzweifelung und Ohnmacht verstehen. Mich kotzt Rassismus und Ungleichbehandlung und Brutalität auch an. Aber ich weiß auch ganz genau, dass das in Brand stecken und Plündern von Geschäften halt auch nicht die Lösung für das Problem bringt. Und da solidarisiere ich mich eben auch mit den Unschuldigen, die jetzt leiden müssen.
Ich kann auch die Wut verstehen, wenn jemand einen Angehörigen durch einen Raser verloren hat oder weil jemand betrunken gefahren ist. Oder die der Eltern, wenn Kinder in den Händen von Pädophilen landen. Es gibt sehr viel Leid und Schmerz auf der Welt, das gibt einem aber nicht das Recht und die Legitimation für andere Straftaten.
Das kannst du halt so eindeutig und so distanziert sagen, weil du Rassismus und Ungleichbehandlung nur aus dem TV kennst und nicht schon immer (und das seit Generationen) am eigenen Leib erleben musst. Jeden fucking Tag.
Wie es schon oft geschrieben wurde: niemand heißt Gewalt gut. Niemand. Und natürlich sind Krawalltouristen Abschaum. Das ist denk ich mal Konsensmeinung.
Aber: Wenn am Ende des Tages DURCH die gewaltsamen Ausschreitungen Änderung erfolgt - dann hat sich die Gewalt gelohnt. Sie bleibt scheiße, aber sie hat sich gelohnt. Genauso wie es sich damals für die US-Sklaven (und die Nation an sich) gelohnt hat, dass sie ihre Unterdrückung auch blutig bekämpft haben. Genauso wie es sich gelohnt hat, dass die Alliierten Nazi-Deutschland in Schutt und Asche gebombt haben. Denn diese Gewalt hat die Welt besser gemacht.
Die Sklavenhalter hätten sich durch Schilder und lauten Protest genausowenig abhalten können wie Hitler. Und nach Jahrzehnten von Protest, Reden, Charity, Organisationen, Promis etc. - quasi die gesamte Palette an gewaltlosem Protest - kann man solangsam zur Haltung kommen, dass sich der "old white man" auch nicht durch diese Mittel überzeugen lässt, dass die Ungerechtigkeit in den USA himmelschreiend und nicht akzeptabel ist.

Ein weiterer Punkt: ein Großteil des Protestes ist nach wie vor friedlich. Viel Gewalt geht unmittelbar von der Polizei aus. Da gibt es inzwischen mehr als genug absolut widerwärtiges VIdeomaterial aus den gesamten USA. Und das bezieht sich nicht nur auf das urplöttzliche Losknüppeln der Cops oder dem grundlosen Verhaften von PoC, die gewaltlos der Polozei gegenüber ihren Standpunkt erklären. Das geht weiter mit VIdeo von Bullen, die abseits der "Action" Schaufenster zerstören, die dabei gefilmt werden, wie sie Ziegelsteine aus einem abseits geparkten Pickup holen und so weiter. Agent Provocateurs werden wohl ebenfalls eingesetzt.
Und allein voran der Orange Ape ganz oben, der seine Rassisten-Basis weiter anstachelt.

Und dein Vergleich mit den Pädophilen ist auch.... seltsam. Auf der einen Seite geht es um Lynchjustiz, bei der man dem funktionierenden Staat sein in dem Fall gerechtfertigtes Gewaltprivileg nicht gewährt (indem man einen Pädo killt). auf der anderen Seite geht es um Widerstand über große und tiefe Ungerechtigkeiten eines Systems, das Minderheiten nach wie vor systematisch unterdrückt.
Das ist ein absolut hanebüchener Äpfe-Birnen-Vergleich.
 
Ich habe das schon oft gesagt:
Keine Ahnung! Ich habe keinen Plan wie man das besser machen kann.
Oder wie man das Problem löst. Das ist auch nicht so einfach, man kann nicht einen Schalter drücken und dann ist alles in Ordnung. Ich kann auch Wut und Verzweifelung und Ohnmacht verstehen. Mich kotzt Rassismus und Ungleichbehandlung und Brutalität auch an. Aber ich weiß auch ganz genau, dass das in Brand stecken und Plündern von Geschäften halt auch nicht die Lösung für das Problem bringt. Und da solidarisiere ich mich eben auch mit den Unschuldigen, die jetzt leiden müssen.
Ich kann auch die Wut verstehen, wenn jemand einen Angehörigen durch einen Raser verloren hat oder weil jemand betrunken gefahren ist. Oder die der Eltern, wenn Kinder in den Händen von Pädophilen landen. Es gibt sehr viel Leid und Schmerz auf der Welt, das gibt einem aber nicht das Recht und die Legitimation für andere Straftaten.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

Screenshot_20200602-125925.png
 
Naja, wie gesagt verstehen kann ich es schon. Nur gutheissen eben nicht.

39 Millionen arbeitslose in den USA, ohne Krankenversicherung ohne echte finanzielle Hilfe vom Staat.
Überproportional (mal wieder) Schwarze betroffen. Eine Bevölkerungsgruppe die eh schon immer eher am Rande der Gesellschaft gelebt hat.
Menschen die man immer und immer wieder vergisst und zurück lässt.

Für das Looting ist in erster Linie das System Schuld.

Menschen die friedlich Protestieren wollen und denen man mit bis an die Zähne bewaffnete Militärpoliziei entgegensetzt, die wirklich jede form von Gewalt anwenden um dich daran zu hindern friedlich zu Protestieren.

Für die Wut-Spirale ist in erster Linie das System Schuld.



Ich hab einfach ein Problem damit, dass man diesen Leuten jetzt noch die Verantwortung aufdrängt das alles jetzt auch noch friedlich ertragen zu müssen. Als würden nicht eh schon 90% genau das machen.
 
erklär das george floyd (und den anderen unterdrückten PoC), der trotz jahrzehntelangem zumeist friedlichem kampf gegen rassimus (und polizeigewalt) nicht atmen konnte....

niemand, wirklich absolut niemand von uns kann nachvollziehen, was sich in diesen menschen in den vergangenen 200++ jahren an wut durch die unterdrückung des weißen mannes aufgestaut hat. von unserem bequemen sofa aus ist es relativ einfach zu erklären, dass der kampf nur gewaltlos geführt werden darf. wenn man das aber schon seit jahrzehnten hinter sich hat und george floyd trotzdem keine luft bekommen hat, was genau bleibt dann noch?

mir geht es nicht darum zu relativieren. wir sollten nur aufhören zu urteilen, weil wir von dem thema absolut keine ahnung haben.

ps: ich bin übrigens durchaus der meinung das gewalt etwas verändern kann. auch zum guten.

Auch hier nochmal: Ich bilde mir gar nichts ein. Ich kann niemandem etwas erklären, ich kann nicht verstehen wie man sich fühlt. Aber Du kannst diese Sachen jetzt auch nicht auf mich abwälzen. Es ist nicht an mir jemandem etwas zu erklären oder einfache Lösungen in ein paar Sätzen aufzuzeigen für Probleme, die Amerika seit mehreren Jahrzehnten nicht in den Griff bekommt.

Es geht auch nicht um Gewalt generell. Das habe ich auch schon gesagt.
Natürlich kann die auch etwas zum positiven verändern, wenn sie denn dann zielgerichtet ist.
Ein System kann gestürzt werden, eine Organisation ausgelöscht werden etc.
Aber Rassismus wird nicht abgeschafft weil ein Juwelier ausgeraubt und ein Lebensmittelhändler angezündet wird. Das wäre natürlich das kleinere Übel, sollte das jetzt nachhaltig etwas für die PoC bringen und die Probleme sind damit gelöst. Klar, dann ist das auf jeden Fall das kleinere Übel als weitere Jahre der Unterdrückung. Aber das halte ich für sehr unrealistisch.
 
Ich finds ja krass, wie hochgerüstet die Polizei in den USA ist. Die haben ne 'bessere' Ausstattung als die Armee in manchen Ländern.
Und so lassen sie die dann auf die Straße.
 
Auch hier nochmal: Ich bilde mir gar nichts ein. Ich kann niemandem etwas erklären, ich kann nicht verstehen wie man sich fühlt. Aber Du kannst diese Sachen jetzt auch nicht auf mich abwälzen. Es ist nicht an mir jemandem etwas zu erklären oder einfache Lösungen in ein paar Sätzen aufzuzeigen für Probleme, die Amerika seit mehreren Jahrzehnten nicht in den Griff bekommt.

Es geht auch nicht um Gewalt generell. Das habe ich auch schon gesagt.
Natürlich kann die auch etwas zum positiven verändern, wenn sie denn dann zielgerichtet ist.
Ein System kann gestürzt werden, eine Organisation ausgelöscht werden etc.
Aber Rassismus wird nicht abgeschafft weil ein Juwelier ausgeraubt und ein Lebensmittelhändler angezündet wird. Das wäre natürlich das kleinere Übel, sollte das jetzt nachhaltig etwas für die PoC bringen und die Probleme sind damit gelöst. Klar, dann ist das auf jeden Fall das kleinere Übel als weitere Jahre der Unterdrückung. Aber das halte ich für sehr unrealistisch.
ich habe das nicht auf dich abgewälzt, ich habe nur gesagt, dass wir hier leicht reden aber null ahnung haben was das thema angeht. daher ist ein ernsthaftes urteil nicht möglich und imo auch nicht sich hinzustellen und zu sagen, dass gewalt der falsche weg sei. das "was bleibt dann noch" war eher rhetorisch.
 
Wäre ganz geil, wenn ein Lkw in die Polizeimenge da reinfahren würde. Hauen da wehrlosen Leuten mit Ihren Knüppel auf den Kopf. Elende Ratten. So lange die Ihre Uniform anhaben, sind Sie ganz stark, aber ohne, da sieht die Welt ganz anders aus.
 
niemand, wirklich absolut niemand von uns kann nachvollziehen, was sich in diesen menschen in den vergangenen 200++ jahren an wut durch die unterdrückung des weißen mannes aufgestaut hat.

Das ist mMn ein sehr wichtiger Punkt.

Von uns kann das wirklich niemand nachvollziehen. Und mit "Joa, ich kann schon verstehen, dass die da pissig sind" ist es nicht ansatzweise getan.

Ich bin gespannt, ob es da jetzt zum "big bang" kommen wird. Ein Präsident, der mit seinen Organen das eigene Volk niederknüppeln will (bzw. es bereits tut), entsprechende Organe, die das ohne Bedenken umsetzen, ein nicht kleiner Teil der Bevölkerung, die das total toll findet... das hat Potential.
 
ich habe das nicht auf dich abgewälzt, ich habe nur gesagt, dass wir hier leicht reden aber null ahnung haben was das thema angeht. daher ist ein ernsthaftes urteil nicht möglich und imo auch nicht sich hinzustellen und zu sagen, dass gewalt der falsche weg sei. das "was bleibt dann noch" war eher rhetorisch.

Dann können wir das Thema auch schliessen, denn dann hat hier niemand Ahnung und recht zu urteilen, weil keiner von uns betroffen ist und dort leben und mitten drin ist. Ich habe mich auch nicht hingestellt und gesagt, dass mein Weg der richtige ist und ich alles weiß und über alles erhaben bin. Ich habe nur gesagt, dass ich einige Szenen und Mittel einfach nicht gutheissen kann, weil ich da ein anderes moralisches empfinden habe.
 
Zurück
Oben