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Der Politikthread

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Genau da könnte und sollte der Gesetzgeber auch eingreifen - Bildung und Aufklärung! Danach kann dann immer noch Jeder selbst entscheiden, was er da in sich reinschiebt. Davon abgesehen macht immer noch die Menge das Gift, wenn ich mir ansehe, was so Manche Alles in sich reinschieben ... da werde ich zwei Tage von satt.
 
was erwartet ihr eigentlich von der politik? wenn ich hier was von bildung und aufklärung lese müsste sich die zuständige ministerin dafür überhaupt interessieren. wo ist denn die ampel zum beispiel? die lobbymitarbeiterin klöckner bringt erst eine völlig schwachsinnige idee, die keiner versteht mit diesem nutriscore. macht dann nach gegenwind eine umfrage. dabei kommt raus, dass die ampel viel besser geeignet und von der bevölkerung erwünscht ist (überraschung) und was ist bisher passiert? rein gar nichts. es ist doch keinerlei interesse ihrerseits da, auch nur irgendwas gegen die lebensmittelindustrie ins felde zu führen.
 
Es ist ihrerseits auch kein Interesse da, irgendwas Anderes zu tun. Also netter und auch berechtigter Rant gegen Klöckner, bringt aber in der Diskussion niemanden weiter.
 
Auch wenn man weiß was gesund und was nicht ist, wer liest denn ernsthaft jeden Wert pro 100g aus und rechnet ihn dann auf die Menge hoch?

Millionen Bürger gibt die überhaupt nicht wüssten wie sie die Inhaltsangaben zu lesen haben geschweigedenn wie man sowas überhaupt umrechnet

Aber man braucht doch gar nicht umrechnen, um das zu raffen. Ein Joghurt, bei dem 12 von 100g reiner Zucker sind, ist halt eher ne Süßigkeit als n gescheites Grundnahrungsmittel. Dann ist der Eigenmarke-Joghurt in der Größe X Gramm, während Almighurt Y Gramm hat....das braucht doch gar nicht in einer Mathestunde enden, sondern man kann die relativen Werte optimal miteinander vergleichen.


was dann bei richtigen Knaller Produkten zumeist völlig Handbüchern ist

n1, fast was für den Stilblüten-Thread :D


Das ist tatsächlich ein Punkt, bei dem der Gesetzgeber einschreiten könnte.

Absolut. Diese dämlichen, willkürlichen und absurden "Portionsgrößen" gehören abgeschafft. Bzw. sollen die entsprechenden CEOs mal einen Monat lang nur Portionsgrößen aller Lebensmittel vorgesetzt bekommen.
 
Ich kann das nur noch mal betonen, mir, dir, uns allen hier ist das ein Begriff und logisches Denken. Wir können aber ganz offensichtlich nicht von uns auf alle da draußen schließen. Viele Menschen haben gar keine relation zu Zucker und was die Mengen und schädlichkeit angeht. Ob da jetzt 10g stehen oder 5g ist denen kein Begriff. Das sind abstrakte Zahlen. Das sind keine 2% Deutschlands. Nur weil euer Freundes und Bekanntenkreis das auf die Kette kriegt, bedeutet das nicht, daß auch der Rest da draußen das kann.
 
ne bekannte von mir ist sozialarbeiterin, die hartz4-familien betreut. die bringt denen u.a. bei, mir geld umzugehen und aus dem vorhandenen geld das beste zu machen. da tun sich abgründe auf, die unsereins absolut nicht mehr nachvollziehen kann. wirklich, ihr könnt da mit gesundem menschenverstand kommen wie ihr wollt. wie @SirHorst schon schreibt: es gibt keinerlei verständnis für z.b. gesund und ungesund. auf einer nimm2 packung sind früchte drauf. früchte sind doch gesund, also gib ihm. kinderschokolade ist für kinder, kann also nicht schädlich sein: gib ihm. cola beim aldi ist genauso teuer wie wasser, hat aber geschmack: gib ihm.

ihre hauptaufgabe ist, den leuten klar zu machen was gesunde ernährung ist und wie man das mit der vorhanden kohle hinbekommt.
ich will damit jetzt auch nicht gegen hartz4-bezieher schießen, aber von da weiß ich halt, wie es aussehen kann.
 
Und wieviele von diesen "Bildungsfernen" sind es in Deutschland? 20%? 30, 50, mehr? Die Meisten schaffen es doch auch, nicht bei Rot über die Ampel zu latschen, dann sollten sie auch eine Ampel auf den Lebensmitteln verstehen. Wenn sie es denn wollen....
 
Und wieviele von diesen "Bildungsfernen" sind es in Deutschland? 20%? 30, 50, mehr? Die Meisten schaffen es doch auch, nicht bei Rot über die Ampel zu latschen, dann sollten sie auch eine Ampel auf den Lebensmitteln verstehen. Wenn sie es denn wollen....
das kann ich dir nicht sagen, genausowenig wie du mir sagen kannst wie viele auch ohne sowas klar kommen. es ist nur so, dass die hartz4-empfänger von denen ich weiß genausowenig repräsentativ sind, wie wir hier im forum. auch wenn einige das gerne glauben möchten.
 
Und wieviele von diesen "Bildungsfernen" sind es in Deutschland? 20%? 30, 50, mehr? Die Meisten schaffen es doch auch, nicht bei Rot über die Ampel zu latschen, dann sollten sie auch eine Ampel auf den Lebensmitteln verstehen. Wenn sie es denn wollen....
Das widerspricht ja auch nicht dem Wunsch nach einer Ampel, sondern unterstreicht ihn eher. Grade in solchen Fällen ist eine simple und verständliche Kennzeichnung wichtig. Die Aussagen bezogen sich eher auf "steht doch jetzt schon alles auf der Packung, wer das lesen kann und trotzdem isst, ist selbst schuld"
 
Ja, dumme Menschen treffen dumme Entscheidungen. Sogar kluge Menschen dürfen dumme Entscheidungen treffen. Ich finde das ok und das gehört mit zum Leben dazu.

Die Aufgabe des Staates muss mMn ein Rahmen sein:
- Welche Inhaltsstoffe sind gesetzlich nicht zugelassen, da gesundheitsgefährdend?
- Verpflichtende Angaben zu den Zutaten wie sie auf jedem Produkt als Tabelle zu finden ist
- eurer und meiner Meinung nach gut wäre: Ampel/Nutriscore, plakative Info-Tafel für jedermann (noch) verständlich(er)
- Aufklärung durch Einbindung in den Schulplan bitte

mMn _nicht_ Teil der Aufgaben des Staates:
- durch eine (Zucker-)Steuer lenken, dass die Bürger die "vernünftigere" Entscheidung treffen was die Auswahl unter verschiedenen zulässigen Nahrungsmitteln angeht


Es ist eine Frage nach ganz prinzipieller Ansicht und da hat immer noch keiner von "eurer" Seite drauf geantwortet, warum die Argumentation, die eine Zuckersteuer stützt, nicht haargenauso bei der (eins von vielen Beispielen, nicht daran aufhängen) Bauchumfangsgebühr* greift. Ich möchte ja echt nur eure Ansicht verstehen.


* = Da wissen erstens ebenso viele Ungebildete nicht wie schlimm das ist, zweitens belasten sie genauso das Gesundheitssystem, drittens würde man, wie schon angemerkt, die Bacon-Fetten ebenso erwischen wie die Cola-Fetten.
 
Das wir hier nicht repäsentativ sind, ist klar. Die Frage ist doch, wieviele vollkommen unfähig sind, sich in einem Supermarkt zu orientieren. Und Wievielen schon die Ampel reichen würde. Mir ging es nur darum, daß man nicht gleich die Keule rausholen und hier mit Strafsteuern und sonstigen Beschränkungen arbeiten muß, wenn es nicht die weit überwiegende Mehrheit ist, die zu blöd zum einkaufen ist. Daß die Angaben auf der Packung aktuell nicht ausreichen, sehe ich genauso.
 
Und wieviele von diesen "Bildungsfernen" sind es in Deutschland? 20%? 30, 50, mehr? Die Meisten schaffen es doch auch, nicht bei Rot über die Ampel zu latschen, dann sollten sie auch eine Ampel auf den Lebensmitteln verstehen. Wenn sie es denn wollen....
Und das ist genau das Problem, was ich mit der sogenannten Lebensmittelampel habe.
Am Ende des Tages taugt sie nur zum klassistischen Brandmarker ("Schau mal, die Fetten kaufen was ungesundes, dabei ist da doch schon extra eine rote Ampel drauf!") und als Legimationsinstrument zu weiterem Sozialabbau neoliberaler Prägung ("Wir haben extra rote Ampeln auf den ungesunden Sachen, jede*r *die*der sich jetzt noch ungesund ernährt ist ja nun wirklich selbst Schuld und und wir als Gesellschaft sollten nicht die Kosten für diesen Egoismus tragen müssen!") .
Nein Danke, darauf kann ich gerne verzichten!
 
Das wir hier nicht repäsentativ sind, ist klar. Die Frage ist doch, wieviele vollkommen unfähig sind, sich in einem Supermarkt zu orientieren. Und Wievielen schon die Ampel reichen würde. Mir ging es nur darum, daß man nicht gleich die Keule rausholen und hier mit Strafsteuern und sonstigen Beschränkungen arbeiten muß, wenn es nicht die weit überwiegende Mehrheit ist, die zu blöd zum einkaufen ist. Daß die Angaben auf der Packung aktuell nicht ausreichen, sehe ich genauso.
ich glaube, da haben wir (oder ich) aneinander vorbeigeredet. mir geht es nicht um die steuer. mir ging es darum, wie @SirHorst auch nochmal schrieb, dass ja heute schon die inhaltsstoffe draufstehen. das reicht aber vielfach einfach nicht. so eine ampel dürfte dagegen nahezu jeder verstehen und daher wäre sie absolut hilfreich.
 
Und das ist genau das Problem, was ich mit der sogenannten Lebensmittelampel habe.
Am Ende des Tages taugt sie nur zum klassistischen Brandmarker ("Schau mal, die Fetten kaufen was ungesundes, dabei ist da doch schon extra eine rote Ampel drauf!") und als Legimationsinstrument zu weiterem Sozialabbau neoliberaler Prägung ("Wir haben extra rote Ampeln auf den ungesunden Sachen, jede*r *die*der sich jetzt noch ungesund ernährt ist ja nun wirklich selbst Schuld und und wir als Gesellschaft sollten nicht die Kosten für diesen Egoismus tragen müssen!") .
Nein Danke, darauf kann ich gerne verzichten!
wir leben in einer welt, in der schlanksein und fitnesswahn aktuell mode sind, menschen in die magersucht getrieben werden und generell eigentlich jeder zu dick ist. ich lehne mich vielleicht weit aus dem fenster, aber ich glaube nicht, dass es irgendwen dem es schon egal ist, wenn er (oder sie) dick ist tangiert, ob sich dann noch leute das maul zerreißen. dagegen werden die, die dick sind, weil sie keinen plan haben wie man sich gesünder ernährt hilfe erfahren.
 
Ja, dumme Menschen treffen dumme Entscheidungen. Sogar kluge Menschen dürfen dumme Entscheidungen treffen. Ich finde das ok und das gehört mit zum Leben dazu.

Die Aufgabe des Staates muss mMn ein Rahmen sein:
- Welche Inhaltsstoffe sind gesetzlich nicht zugelassen, da gesundheitsgefährdend?
- Verpflichtende Angaben zu den Zutaten wie sie auf jedem Produkt als Tabelle zu finden ist
- eurer und meiner Meinung nach gut wäre: Ampel/Nutriscore, plakative Info-Tafel für jedermann (noch) verständlich(er)
- Aufklärung durch Einbindung in den Schulplan bitte

mMn _nicht_ Teil der Aufgaben des Staates:
- durch eine (Zucker-)Steuer lenken, dass die Bürger die "vernünftigere" Entscheidung treffen was die Auswahl unter verschiedenen zulässigen Nahrungsmitteln angeht


Es ist eine Frage nach ganz prinzipieller Ansicht und da hat immer noch keiner von "eurer" Seite drauf geantwortet, warum die Argumentation, die eine Zuckersteuer stützt, nicht haargenauso bei der (eins von vielen Beispielen, nicht daran aufhängen) Bauchumfangsgebühr* greift. Ich möchte ja echt nur eure Ansicht verstehen.


* = Da wissen erstens ebenso viele Ungebildete nicht wie schlimm das ist, zweitens belasten sie genauso das Gesundheitssystem, drittens würde man, wie schon angemerkt, die Bacon-Fetten ebenso erwischen wie die Cola-Fetten.
Es geht ja hier schon lange nicht mehr um die zuckersteuer sondern vor allem um Kennzeichnung. Die zuckersteuer ist ein strittiges Thema. Das Geld welches daraus resultiert könnte allerdings in Aufklärung, Bildung und rehabilitation fließen was durchaus Sinnhaft wäre.

Darüber hinaus, Sinn einer Steuer hin oder her, ist der von dir angeführte Punkt nach wie vor einfach völlig Banane. Du vergleichst konsumentenbestrafung mit konzernreglementierung. Wirtschaftsmechanismen mit Ethisch verweflichen Regularien.
 
Uff...ich habe super deutlich gemacht, dass ich durchgehend explizit von der Steuer geredet hab. Klarer konnte ich das nicht machen.

Die Disukssion um Kennzeichnung ist doch super lahm und alle dafür, ein einziger nennenswerter Punkt kam jetzt gerade erst von Mingo.
Dann war das ganze Gegengerede an mich von den Unterprivilegierten etc. alles in der Annahme ich sei gegen Kennzeichnung?


Ich wollte nur von jemandem hören, warum lenkendes Eingreifen (per Steuer) da richtig wäre und wieso genau dieselbe Argumentation dann als für ihn scheinbar vernünftiges, rechtmäßiges Prinzip nicht auch sonst greifen sollte.
 
Moment mal, können wir jetzt hier mal ein für alle Mal die Fronten klären...
Erst bin ich late to the party und dann bin ich auch noch der einzige, der unverkleidet ist weil er nicht wusste dass es eine Kostümparty ist (aka der einzige, der gegen eine Kennzeichnung ist)?
Merde!
 
Ja, du stehst schnippsend in der Ecke, während wir anderen alle gemeinsam aufm dem Dancefloor abgehen.


Das mit der Stigmatisierung ist ein interessanter Punkt, aber ich denke wohl ein verkraftbarer. Ich verachte natürlich auch zutiefst jeden, der sich trotz Warnhinweisen Zigaretten holt, aber die fühlen sich nicht so gekränkt, glaube ich.

Eklig wird es erst im Black Mirror-Style, wenn die Krankenkasse dir kündigt, weil sie von der Bank erfahren hat wie viele "rote" Produkte letzten Monat von deiner Karte bezahlt wurden. (Aber das ginge ja auch ohne Ampel, merk ich gerade)
 
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