Die erschütterndsten Szenen spielen sich in dem Krankenhaus ab, in dem ihr Mann Hamza als Arzt arbeitet; am Ende ist es das letzte verbliebene Krankenhaus im belagerten Teil der Stadt. Die ganze Familie ist dort untergebracht, und Waad al-Kateab filmt die Verwundeten und die Toten, Lachen von Blut auf dem Boden, die Wasserleitungen sind defekt. "Keine Zeit, irgendwas zu fühlen", kommentiert sie. Dabei ist ihre Anteilnahme mit den Gefilmten immer zu spüren. Sie zeigt traumatisierte, verstümmelte Kinder; eine Mutter, die den Leichnam ihres toten Kindes nach Hause trägt. "Für Sama" ist stellenweise kaum auszuhalten. Einmal schneiden die Ärzte einer schwerverwundeten, hochschwangeren Frau das Baby aus dem Leib, aber es will und will nicht schreien. Bis das scheinbar tote Häufchen doch noch das erlösende Zeichen von sich gibt: ein lautstarkes Lebenszeichen wie dieser Film.