Darum geht es doch wenn man die SSD als virtuellen RAM einsetzt: Nicht einen weiteren Buffer/Cache zu haben sondern direkt auf alle Spieledaten zugreifen zu können.
Ganz so als ob sich das ganze Spiel im RAM befinden würde.
Deswegen müssten die kompletten Spieledaten einer langsameren externen Platte erstmal auf die interne kopiert werden bevor man das Spiel starten kann.
Das ist immer noch Bullshit.
Meine Fresse, hier steht teilweise auf technischer Ebene ein haarsträubender Blödsinn, da muss ich eingreifen...
KEINE SSD kann in die Geschwindigkeitssphären, Random Reads, Latenz etc. von DRAM vordringen.
ein schneller Massenspeicher als virtueller RAM ist in der Speicherrangfolge (Register, 1st, 2nd, 3rd Level Cache, RAM, Massenspeicher) auf jeden Fall immer hinter dem eigentlichen RAM angesiedelt und Daten, die schnell benötigt werden (z.B. geladene Texturen, Meshes etc) liegen immer im richtigen RAM mit seiner Bandbreite von >50GB/sek. Dieser kann nur deutlich schneller befüllt werden, wodurch sich neue Möglichkeiten bieten wie verbessertes Datenstreaming von Massenspeicher zu RAM.Aber der grundlegende Mechanismus, das Daten, die die CPU/GPU benötigen, auch im RAM liegen, wird sich hier nicht ändern.
VIrutalisierung bedeutet, dass die Applikation bei ihrem Speicherpaging und der Addressierung nicht direkt zwischen RAM und virtuellem Speicher unterscheiden kann. Die Applikation addressiert also Daten im virtuellen RAM genauso wie Daten im echten RAM. Der Speichercontroller sorgt dann aber dafür, dass die schnell benötigten Daten auch im RAM liegen und dient als "Übersetzungsschicht" zwischen der virtuellen Adressierung der Applilkation und der tatsächlichen Datenhaltung und Adressierung der physischen Speicheradressen.
Weißt du, was die Auslagerungsdatei von Windows ist? Richtig: Ein virtueller Arbeitsspeicher. Das Konzept an sich wird seit Jahrzehnten genutzt, nur dass klassischerweise die Latenz viel höher ist als bei einer SSD, die am PCIe hängt. Du tust hier so, als müsste man zukünftig nicht mehr zwischen RAM und Massenspeicher unterscheiden, was auf allen Ebenen einfach nur großer Blödsinn ist.
EDIT Mal ein Zahlenbeispiel für die Latenz zwischen Datenanfrage des Speichercontrollers und Datenlieferung: eine klassische SSD ca. 125 Mikrosekunden, eine NVMe 60 Mikrosekunden und ein DRAM ca. 8-24 Nanosekunden. Das ist eine Größenordnung Unterschied und für eine CPU mit Millarden Arbeitsschritten pro Sekunde eine halbe Ewigkeit.
Oder für Datenraten: eine NVMe liegt hier bei 4-6 GB/sek für sequentielle (!!) Daten. Das ist wichtig, weil ein Spiel im laufenden Betrieb keine großen Brocken sequentuiell liest, sondern hier ne Textur, da zwei Meshes, dort eine Exception einer KI-Routine. Man hat also kleine Datenmengen, die randomisiert gelesen werden müssen. Und hier stinkt jede SSD massiv gegen DRAM ab, die 4-6 GB/sek können nicht gehalten werden (da mit jedem Zugriff auf neue Daten die oben erwähnte Latenz von 60 Mikrosekunden greift, während der RAM nach wenigen Nanosekunden Daten liefern kann. Eben nachgeschaut: Bei DDR5 sind das 50GB/sek pro Speichermodul. Und die können parallel zueinander Daten über den Bus schicken...