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Der "Ich könnte kotzen" Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Also da hab ich lieber jemanden, der eher in die rechte Richtung tangiert, ohne natürlich Straftäter zu sein, der sein Land und seine Heimat wertschätzt und nicht überall verbrannte Erde hinterlässt, nur um seiner Unzufriedenheit Luft zu machen.

Wer unzufrieden ist, dass andere aufgrund des Kapitalismus mehr haben, sollte sich vielleicht auch mal auf seine Pobacken setzen und anfangen zu malochen, anstatt im 20 Semester Philosophie zu studieren und sich über das Leid dieser Erde Gedanken zu machen. Aber man baut ja lieber Baumhäuser in irgendwelchen Wäldern und begeht Straftaten. Landfriedensbruch, Hausfriedensbruch, Tätliche Angriffe, Sachbeschädigung. Das alles sind ja Kavaliersdelikte, wenn sie dem guten und besseren Zweck dienen. Was ein Irrsinn.

Und sowas passiert hier täglich in diesen Land.

Bei solchen Typen kann man sich echt nur zwei weitere Hundertschaften wünschen, die Hau den Lukas spielen.



Nein, Gewalt ist auch dort viel legitimer und kommt wesentlich häufiger vor und nicht erst in sogenannter letzter Instanz. Gewalt kann auch gegen Sachen ausgeübt werden und nicht nur gegen Menschen. Jeder Eingriff in die öffentliche Ordnung ist auch eine Art von Gewalt.

Und Menschen mögen zwar alle gleich sein, jedoch sind es Kulturen und Werteeinstellungen nicht. Und das Kulturen nun Mal aufgrund dessen oftmals nicht harmonieren und es zu Konflikten kommt steht ja ausser Frage. Da muss man differenzieren. Man muss sich auch von diesen Gedanken verabschieden Hand in Hand im Kreis zu stehen und in einer Blümchenwelt voller Freude und Glückseligkeit zu leben. Das ist eine Vorstellung die Niemals funktionieren wird. Diesen Fanatismus in der Beziehung werde ich auch nie verstehen. Man muss doch nur mal mit offenen Augen durch Großstädte laufen und wird zwangsläufig auf so einen Nenner kommen.

Und nur weil diese Unterschiede und Konflikte als solche wahrnimmt und versteht, heisst es ja auch nicht das man gleichzeitig die Menschenwürde irgendwie herabwürdigt. Vieles sind einfach Tatsachen, die man aufgrund Berufs- oder Lebenserfahrung gesammelt hat. Und es gibt auch viele Positivbeispiele.

Jedoch halte ich diese Einstellung: "Wir sind alle gleich, das ist voll toll" für viel zu undifferenziert und mehr als eine Art naives Wunschdenken.
Ja Ist schon richtig.
Lieber ein paar Juden vergraulen als brennende Autos. Stimmt.
*übertreib*

Sry, aber deine Aussagen wirken sehr undifferenziert und versteht den Gedanken "wir sind alle gleich" wohl nicht richtig.
Ich meine gefühlt ist es das einzige wo du dich aufregst.
Gleichzeitig sagst du auch, dass du mehreren Kulturen unter einem Dach kritisch gegenüber stehst und es lieber nur eine sein soll.
Das Problem hier ist nicht die Kultur sondern der Mensch.
 
Man baut ja lieber Baumhäuser in irgendwelchen Wäldern und begeht Straftaten.
[...]
Bei solchen Typen kann man sich echt nur zwei weitere Hundertschaften wünschen, die Hau den Lukas spielen

Du meinst Pinsel die beschlagnahmt würden, weil es sich um gefährliche Gegenstände handelt?

Und da ist es also schon okay, wenn bei einer Aktion des zivilen Ungehorsams Menschen von der Polizei etwas gebrochen wird? Diese mit Pferdestaffrln umgeritten werden?

Ich bin gerade echt zu müde, um die Quellen dafür zu suchen.

Aber dass in deinen Augen die Polizei gerne drauf schlagen kann, sagt eigentlich auch genug
 
Nachdem man hier sogar Gewalt gegen Polizisten als nicht ganz so schlimm ansieht,
wundern mich jetzt solche Aussagen nicht wirklich. :ugly:
Es ist so traurig, dass du dich immer wieder an dieser noch dazu falschen Vereinfachung meines Posts aufhängst und alle Ausführungen zum Thema einfach ignorierst.

Aber ehrlich gesagt erwarte ich von dir auch nichts anderes hier.
 
Es ist so traurig, dass du dich immer wieder an dieser noch dazu falschen Vereinfachung meines Posts aufhängst und alle Ausführungen zum Thema einfach ignorierst.

Aber ehrlich gesagt erwarte ich von dir auch nichts anderes hier.

Das einzige traurige ist, dass hier viele den linken Extremismus für moralisch vertretbar halten und Gewalttaten einfach ausblenden oder verharmlosen.

Beschäftige dich mal mit beiden extremen und dann schau mal ob du Unterschiede findest.

Das es da Unterschiede gibt steht ja außer Frage, dennoch halte ich Extremismus in jeglicher Richtung für gefährlich und eben nicht vertretbar. Mit ein gesundes Demokratieverständnis sollte das eigentlich nicht so schwer zu verstehen sein.
 
Ich habe das eher als rhetorische Frage angesehen aber gut.
Zitiere doch bitte die Stelle, wo das ausdrücklich gewünscht wurde.
indem eindeutig gewünscht wird, dass die Polizei gegen Linke jeglicher Ausprägung explizite Gewalt anwenden sollte?

Ich habe das eher so verstanden, dass die Polizei hart gegen gewaltbereite Extremisten durchgreifen soll.
Leute die Schaufenster einschmeißen, Autos anzünden oder Polizisten mit Steinen bewerfen, sollten auch nicht mit Samthandschuhen angefasst werden.

Gegen friedliche linke Demonstranten, die einfach nur auf der Straße ihre Meinung kundtun, sollte sich natürlich nicht die Gewalt richten.
 
Wer Linksextremistische Gewalt relativiert oder verharmlost hat wohl die Zeiten der RAF vergessen.
34 Morde.

Der NSU ist aktueller und demnach in unseren Köpfen präsenter aber Linksextremistische Auswüchse sind für den Rechtsstaat und auch nach dem Sinn des Grundgesetzes genauso gefährlich wie rechtsextreme Taten.

Ernst Jandl schrieb:

"manche meinen
lechts und rinks
kann man nicht velwechsern
werch ein illtum"

Und nur als kleine Anmerkung: rechts heißt noch lange nicht Neonazi oder Holocaust leugner.
Finde es immer schlimm wenn "rechts" mit Nazi gleichgestellt wird. Auch die CDU ist (war) Mitte-Rechts.
Schröder zb als Kanzler einer linken Volkspartei hatte teilweise rechtere Ansichten als Teile der CDU.
 
Ich habe das eher als rhetorische Frage angesehen aber gut.
Zitiere doch bitte die Stelle, wo das ausdrücklich gewünscht wurde.
Aber man baut ja lieber Baumhäuser in irgendwelchen Wäldern und begeht Straftaten. Landfriedensbruch, Hausfriedensbruch, Tätliche Angriffe, Sachbeschädigung. Das alles sind ja Kavaliersdelikte, wenn sie dem guten und besseren Zweck dienen. Was ein Irrsinn.

Und sowas passiert hier täglich in diesen Land.

Bei solchen Typen kann man sich echt nur zwei weitere Hundertschaften wünschen, die Hau den Lukas spielen.
Ich gehe auf das restliche Geschwurbel gar nicht weiter erst ein, zu viel alter weißer Mann steckt in geckZ.

Bezieht sich wohl auch auf den Hambacher Forst und wer ständig davon faselt, wie das linksgrünversiffte KT (linke) Gewalt verharmlost, weiß zumindest, wessen Geistes Kind er ist, wenn man dann sowas postet.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Der Threadtitel könnte nicht passender sein.
Wenn ich lese was hier für eine Scheiße vom Stapel gelassen wird könnte ich tatsächlich kotzen.

Können wir uns alle mal in Erinnerung rufen, wie diese Diskussion ihren Ursprung nahm? Es ging ursprünglich darum, dass in einem Getränkeladen Nazi-Symbolik offen zum Verkauf angeboten wurde.
Das ist in dem Sinne besorgniserregend, da weniger die Nazi-Symbolik das Problem ist als vielmehr die Nonchalance mit der sie zur Schau getragen wird. Es spricht schon Bände, dass es in diesem Land Gegenden zu geben scheint, in denen man sich als Nazi so sicher fühlen kann, dass man seine Gesinnung so offen austragen kann. Nicht am rechten Stammtisch im Hinterzimmer, nicht auf einer polizeilich geschützten Nazi-Demo. Nein, ganz offen in einem 'stinknormalen' Getränkemarkt.

Wenn das nicht Grund und Anlass ist, auf genau dieses strukturelle Problem hinzuweisen, darauf dass augenscheinlich ganze Gemeinden, Regionen, Strukturen so weit zum rechten Sumpf geworden sind, dass Nazi-Sein nicht mehr im Untergrund stattfindet sondern Nazis offen ihre Macht demonstrieren können.
Und an der Stelle ist es mit Sicherheit auch nicht falsch zu bemerken, dass es wenig überraschend ist, dass es sich dabei um eine Ortschaft in Ostdeutschland handelt.

Und was passiert dann? Jetzt kommt ernsthaft jemand um die Ecke, der meint es sei gerade jetzt der richtige Zeitpunkt darauf hinzuweisen, dass es in Ostdeutschland ja auch viele Linksextremist*innen gäbe und man doch bitte da keinen Unterschied machen solle und Gewalt ohnehin scheiße wäre.
Und schafft es damit eine seitenlange Diskussion in Gang zu bringen darüber, dass links wie rechts doch genau so schlimm sei.

Dazu ein paar Worte von mir.
Erstens, ich finde dass das KT und seine Moderation gut daran tun würde, sich mal mit rechten Trollstrategien auseinanderzusetzen und sich auf dieser Grundlage eine Moderationsstrategie zu überlegen, die dann konsequent angewendet werden kann um auch in Zukunft die Kontrolle über die Ausrichtung des Forums zu haben.
Ich nehme nämlich mit einiger Besorgnis zur Kenntnis, dass auch im KT diese Strategien immer öfter fruchten.

Es kann einfach nicht sein, dass wir mit einem aufstrebenden Rechtsextremismus eine massive gesellschaftliche Bedrohung haben, von der durch unsägliche Argumente abgelenkt und dessen Bedrohungspotential konsequent relativiert wird.

Wie sieht so etwas ganz konkret aus und warum ist gerade die Hufeisentheorie (grob zusammengefasst: Linksextremismus und Rechtsextremismus sind im Grunde genommen das Gleiche und sind deshalb gleichermaßen abzulehnen) so nützlich als rechte Argumentationsstrategie?
Am konkreten Beispiel sieht das so aus.:
Um den Ganzen mal den Spiegel vorzuhalten:

Hier gibt's leider genauso viele Linke Spinner, siehe aktuell in Leipzig. Und auch Berlin hat da ja seine grossen Probleme.

Wie immer schließt also das eine Extrem das Andere nicht aus.
Einfach mal das Hufeisen auswerfen, schon wird nicht mehr alleine über Rechtsextremismus als Problem gesprochen, sondern dank des breiten Konsens darüber, dass ja jeder Extremismus doof ist, kann man jetzt auch über Linksextremismus schimpfen.
Das ist auf so vielen Ebenen ein Problem.
  • Es relativiert automatisch rechte Gewalt und verharmlost das Problem damit
  • Es ist universell anwendbar. Sprich, das Hufeisen lässt sich immer anwenden, wenn rechte Gewalt auftritt
  • Die Hufeisentheorie kommt so häufig zum Einsatz, dass viele Menschen die Gefahr linker Gewalt in der Regel überschätzen. Siehe auch hier, wo es @geckZ natürlich auch besonders perfide versucht: er behauptet hier (Berlin, Leipzig bzw. Ostdeutschland) gäbe es "genauso viele Linke Spinner" wie Rechte, was absolut keine Entsprechung in der Realität hat. Es gibt um ein vielfaches mehr rechte Gewalttäter*innen, das belegt auch jede Kriminalstatistik (gerne selber googeln, ansonsten liefere ich da später selbst was nach)
  • Und der wichtigste Punkt als Argumentationsstrategie: Sie öffnet die Türe, um eine Diskussion zu kapern und eigene Themen setzen zu können. Das sieht dann z.B. so aus:
Dazu bekommen die örtlichen Ordnungsbehörden durch die Politik wenig Rückhalt und teilweise werden Gesetze erlassen (Anti-Diskrimierungsgesetz), die eine z.b polizeiliche Arbeit erheblich erschweren sollen.
Das ist einfach nur noch rechte Propaganda. Da schafft es jemand in zwei Beiträgen, die Diskussion von einer offen zur Schau getragenen Nazigesinnung zu einer absoluten Bullshit-Aussage (sorry not sorry) zu lenken. Anti-Diskriminierungsgesetze erschweren die Polizeiarbeit? Ich meine, geht's noch?

Ich überspringe an der Stelle ganz viel, was mich in der nun de-railten Diskussion noch so alles zur Weißglut gebracht hat und springe direkt zum ungeheuerlichsten Zitat der letzten Seiten:

Also da hab ich lieber jemanden, der eher in die rechte Richtung tangiert, ohne natürlich Straftäter zu sein, der sein Land und seine Heimat wertschätzt und nicht überall verbrannte Erde hinterlässt, nur um seiner Unzufriedenheit Luft zu machen.

Gestern wurde zum 75. Mal der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Ausschwitz gedacht und wir sind in der gesellschaftlichen Debatte an einem Punkt, wo jemand sich so äußern kann, ohne dass diese Aussage auf massivste Gegenwehr stößt.
Wenn uns die deutsche Geschichte eines gelehrt hat, dann das historisch nichts zu mehr verbrannter Erde und zu mehr millionenfachem menschlichen Leid geführt hat, als vermeintliche Land- und Heimatliebe.
 
Ich gehe auf das restliche Geschwurbel gar nicht weiter erst ein, zu viel alter weißer Mann steckt in geckZ.

Bezieht sich wohl auch auf den Hambacher Forst und wer ständig davon faselt, wie das linksgrünversiffte KT (linke) Gewalt verharmlost, weiß zumindest, wessen Geistes Kind er ist, wenn man dann sowas postet.

Wieso likest du dann einen Beitrag, indem eindeutig gewünscht wird, dass die Polizei gegen Linke jeglicher Ausprägung explizite Gewalt anwenden sollte?

Das kann ich in seinen Beitrag so nicht erkennen, wie er es wirklich gemeint hat weiß ich natürlich nicht.
Ich entnehme aus seinen Worten nur, dass man gegen Leute die Straftaten begehen hart vorgehen soll und das würde ich unterstützen.

Übrigens finde ich dieses ständige "alter weißer Mann" Geseiere, was ja gerade in Mode ist, völlig abgedroschen und auch nicht besser als als Begriffe wie "Gutmensch" oder "linksgrünversifft".
 
Das kann ich in seinen Beitrag so nicht erkennen, wie er es wirklich gemeint hat weiß ich natürlich nicht.
Ich entnehme aus seinen Worten nur, dass man gegen Leute die Straftaten begehen hart vorgehen soll und das würde ich unterstützen.

Übrigens finde ich dieses ständige "alter weißer Mann" Geseiere, was ja gerade in Mode ist, völlig abgedroschen und auch nicht besser als als Begriffe wie "Gutmensch" oder "linksgrünversifft".
Das erkennst du nicht, erkennst aber in jedem anderen Post eine Verharmlosung linker Gewalt. Ok. Muss ich nicht verstehen.

Du scheinst dich an den ganzen Pauschalisierungen und abgedroschenen Beschimpfungen von geckZ ja auch nicht zu stören, von daher hab ich genau darauf ebenso reagiert. Ok Boomer wäre auch gegangen. My bad.
 
Der Threadtitel könnte nicht passender sein.
Wenn ich lese was hier für eine Scheiße vom Stapel gelassen wird könnte ich tatsächlich kotzen.

Können wir uns alle mal in Erinnerung rufen, wie diese Diskussion ihren Ursprung nahm? Es ging ursprünglich darum, dass in einem Getränkeladen Nazi-Symbolik offen zum Verkauf angeboten wurde.
Das ist in dem Sinne besorgniserregend, da weniger die Nazi-Symbolik das Problem ist als vielmehr die Nonchalance mit der sie zur Schau getragen wird. Es spricht schon Bände, dass es in diesem Land Gegenden zu geben scheint, in denen man sich als Nazi so sicher fühlen kann, dass man seine Gesinnung so offen austragen kann. Nicht am rechten Stammtisch im Hinterzimmer, nicht auf einer polizeilich geschützten Nazi-Demo. Nein, ganz offen in einem 'stinknormalen' Getränkemarkt.

Wenn das nicht Grund und Anlass ist, auf genau dieses strukturelle Problem hinzuweisen, darauf dass augenscheinlich ganze Gemeinden, Regionen, Strukturen so weit zum rechten Sumpf geworden sind, dass Nazi-Sein nicht mehr im Untergrund stattfindet sondern Nazis offen ihre Macht demonstrieren können.
Und an der Stelle ist es mit Sicherheit auch nicht falsch zu bemerken, dass es wenig überraschend ist, dass es sich dabei um eine Ortschaft in Ostdeutschland handelt.

Und was passiert dann? Jetzt kommt ernsthaft jemand um die Ecke, der meint es sei gerade jetzt der richtige Zeitpunkt darauf hinzuweisen, dass es in Ostdeutschland ja auch viele Linksextremist*innen gäbe und man doch bitte da keinen Unterschied machen solle und Gewalt ohnehin scheiße wäre.
Und schafft es damit eine seitenlange Diskussion in Gang zu bringen darüber, dass links wie rechts doch genau so schlimm sei.

Dazu ein paar Worte von mir.
Erstens, ich finde dass das KT und seine Moderation gut daran tun würde, sich mal mit rechten Trollstrategien auseinanderzusetzen und sich auf dieser Grundlage eine Moderationsstrategie zu überlegen, die dann konsequent angewendet werden kann um auch in Zukunft die Kontrolle über die Ausrichtung des Forums zu haben.
Ich nehme nämlich mit einiger Besorgnis zur Kenntnis, dass auch im KT diese Strategien immer öfter fruchten.

Es kann einfach nicht sein, dass wir mit einem aufstrebenden Rechtsextremismus eine massive gesellschaftliche Bedrohung haben, von der durch unsägliche Argumente abgelenkt und dessen Bedrohungspotential konsequent relativiert wird.

Wie sieht so etwas ganz konkret aus und warum ist gerade die Hufeisentheorie (grob zusammengefasst: Linksextremismus und Rechtsextremismus sind im Grunde genommen das Gleiche und sind deshalb gleichermaßen abzulehnen) so nützlich als rechte Argumentationsstrategie?
Am konkreten Beispiel sieht das so aus.:

Einfach mal das Hufeisen auswerfen, schon wird nicht mehr alleine über Rechtsextremismus als Problem gesprochen, sondern dank des breiten Konsens darüber, dass ja jeder Extremismus doof ist, kann man jetzt auch über Linksextremismus schimpfen.
Das ist auf so vielen Ebenen ein Problem.
  • Es relativiert automatisch rechte Gewalt und verharmlost das Problem damit
  • Es ist universell anwendbar. Sprich, das Hufeisen lässt sich immer anwenden, wenn rechte Gewalt auftritt
  • Die Hufeisentheorie kommt so häufig zum Einsatz, dass viele Menschen die Gefahr linker Gewalt in der Regel überschätzen. Siehe auch hier, wo es @geckZ natürlich auch besonders perfide versucht: er behauptet hier (Berlin, Leipzig bzw. Ostdeutschland) gäbe es "genauso viele Linke Spinner" wie Rechte, was absolut keine Entsprechung in der Realität hat. Es gibt um ein vielfaches mehr rechte Gewalttäter*innen, das belegt auch jede Kriminalstatistik (gerne selber googeln, ansonsten liefere ich da später selbst was nach)
  • Und der wichtigste Punkt als Argumentationsstrategie: Sie öffnet die Türe, um eine Diskussion zu kapern und eigene Themen setzen zu können. Das sieht dann z.B. so aus:

Das ist einfach nur noch rechte Propaganda. Da schafft es jemand in zwei Beiträgen, die Diskussion von einer offen zur Schau getragenen Nazigesinnung zu einer absoluten Bullshit-Aussage (sorry not sorry) zu lenken. Anti-Diskriminierungsgesetze erschweren die Polizeiarbeit? Ich meine, geht's noch?

Ich überspringe an der Stelle ganz viel, was mich in der nun de-railten Diskussion noch so alles zur Weißglut gebracht hat und springe direkt zum ungeheuerlichsten Zitat der letzten Seiten:



Gestern wurde zum 75. Mal der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Ausschwitz gedacht und wir sind in der gesellschaftlichen Debatte an einem Punkt, wo jemand sich so äußern kann, ohne dass diese Aussage auf massivste Gegenwehr stößt.
Wenn uns die deutsche Geschichte eines gelehrt hat, dann das historisch nichts zu mehr verbrannter Erde und zu mehr millionenfachem menschlichen Leid geführt hat, als vermeintliche Land- und Heimatliebe.

Da reicht ein einfaches "Gefällt mir" nicht aus. Vielen Dank für deinen, wie gewohnt, wertvollen Beitrag, der sich diesem Unsinn entgegenstellt.
 
ohne dass diese Aussage auf massivste Gegenwehr stößt.
Diese unmögliche Aussage ist mir durchaus aufgefallen und sicherlich auch vielen anderen. Ich hatte bisher keine Zeit das zu kommentieren und ehrlich gesagt bin ich auch nicht so eloquent wie du oder candlewaltz um dem entschieden und niveauvoll entgegen zu treten. Bin halt mehr der Mann fürs Grobe und will lieber Fressen polieren anstatt hoffnungslose Fälle aufzuklären.

Erstens, ich finde dass das KT und seine Moderation gut daran tun würde, sich mal mit rechten Trollstrategien auseinanderzusetzen und sich auf dieser Grundlage eine Moderationsstrategie zu überlegen, die dann konsequent angewendet werden kann um auch in Zukunft die Kontrolle über die Ausrichtung des Forums zu haben.
Ich nehme nämlich mit einiger Besorgnis zur Kenntnis, dass auch im KT diese Strategien immer öfter fruchten.
Das sehe ich ebenfalls mit Sorge, wir brauchen jemanden wie dich im Mod Team um dagegen zu steuern. Dieses ständige Verharmlosen und Ablenken von den rechten Problemen geht mir tierisch auf die Eier und es wird höchste Zeit, daß wir uns das nicht länger gefallen lassen.
 
Angefangen hat die ganze Diskussion ja eigentlich damit, dass man pauschal gegen den Osten gewettert hat, was einfach dumm ist. :deal:

Wie sich das ganze dann entwickelt hat ist natürlich unschön aber auch keine Überraschung bei KT.
 
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