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6-Monate-Challenge mit dir selbst: Verzicht auf Konsum

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Das mit den Möbeln stimmt definitiv. Wir haben auch mehrere alte Stücke bei ebay kleinanzeigen geholt, unter anderem ein altes Küchenbuffet aus den 50ern. Das haben wir wieder etwas aufgehübscht. An sowas hat man ( oder haben wir) auch viel Freude.
Mags eh nicht, wenn die Leute immer alles wegwerfen. In meiner Familie ist es aber mittlerweile Usus, erstmal uns zu fragen, ob wirs noch wollen, bevor etwas rausfliegt. :D
Hat auch nix mit Geiz zu tun, eher was mit Wertschätzung gegenüber der Handwerkskunst von früher.
Mein Kleiderschrank, den ich als Kind hatte, hat vor x-Jahren ein Verwandter von mir gemacht. Der hat schon unzählige Umzüge mitgemacht und dient mittlerweile als unser Garderobenschrank. Ich mag sowas :)

Gebraucht finden sich wirklich immer wieder viele tolle Möbelstücke. Ich mag auch diesen alten Look und das Antike sehr gerne. Manchmal guck ich auch so ein bisschen danach in Kleinanzeigen rum und hätte so Lust mich neu einzurichten, aber das würde ja dann mein eigentliches Ziel verfehlen :D

Z. B. hätte ich gerne einen Spind und hab mich daran erinnert, dass mein Papa in den 90ern einen hatte. Der wurde aber leider entsorgt und die sind wohl gebraucht auch ziemlich teuer.
 
Find es etwas schade was aus meinem Thread gemacht wird. Für mich ist es durchaus ein wichtiges Thema. Wer sich selbst damit nicht identifizieren kann, muss sich nicht angesprochen fühlen - braucht es aber auch nicht ins Lächerliche ziehen. Dachte eigentlich, wir wären alle erwachsen.

Unabhängig davon muss man sich auch nicht an dem Wort "Challenge" aufhängen. Es ist kein Wettbewerb mit Regeln, sondern eine persönliche Herausforderung an einen selbst. Für den einen ist sie eben größer (da gehöre ich dazu), der andere hat damit kein Problem und wiederum andere kein Interesse daran. Dann klickt einfach weg, aber macht euch nicht über mich lustig.
Hm, sorry aber das Wort challenge hat direkt den martialischen Krieger in mir geweckt. Wenn es eher um ne Diskussion und umdenken geht dann is ja auch ok. War halt nicht so direkt ersichtlich für mich. Was mich betrifft so verzichte ich sehr oft. Ich könnte mir vermutlich unfassbar viele Dinge leisten denke mir dann aber auch oft dass es eh nur temporärer befriedigung dient und lasse es bleiben. Und auch was ich mir da letzten Endes wirklich leiste und was da für ein rattenschwanz dran hängt hält mich i.d.R. davon ab den kaufbutton zu drücken. Ich hab für mich schon länger Frieden damit geschlossen dass ich zwar im Prinzip alles haben kann aber eigentlich nicht brauche und schon gar nicht solange die welt so ist wie sie ist. Ich fände es schön wenn es von allem weniger gebe so dass vielleicht auch andere nur einen Funken dessen bekommen was ich genießen darf.
 
Hm, sorry aber das Wort challenge hat direkt den martialischen Krieger in mir geweckt. Wenn es eher um ne Diskussion und umdenken geht dann is ja auch ok. War halt nicht so direkt ersichtlich für mich. Was mich betrifft so verzichte ich sehr oft. Ich könnte mir vermutlich unfassbar viele Dinge leisten denke mir dann aber auch oft dass es eh nur temporärer befriedigung dient und lasse es bleiben. Und auch was ich mir da letzten Endes wirklich leiste und was da für ein rattenschwanz dran hängt hält mich i.d.R. davon ab den kaufbutton zu drücken. Ich hab für mich schon länger Frieden damit geschlossen dass ich zwar im Prinzip alles haben kann aber eigentlich nicht brauche und schon gar nicht solange die welt so ist wie sie ist. Ich fände es schön wenn es von allem weniger gebe so dass vielleicht auch andere nur einen Funken dessen bekommen was ich genießen darf.

Heute Morgen hatte ich noch nicht darüber nachgedacht, dass der Begriff den Spieler in uns natürlich noch zusätzlich reizen könnte :ugly:

Dass ist eben auch ein guter Punkt. Ich mach mir Gedanken darüber, ob ich ein neues Spiel für den PC oder die PS kaufe und woanders könnten ganze Familien wochenlang allein nur mit dem Materialwert der Geräte an sich ernährt werden.

Eine Kollegin hat gestern mit meinem Chef über Taschen gesprochen und meinte zu ihm, dass sie einen totalen Tick hat und ihre neuen Taschen jetzt schon immer vor ihrem Mann verstecken muss. Das empfand ich so abstoßend. Zumal dann darüber philosophiert wurde, dass es keine Frau geben kann, die keinen Taschentick hat. Gehört zum größten Bullshit ever.
 
Würde es probieren wollen, auch wenn ich es sehr schwierig finde. Bin jemand der viel arbeitet und auch viel dadurch genervt ist und dadurch das Geld dann verpulvert. Daher wäre es interessant was machbar ist.

Ich würde versuchen den Stress anders zu kompensieren. Hab die letzten Monate z. B. die Podcasts von Madame Moneypenny gehört und, auch, wenn ich nicht zu allen Punkten Ja und Amen sagen würde, empfand ich sie schon als recht inspirierend. Zumindest wenn es darum geht etwas mehr auf seine finanziellen Mittel Acht zu geben.

Unabhängig davon will ich dir aber persönlich auch sagen, dass es nie schaden kann über eine berufliche Veränderung im Leben nachzudenken. Vor allem, wenn man Dauergenervt ist. Noch bis vor kurzem war ich aufgrund der Arbeit teilweise in einem richtigen Loch und an manchen Tagen schon vor acht Uhr morgens auf 180. Ich hab dann nach einigen Jahren endlich was geändert. Bis dato fühlt es sich nach einer sehr guten Entscheidung an, ob mein neuer AG eine langfristige Perspektive ist, wird sich natürlich erst noch zeigen.
 
Mir fällt Verzicht nicht sonderlich schwer, da ich aus bescheidenen Verhältnissen komme, und erst mit 37 Jahren meine Ausbildung beendet habe.

Ich verdiene quasi überhaupt erst seit einem Jahr mein erstes eigenes Geld. Zwar habe ich mir direkt einen TV gekauft, aber auch nur, weil der alte defekt war. Und so handhabe ich es eigtl. grundsätzlich. Neu gekauft wird nur, wenn etwas kaputt ist oder dringend benötigt wird. Einfach nur so mal ein Handy oder ähnliches würde mir im Traum nicht einfallen.

Ich besitze kein Auto und war noch nie im Urlaub (außer als Kind mit den Eltern). Im Supermarkt achte ich auch auf die Preise, weshalb ich mir auch keine „Luxus“ Marken wie Häagen Dazs oder Ben & Jerrys leiste. Meine Kleidung besteht hauptsächlich aus Bandshirts von Konzerten. Konzerte sind übrigens tatsächlich der einzige Luxus den ich mir relativ regelmäßig gönne.

Trotzdem hatte ich nie den Eindruck, dass es mir an etwas mangelt. Im Gegenteil, ich bin relativ zufrieden. Als Kind ging es mir wesentlich schlechter und ich bin in der Lage meinen Kindern mehr zu ermöglichen als es bei mir damals der Fall war. Letztes Jahr habe ich meinem kleinen eine Carrera Bahn geschenkt, was mir vermutlich genauso viel Freude bereitet hat wie ihm. Einfach weil ich als Kind keine Carrera Bahn hatte.

Hier im KT ist es in meinen Augen ziemlich extrem. Die meisten scheinen ein extrem gutes Einkommen zu haben, kein Vergleich zu meinem gewohnten Umfeld. Hier wohnen viele in Häusern, fahren dicke Autos und reisen um die Welt. Muss schon geil sein. Aber was man nicht kennt, vermisst man nicht. Ich bin über jeden Monat froh, an dessen Ende ich nicht ins Minus rutsche.

Zwar gönne ich mir vereinzelt auch was, aber wenn ich sage: „ich gönne mir“, würde der durchschnittliche KTler im Vergleich vermutlich irre glucksen. Meine letzte, im Prinzip unnötige Anschaffung war ein Laptop, und zwar das günstigste China Teil das ich finden konnte. Hauptsache es erfüllt seinen Zweck. Und das tut es. Es muss nicht immer die super duper premium deluxe Marke sein.

Auch wenn ich das hier nicht als „Challenge“ sehe, so würde ich sofort „challenge accepted“ sagen. Ich finde es auch schön, dass @Wolkenspaziererin vielleicht für den einen oder anderen einen kleinen Denkanstoß gibt. Und wer nicht darüber nachdenken möchte, kann dem Thread ja fernbleiben. Niemand wird gezwungen sich mit einem Thema auseinanderzusetzen, und manch Kommentar fand ich hier wieder echt KT typisch.
 
Finde das Threadthema sehr interessant. Ich poste zwar nicht im "Frisch gekauft" oder "Eure neusten Games"-Thread, aber gerade was Videospiele angeht, kaufe ich schon seit einigen Jahren mehr, als ich tatsächlich zocke.

Zu meiner Schulzeit konnte ich noch behaupten, nahezu alle Spiele in meinem Regal durchgespielt zu haben, und davon bewege ich mich immer weiter weg... was auch irgendwo Sinn ergibt, da ich im Vergleich zu damals mehr Geld für Spiele und weniger Zeit zum Zocken habe.

Jedenfalls spiele ich mit dem Gedanken, das wieder umzukehren, da ich mich ohnehin nie als Sammler gesehen habe und auch keiner sein möchte. Wirklich glücklich machen mich ungespielte Games in meinem Regal jedenfalls nicht und sind im Grunde nutzlos, solange ich sie nicht auch tatsächlich zocke.

Konkret habe ich mir vorgenommen, meine Amazonbestellungen im Vergleich zum Vorjahr (stark) zu reduzieren und grundsätzlich nur noch Games zu kaufen, die ich kurz darauf auch wirklich spielen will.

Ich mache mir sonst nie Vorsätze fürs neue Jahr. Mal sehen, was draus wird.
 
iu
 
Ich besitze kein Auto und war noch nie im Urlaub
Beides würde mich auf Dauer mehr belasten als entlasten.

Ich muss einfach mal raus kommen und abzuschalten. Einfach mal ein paar Tage weg, um nichts kümmern, im Hotel wohnen, das Bett wird gemacht, das Essen wird einem gekocht und man kann einfach die Seele baumeln lassen und entspannen. Einfach alle Alltagssorgen hinter sich lassen. Und natürlich ist das gleichzeitig auch ein Luxus. Aber für mich unglaublich wichtig, um wieder Kraft und Energie für den Alltag zu tanken.

Und dabei muss es nicht nach Thailand gehen, ein paar Tage an der Nord-/Ostsee reichen schon. :)
 
Beides würde mich auf Dauer mehr belasten als entlasten.

Ich muss einfach mal raus kommen und abzuschalten. Einfach mal ein paar Tage weg, um nichts kümmern, im Hotel wohnen, das Bett wird gemacht, das Essen wird einem gekocht und man kann einfach die Seele baumeln lassen und entspannen. Einfach alle Alltagssorgen hinter sich lassen. Und natürlich ist das gleichzeitig auch ein Luxus. Aber für mich unglaublich wichtig, um wieder Kraft und Energie für den Alltag zu tanken.

Und dabei muss es nicht nach Thailand gehen, ein paar Tage an der Nord-/Ostsee reichen schon. :)

Stimm dir weitesgehend zu, allerdings mussten wir letztes Jahr Zuhause bleiben, weil es finanziell nicht ging. Wir hatten einen wunderschönen Sommerurlaub daheim, sodass ich eigentlich nichts vermisst hatte. War so toll, dass wir dieses Jahr beschlossen haben im Sommer nur spontan nach Italien zu fahren. Und das entscheiden wir dann einfach wenn es soweit ist :lol:
 
Finde das Threadthema sehr interessant. Ich poste zwar nicht im "Frisch gekauft" oder "Eure neusten Games"-Thread, aber gerade was Videospiele angeht, kaufe ich schon seit einigen Jahren mehr, als ich tatsächlich zocke.

Zu meiner Schulzeit konnte ich noch behaupten, nahezu alle Spiele in meinem Regal durchgespielt zu haben, und davon bewege ich mich immer weiter weg... was auch irgendwo Sinn ergibt, da ich im Vergleich zu damals mehr Geld für Spiele und weniger Zeit zum Zocken habe.

Jedenfalls spiele ich mit dem Gedanken, das wieder umzukehren, da ich mich ohnehin nie als Sammler gesehen habe und auch keiner sein möchte. Wirklich glücklich machen mich ungespielte Games in meinem Regal jedenfalls nicht und sind im Grunde nutzlos, solange ich sie nicht auch tatsächlich zocke.

Konkret habe ich mir vorgenommen, meine Amazonbestellungen im Vergleich zum Vorjahr (stark) zu reduzieren und grundsätzlich nur noch Games zu kaufen, die ich kurz darauf auch wirklich spielen will.

Ich mache mir sonst nie Vorsätze fürs neue Jahr. Mal sehen, was draus wird.

So ging es mir auch mal, hab dann mein Spieleportfilio (außer bei Nintendo) auf 5 begrenzt, d.h. ich besitze z.b. nie mehr als 5 PS4 Spiele. Bevor ein neues gekauft wird, wird ein altes verkauft, ob durchgespielt oder nicht.
 
Ist ein interessantes Thema welches mich schon länger beschäftigt und über die Jahre dazu bewogen hat viel an meinem Konsumverhalten und Leben (eigentlich ja widerwärtig, Konsum und Leben in einem Satz zu erwähnen aber so tief sitzt es halt bereits) zu ändern.

Das fing damit an, dass ich mich mit Fair Trade Klamotten beschäftigt habe und ist nun soweit gegangen, dass ich eigentlich fast nur mehr qualitativ hochwertige Kleidung aus Europa kaufe, was dazu führt, dass ich nur ganz selten neue Kleidung kaufe, da meine gekaufte Kleidung idR sehr lange hält. Selbiges bei Dingen wie dem Mobiliar, wo ich auf hochwertige Handwerksware statt Ikea (Schurkenkonzern) setze (gibts übrigens auch einen großen Gebrauchtmarkt dazu, da es viele Leute mit zu viel Cash gibt die sich Handwerksware kaufen aber dann im Ikea Style regelmäßig wechseln). Kostet zwar mehr aber das sind Gegenstände die man sich idR einmal kauft und dann ein ganzes Leben lang halten. Bin allgemein ein großer Fan des "buy once"-Prinzips, also versuche wenn möglich immer Produkte zu kaufen die auf maximale Langlebigkeit ausgelegt sind. Bin dadurch zwar nicht hip aber Mode-Trends waren mir zum Glück schon immer völlig egal, weshalb die Suggestivkraft der perfiden Werbeindustrie sowieso kaum Wirkung auf mich hatte und es mir daher sehr leicht fiel.

Nach dem Prinzip ging ich auch bei der Ernährung und habe versucht so viel wie nur möglich regional zu kaufen. Da fing dann die Sache mit dem Fleisch an. Zuerst nur mehr hochwertiges Fleisch, dann weniger da teurer und allgemein der Verzichtsgedanke da war. Also nicht der auf einen kompletten Verzicht, sondern die Konsumeinschränkung. Irgendwann habe ich mir dann aber gedacht, dass der Schritt zum kompletten Verzicht auch nicht mehr besonders groß ist und dann hab ich das halt probiert und bin dabei geblieben.

Das lässt sich ebenso auf meine Mobilität ummünzen. Fahre mittlerweile mit den Öffentlichen Verkehrsmittel in die Arbeit und habe meinen alten, schrottreifen Kombi gegen einen gebrauchten Kleinwagen ums kleine Geld getauscht (ganz ohne Auto gehts halt leider einfach nicht am Land, ohne entsprechende Infrastruktur), für die paar Fahrten die neben meiner Arbeitsstrecke anfallen. Mein Motorrad habe ich inzwischen auch verkauft. Geflogen bin ich jetzt schon seit Jahren nicht mehr und habs eigentlich nicht vor in Zukunft. Gibt da viele Destinationen in Europa die ich mir zuvor gerne ansehen würde und für die ein Flug nicht notwendig ist.

Wo ich aber noch ziemlich schleißig bin sind meine Hobbies. Liegt aber auch daran, dass wir es hier teils mit Branchen zu tun haben die einen feuchten auf Langlebigkeit geben und sich eher durch ihre extreme Schnelllebigkeit auszeichnen. Ja, damit meine ich den gesamten Elektronikmarkt, wobei ich hier dennoch darauf achte, Dinge nicht völlig grundlos zu entsorgen und mir Neues zu kaufen. Versuche hier idR dann doch abzuwarten, bis mein alter Plunder entweder kaputt ist oder er hoffnungslos überholt ist - manchmal gelingt mir das sehr lange und manchmal bin ich weniger willensstark. Ein gutes Beispiel ist mein 15 Jahre alter 720p Philips, den ich immer noch im Betrieb habe und der einfach nicht kaputt gehen will. Werde den auch so lange nicht ersetzen bis er tatsächlich den Geist aufgibt.
 
Ist ein interessantes Thema welches mich schon länger beschäftigt und über die Jahre dazu bewogen hat viel an meinem Konsumverhalten und Leben (eigentlich ja widerwärtig, Konsum und Leben in einem Satz zu erwähnen aber so tief sitzt es halt bereits) zu ändern.

Das fing damit an, dass ich mich mit Fair Trade Klamotten beschäftigt habe und ist nun soweit gegangen, dass ich eigentlich fast nur mehr qualitativ hochwertige Kleidung aus Europa kaufe, was dazu führt, dass ich nur ganz selten neue Kleidung kaufe, da meine gekaufte Kleidung idR sehr lange hält. Selbiges bei Dingen wie dem Mobiliar, wo ich auf hochwertige Handwerksware statt Ikea (Schurkenkonzern) setze (gibts übrigens auch einen großen Gebrauchtmarkt dazu, da es viele Leute mit zu viel Cash gibt die sich Handwerksware kaufen aber dann im Ikea Style regelmäßig wechseln). Kostet zwar mehr aber das sind Gegenstände die man sich idR einmal kauft und dann ein ganzes Leben lang halten. Bin allgemein ein großer Fan des "buy once"-Prinzips, also versuche wenn möglich immer Produkte zu kaufen die auf maximale Langlebigkeit ausgelegt sind. Bin dadurch zwar nicht hip aber Mode-Trends waren mir zum Glück schon immer völlig egal, weshalb die Suggestivkraft der perfiden Werbeindustrie sowieso kaum Wirkung auf mich hatte und es mir daher sehr leicht fiel.

Nach dem Prinzip ging ich auch bei der Ernährung und habe versucht so viel wie nur möglich regional zu kaufen. Da fing dann die Sache mit dem Fleisch an. Zuerst nur mehr hochwertiges Fleisch, dann weniger da teurer und allgemein der Verzichtsgedanke da war. Also nicht der auf einen kompletten Verzicht, sondern die Konsumeinschränkung. Irgendwann habe ich mir dann aber gedacht, dass der Schritt zum kompletten Verzicht auch nicht mehr besonders groß ist und dann hab ich das halt probiert und bin dabei geblieben.

Das lässt sich ebenso auf meine Mobilität ummünzen. Fahre mittlerweile mit den Öffentlichen Verkehrsmittel in die Arbeit und habe meinen alten, schrottreifen Kombi gegen einen gebrauchten Kleinwagen ums kleine Geld getauscht (ganz ohne Auto gehts halt leider einfach nicht am Land, ohne entsprechende Infrastruktur), für die paar Fahrten die neben meiner Arbeitsstrecke anfallen. Mein Motorrad habe ich inzwischen auch verkauft. Geflogen bin ich jetzt schon seit Jahren nicht mehr und habs eigentlich nicht vor in Zukunft. Gibt da viele Destinationen in Europa die ich mir zuvor gerne ansehen würde und für die ein Flug nicht notwendig ist.

Wo ich aber noch ziemlich schleißig bin sind meine Hobbies. Liegt aber auch daran, dass wir es hier teils mit Branchen zu tun haben die einen feuchten auf Langlebigkeit geben und sich eher durch ihre extreme Schnelllebigkeit auszeichnen. Ja, damit meine ich den gesamten Elektronikmarkt, wobei ich hier dennoch darauf achte, Dinge nicht völlig grundlos zu entsorgen und mir Neues zu kaufen. Versuche hier idR dann doch abzuwarten, bis mein alter Plunder entweder kaputt ist oder er hoffnungslos überholt ist - manchmal gelingt mir das sehr lange und manchmal bin ich weniger willensstark. Ein gutes Beispiel ist mein 15 Jahre alter 720p Philips, den ich immer noch im Betrieb habe und der einfach nicht kaputt gehen will. Werde den auch so lange nicht ersetzen bis er tatsächlich den Geist aufgibt.


Diese Erfahrung hab ich auch zum Teil gemacht.

Ich bin mit den Jahren sehr genügsam geworden, zum Teil vielleicht sogar langweilig im Bezug meines Konsums. Ich renne mit Jogginghosen herum (auch weil mir anderen Hosen zum Teil nicht passen und durch den Sport immer neue kaufen müsste), trage T-Shirts so lange wie es geht und hab sonst kaum großartige Ausgaben. Okay, eine (Miet-)Wohnung ist heutzutage nicht billig und wegen meiner Freundin sind wir in einer größere, schönere Umgezogen.

Dennoch genieße ich es auch mir was Schönes zu kaufen und kann mir "größere" Dinge aufgrund meiner geringen Ausgaben auch leisten. Ist es nötig z.B. einen neuen Kühlschrank zu haben? Nein, aber ich schätze es sehr. Hoffentlich hält dieser dann die versprochenen 10 Jahre (Garantie vom Hersteller).

Ich denke das Hauptthema ist einfach das eigene Bewusstsein. Was brauchst DU wirklich? Macht dich das neueste Handy glücklich? Wenn ja und du kannst es dir leisten, dann go for it. Nein? Dann lass es.

Ich hab die Einstellung mit den Jahren entwickelt, dass ich wirklich fast auf alles Materielle verzichten kann. Für mich ist das, auch wenn es sehr kitschig klingen mag, ein Gefühl von Freiheit. Ich genieße wie schon gesagt auch materielle Dinge, aber im Endeffekt sind sie absolut unwichtig.
 
Ich muss einfach mal raus kommen und abzuschalten. Einfach mal ein paar Tage weg, um nichts kümmern, im Hotel wohnen, das Bett wird gemacht, das Essen wird einem gekocht und man kann einfach die Seele baumeln lassen und entspannen. Einfach alle Alltagssorgen hinter sich lassen. Und natürlich ist das gleichzeitig auch ein Luxus. Aber für mich unglaublich wichtig, um wieder Kraft und Energie für den Alltag zu tanken.

Und dabei muss es nicht nach Thailand gehen, ein paar Tage an der Nord-/Ostsee reichen schon. :)
Wenn das im Rahmen bleibt kann ich das super nachvollziehen und machen wir auch ein oder zwei Mal im Jahr.

Vor zehn Jahren hatte ich 60h die Woche usw. und ich war fast jedes Wochenende an der Nordseeküste. Samstagmorgen zwei Stunden hin und am Sonntagabend zwei Stunden zurück. Ich musste lernen, dass ich auch mit weniger Geld auskommen kann und dadurch auch weniger Verantwortung übernehmen muss. Wenn der Alltag einen nicht komplett auffrisst, dann ist der Zwang für die Erholung weg fahren zu müssen deutlich geringer. :)
 
Diese Erfahrung hab ich auch zum Teil gemacht.

Ich bin mit den Jahren sehr genügsam geworden, zum Teil vielleicht sogar langweilig im Bezug meines Konsums. Ich renne mit Jogginghosen herum (auch weil mir anderen Hosen zum Teil nicht passen und durch den Sport immer neue kaufen müsste), trage T-Shirts so lange wie es geht und hab sonst kaum großartige Ausgaben. Okay, eine (Miet-)Wohnung ist heutzutage nicht billig und wegen meiner Freundin sind wir in einer größere, schönere Umgezogen.

Dennoch genieße ich es auch mir was Schönes zu kaufen und kann mir "größere" Dinge aufgrund meiner geringen Ausgaben auch leisten. Ist es nötig z.B. einen neuen Kühlschrank zu haben? Nein, aber ich schätze es sehr. Hoffentlich hält dieser dann die versprochenen 10 Jahre (Garantie vom Hersteller).

Ich denke das Hauptthema ist einfach das eigene Bewusstsein. Was brauchst DU wirklich? Macht dich das neueste Handy glücklich? Wenn ja und du kannst es dir leisten, dann go for it. Nein? Dann lass es.

Ich hab die Einstellung mit den Jahren entwickelt, dass ich wirklich fast auf alles Materielle verzichten kann. Für mich ist das, auch wenn es sehr kitschig klingen mag, ein Gefühl von Freiheit. Ich genieße wie schon gesagt auch materielle Dinge, aber im Endeffekt sind sie absolut unwichtig.

Das was Du geschrieben hast Fanmake, trifft eigentlich auch ganz genau auf mich zu (bis auf das mit den Jogginghosen, hab aber auch nur 75er Schenkel). :grins:

Mir persönlich ist es immer sehr wichtig eine möglichst große Reserve in der Rückhand zu haben, damit mich nichts kalt erwischen kann.

Wenn ich mir was gönne, dann sind es meist auch größere Sachen, die ich dann aber auch sehr lange wirklich genieße, wie zB. mein 82 Zoll 4K Monster, oder mein Stressless Sessel davor, oder mein Elite Controller, das ist Luxus pur, den ich aber auch täglich nutze und feiere.

Das einzige was zur Zeit ein wenig zu viel wurde waren ein paar 4k Scheiben zu viel, aber da hab ich jetzt eh auch die Schnauze erstmal von voll.

Davon ab habe ich zwei Kinder 18&15 Jahre alt, beide haben gerade Ihren Führerschein gemacht und brauchen ja auch was zum fahren und hier reden wir dann über Anschaffungen im fünfstelligen Bereich und von der Mutter kommt da nichts.

Früher hab ich auch mal Dinge gesammelt, wie Comics, Figuren, Spiele und Filme, aber hab dann irgendwann festgestellt das mich das in keinster Weise glücklicher macht und alles raus geschmissen, das hat sich richtig nach Befreiung angefühlt.

Finde es gut das unser Wölkchen dieses Thema ins KT gebracht hat, den Konsumopfa's haben wir hier ja mehr als genug. :waah:
 
Das was Du geschrieben hast Fanmake, trifft eigentlich auch ganz genau auf mich zu (bis auf das mit den Jogginghosen, hab aber auch nur 75er Schenkel). :grins:

Mir persönlich ist es immer sehr wichtig eine möglichst große Reserve in der Rückhand zu haben, damit mich nichts kalt erwischen kann.

Wenn ich mir was gönne, dann sind es meist auch größere Sachen, die ich dann aber auch sehr lange wirklich genieße, wie zB. mein 82 Zoll 4K Monster, oder mein Stressless Sessel davor, oder mein Elite Controller, das ist Luxus pur, den ich aber auch täglich nutze und feiere.

Das einzige was zur Zeit ein wenig zu viel wurde waren ein paar 4k Scheiben zu viel, aber da hab ich jetzt eh auch die Schnauze erstmal von voll.

Davon ab habe ich zwei Kinder 18&15 Jahre alt, beide haben gerade Ihren Führerschein gemacht und brauchen ja auch was zum fahren und hier reden wir dann über Anschaffungen im fünfstelligen Bereich und von der Mutter kommt da nichts.

Früher hab ich auch mal Dinge gesammelt, wie Comics, Figuren, Spiele und Filme, aber hab dann irgendwann festgestellt das mich das in keinster Weise glücklicher macht und alles raus geschmissen, das hat sich richtig nach Befreiung angefühlt.

Finde es gut das unser Wölkchen dieses Thema ins KT gebracht hat, den Konsumopfa's haben wir hier ja mehr als genug. :waah:
Führerschein mit 15? Wie jetzt?
 
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