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Was wäre den eure Meinung nach hilfreicher gegen die Mietexplosion in Berlin?

Die Nachfrage in Berlin ist so hoch, dass man sie schon vor der Einführung des Mietendeckels nicht bedienen konnte.
- Starke Schieflage beim Angebot und Nachfrage. Die dazu geführt hat, dass die Mietpreise innerhalb eines Jahrzehnts um 104% gestiegen sind. Ende ohne Mietdeckel nicht in Sicht.

Berlin erwartet zudem bis ins nächste Jahrzehnt einen höheren Nachzug als wie man bis 2030 neuen Baugrund schaffen könnte.
- Berlin fehlen heute schon über 100.000 Wohnungen und erwartet bis Mitte des nächsten Jahrzehnts einen Zuzug von knapp 20.000 Menschen pro Jahr.
- Die Berliner Staatentwicklung hat in Berlin bis 2030 nur Platz für weitere 100.000 Wohnungen, ab 2030 verhandelt man neu und dann geht es ans heikle Thema der Kleingartenanlagen die man dann für mehr Baugrund wegbetonieren muss.


Meiner Meinung nach muss man in Berlin vielleicht mal darüber Nachdenken den Zuzug zu regulieren.
 
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Das im Artikel verlinkte Interview lohnt sich aber auch nochmal zu lesen. :roll:

- Die Genossenschaften "Gemeinnützigen Baugenossenschaft Steglitz" und "bauen wohnen vertrauen" steigen aus dem Projekt Wohnungsbau auf den Buckower Feldern aus.
- Die Berliner Genossenschaft "bauen wohnen vertrauen", dessen Durchschnittsmiete sie in ihrem aktuellen Bestand mit 5,50 Eu/m² angeben, begründet das so: Da es ihnen an zusätzlichem Kapital fehle (6,5 Millionen Euro), weil man ursprünglich geplant habe alle 3 Jahre die Mieten im Bestand um knapp 5% zu erhöhen und man neben den geplanten 120 Wohnungen am Buckower Feld schon in Bauprojekte in Berlin investiere für knapp 600 - 700 Wohnungen die man allerdings bauen werde. Das Geld reiche nur halt nicht mehr auch noch für das geplante Projekt am Buckower Feld aufgrund fehlender eingeplanten zukünftigen Mehreinnahmen.


Das ist natürlich ärgerlich, dass der Mietendeckel zum teil leider auch die trifft die eigentlich nicht das große Problem am Wohnungsmarkt darstellen. Andererseits beweist diese Genossenschaft, mit dem geplanten Bau von 600 - 700 neuen Wohnungen, dass es sich trotz Mietendeckel lohnt in Berlin in Neubau zu investieren. Und wären alle Investoren so human und würden nur alle 3 Jahre die Mieten um 5% erhöhen (um in weiteren Wohnbau zu investieren). Bräuchte es so drastische Schritte wie den Mietendeckel nicht. Denn das Problem sind und waren ja nie die Genossenschaften in Berlin, auch wenn sie leider indirekt nun mit vom Mietendeckel betroffen sind. Das Problem sind die Privaten Investoren, die dafür gesorgt haben dass die Mieten in Berlin innerhalb von 10 Jahren um 104% angestiegen sind.

Und um diesen Wahnsinn zu stoppen braucht es nun mal so etwas wie den Mietendeckel (da 2 Versuche mit der Mietpreisbremse schon nicht funktioniert haben). In Berlin sind die Mieten auf einem Preisniveau angelangt, wo sich kein Investor mehr über zuwenig Rendite beklagen kann. Der Mietendeckel ist richtig, da notwendig. Gehört aber vielleicht etwas angepasst, damit sowas wie am Buckower Feld nicht noch weiter den zähen Bau in Berlin ausbremst.


Aber so ein Artikel ist natürlich das gefundene Fressen für alle Mietendeckel-Gegener, die aber selbst keine Lösung haben wie man in Berlin die Mietexplosion stoppen/bremsen kann. Was wäre den die Alternative? Mietendeckel weg, die Berliner weiterhin mit exorbitant steigenden Mieten konfrontieren. Es würde im Gegenzug dafür etwas mehr gebaut. Allerdings trotzdem weiterhin weit hinter jeglicher Nachfrage -> was wieder dafür führt dass die Mieten erstmal weiter so steigen. Mit der Brechstange die Gentrifizierung in Rekordzeit vorangetrieben wird und Wohnen in Berlin zum Luxus wird mit all seinen Folgen. Wer soll den in Berlin irgendwann noch die Brötchen backen oder Kioskgeschäfte führen? Die armen Schweine die überteuert in heruntergekommenen und unattraktiven Ghettos im Speckgürtel wohnen? Ist das eure Vorstellung des zukünftigen Miteinanders des Lebens in einer Stadt?

Ihr habt doch ganz ehrlich gesagt auch überhaupt gar keinen Plan zur Lösung des Problems.
Wieso sollte Hinz und Kunz eine Lösung für solch komplexe Materie besitzen? Aber es gibt genügend Experten aus der Branche die genau das vorhergesagt haben was die Konsequenz sein wird. Und ich hätte als Vorschlag dass wenn das Geld nicht reicht, man übers Geld reden muss, wieso hat man zuwenig Geld für die Miete? In München verdient man ja auch angepasst an die Miete, Zuschuss für die Wohnung durch Harz4 in München ist deutlich höher als in Berlin. Also es gibt schon Möglichkeiten. Aber klar, die Erhöhung von Löhnen ist ebenso ein Eingreifen in den Markt und wird genauso negative Auswüchse haben. Eventuell wird der Chef dann nicht mehr so viel Überschuss haben, sollte eigentlich ganz in deinem Interesse sein.
 
Was wäre den eure Meinung nach hilfreicher gegen die Mietexplosion in Berlin?

Die Nachfrage in Berlin ist so hoch, dass man sie schon vor der Einführung des Mietendeckels nicht bedienen konnte.
- Starke Schieflage beim Angebot und Nachfrage. Die dazu geführt hat, dass die Mietpreise innerhalb eines Jahrzehnts um 104% gestiegen sind. Ende ohne Mietdeckel nicht in Sicht.

Berlin erwartet zudem bis ins nächste Jahrzehnt einen höheren Nachzug als wie man bis 2030 neuen Baugrund schaffen könnte.
- Berlin fehlen heute schon über 100.000 Wohnungen und erwartet bis Mitte des nächsten Jahrzehnts einen Zuzug von knapp 20.000 Menschen pro Jahr.
- Die Berliner Staatentwicklung hat in Berlin bis 2030 nur Platz für weitere 100.000 Wohnungen, ab 2030 verhandelt man neu und dann geht es ans heikle Thema der Kleingartenanlagen die man dann für Mehr Baugrund wegbetonieren muss.


Meiner Meinung nach muss man in Berlin vielleicht mal darüber Nachdenken den Zuzug regulieren.
eieieieieiei.... den zuzug regulieren? also mal ganz davon abgesehen davon, dass hohe mietpreise genau das tun: ist es nicht das verfassungsgemäße recht eines jeden hier zu leben wo er will? wie genau soll denn der zuzug reguliert werden ohne dabei gegen das GG zu verstoßen?

der mietendeckel jedenfalls wird rein gar nichts ändern. der macht die lage nur schlimmer, aber das hatten wir alles schon einmal.
 
Zuzug regulieren? Superidee :lol:

Mal ehrlich, die Freizügigkeit ist einer der größten Errungenschaften der EU, die zurecht mit Zähnen und Klauen verteidigt wird, aber in Deutschland braucht man demnächst eine Genehmigung, um nach Berlin zu ziehen?
 
Ich gebs zu alberne Idee und etwas zuweit vorgeprescht.

Den Mietendeckel befürworte ich aber weiterhin.
Das Stadtleben sollte kein Luxus sein, dass sich nur die besser Verdienenden leisten können und dabei die schlechter Verdienenden aus den Städten verdrängt. Eine Stadt sollte auch für weite Teile der Bevölkerung bezahlbar sein.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Eine zu Ende gedachte (und gut umgesetzte) Mietpreisbremse wäre schon mal ein Anfang gewesen.

Dann wäre es total sinnvoll, wenn die Stadt ein passendes Gesamtkonzept hätte, wie man mehr, schneller und unbürokratischer neuen Wohnraum schaffen kann. Aber dazu müsste man auch Kapital in die Hand nehmen (oh Wunder, da ist es wieder, das verhasste Kapital...), was Berlin nicht hat. Ganz allgemein sollte die zukünftige Städteplanung anders aussehen wie jetzt, aber das kriegt nicht nur Berlin nicht gebacken.

Ey, der Tagesspiegel ist doch schon ein linksorientiertes Blatt, die haben doch kein Interesse, "ihrer" Leserschaft in die Suppe zu spucken, wenn es nicht den Tatsachen entspräche.
 
Angebot und Nachfrage, das regelt sich immer von selbst.

Vor allem auch unabhängig von den Steinen, die man dem Markt in den Weg scheißen will. Wenn es nicht über die Miete geht, finden sich andere Wege, wie man ja bei den bisherigen Experimenten dieser Art gesehen hat. Nur sind die idR noch unangenehmer für die Betroffenen, von der Ineffizienz mal ganz zu schweigen.
 
Angebot und Nachfrage, das regelt sich immer von selbst.

- Heißt in diesem Fall für Berlin, dass die Nachfrage größer ist als das Angebot.
Eine Schieflage die innerhalb von 10 Jahren dazu geführt hat, dass die Mietpreise in Berlin um 104% zugelegt haben.
Was dazu geführt hat dass viele Menschen ihre Wohnungen verloren haben, manche sich sogar schon das Leben genommen haben (Die Geschichte vom alten Ehepaar habe ich ja schon mal erzählt). Viele alt-Berliner mittlerweile fast 50% statt wie früher 30% für ihre Miete zahlen.

- Man die Nachfrage auch bis weit ins nächste Jahrzehnt nicht nachkommen wird, weil alleine auch schon der Baugrund fehlt um die Nachfrage zudecken. Was somit heißt, dass die Mieten auch erstmal weiterhin so rasant steigen werden. Was dazu führen wird, dass Wohnen und Leben in einer Stadt wie Berlin ein gewisser Luxus sein wird. Menschen mit gewissen Einkommen nicht mal die Chance haben in Berlin leben zu können. Menschen mit Vermögen rein und Abgehängte mit kleinen Einkommen wieder raus.

Hab das schon verstanden wofür man hier steht.


:lol:
 
Berlin ist nun mal wahnsinnig attraktiv geworden, das fing vor 20 jahren an und wird sich auch nicht mehr aufhalten lassen, Veränderung gehört zum leben dazu, nur mit etwas Glück bleibt man davon verschont. Due kannst Entwicklung nicht aufhalten, oder wenn du sie aufhälst geht es trotzdem zu grunde.
 
Da bleib ich lieber bei meinem Mietendeckel, andere Städte sind deswegen auch noch nicht untergegangen.
 
@Cycron

Die Mieten sind im Schnitt aber nicht um 104% gestiegen. Sie sind stark gestiegen, ja. Was auch daran liegen wird, dass das Mietniveau vorher in Berlin für eine Metropolregion sehr niedrig war. Das passt sich gerade an.

Das "alte Ehepaar" wird auch nicht in München eine Wohnung finden, die easypeasy zu bezahlen ist.

Jetzt wird schon offen darüber gesprochen, dass der Mietendeckel mal um mindestens 5 weitere Jahre verlängert werden muss. Was ist das denn für ein Signal an die Welt da draussen?

Wenn ich in Berlin Wohneigentum zur Vermietung hätte, ich würde alles tun, um mir auch weiterhin meine Erträge holen zu können. Und ich bin nichtmals ein Finanz-Hai... Da wird noch einiges auch auf Bestands-Mieter zu kommen.
 
Entweder man ist der Überzeugung, dass...
- in Berlin viele Mieter unter viel zu hohen Mieten leiden.
- in Berlin zur Zeit viel zu viele Investoren das schnelle Geld mit perfide hohen Renditen suchen.
- in Berlin viele Menschen aufgrund dieser Gier nach hohen Renditen auf die Straße gesetzt werden.
- dies ein reales Problem ist, das man scharf angehen muss.
weil...
- man die Bürger in Berlin vor solchen Marktmechanismen schützen will.
- man das Phänomen der Gentrifizierung für problematisch hält.
- man Wohnen und den Wohnraum als ein besonders schützenswertes Gut hält.
- der Meinung ist, dass Leben in der Stadt der Zukunft für alle zugänglich und einigermaßen bezahlbar sein sollte.
- der Meinung ist, dass Wohnen in der Stadt nicht primär Luxus und den besser Verdienenen vorbehalten sein sollte.

Oder man sieht das halt alles anders.
Mehr sag ich dazu auch erstmal nicht mehr, weil es hier kein Richtig oder Falsch gibt nur unterschiedliche Ansichten was gesellschaftlich gewollt oder halt eben nicht gewünscht ist.
 
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in welcher welt leben "die" eigentlich?

das problem gibt es seit jahren. immerhin ist es jetzt mal oben angekommen. keine ahnung warum das so lange gebraucht hat, aber bitte.

https://www.sueddeutsche.de/politik...illiarden-euro-gegen-weisse-flecken-1.4685618

mal abgesehen davon, dass man als ziel "jahre" angibt und es nur um 4G geht, wäre ein lösung doch so einfach gewesen: auf die selten dämliche versteigerung verzichten und die frequenzen unter auflagen vergeben. eine der auflagen: flächendeckende netze.
jetzt nimmt man also 1,1 milliarden von den 6,6 die man den konzernen abenommen hat um das problem "selber" zu lösen. ich bin mal gespannt, wie das dann aussieht. wie man im artikel ebenfalls liest wurde beim letzten mal die telekom praktisch gezwungen zu handeln (de übrigens mit 80% flächenabdeckung vorne liegt... 80%...). sinkende preise können wir jedenfalls weiterhin nicht erwarten.
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in welcher welt leben "die" eigentlich?




das problem gibt es seit jahren. immerhin ist es jetzt mal oben angekommen. keine ahnung warum das so lange gebraucht hat, aber bitte.


https://www.sueddeutsche.de/politik...illiarden-euro-gegen-weisse-flecken-1.4685618

mal abgesehen davon, dass man als ziel "jahre" angibt und es nur um 4G geht, wäre ein lösung doch so einfach gewesen: auf die selten dämliche versteigerung verzichten und die frequenzen unter auflagen vergeben. eine der auflagen: flächendeckende netze.
jetzt nimmt man also 1,1 milliarden von den 6,6 die man den konzernen abenommen hat um das problem "selber" zu lösen. ich bin mal gespannt, wie das dann aussieht. wie man im artikel ebenfalls liest wurde beim letzten mal die telekom praktisch gezwungen zu handeln (de übrigens mit 80% flächenabdeckung vorne liegt... 80%...). sinkende preise können wir jedenfalls weiterhin nicht erwarten.
Achtung, die sind da was großem auf der Spur:

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht die Bundesregierung bei der Digitalisierung vor großen Aufgaben: "Vor uns liegt viel Arbeit", sagte Merkel zum Abschluss der Klausur. "Die Digitalisierung wird unsere Gesellschaft dramatisch verändern, sie tut es heute schon." Der Ausbau der Mobilfunkinfrastruktur solle beschleunigt werden, ebenso gehe es um den Ausbau der digitalen Verwaltung.
Spon.de

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