Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Tier-/Natur-/Umweltschutz-Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Für mich persönlich bleibt am Ende eh nur die Frage, Fleisch oder kein Fleisch? Alles andere ist halbgarer Unsinn. Der Weg zum absoluten Verzicht erfolgt sicher oft nur über kleine Schritte aber es muss das Ziel bleiben.
Für mich macht es schon einen Unterschied, ob ich im Monat an 30 Tagen Kadaver fresse oder an 15 oder an 5. Ich hab für mich aber auch (aktuell) nicht das Ziel einer rein vegetarischen oder veganen Lebensweise. Letzteres geht ja auch noch weit über die Ernährung hinaus.
Vielleicht ändert sich mein Anspruch diesbezüglich aber auch noch mit der Zeit. Ich konsumiere mittlerweile jedenfalls deutlich bewusster als noch vor 10 Jahren.
 
Wie gesagt, ich wollte nur über das EU Biosiegel nochmal aufklären.
Leider gehen viele Menschen hin und denken es reicht. Aber je größer die Nachfrage nach Bio wird, desto schlechter werden die Zustände.

Ich wünschte es wäre anders. Hab ja selbst oft nur Bio gekauft. Und was pflanzliche Nahrung angeht ist das Siegel auch in Ordnung. Ansonsten sind die Regeln da zu schlecht.
Deshalb bitte versuchen lieber auf Bioland, Demeter zu setzen wenn es um Fleisch geht. Bin niemand der jemanden dazu zwingen will ganz aufzuhören, allerdings darf man sich von Werbung und dem guten Gefühl auch nicht täuschen lassen.
 
Je größer die Nachfrage nach Bio wird, desto besser werden die Umstände insgesamt, weil das ein Signal an den Markt sendet. Ich wäre damit echt vorsichtig. Das klingt schon langsam so als wäre kein Bio-Siegel besser als eines.
 
Je größer die Nachfrage nach Bio wird, desto besser werden die Umstände insgesamt, weil das ein Signal an den Markt sendet. Ich wäre damit echt vorsichtig. Das klingt schon langsam so als wäre kein Bio-Siegel besser als eines.

So war es nicht gemeint. Am Ende geht es oft einfach nur um Geld. Zu Lasche Regeln und Kontrollen machen den Rest.

Ich bin da evtl. bei dem Thema auch einfach zu emotional weil ich mich mehr als 1x verarscht gefühlt habe.

Hier mal pflanzen:
https://mobil.stern.de/wirtschaft/news/bio-essen-wahrheit-lebensmittel-7209494.html

Hier mal bei Fleisch:
https://www.google.com/amp/s/amp.we...te-Tiere-Das-Bio-Siegel-gibt-es-trotzdem.html

Für mich ist alles besser als nichts. Aber an etwas zu glauben und dann wieder mit dieser grausamen Realität konfrontiert werden ist einfach scheiße.
Hab nicht umsonst ganz aufgehört Fleisch zu essen. Solange das Tier nur dazu da ist um Geld zu verdienen, wird das Tier viel zu selten wenigstens gut aufgezogen.
 
Dass viele Produkte mit Bio-Zertifizierung weit weg von optimal sind, steht ja außer Frage. Aber immerhin meist eine Stufe über der konventionellen Herstellung.

Und ich dachte, dass die Breite an Bioläden mittlerweile höher ist bzw. das Biosegment auch in Supermärkten ausgeweitet wurde (aufs Fleisch bezogen).
Selbst im beschaulichen Erlangen hab ich im Umkreis von 10 Fahrradminuten vier Bioläden, davon zwei mit richtiger Fleisch- und Wursttheke.

Meine Mutter beispielsweise kauft nur Bio-Fleisch und selbst im Kaufland bekommt sie z.T. Demeter-zertifiziertes Fleisch. Und das in eher dörflicheren Gefilden bzw. am Stadtrand von Nürnberg.

Geflügel wie Truthahn, Gans, Ente etc. kaufen meine Eltern von einem Hof in der Oberpfalz. Kein Bio oder sonst was, dafür kann man sich alles genau anschauen und ist wahrscheinlich besser für die Tiere als die meisten Bio-Höfe.
Sowas gibt es hier auch recht häufig.
Ich müsste etwa 50 km fahren um den nächsten echten Bioladen zu finden. Die hier angebotenen Bio-Produkte stammen von Rewe oder Lidl. Selbst auf dem Wochenmarkt gibt es "nur" Bioland-Gemüse. Der hiesige Bio-Schweinebauer verkauft sein Fleisch nur an Edeka, die das aber nicht hier in der Gegend verkaufen, da es angeblich keine Nachfrage in diesem 50.000 Einwohner Städtchen gibt. Direkt am Hof kann man kein Schweinefleisch kaufen. Wir sind daher zu 98% auf Rindfleisch umgestiegen, das kaufe bzw. bestelle ich direkt von einem anderen Bio-Bauern, der ein paar Male im Jahr auch selber schlachtet und man kann die Kühe auf der Weide begutachten. Die restlichen 2% sind dann Bratwürsten, die bekomme ich nicht in Bio.
 
gibts keine Bio Suchmaschine? :D

Ganz ehrlich, wenn ich wüsste wo ich was herbekomme, würd ich da sicher öfter nachschauen. Aber ich hab keine Lust meine wenige Freizeit darin noch zu reinvestieren, ich bekomm eh schon nicht alles gemacht was ich gerne machen würde.
 
Google Maps. Saarland. Bio.

upload_2019-10-23_15-9-40.png


https://www.google.com/maps/search/bio/@49.3126576,6.8988734,11z

Gibt noch mehr. Musst dann halt nur reinzoomen in der Gegend, wo du wohnst.
 
Erst wenn du aufhörst das normale fleisch zu kaufen wird sich das auch ändern. Aber als erstes sollte man generell den konsum überdenken wie oft man was braucht.

ich prangere vor allem die täglich gesendeten kochshows an, hier wird nicht mal annährend versucht ein gericht ohne fleisch zu servieren, man lebt dem volk geradezu vor dass fleisch dazu gehört.

Ist das der bildungsauftrag der öffentlich rechtlichen? Im hinblick des klimawandels wird vorgelebt, dass es ohne Fleisch einfach nicht geht?
 
Also ganz ehrlich, ich freue mich wenn man Fleisch irgendwann so künstlich züchten kann, dass es genau wie normales Fleisch schmeckt.

Aber gerade im Sommer kann ich mir nicht vorstellen darauf zu verzichten, wenn man grillt.
 
Also ganz ehrlich, ich freue mich wenn man Fleisch irgendwann so künstlich züchten kann, dass es genau wie normales Fleisch schmeckt.

Aber gerade im Sommer kann ich mir nicht vorstellen darauf zu verzichten, wenn man grillt.
Ich denke, sowas ist halt nur Gewohnheit. Mehr nicht. Du kannst jetzt schon was anderes grillen und essen.
Natürlich wird man mit Skepsis ran gehen und das eigentlich nicht wollen etc.
Aber ich denke auch, wenn man offen dafür ist und es will, dann geht es auch.
Wir sind es so gewohnt "Grillen = Fleisch".
Ich hab letztes Jahr mehr mals ohne Fleisch bzw. mal war ich nur einzige der Fleisch hat gegrillt. Früher war ich so drauf grillen = Fleisch essen. Das hat sich 180° bei mir gedreht.
Persönlich denke ich, beginnt der wandel bei sich und der erste Schritt ist, dass man es wirklich möchte.
 
Da darfst fruchtbar gerne vorbei kommen oder mir mal 20 Rezepte schicken, um das Ganze auszugleichen. Ich wette mit dir aber, das wird JETZT noch nicht gehen.

Es ist ja nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern auch der Vielfalt.

Burger scheinen sie ja langsam ganz gut hinzubekommen (ich konnte leider noch keinen erwerben).
 
War mal leidenschaftlicher Fleischfresser. Steak stark blutig, Beuschel, Leber, Blutwurst,...alles geil. Geht jetzt auch ohne problemlos. Die meisten Standard Ausreden die man diesbezüglich immer so hört erachte ich als Mumpitz bzw. als das was sie halt sind, Ausreden. Am "mühsamsten" war noch der soziale Druck, weil gefühlt jeder Zweite meinte einen deshalb nun dumm anzumachen.
 
War mal leidenschaftlicher Fleischfresser. Steak stark blutig, Beuschel, Leber, Blutwurst,...alles geil. Geht jetzt auch ohne problemlos. Die meisten Standard Ausreden die man diesbezüglich immer so hört erachte ich als Mumpitz bzw. als das was sie halt sind, Ausreden. Am "mühsamsten" war noch der soziale Druck, weil gefühlt jeder Zweite meinte einen deshalb nun dumm anzumachen.

Wobei weniger das runtermachen sondern mit anderen essen zu gehen und selbst nichts davon zu essen.
Da spielt dieser soziale Aspekt mehr rein.

Spätestens wenn du merkst bei der Grillfeier klauen alle dein gefülltes Gemüse, weißt aber du bist nicht so aus der Gruppe draußen wie es sich anfühlt.
 
Was ist denn diese Biokiste?
Die hier bei uns:
https://www.dirksbiokiste.de/

Quasi ein lokaler Lieferdienst für Bioprodukte. Meistens hat man da ein Abo an Kisten mit wechselndem Inhalt (bei uns alle zwei Wochen eine Kiste mit regionalem Salat und Gemüse, eine Obstkiste und ein Brot). Dazu kann man halt ganz normale Produkte mitbestellen. Halt noch mehr Obst, Gemüse, Käse, Wurst, Fleisch etcpp.
Halt alles Bio, die meisten Produkte nach strengen Richtlinien (Naturland, Demeter, Biokreis), möglichst regional und immer mit der Herkunft versehen, damit man bewusst kaufen kann.

Man kann sich halt den Liefertag nicht aussuchen, da sie an jedem Tag andere Liefergebiete abfahren, damit auch das möglichst effizient und umweltverträglich ist.

Die stellen dann die Kisten in unseren Garten, nehmen die alten Kisten wieder mit. Und natürlich alles so wenig verpackt wie möglich und wo verpackt wird, halt nur in Kraftpapier (z.B. empfindliches Obst oder Pilze). Einmal hatten wir ne halbe Melone (auch Wassermelonen gibts regional, wusste ich vorher auch nicht), die musste halt in Kunststoff verpackt werden. Aber auch da war es ein Kunststoff, der komplett aus (Bio-)Maisstärke besteht und sich nach ein paar Tagen auch in Wasser auflöst und komplett kompostierbar ist.

Käse und Fleisch ist halt in Kunststoff vakuumiert, aber das geht halt lebensmittelrechtlich nicht anders.
 
Zurück
Oben