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Der Boulevardpresse Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ja, das ist schon klar (und das sehe ich im Prinzip genauso) :D

Es ging mir nur bei der Argumentationskette gegen SUVs in der Stadt darum, daß mal die Größe und mal die PS-Zahl im wilden Wechsel genannt wurde. Das sind aber verschiedene Probleme mit verschiedenen Pros/Cons. Und auch die Lösungsansätze passen nun mal nicht einfach so auf Bedies. Außer natürlich man vertritt radikal die Meinung, daß Kleinwagen mit Kleinmotorisierung grundsätzlich für Alle ausreichend sind.

Das Schöne beim SUV ist ja, dass alle Contra-Argumente zutreffen. :D

Lösungsansätze ist halt auch wieder so 'ne Sache. Ein komplettes Innenstadt-Verbot kriegt man nicht hin. Koppelt man es an gewisse Maximal-Breiten oder Längen, muss man kontrollieren. Parkflächen-Umverteilung wäre eine Idee.

Mir geht es jedenfalls auf den Keks, dass ich im Parkhaus von einem SUV so zugeparkt werde, dass ich durch die Beifahrerseite in mein Auto muss. Die parken ja immer schön so, dass sie selbst noch gut ein- und aussteigen können...

edit:

Ich bin übrigens nicht generell für Kleinwagen für alle. Das muss man auch nicht. Aber ich denke, mit einem Auto in der Grössenkategorie eines Passats mit +/- 200PS könnte man schon leben. Unser 320i hat ~130g CO2, das ist zuviel, aber halt deutlich weniger als 200 oder mehr.
 
Mit Sicherheit kann jedes Auto irgendwie nerven. Aber wie gesagt, meine Beobachtung ist einfach, dass mehr PS unter der Haube auch gezeigt werden wollen.

Ich denke eher, es hängt vom Stolz auf seine Karre ab. Und die ist beim Bongo mit seinem Porsche genauso groß. wie beim pickeligen Proleten mit seinem selbstverschönerten Polo :D

Setz dich an den Jungfernstieg und zähl einfach. Ist mit Sicherheit subjektiv, ändert aber für mich nichts daran, dass ein PS-Bolide, wenn mal aufs Gaspedal gedrückt wird, in der Regel einfach lauter ist, als der Polo um die Ecke.

Naja, wenn der seinen gebrauchten Sportauspuff unter den ollen Polo gefrickelt hat, ist der genauso laut. Am Jungfernstieg findet man nur mehr Porsches und Lambos
 
Weiß gar nicht, warum wir da groß diskutieren. Hab doch schon eingeräumt, dass das subjektiv ist. Und im Verhältnis siehst du auch am Jungfernstieg mehr normale Autos, als Sportkarren. Da wird dann flaniert und rumgeprotzt. Aus welchen Gründen auch immer, es nervt (mich) halt. Völlig egal aus welchen Gründen das auch geschieht.
 
Das Schöne beim SUV ist ja, dass alle Contra-Argumente zutreffen. :D

Macht die Argumentation einfacher, was? Ist aber nicht zielführend, gibt genug SUVs unter 200 PS (vielleicht nicht bei BMW) und genug kleine Karren mit überdimensionierten Maschinen.
Mir geht es jedenfalls auf den Keks, dass ich im Parkhaus von einem SUV so zugeparkt werde, dass ich durch die Beifahrerseite in mein Auto muss.

Mir auch, ist aber kein SUV-Problem. Quasi alle neuen Autos sind viel zu groß, selbst normale Mittelklasselimousinen sind so breit, wie der durchschnittliche SUV.
 
Mir auch, ist aber kein SUV-Problem. Quasi alle neuen Autos sind viel zu groß, selbst normale Mittelklasselimousinen sind so breit, wie der durchschnittliche SUV.

Na ja, bei uns ist der X5 über die Spiegel ~15cm breiter als ein 3er. Das ist schon viel, wenn man deswegen sein Auto möglichst weit rechts in die Parkbucht stellen muss, damit man selbst noch rauskommt. Dumm, dass dann der Fahrer rechts daneben nicht mehr in sein Auto kommt... :ugly:

Man wird diese Probleme über irgendwelche Gesetze nicht regeln können. Spätestens bei der Kontrolle würde es versumpfen.

Deswegen wird man wohl mittelfristig auch den Weg der autofreien Innenstadt gehen, bzw. autofreie Zonen errichten. In Hamburg gibt es doch jetzt auch einen Testballon mit zwei Strassenzügen, oder?

In Trier gibt es einen riiiiiiesigen P+R Parkplatz vor der Stadt. Kostenlose Busnutzung in die City im 8-Minuten-Takt. Stattdessen stehen die Leute aber lieber 30 Minuten vor einem besetzten Parkhaus. Natürlich mit laufendem Motor...
 
In Hamburg gibt es doch jetzt auch einen Testballon mit zwei Strassenzügen, oder?

Ja, mal sehen, was da rauskommt. Autofreie Zonen, autofreie Quartiere, verkehrsberuhigte Zonen, sind alles gute Konzepte, die ich absolut befürworte. Genauso wie eine City-Maut, gerne auch größengestaffelt. Solange man es sinnvoll gestaltet und nicht dogmatisch oder idealistisch mit dem Holzhammer durchzieht. Nicht jede Ecke und jede Straße in jeder Stadt sind dafür geeignet.

Ich befürchte bei der aktuellen Stimmung immer ein wenig Aktionismus. Man kann mit sowas die Innenstädt nämlich auch ziemlich schnell veröden lassen, wenn man nicht aufpaßt. So wie viele Innenstädte im Osten nach der Wende. Die Städte waren kaputt und unattraktiv, da hat man auf die grüne Wiese schnell ein paar Einkaufszentren geklatscht und jeder ist dahin gefahren. Und die Cities waren noch toter als ohnehin schon. Das hat sich erst in den letzten Jahren langsam wieder verändert. Selbst die Hamburger City ist nach Geschäftsschluß ja jetzt schon nicht gerade lebendig. Wenn man da noch ohne Augenmaß den Zugang erschwert, wird das noch schlimmer werden.

Wie gesagt autofreie oder autoarme Städte gerne, aber bitte mit Konzept und Verstand und nicht mit Aktionismus und Idealismus - auch wenn es gut gemeint ist. Die Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Jepp, deswegen ist der Gedanke, das wird jetzt Alles zur lebendigen Flaniermeile, wenn man nur die Autos ausperrt, so bescheuert. Aber man hört diese "Vision" immer häufiger.

Edit: naja, wenig, sagen wir mal. Alster und Co sind schon nice und ein paar nette andere Ecken gibt es auch, aber ohne die Geschäfte und Restaurants (und die brauchen nun mal Publikum) ist es ziemlich tot. Der Ladenschluß ist da echt keine Hilfe...
 
Na ja, bei uns ist der X5 über die Spiegel ~15cm breiter als ein 3er. Das ist schon viel, wenn man deswegen sein Auto möglichst weit rechts in die Parkbucht stellen muss, damit man selbst noch rauskommt. Dumm, dass dann der Fahrer rechts daneben nicht mehr in sein Auto kommt... :ugly:

Der 3er mag kleiner sein, der 5er, 6er oder 7er BWM ist aber ebenfalls sehr groß und kommt da bis auf 1,5cm ran, wenn ich mir mal die Abmessungen der Autos so angucke. Von daher ist es nicht nur ein Problem von einem SUV, sondern einfach generell von großen Autos.
Und ich betone da nochmal: Grundsätzlich bin ich bei allen Sachen bei Dir.
Abmaße, Abgase, Größenprobleme etc.
Aber nur mit einer Regulierung für den SUV werden wir die Probleme nicht los.
 
Jepp, deswegen ist der Gedanke, das wird jetzt Alles zur lebendigen Flaniermeile, wenn man nur die Autos ausperrt, so bescheuert. Aber man hört diese "Vision" immer häufiger.

Edit: naja, wenig, sagen wir mal. Alster und Co sind schon nice und ein paar nette andere Ecken gibt es auch, aber ohne die Geschäfte und Restaurants (und die brauchen nun mal Publikum) ist es ziemlich tot. Der Ladenschluß ist da echt keine Hilfe...

Klar, die Alster geht schon noch, aber da steppt jetzt auch nicht unbedingt der Bär bzw. die Möglichkeiten sind recht eingeschränkt. Ich meinte jetzt aber auch eher alles rund um die Mönckebergstraße. Hab da aber auch letztens drüber nachgedacht, wie es wäre, wenn man die Mö einfach "plattmachen" würde. Das würde natürlich nicht ausreichen, weil es einfach an Attraktivität fehlen würde, aber ich fand den Gedanken eigentlich ganz charmant. Nur müsste man den halt noch deutlich weiter spinnen.
 
In der Mö fahren doch eh nur noch Taxis und Busse und das auch nur in Schrittgeschwindigkeit. Da ist doch auch mit der Straße genug Platz, wenn man denn etwas machen wollen würde. Aber ja, dort ist natürlich nach Geschäftsschluß ein Friedhof lebendiger...
 
Mir geht es gar nicht so sehr um den Platz, sondern einfach ums Gesamtbild und den Einschnitt, den die Mö bildet. Nicht, dass ich die Busse da nicht sporadisch auch mal nuten würde.
 
@Cale

Aktionismus ist in unserem Land leider häufig ein Problem.

Es gibt ein Problem, und dann wird die eine, "ultimative" Lösung gesucht. Die gibt es aber leider nicht. Also wird einfach irgendwas gemacht, was sich mit einfachen Worten gut verkaufen lässt. Die Probleme, die das mit sich führt, ignoriert man einfach mal...

Trier ist z.B., obwohl nur 100.000 Einwohner, zu Stoßzeiten der pure Horror im Auto. Da kann es passieren, dass ich wirklich zu Fuss schneller bin als mit dem Auto.

Trier ist allerdings heute bereits durchzogen mit Busspuren (wir haben keine S- oder U-Bahnen, nur Busse). Und die Busse fahren alle paar Minuten. Wenn man hier den inneren Ring autofrei machen würde, wäre das absolut kein Problem und ich wette, nach kurzer Zeit würden die Leute das sogar total entspannt finden.

Die richtige City ist schon seit Ewigkeiten autofrei. Was wurde damals gemotzt, das wäre das Ende der City. Und was ist? Immer mehr Geschäfte haben sich angesiedelt, vor allem die Gastronomie. Und heute kriegst du bei schönem Wetter keinen Platz mehr um ein Eis zu essen. Etwas mehr ausserhalb sind die Bars und Cafés, wo am WE wirklich viel los ist. Weil der Platz, den damals Autos hatten, heute für riesige Terassen genutzt wird.

Mit vernünftigen Konzepten und Stadtplanung könnte man viel erreichen.
 
Die richtige City ist schon seit Ewigkeiten autofrei. Was wurde damals gemotzt, das wäre das Ende der City. Und was ist? Immer mehr Geschäfte haben sich angesiedelt, vor allem die Gastronomie. Und heute kriegst du bei schönem Wetter keinen Platz mehr um ein Eis zu essen. Etwas mehr ausserhalb sind die Bars und Cafés, wo am WE wirklich viel los ist. Weil der Platz, den damals Autos hatten, heute für riesige Terassen genutzt wird.

So ist es ja auch richtig, die reinen Innenstädte könnten ja schon heute großteils autofrei gehalten werden. Wird ja auch gemacht! Wieviele Straßen, die heute Fußgängerzonen sind, waren früher wie selbstverständlich von Autos befahren. Sowas muß heute doch nicht mehr sein. Schmeiß aus den Innenstädten (und Quartierszentren) die Autos raus, laß im Zweifelsfall Busse im Schrittempo da durch tuckern, bau am Rand zum Zentrum Parkhäuser für Auswärtige und Anwohner, alles kein Problem. Wird auch nicht überall gehen, aber da wo es paßt, kann man es machen.

Allerdings sollte man nicht gleich das Kind mit dem Bade ausschütten und gleich das Auto überall verbannen. Wenn ich bedenke, ich müßte mit dem Auto irgendwo am Stadtrand von Hamburg, Berlin, Leipzig oder sonst einer Großstadt parken und dann ne halbe Stunde bis Stunde mit dem ÖPNV rumgondeln, würde ich es mir eher komplett sparen. Das kann es auch nicht sein. Bei Klein- und Mittelstädten mag das gehen, bei Großstädten eher nicht. Augenmaß!
 
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