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Der Politikthread

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Der Saal war voll, Gäste saßen auf Fensterbänken. Als die AfD-Oberen anboten, Fragen zu beantworten, meldete sich kein einziger, der über lokale Probleme sprechen wollte. Stattdessen fragte ein Hirschfelder, wann denn endlich die „ganzen Asylanten aus Deutschland rausgeschmissen werden“ und ob überhaupt noch genügend Zeit sei, die deutsche Kultur vor dem Untergang zu retten.

Unter Beifall kündigte Andreas Kalbitz Massenabschiebungen an. Es müsse Schluss damit sein, dass Fremde „unsere Frauen, unsere jungen Mädchen als billig verfügbare Schlampen“ missbrauchten. Er spottete über „Kopftuchgeschwader“ auf den Straßen Berlins. Auch Cem Özdemir solle bitte das Land verlassen.

Nazi, dumm UND menschenverachtend.

Sowohl die AfD-Politiker, als auch die Jubelnden.
 
Ich weiß gar nicht ob das alles wirklich "Nazis" sind, oder halt stumpfe oder abgestumpfte oder die beschrienen "Wutbürger" und welche die einfach nur irgendwie Veränderung wollen und enttäuscht von der Politik sind.
Vielleicht ist mein Horizont da zu beschränkt oder ich zu naiv aber ich will und kann irgendwie nicht glauben dass es wirklich so eine große Mengen an ausländerfeindlichen Menschen in unserem Land gibt.
davon solltest du und viele andere sich so langsam verabschieden. wer afd wählt sollte muss wissen, was er wählt. das muss man ihnen (den wählern) auch ganz klar sagen. wer afd wählt, wählt rassisten. wer rassisten wählt, IST rassist. für mich sind also afd-wähler rassisten. und zwar alle. und zwar ausnahmslos. ich hab keine lust mehr, da irgendwen zu verteidigen weil er vielleicht zu dumm ist zu verstehen, was er da tut. hier geht es auch um das land in dem ich lebe und um meine freiheit und die verteidige ich nicht, in dem ich irgendwelche rassistischen hornochsen mit samthandschuhen anfasse, weil sie ja so missverstanden sind und es so schwer im leben haben...

Und überhaupt hat man es alles satt. 'tschuldigung. Aber wer "auf der anderen Seite" steht, kann das nicht mehr aushalten. Und sollte es auch nicht. Man darf, man muss die Beschwichtigungsversuche satthaben. Man hat die Kommentare jener Kollegen satt, die einem schon vor der Wahl diktieren, was sie nach der Wahl nicht mehr hören wollen. Man diktiert zurück: Hört auf damit! Hört auf zu beschwichtigen. Ihr wollt euch doch nur selber beschwichtigen. Es geht hier 70 Jahre nach einer (und für manche nach zwei) Diktatur(en) erneut um eine tiefe Sehnsucht nach einem starken Führer. Lesen sich die Kollegen eigentlich nur noch gegenseitig? Glauben sie ihre seltsamen Erklärungen wirklich selber, wenn sie von Emanzipation und Politisierung der ostdeutschen Bundesländer sprechen und sich – gutes Zeichen für die Demokratie – über die gestiegene Wahlbeteiligung freuen? Liest hier keiner mehr Wilhelm Heitmeyer? Er hat diese Entwicklung, mit der wir es zu tun haben, bereits vor Jahrzehnten vorhergesagt. Im April schrieb er, dass es sich bei der Ideologie der AfD um einen autoritären Nationalradikalismus handelt, der den Systemwechsel in Institutionen, Theatern, Schulen, Polizei und Parlamenten anstrebt. Das gelinge durch die Normalisierung autoritärer, nationalistischer und menschenfeindlicher Haltungen.

Das alles wählen die Bürger mit, und das wissen sie auch. Und das meinen sie auch mit Protest. Jede Stimme für die AfD ist ein Einspruch gegen die westdeutsch geprägte Demokratie mit ihrem Pluralismus und ihrem Streben nach Minderheitenrechten. AfD-Wähler wollen Macht über alle diejenigen, die sie als Zumutung empfinden. Wir erinnern uns: "ein Stück weit eine Zeitenwende" und, so Wille und Begehr, die "Wende tatkräftig mitgestalten".
https://www.zeit.de/kultur/2019-09/...hterstattung-afd-rechtsextremismus-demokratie
 
Auch wenn es eigentlich ernst ist, musste ich gerade laut lachen. :lol:

@Hollyone

Deswegen habe ich es ja extra in "" gesetzt und direkt geschrieben, dass man sich immer vor Augen halten muss, dass es eben nicht so ist. Ich habe hier auch mehrfach betont, dass man die Menschen nicht über einen Kamm scheren kann.

Trotzdem sind 25 bis 30% AfD eine Sache, die nur schwer zu ertragen sind. Es gibt sicher auch in Westdeutschland Gegenden, wo die AfD solche Ergebnisse erzielen kann, aber in Summe sind es halt doch deutlich (!) weniger.

Immer, wenn ich Aussagen über die "Abgehängten" und "Zurückgelassenen" im Osten lese überkommt mich ein Gefühl, als hätten wir ein Stück Afrika mitten in Deutschland. Glaubt im Osten eigentlich jemand, dass hier im Westen Milch und Honig fliessen? Überall? :ugly:
Kannst du trotzdem nicht vergleichen, das ist ja ein irrsinn Westen mit Osten vergleichen und sich wundern dass im Osten so ziemlich viel schief läuft. Aber wir machen ja bald die West Kohlekraftwerke dicht, oh wait, dauert noch zig Jahre damit es die Menschen nicht so trifft, dann die Autoindustrie, oh wait, dauert noch zig Jahre, damit es die Menschen nicht so trifft. Ey im Osten wurde schlagartig kahlschlag betrieben, das ist für die Menschen die alle Arbeit hatten nicht witzig. Der Westen kennt das doch gar nicht was das aus Menschen und Regionen macht. Und dort wo es das gab sind Rechte ganz vorne mit dabei. (zumindest hab ich vor paar Tagen im TV ein Bericht gesehen auf den Öffentlichen und das sah nicht gut aus)
 
Man muss nur mal ein paar "Höcke-Reden" mit denen von Göbbels damals vergleichen - da werden vielleicht ein paar leichte Änderungen im "Satzbau" vorgenommen, aber Rethorik und Inhalt sowie die Körpersprache sind absolut identisch! Und das ist für mich das "Erschreckende", das sich hier wohl die Geschichte wiederholt! Höcke strebt jetzt den Vorsitz in der AfD an, will anschliessend "Kanzler" werden und wenn er das schafft, dann wird es aber sowas von "Zappenduster" - da kann man dann nur noch auswandern! :nein:
 
Kannst du trotzdem nicht vergleichen, das ist ja ein irrsinn Westen mit Osten vergleichen und sich wundern dass im Osten so ziemlich viel schief läuft. Aber wir machen ja bald die West Kohlekraftwerke dicht, oh wait, dauert noch zig Jahre damit es die Menschen nicht so trifft, dann die Autoindustrie, oh wait, dauert noch zig Jahre, damit es die Menschen nicht so trifft. Ey im Osten wurde schlagartig kahlschlag betrieben, das ist für die Menschen die alle Arbeit hatten nicht witzig. Der Westen kennt das doch gar nicht was das aus Menschen und Regionen macht. Und dort wo es das gab sind Rechte ganz vorne mit dabei. (zumindest hab ich vor paar Tagen im TV ein Bericht gesehen auf den Öffentlichen und das sah nicht gut aus)

Ich weiss ja nicht, ob die offiziellen Statistiken alle lügen, aber sowohl die Arbeitslosenquote, als auch die Quote der Unterbeschäftigten ist in Ostdeutschland nur geringfügig höher als in Westdeutschland. Mag sein, dass das vor 30 Jahren anders war.
 
Man muss nur mal ein paar "Höcke-Reden" mit denen von Göbbels damals vergleichen - da werden vielleicht ein paar leichte Änderungen im "Satzbau" vorgenommen, aber Rethorik und Inhalt sowie die Körpersprache sind absolut identisch! Und das ist für mich das "Erschreckende", das sich hier wohl die Geschichte wiederholt! Höcke strebt jetzt den Vorsitz in der AfD an und will anschliessend "Kanzler" werden und wenn er das schafft, dann wird es aber sowas von "Zappenduster" - da kann man dann nur noch auswandern! :nein:

Davor habe ich nichtmals so richtig Angst, auch wenn man das nicht ausblenden darf.

Mir ist eher mulmig davor, wie sich das menschliche Klima verändern wird. Ganz ehrlich, wenn ich nur von mir selbst ausgehe, und ich bin sicher ein sehr pazifistischer Mensch, dazu noch links-grün versiffter Gutmensch... aber wenn ich in einen Saal käme, wo solche Parolen wie in dem Artikel gebrüllt werden, da wüsste ich nicht, wem ich am liebsten zuerst in die Fresse hauen würde.

Es entsteht Aggressivität unter den Menschen. Und die artet oft auch in Gewalt aus. Davor habe ich Angst.

Wenn man sich die deutsche Geschichte anschaut, und was gerade abgeht, dann muss man fast davon ausgehen, dass unser Land wirklich der perfekte Nährboden für solche Ideologien ist.
 
Ich weiss ja nicht, ob die offiziellen Statistiken alle lügen, aber sowohl die Arbeitslosenquote, als auch die Quote der Unterbeschäftigten ist in Ostdeutschland nur geringfügig höher als in Westdeutschland. Mag sein, dass das vor 30 Jahren anders war.
Das Problem ist doch dass man im Osten gar nichts an Eigenkapital ansammeln konnte, die haben nüscht. vor allem keine zukunft so wie es ausschaut. :p Wer AFD wählt bekommt AFD, wer Nazis wählt bekommt Nazis, ich wünsche da ganz viel Spaß, ich freu mich auch schon auf Sachsen sauberen Straßen wenn die Arbeitslager für "faule" Deutsche endlich aufmachen. :deal:
 
Ich weiss ja nicht...

Auch die Armutsquote ist im Osten nur geringfügig höher als im Westen (17,5% Tendenz weiter fallend zu 15%). Zwar ist das verfügbare Einkommen im Osten immernoch ~15% geringer als im Westen, in weiten Teilen sind dort aber auch die Lebenshaltungskosten geringer. Und die beiden ärmsten Städte Deutschlands sind mit Gelsenkirchen und Duisburg im Westen. Ganz allgemein dürfte der Ruhrpott auch kein Hort der Glückseligkeit sein, was die Lebensumstände angeht.

Nicht falsch verstehen. Es gibt auch 30 Jahre nach der Wiedervereinigung Ungleichheiten zwischen Ost und West. Auch bei den Renten. Die gilt es weiter zu minimieren. Nur, wenn die Zahlen nicht ganz lügen, dann ist es nicht so, dass im Osten alle arm und abgehängt sind, während im Westen überall die Champagner-Korken knallen. Das liegt mittlerweile schon auf einem ähnlichen Niveau.

Ich kenne mich nicht genügend damit aus, aber fast könnte man meinen, dass die Opferrolle noch nicht abgelegt wurde, obwohl sich die Umstände doch verändert haben.
 
Mit Sicherheit ist es jammern auf hohem Niveau wenn man das noch mit anderen Ländern betrachtet. Aber Ossis haben die selben Gene wie die Wessis, auch wenn dir das nicht gefällt, da darfst selbst gerne ergründen woher der Unterschied kommt. Die Ossis (und auch einige richtig miese Gegenden im Westen) brauchen viel mehr Unterstützung und wieder Hoffnung statt fallen gelassen zu werden, ich denke letzteres ist das Problem dass sie denken sie werden alleine gelassen mit ihren Problemen. Lasst endlich mal diese scheiss Trennung von "der Ossi" und "der wessi", soli weg, Löhne und Rente komplett angleichen, die einen hoch, die anderen runter und dann gemeinsam alles dran setzen alle hochzusetzen, gemeinsam. Nur so wächst ein Land zusammen. Was seit Jahrzehnten passiert ist fatal und das Ergebnis sieht man jetzt, man kann doch so nicht weiter machen, wollen wir wieder eine Mauer hochziehen? Von wegen Einheit, in jedem zweiten Satz merkt man die Mauer in den Hirnen, auch das liegt an Isolation, wer war denn schon mal im Osten an der Ostsee? Oder generell im Osten auf Städtetour? Allles Hausgemachte Probleme und das sind unsere Probleme. Baut endlich eure Mauer in den Köpfen ab. Gilt auch den Ossis natürlich, der Wessi ist gar nicht scheisse, auch der kann nichts dafür.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich verstehe sowas nicht, wieso fälschen wenn doch alles richtig ist ?

Nichtkonform Xvor 2 Monaten
8 Milliarden-Budget und dann derlei "Kindergarten-Fehler"? Wie lächerlich gehts bei diesen verlogenen Propagandatröten denn noch? Lesch, der primitiv lügende Pausenclown im Karnevalskostüm eines Wissenschaftlers, ist doch eine Zumutung für jedes funktionsfähige Hirn.

Die Mainstreammedien und Quotenwissenschaftler wie Lesch verbreiten weiterhin die Propaganda des vom Menschen gemachten Klimawandels.... warum wohl? Qui bono? Da wurde über 30 Jahre lang auf übelste Art und Weise "geframt", Horrorszenarien aufgebaut, Fakten totgeschwiegen, manipuliert, Daten gefälscht, die Jugend ideologisiert und fanatisiert...und dann instrumentalisiert und benutzt... es ist ein tausende Milliarden schweres Geschäftsmodell, kreiert in den späten 80'ern.. Klimakrise = die größte Verschwörung gegen die Menschheit seitens der Medien, der Politik und deren Besitzern seit Gründung der FED IPCC = idiological politacal climate catastrophe

:ugly:
 
@pil

Ich trenne Osten und Westen eigentlich nie. Wir sind ein Deutschland.

Es macht bei so Dingen/"Phänomenen" wie der AfD aber schon Sinn, wenn solch gravierende Unterschiede erkennbar sind. NRW ist auch in weiten Teilen ein armes Bundesland, ohne viele Perspektiven in manchen Regionen. Da liegt die AfD aber unter 8%. Das Saarland ist ebenfalls strukturschwach, arm und hoch verschuldet. AfD nur knapp über 6%.

Mit der Antwort, dass die Ossis abgehängt sind, gebe ich mich nicht zufrieden. Nicht, was die AfD angeht.
 
Der Norden hatte auch das Werftsterben, im Pott ist die Kohle und der Stahl praktisch abgewickelt... okay, nicht in dem kurzen Zeitraum, aber trotzdem wurde da nicht gleich das vierte Reich ausgerufen. Die Erklärung ist mir auch zu billig.
 
Und was hat man im osten vor 30 jahren gewählt? Spd? Erzählt mal, interessiert mich. Welche generation hällt generell die spd noch am leben? Wer das beantworten kann der kapiert wieso im osten anders gewählt wird. Und ich denke man ist sich einig, es sind keine rechten gene. Aber erzählt doch ihr mal woran es liegen könnte.
 
Wie gesagt, die Lebensumstände sind in Ost und West heute wahrscheinlich garnicht mehr dramatisch unterschiedlich. Ich höre immer, dem Osten würde ja keiner zuhören. Wer hört uns denn zu? In den westdeutschen Bundesländern sind die Leute auch unzufrieden mit der Politik, wandern massenweise von CDU und SPD ab. Und wohin? Zu den Grünen. Und im Osten zur AfD.

Ich möchte nochmals erinnern. DAS ist die AfD:

Unter Beifall kündigte Andreas Kalbitz Massenabschiebungen an. Es müsse Schluss damit sein, dass Fremde „unsere Frauen, unsere jungen Mädchen als billig verfügbare Schlampen“ missbrauchten. Er spottete über „Kopftuchgeschwader“ auf den Straßen Berlins. Auch Cem Özdemir solle bitte das Land verlassen.

Und das sind noch harmlose Worte von AfD'lern.

Das hat mit Protest nichts zu tun. Das muss man beim Namen nennen.
 
Vor 30 Jahren wahrscheinlich die SED. Und wie bringt uns das jetzt weiter?
Das ist ein wichtiger Punkt wenn es darum geht was gewählt wird. Die haben keine Vergangenheit, die alten wählen die Regierung (weil ihr Papa die selbe Partei schon gewählt hat, Tradition, bei uns wählt man xxx), kaum die Jungen, die SPD wird es bald nicht mehr geben und keine 5% schaffen denn die Alten sterben aus. Im ganzen Westen ist das so, im Osten haben alle Generationen keine Verbindung zu alt eingesessenen Parteien, zur SED höchstens, ja. Da kannst du viel einfacher einen neustart machen als im westen. Deswegen passiert in diesem land ja auch nichts.

Als Alternative AFD wählen ist natürlich absurd, dabei gibt es ja eine sehr gute Partei.
 
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