Bei allem Respekt vor diesen Menschen, und bei aller Zustimmung darüber, dass die Politik hier versagt hat...
Aber man kann die "Schuld" auch nicht in Gänze bei den Anderen suchen.
Ich selbst habe sehr früh (quasi mit meinem ersten Arbeitstag) an die Zukunft gedacht. Mitte der 90er war das Thema Rente bereits ein Thema, zumindest so, dass ich als VWL auf eine Lebensversicherung statt Bausparvertrag gesetzt habe. Mit den Jahren kamen mehr Versicherungen dazu. Spätestens bei der aufkommenden Riester-Rente (2002) hätte man als Arbeitnehmer hellhörig werden müssen. Hätte der Mann im Video vor 25 Jahren noch ein paar Euro (DM) in eine Altervorsorge gesteckt, dann hätte er heute sicher mehr raus als das, was man durch Flaschensammeln erwirtschaften kann. Man bekommt regelmässig Rentenbescheide per Post. Wenn man diese Realität über Jahrzente ignoriert, dann... ist das irgendwann trotzdem Realität.
Das ist natürlich alles Mist. Wenn man eine gute Bildung hat, geht man keine Kohle abbauen. Fehlt die Bildung, dann kommt man auch nicht auf die Idee, dass man im Zweifelsfall sein Schicksal ändern kann. Und sei es durch einen Wegzug in andere Regionen.
Die Politik auf der anderen Seite hat nie etwas dafür getan, dass diese Regionen sich verändern. Seit wann weiss man, dass Kohle auch ein endliches Gut ist? Soziale Brennpunkte hat man einfach sich selbst überlassen, statt mit gezielten Massnahmen eine Zukunft aufzubauen. Aber irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass diese Menschen nie den Arsch hochbekommen haben. Resignation, klar. Aber das muss doch vor Ewigkeiten begonnen haben. Und ist heute immernoch so.
Schlimm ist halt, dass solche Videos die "Abgehängten" eher in ihrer Denke bestätigen, in die Arme der Rattenfänger treiben, statt wachzurütteln und etwas zu ändern. Ich bin heilfroh, dass ich vom Typ Mensch jemand bin, der alles dafür tun würde, nicht jeden Tag ein Stück mehr zu sterben...
Aber man kann die "Schuld" auch nicht in Gänze bei den Anderen suchen.
Ich selbst habe sehr früh (quasi mit meinem ersten Arbeitstag) an die Zukunft gedacht. Mitte der 90er war das Thema Rente bereits ein Thema, zumindest so, dass ich als VWL auf eine Lebensversicherung statt Bausparvertrag gesetzt habe. Mit den Jahren kamen mehr Versicherungen dazu. Spätestens bei der aufkommenden Riester-Rente (2002) hätte man als Arbeitnehmer hellhörig werden müssen. Hätte der Mann im Video vor 25 Jahren noch ein paar Euro (DM) in eine Altervorsorge gesteckt, dann hätte er heute sicher mehr raus als das, was man durch Flaschensammeln erwirtschaften kann. Man bekommt regelmässig Rentenbescheide per Post. Wenn man diese Realität über Jahrzente ignoriert, dann... ist das irgendwann trotzdem Realität.
Das ist natürlich alles Mist. Wenn man eine gute Bildung hat, geht man keine Kohle abbauen. Fehlt die Bildung, dann kommt man auch nicht auf die Idee, dass man im Zweifelsfall sein Schicksal ändern kann. Und sei es durch einen Wegzug in andere Regionen.
Die Politik auf der anderen Seite hat nie etwas dafür getan, dass diese Regionen sich verändern. Seit wann weiss man, dass Kohle auch ein endliches Gut ist? Soziale Brennpunkte hat man einfach sich selbst überlassen, statt mit gezielten Massnahmen eine Zukunft aufzubauen. Aber irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass diese Menschen nie den Arsch hochbekommen haben. Resignation, klar. Aber das muss doch vor Ewigkeiten begonnen haben. Und ist heute immernoch so.
Schlimm ist halt, dass solche Videos die "Abgehängten" eher in ihrer Denke bestätigen, in die Arme der Rattenfänger treiben, statt wachzurütteln und etwas zu ändern. Ich bin heilfroh, dass ich vom Typ Mensch jemand bin, der alles dafür tun würde, nicht jeden Tag ein Stück mehr zu sterben...


