Die Black Edition ist heute bei mir eingetroffen.
Nein, das ist keine Sonderedition für die man extra bezahlt, es ist die derzeit einzig erhältliche. Sie wird aber als Sammleredition beschrieben, daher vermute ich mal, dass sie zeitlich oder in der Auflage begrenzt ist.
Dabei sind drei Aufkleber (mit Symbolen aus dem Spiel) und drei Karten mit Hintergrundinformationen zu den drei spielbaren Charakteren. Eingefasst ist das Ganze in einem schwarzen Karton (kein Schuber), mit hübscher, roter Prägung.
Nichts großartiges also, aber ich finde solche Extras immer ganz nett.
Ich habe es zumindest schon mal angezockt (Kapitel 1 durch) und es ist wirklich sehr Resident Evilig. Was jetzt auch nicht wirklich überrascht, war es doch ursprünglich als inoffizielles Resident Evil 2 Remake konzipiert worden.
Die Handlung ist inzwischen stark verändert worden, die Hinweise auf Resident Evil sind aber unverkennbar vorhanden und auch mit Absicht platziert.
Ich will nicht spoilern, aber ein paar Kleinigkeiten kann ich ja mal verraten:
VORSICHT SPOILER!
Man findet in einem Raum eine alte Schreibmaschine (welche komplett überflüssig ist, denn man kann überhaupt nicht manuell speichern), der Speicherplatz ist ähnlich begrenzt wie bei Resi Evil, man kann Heilmittel zwecks Verbesserung kombinieren, die Ärztin heißt Rebecca und eine der Spielfiguren sieht exakt so aus wie Hunk.
Ach ja, die Einsatztruppe heißt zwar nicht S.T.A.R.S. aber H.A.D.E.S.
SPOILER ENDE!
Alles in allem ist Daymare nicht schlecht, es langt aber auch nicht an die Resi Remakes heran. Alleine schon optisch nicht. Das muß es meiner Meinung nach aber auch gar nicht. Die Gesichtsanimationen sind okay, aber nicht so toll wie bei den Remakes und auch die Zombies sehen nicht ganz so gut aus. Immerhin lassen sich auch hier Gliedmaßen ab- und Hüte vom Kopf schießen und es gibt sogar eine Trophäe dafür.
Das Spiel ist von einem ganz anderen Team, dem viel weniger Geld zur Verfügung stand und es kostet auch nur 2/3 eines Resi Remakes.
Es erzählt eine sehr ähnliche, aber doch andere Geschichte mit neuen Charakteren (die allerdings nicht frei aus wählbar sind, sondern je nach Kapitel wechseln), und reit sich damit für mich in die Reihe der Resident Evil Klone von damals ein. Deep Fear, Carrier oder auch Dino Crisis, um mal ein paar zu nennen. Die fand ich damals auch alle nicht so toll wie das Original, aber eben auch nicht übel und durchaus spielenswert.