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Ne, das sehe ich anders. In Berlin waren die Mieten immer extrem niedrig und trotzdem waren Wohnungen gut verfügbar. Es ist nicht so, dass mehr Menschen nach Berlin ziehen werden wollen, wenn die Mieten sinken.
Berlin hat verglichen mit anderen Bundesländern und Städten sehr niedrige Gehälter (auf dem Niveau zwischen Kiel und Dresden), aber die Mieten steigen exorbitant durch Menschen aus wohlhabenden Ecken, die dann um Wohnungen konkurrieren oder sie direkt aufkaufen. Würden die Mieten stabil bleiben, auf dem Niveau der Berliner Gehälter, gäbe es weniger Gründe überhaupt in den Wohnungsmarkt zu investieren von außen und man wäre als Berliner zumindest im Wettbewerb "gleichauf" mit anderen Wohnungssuchenden, während man jetzt durch sein Berliner Gehalt verdrängt wird.

Was hier abläuft ist so fernab eines gesunden Marktes und einer gesunden Stadtentwicklung. Und ehrlich gesagt sind sich da auch Politiker ziemlich einig, glaube ich. Das ist DAS Thema in Berlin. Enteignung habe ich übrigens nie befürwortet oder überhaupt in irgendeiner Weise diskutiert.
du widersprichst dir da aber selber... wenn wohnungen günstig und ausreichend verfügbar wären und "niemand" interesse hätte, nach berlin zu ziehen, wieso sollten dann die mieten steigen?
 
Berlin hat verglichen mit anderen Bundesländern und Städten sehr niedrige Gehälter (auf dem Niveau zwischen Kiel und Dresden), aber die Mieten steigen exorbitant durch Menschen aus wohlhabenden Ecken, die dann um Wohnungen konkurrieren oder sie direkt aufkaufen.

Diesen Effekt hast Du in unterschiedlichen Ausprägungen in vielen vielen großen Städten. Frag mal die Leute in Dublin oder München, wie die neuerdings hohen Gehälter und die Neuankömmlinge den Wohnungsmarkt durcheinanderbringen. Und da haben wir schon ein bisschen das Problem. Die Preise auf dem Immobilienmarkt werden von uns unglaublich vielen Faktoren beeinflusst, da weiss man gar nicht, wo man am besten ansetzen sollte. Meiner Meinung sollte so früh wir möglich angesetzt werden und zwar schon bei der Reduzierung der Baukosten. Durch hohe Auflagen bei z.B. der Geräuschdämmung steigen die Baukosten immer weiter und weiter. Und das behindert vorallem den sozialen Wohnungsbau. Schau mal nach Holland. Da gibts dieses Problem in dieser Form nicht.
 
du widersprichst dir da aber selber... wenn wohnungen günstig und ausreichend verfügbar wären und "niemand" interesse hätte, nach berlin zu ziehen, wieso sollten dann die mieten steigen?

Was? Wo habe ich das gesagt?
Die Mieten in Berlin waren sehr niedrig vor zehn Jahren. Jetzt sind sie es offensichtlich nicht mehr. Jetzt werden sie an Gehälter angepasst, die für Berliner kaum realistisch sind, um Investoren zu bedienen. Klar, ist natürlich einfach nur Angebot und Nachfrage, aber das unterstütze ich halt nicht.
 
Was? Wo habe ich das gesagt?
Die Mieten in Berlin waren sehr niedrig vor zehn Jahren. Jetzt sind sie es offensichtlich nicht mehr. Jetzt werden sie an Gehälter angepasst, die für Berliner kaum realistisch sind, um Investoren zu bedienen. Klar, ist natürlich einfach nur Angebot und Nachfrage, aber das unterstütze ich halt nicht.
na da
Ne, das sehe ich anders. In Berlin waren die Mieten immer extrem niedrig und trotzdem waren Wohnungen gut verfügbar. Es ist nicht so, dass mehr Menschen nach Berlin ziehen werden wollen, wenn die Mieten sinken.
Berlin hat verglichen mit anderen Bundesländern und Städten sehr niedrige Gehälter (auf dem Niveau zwischen Kiel und Dresden), aber die Mieten steigen exorbitant durch Menschen aus wohlhabenden Ecken, die dann um Wohnungen konkurrieren oder sie direkt aufkaufen. Würden die Mieten stabil bleiben, auf dem Niveau der Berliner Gehälter, gäbe es weniger Gründe überhaupt in den Wohnungsmarkt zu investieren von außen und man wäre als Berliner zumindest im Wettbewerb "gleichauf" mit anderen Wohnungssuchenden, während man jetzt durch sein Berliner Gehalt verdrängt wird.

Was hier abläuft ist so fernab eines gesunden Marktes und einer gesunden Stadtentwicklung. Und ehrlich gesagt sind sich da auch Politiker ziemlich einig, glaube ich. Das ist DAS Thema in Berlin. Enteignung habe ich übrigens nie befürwortet oder überhaupt in irgendeiner Weise diskutiert.
 
Meiner Meinung sollte so früh wir möglich angesetzt werden und zwar schon bei der Reduzierung der Baukosten. Durch hohe Auflagen bei z.B. der Geräuschdämmung steigen die Baukosten immer weiter und weiter. Und das behindert vorallem den sozialen Wohnungsbau.

Nope, vollkommen falscher Ansatz.

Natürlich muss man Ausführungsstandards hinterfragen, aber bei Bauwerken, die im besten Fall weit über 100 Jahre bestehen, ist es absoluter und fehlgeleiteter Schwachsinn wenn man an grundlegenden Qualitäten spart die nur mit massiven Eingriffen behebbar sind.

Sieht man sich die Lebenszykluskosten eines Gebäudes an, wird auch schnell klar dass die Baukosten sogar ein verschwindend geringer Teil sind. Die überwiegenden Kostenblöcke sind Betrieb und Wartung und Instandhaltung. Billige Bauweise, die wartungsintensiver ist, ist auf den Lebenzyklus gerechnet so gut wie immer teurer.

Was sozialen Wohnbau behindert sind meist immens teure Grundkosten und nur schwer mobilisierbare Grundstücke, mit einer großen Portion Politik.
 
Die ziehen nicht nach Berlin, weil die Mieten so niedrig sind.
irgendwie reden wir offenbar aneinander vorbei. ich habe nicht gesagt, dass sie deshalb nach berlin ziehen. wenn aber mehr leute (aus welchen gründen auch immer) nach berlin ziehen (wollen), wird automatisch der vorhandene wohnraum knapper und dadurch teurer. wenn sich niemand dafür interessiert (hätte) nach berlin zu ziehen, hättest du heute dor noch günstigen wohnraum. was du beschrieben hast klingt aber danach, als hätte man früher genügend günstigen wohnraum gehabt, der aus dem nichts teurer wurde, obwohl eigentlich niemand nach berlin wollte.
 
Na, okay, das wollte ich nicht ausdrücken.

Berlin ist aktuell populärer als noch vor 15 Jahren. Es wollen mehr Menschen nach Berlin. Investoren/Immobilienbesitzer nutzen das aus und erhöhen die Mietpreise über ein Niveau, das man sich als Berliner leisten kann. Dadurch werden Berliner nach außen gedrängt. Das finde ich nicht gut. Meiner Meinung nach muss hier der Kapitalismus eingeschränkt werden und die Mieten müssen strikter reguliert werden, so dass man mit einem Berliner Gehalt besser auf dem Berliner Wohnungsmarkt konkurrieren kann.
Ich bin nicht der Meinung, dass "Wohnen in der Stadt" ein Luxusprodukt sein sollte. Das ist meiner Meinung keine Sache, die dem Markt vollkommen überlassen werden darf.
 
Aber ganz ehrlich, das ist doch kein Berliner Problem.

Trier ist eine popelige 100.000 Einwohner Stadt. Und trotzdem kann sich eine städtische Wohnung kaum ein Normalverdiener leisten.

Es gibt Gründe, warum du in der Stadt wohnen möchtest. Nur wollen das momentan eben ziemlich viele Menschen.
 
Aha! Weil Trier ein ähnliches Problem hat, machen wir also nix. Weil, is ja wohl dann normal.
 
Das fällt doch nur deshalb so auf, weil Berlin im Vergleich zu anderen Großstädten lange im Dornröschenschlaf war und die Preissprünge daher krasser waren als in anderen Städten, wo es über einen längeren Zeitraum gestiegen ist. Jetzt sind sie halt in der gleichen Situation wir andere deutsche und europäische Großstädte. Das suckt, ist aber jetzt kein exklusives Berliner Problem.
 
Und trotzdem kann man wohl die Meinung vertreten, dass das nicht der richtige Weg ist. Und in Berlin ist es halt Stand Dezember 2018 schon schlimmer als in den meisten anderen Städten. (Rang 6 von 401 Regionen)
Und es wird kontinuierlich schlimmer. Kann man sagen "Ist halt so mit Markt und Nachfrage" oder man kann versuchen etwas dagegen zu tun.
 
Ich habe bis vor drei Jahren beim Dortmunder Spar und Bauverein zur Miete gewohnt. Hatten 2006 für den Neubau eine Kaltmiete von 6,45/m² bezahlt. innerhalb der 10 Jahre dort hat sich die Gesamtmiete um 18€ bei 85m² erhöht. Top Vermieter dank des E.V.
Um meinem jetzigen Eigentum herum befinden sich hier im Dortmunder Nord-Westen (keine allzu beliebte Region) nur Vonovia Bunker. Dort beträgt die Kaltmiete für so ein 6 Parteien MFH ca. 10€/m². Bei einer Bekannten steigt die Miete um ca. 200€ bei knapp 55m². Dies ist so ein Drecksverein.. Unglaublich.
 
Und trotzdem kann man wohl die Meinung vertreten, dass das nicht der richtige Weg ist. Und in Berlin ist es halt Stand Dezember 2018 schon schlimmer als in den meisten anderen Städten. (Rang 6 von 401 Regionen)
Und es wird kontinuierlich schlimmer. Kann man sagen "Ist halt so mit Markt und Nachfrage" oder man kann versuchen etwas dagegen zu tun.

Man sollte sogar versuchen, etwas dagegen zu tun. Es sollte halt nur etwas sein, das die Situation nicht langfristig noch verschlimmert.
 
Aha! Weil Trier ein ähnliches Problem hat, machen wir also nix. Weil, is ja wohl dann normal.

Frag ich halt so. Kennst du eine Großstadt, in der Wohnraum im Stadtgebiet nicht wesentlich teurer ist als im angrenzenden Umland? Und ich red nicht von München oder Hamburg. Meinst in Kaiserslautern wohnt man in der City wirklich günstig? Meinst du, du kriegst da für die Familie eine 100m² Bude für günstiges Geld. Oder eine Bude, die sich eine Teilzeitkraft einfach so leisten kann?

Berlin will doch die pulsierende Stadt sein. Die kreative Stadt. Die Stadt, die wie Paris oder Madrid den Herzschlag vorgibt. Davon schwärmt ihr doch immer. Ist doch klar, dass das auch fremde Menschen anzieht.

Mag sein, dass das für euch eine unschöne Entwicklung ist. Aber wenn das jetzt so "plötzlich" kommt, ist es im Vergleich zu anderen Städten längst überfällig gewesen.

Laut Trierer Mietspiegel liegst du hier übrigens bei 100m² auch bei ~670€ und 945€ kalt, je nach Alter der Immobilie. Mannheim bei 780€ plus Zuschläge bei guter Lage.
 
Das Problem in Berlin ist, dass der Zuzug derzeit so hoch ist, dass die Neubauten in den nächsten 5 Jahren nicht reichen, um alle Zugezogenen eines Jahres unterzubringen. Das ist das grundlegende Problem. Gäbe es genug Wohnungen, würde keiner meckern. Hinzu kommt noch, dass die besagten Immobilienunternehmen nichts besseres zu tun haben, als alles zu tun, um ihren Profit zu erhöhen. Und das geht zu Lasten derjenigen, die einstmals in einer "günstigen" Wohnung gewohnt haben, jetzt aber die erhöhten Mieten nur noch schwer oder garnicht stemmen können. Und genau diese Menschen finden dann keine passende Wohnung mehr, weil eben nicht nur in ihrem Stadtteil die Mieten explodieren.

Enteignungen als Mittel finde ich etwas dämlich, weil die Stadt so mit viel Geld Wohnungen kaufen würde, für die sie eigentlich das Geld nicht hat. Tatsächlich wäre das Geld wohl besser angelegt, wenn man es massiv in sozialen Wohnungsbau pumpt. Und selbst das würde ja noch dauern. Ich hielte eine wirkliche "Mietpreisbremse" oder "-deckel" in Verbindung mit einem solchen Wohnungsprogramm sinnvoller als Enteignungen. Ob sowas rechtlich überhaupt geht, weiß ich aber leider nicht. So oder so brauchen stark wachsende Städte aber Mittel, um die Verdrängung der nicht so kaufkräftigen Einwohner einzudämmen. Oder sie brauchen eine weitsichtige Stadtplanung, die solche Entwicklungen vorhersieht und rechtzeitig reagiert...
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir als Mensch ist es da völlig Wurscht wie der Markt das seit Jahren in anderen Städten oder Ländern geregelt hat. In Hongkong wohnt man als gering Verdiener mittlerweile mit mehreren Familien in einer vier Zimmer Wohnung, wo man die einzelnen Zimmer zur "Apartments" umgebaut hat und teilt sich Küche und Bad. Anderswo in Hongkong lebt man in übereinander gestapelten 2m² Käfigen zu 6-8 in einem Zimmer.

M.M.n. sollte Wohnraum kein Spekulationsobjekt sein (ist es aber viel zu oft). Wohnen und ein Dach übern Kopf zu haben ist etwas so essenziell notwendiges wie der Zugang zu sauberer Luft, Wasser und Essen. Natürlich muss nicht jeder Zentral Wohnen, aber ich finde es sollte schon ein Anrecht bestehen auf eine würdevolle Wohnung (den Arbeits- und Lebensumständen entsprechend) und auch ein Anrecht auf seine Heimat. Ich habe in meinem privaten Umfeld eine handvoll Freunde die man eher als gering Verdiener einstufen würde:

* Da wäre zum Beispiel guter Bekannter (27 Jahre, Singel) der als Tischler arbeitet und maximal 1200 Euro im Monat Netto verdient. Der ist vor 2 Jahren in seine erste eigene Wohnung gezogen (hat davor mehrere Jahre mit Freunden in einer WG gewohnt). Da er nicht die hälfte seines mickrigen Gehalts für seine Wohnung ausgeben wollte hat der sich im absoluten Rand von Berlin abgesetzt und wohnt dort jetzt (unzufrieden) in einem kleinen 1 Zimmer Haushalt in einer Plattenbau Siedlung. Er meint als Tischler kann er froh sein, wenn er in Berlin die nächsten Jahre mal 1400 Euro raus haben wird. Mittlerweile ist er mit der Wohnsituation so unzufrieden dass er Berlin nur noch den Rücken kehren möchte.

* Weiteres Beispiel. Ne gute enge Freundin (34 Jahre, Singel), arbeitet als Sozialarbeiter und betreut behinderte Menschen. Die wohnt aktuell immer noch in einer 3 Mann/Frau WG in Kreuzberg (nicht in der schönen Ecke) und blättert dafür fast die Hälfte ihres Gehalts dafür hin. Sie würde aber schon gerne ausziehen (in eine eigene Wohnung), will aber nicht noch dezentraler Wohnen als jetzt. Auch will sie nicht vom schönen Altbau ablassen. Wohnt daher erstmal weiterhin für unbestimmte Zeit mit 34 in einer WG.

* Weiteres Beispiel. Ne Bekannte um drei Ecken (44 Jahre alt, neuerdings Singel mit 2 Kindern), hat sich vor 5 Monaten von ihrem Mann getrennt. Er ist aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Sie arbeitet als Pflegekraft im Altenheim. Muss jetzt beim Jobcenter (wegen ihren zwei Kindern Aufstocken, sonst würde es nicht reichen). Würde gerne in eine günstigere Wohnung umziehen, aber alles was der Markt für sie ausspuckt (gering Verdiener, Single plus 2 Kinder) wäre ne scheiß Plattenbau Wohnung im tiefsten Berliner Osten.


Leute, mir tut es um solche Leute echt leid. Das sind keine "normalen" Zustände in Berlin. Ich kann das einfach nicht mehr anderes Beschreiben als unwürdig und ekelhaft. Und jeder der mir mit Angebot und Nachfrage kommt, kann mir getrost den Buckel runterrutschen bis er an meinem Arsch ankommt.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Frag ich halt so. Kennst du eine Großstadt, in der Wohnraum im Stadtgebiet nicht wesentlich teurer ist als im angrenzenden Umland? Und ich red nicht von München oder Hamburg. Meinst in Kaiserslautern wohnt man in der City wirklich günstig? Meinst du, du kriegst da für die Familie eine 100m² Bude für günstiges Geld. Oder eine Bude, die sich eine Teilzeitkraft einfach so leisten kann?

Berlin will doch die pulsierende Stadt sein. Die kreative Stadt. Die Stadt, die wie Paris oder Madrid den Herzschlag vorgibt. Davon schwärmt ihr doch immer. Ist doch klar, dass das auch fremde Menschen anzieht.

Mag sein, dass das für euch eine unschöne Entwicklung ist. Aber wenn das jetzt so "plötzlich" kommt, ist es im Vergleich zu anderen Städten längst überfällig gewesen.

Laut Trierer Mietspiegel liegst du hier übrigens bei 100m² auch bei ~670€ und 945€ kalt, je nach Alter der Immobilie. Mannheim bei 780€ plus Zuschläge bei guter Lage.

Warst du schon mal in Berlin? Ich frage, weil ich irgendwie bezweifel, dass dir die für deutsche Verhältnisse einmaligen Ausmaße dieser Stadt fremd zu sein scheinen. Diese City/Stadtrand-Einteilung funktioniert hier überhaupt nicht. Du hast hier eine dezentral aufgebaute Stadt, die in Bezirke und Kieze zerfällt. Berlin war schon immer so, dass du in allen Bereichen gute und weniger gute Gegenden hattest und auch zu Westberliner Zeiten war die Wohnungsnot so groß, dass in den meisten Bezirken arm neben besserverdienend lebte, was ich für ne wertvolle, soziale Mischung halte.
Nun hat man aber schon vor Jahren, etwas wilkürlich, den S-Bahnring genommen, um sowas wie eine Top-City-Lage zu definieren und keiner hier im Thread spricht von diesem Kessel. Allerdings gibt es auch im Weddinger-Teil dieses Ringes durchaus noch ein paar nette Ecken, die noch nicht komplett gentrifiziert sind. Wie hoch da die Mieten mittlerweile sind, weiß ich nicht.
Wir reden hier von dem ziemlich fetten Ring, der danach kommt, bis hinein in die äußeren Bezirke. Es läuft hart darauf hinaus, dass du dir irgendwann überhaupt nicht innerhalb dieses Bereichs ne Wohnung leisten kann. Wir reden hier von Bereichen in denen dein Trier oder Kaiserlautern wahrscheinlich 20-30 Mal reinpasst.

Und wovon "wir" immer schwärmen, da lass dir mal eins sagen: Bevor diese Marketingkampagne über diese Stadt gestülpt wurde und bevor Bands wie Seeed Songs wie Dickes B bekannt machten, da war der einheimische Berliner kein Lokalpatriot, der Bürger einer Weltstadt sein wollte. Der Berliner hat sich nie auf seine Stadt einen abgewichst, sondern ihr immer auch etwas skeptisch gegenübergestanden. Er ist mehr mit seinem Kiez verhaftet, als mit dem Moloch an sich.
 
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