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Der Politikthread

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Hm... Es kann aber nun Mal nicht jeder für kleines geld in der Stadt und dann noch zentral leben. Das geht einfach nicht. Und je größer das Interesse daran ist, umso höher sind die Preise. Selbst wenn die Preise eingefroren oder die Immobilienbesitzer enteignet werden, können die meisten immer noch nicht dort wohnen. Nur die die Glück haben zahlen dann weniger.

Ich bin auch dafür, dass im Immobilienbereich etwas passiert, damit die Preise nicht noch mehr explodieren, keine Frage, aber bei allem Ärger muss sich jeder diesen einfachen Fakt immer vor Augen führen.
 
Es hat sehr lange in Berlin funktioniert. Mit günstig meine ich auch bezahlbar für Berliner Gehälter. Und es ist aktuell schon so, dass man viel mit Menschen konkurriert, die quasi ihre Gehälter aus anderen Bundesländern mitbringen.
Außerdem ist Berlin sowieso eine dezentrale Stadt. Das kannst du null mit dem Zentrum von München oder so vergleichen. Mit zentral meint man hier innerhalb des S-Bahn-Rings, was eine viel größere Fläche ausmacht.

Nicht umsonst ist die Wohnungssituation ein großes Thema der lokalen Politik in Berlin. Niemand erwartet hier an der Friedrichstraße günstig zu wohnen.
 
Hm... Es kann aber nun Mal nicht jeder für kleines geld in der Stadt und dann noch zentral leben. Das geht einfach nicht. Und je größer das Interesse daran ist, umso höher sind die Preise. Selbst wenn die Preise eingefroren oder die Immobilienbesitzer enteignet werden, können die meisten immer noch nicht dort wohnen. Nur die die Glück haben zahlen dann weniger.

Ich bin auch dafür, dass im Immobilienbereich etwas passiert, damit die Preise nicht noch mehr explodieren, keine Frage, aber bei allem Ärger muss sich jeder diesen einfachen Fakt immer vor Augen führen.
Die wohnen ja gar nicht in der Stadt, es geht nur ums Geld vermehren. Kaufen, warten, teuer verkaufen. Oder teuer bauen, mega teuer vermieten und noch teurer verkaufen.

Die Gentrefizierung im Prenzlberg ist schon übel, merk ich extrem anhand der Besucherzahlen und wann man ins Kino geht, aber gehört halt auch dazu dass sich Orte extrem wandeln, muss aber einem ja nicht gefallen, Prenzlberg ist gefallen und jetzt verjagt man halt noch die aller letzten in den Parks.
 
Das mag ja alles sein, aber wir leben nunmal in einer phase, in der es sie Menschen eher in die Städte zieht. Dadurch wird es dort automatisch teurer. Irgendwann dreht sich das auch wieder. Das war "schon immer" so. Stadtflucht, Landflucht im Wechsel
 
Der Vorteil beim (rück-)kauf der Deutschen Wohnen wäre, dass man schlagartig als Stadt einen hohen Bestand an älteren Wohnungen hätte (die im Unterhalt deutlich günstiger sind als Neubauwohnungen). Diese könnte die Stadt dann problemlos als Sozialbau-Wohnungen für Geringverdiener anbieten.

Das Problem mit all den Neubauten sind die hohen Modernen Standards und Verordnungen. Das treibt den Quadratmeterpreis einfach in die Höhe. Berlin Baut regelrecht an seine "Bewohner" vorbei.

M.M.n. lässt sich das Problem nicht nur durch Neubauen lösen. Die Stadt sollte sich die Anteile von Deutsche Wohnen zurückkaufen, die sie einst für soziale Wohnformen im Segment hatte. Der Markt boomt, gebaut wird sowieso. Berlin sollte aber gucken wie sie an günstigen Wohnraum ran kommt.
 
Klar, wenn Privatpersonen zugunsten einer Industrie enteignet werden, ist das gesunde Marktwirschaft zum Wohle des Volkes. Wird aber ein räuberischer Immobilienkonzern enteignet, ist das Sozialismus.
Es geht doch nicht nur darum, Wohnungen zu bauen, sondern auch darum, Wohnraum bezahlbar zu halten.

Und du glaubst, eine Stadt wie Berlin, die eh schon bis über beide Ohren verschuldet ist, wäre in der Lage, Wohnungen dauerhaft zu subventionieren, die sie vorher per Entschädigung teuer bezahlen müsste? Und nebenbei auch noch neue Wohnungen bauen? Träum weiter.

Wenn man nicht von Anfang an ein schlüssiges Konzept hat wie Wien z.B. dann passiert halt sowas wie in Berlin, München oder Hamburg. Dann aber privaten Wohnungsgesellschaften die Schuld dafür zu geben ist ein absoluter Witz und das typisch deutsche Verhalten immer dann nach dem Staat bzw. Mama zu schreien, wenn einem mal wieder was nicht passt.

Schaut nach Stockholm, Kopenhagen, London, Paris, Hongkong, überall das gleiche. Dagegen sind unsere Großstädte fast noch ein Paradies. Das ist weder schön noch fair und Konzerne wie Vonovia mit dem Nebenkostenbetrug sind schon Drecksläden, aber mit Wunschträumen konnte man sich die Realität noch nie so hinbiegen, wie man sie gern hätte. Aber wie gesagt, ich hätte gern, dass sie es in Berlin versuchen und auf den harten Beton der Realität aufschlagen.
 
Ich glaub, da geht es nicht darum, Wohnraum zu subventionieren. Berlin hat ja nun noch weitere landeseigene Wohnungsbaugesellschaften, die wirtschaftlich gut arbeiten und angemessenen Wohnraum und Service bieten. Wir selbst wohnen in einer Wohnung der Gesobau und können uns nicht beklagen. Geht etwas kaputt, steht in 2-3 Tagen der Handwerker vor der Tür. Wir zahlen für 90m2 860 Euro warm und da ist der Fahrstuhl mit 30 Euro/Monat, sowie Kabelfernsehen mit drin. Die Deutsche Wohnen ist dagegen an der Börse und das würde mir als Mieter beim größten Vermieter der Stadt auch sauer aufstoßen. Da sind die Mietsteigerungen ja vorprogrammiert und das alles prägt auch den Umgang mit den Mietern (dort Kunden). Da sitzt du dann im Winter mal ein paar Tage lang ohne Heizung etc.

Ob sich das alles mittel- oder langfristig lohnt, keine Ahnung, vermutlich nicht, aber ich bin auch kein Experte. Fakt ist aber auch, dass Berlin diesen ehemals sozialen Wohnraum zur Jahrtausendwende verkauft hat, weil man glaubte, die Städte würden nicht wachsen sondern schrumpfen. Angeblich! Und nun ist man völlig überrascht, dass es plötzlich ganz anders ist, nach dem Motto: Hinterher ist man immer schlauer. So wird das heute zumindest dargestellt. Ich glaub's ja nicht so wirklich. Also, die Stadt hat einen massiven Fehler gemacht und nun stellt sich die Frage, ob sie für diesen Fehler nicht auch geradestehen sollte und den Wohnraum wieder zurückkauft.
 
Ich fänd's echt geil, wenn man jetzt in bester DDR-Manier private Firmen enteignen würde und der Senat dann beim nächsten tiefroten Haushalt ein paar schlaue Leute daran setzt, wo und wie man schnell an Geld kommen könnte... :grins:
 
Ich glaub, da geht es nicht darum, Wohnraum zu subventionieren. Berlin hat ja nun noch weitere landeseigene Wohnungsbaugesellschaften, die wirtschaftlich gut arbeiten und angemessenen Wohnraum und Service bieten. Wir selbst wohnen in einer Wohnung der Gesobau und können uns nicht beklagen. Geht etwas kaputt, steht in 2-3 Tagen der Handwerker vor der Tür. Wir zahlen für 90m2 860 Euro warm und da ist der Fahrstuhl mit 30 Euro/Monat, sowie Kabelfernsehen mit drin. Die Deutsche Wohnen ist dagegen an der Börse und das würde mir als Mieter beim größten Vermieter der Stadt auch sauer aufstoßen. Da sind die Mietsteigerungen ja vorprogrammiert und das alles prägt auch den Umgang mit den Mietern (dort Kunden). Da sitzt du dann im Winter mal ein paar Tage lang ohne Heizung etc.

Ob sich das alles mittel- oder langfristig lohnt, keine Ahnung, vermutlich nicht, aber ich bin auch kein Experte. Fakt ist aber auch, dass Berlin diesen ehemals sozialen Wohnraum zur Jahrtausendwende verkauft hat, weil man glaubte, die Städte würden nicht wachsen sondern schrumpfen. Angeblich! Und nun ist man völlig überrascht, dass es plötzlich ganz anders ist, nach dem Motto: Hinterher ist man immer schlauer. So wird das heute zumindest dargestellt. Ich glaub's ja nicht so wirklich. Also, die Stadt hat einen massiven Fehler gemacht und nun stellt sich die Frage, ob sie für diesen Fehler nicht auch geradestehen sollte und den Wohnraum wieder zurückkauft.

Wie gesagt, in der Sache sehe ich den Wohnungsmarkt so kritisch wie die meisten auch. Und wie du schon sagtest, man hat damals einen Fehler mit dem Verkauf gemacht, wie in vielen anderen Städten auch. Ich bin allerdings auch der Meinung, dass man so etwas nicht mit Enteignungen privatisierten Eigentums geradebiegen kann. Damit würde man nicht nur eine Büchse der Pandora öffnen, sondern vermutlich gleich ein ganzes Dutzend. Woher käme das Geld? Wer würde auf Sicht von Jahrzehnten je wieder in Berlin investieren? Ein weiterer Punkt, an dem sich das Land politisch spalten würde. Vom Imageschaden im Ausland mal ganz abgesehen.
 
Und oh Wunder, die EU will den Briten angeblich mit einer weiteren Verschiebung entgegen kommen. Aber nur, wenn sie sich verpflichten, "konstruktiv" und "verantwortungsvoll" zu handeln. Was auch immer das bedeuten soll :lol:. Aber ist doch schön, wenn man sich in dieser Welt zumindest auf eine Sache verlassen kann, und sei es das typisch unsägliche EU Gewurschtel :).
 
Hm... Es kann aber nun Mal nicht jeder für kleines geld in der Stadt und dann noch zentral leben. Das geht einfach nicht. Und je größer das Interesse daran ist, umso höher sind die Preise. Selbst wenn die Preise eingefroren oder die Immobilienbesitzer enteignet werden, können die meisten immer noch nicht dort wohnen. Nur die die Glück haben zahlen dann weniger.
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Die Frage ist aber schon, was ich mir leisten können muss und was nicht. Sollte ich in der Lage sein, mit einem leicht überdurchschnittlichem Gehalt ein kleines (!) Haus im Stadtbereich für meine Family leisten zu können? Oder ist das schlichtweg zu viel verlangt? Diesen Anspruch zu kalibrieren fällt mir etwas schwer. Hier in Regensburg würde ich für diesen Anspruch etwa 1400,- (100m²) kalt zahlen. Ich rede nicht von Stadtzentrum sondern von einem 5-7km Umkreis. Aber selbst wenn ich ins direkte Umland gehe (bis 20km) werden aus den 1400,- gerade mal 1100,-. Ehrlich gesagt empfinde ich das immer noch als zu viel.
 
Joa, die Nachfrage regelt hier das Angebot würde ich sagen. Gibt sicher mehr Leute, die bereit sind, das Geld (oder noch mehr) dafür zu zahlen, sonst würde das System ja nicht so funktionieren.

Ich frage mich, was würde sich grundsätzlich ändern, wenn man es verstaatlicht und die Mieten senkt? Dann gibt es ja noch mehr Bewerber für jede Immobilie. Soll ein 100m² Haus zur sozialen Immobilie werden und du musst dann nachweisen, dass du echt nicht mehr als 1000 Euro dafür bezahlen kannst? :ugly:
 
Ich bin auch gegen die Enteignung, da sie in diesem Falle nicht der Allgemeinheit nutzt, sondern nur denen, die in einer der betroffenen Wohnungen wohnen. Wer eine Straße weiter wohnt hat nichts von der Enteignung, zahlt auch eine teure Miete und muss dann zusätzlich die Kosten der Enteignung über die Steuern mitfinanzieren.


Aber was ich an der Diskussion so toll finde ist, wie sich die Konservativisten als verkappte Verfassungsfeinde herausstellen.

Ja ich bin einfach gestrickt und mein kleines Herz erfreut sich allein an diesem Gedanken.
 
Man sollte aber vielleicht auch sagen, dass Artikel 15GG eher als eine ultima ratio angesehen werden sollte, wohl auch eher in gesellschaftlichen Krisenfällen (wie Krieg o.ä.).

Wenn der Staat anfängt zu enteignen, nur weil Menschen sich nicht mehr Mieten in den begehrtesten Gegenden leisten können, dann öffnet man möglicherweise echt eine Büchse der Pandora.
 
in den begehrtesten Gegenden leisten können

Aber was bedeutet begehrt? Meine Familie ist in Bayern verwurzelt. Mit dem als Hintergrund und weil ich ja auch irgendwo arbeiten muss, kommen eigentlich nur drei Regionen für mich als Wohnort in Frage. Das ist Regensburg (da wohne ich jetzt), München wo ich schon mehrere Jahre gewohnt habe (nur dort finde ich realistischerweise wieder einen Job falls es nötig wird) oder die Region Garmisch, wo meine Eltern wohnen. Unabhängig von persönlichen Präferenzen halte ich es für überhaupt nicht unwahrscheinlich, dass ich aus jobgründen früher oder später in München lande. Da darf ich dann für die 3 Zimmer Bude im Stadtbereich monatlich schon gleich mal 2k kalt zur Seite legen. Wie bitte soll das gehen?
 
Aber was bedeutet begehrt? Meine Familie ist in Bayern verwurzelt. Mit dem als Hintergrund und weil ich ja auch irgendwo arbeiten muss, kommen eigentlich nur drei Regionen für mich als Wohnort in Frage. Das ist Regensburg (da wohne ich jetzt), München wo ich schon mehrere Jahre gewohnt habe (nur dort finde ich realistischerweise wieder einen Job falls es nötig wird) oder die Region Garmisch, wo meine Eltern wohnen. Unabhängig von persönlichen Präferenzen halte ich es für überhaupt nicht unwahrscheinlich, dass ich aus jobgründen früher oder später in München lande. Da darf ich dann für die 3 Zimmer Bude im Stadtbereich monatlich schon gleich mal 2k kalt zur Seite legen. Wie bitte soll das gehen?

Du beantwortest die Frage doch selbst.

Wenn Menschen bereit sind, für eine 3-Zimmer-Wohnung 2.000 Euro monatlich zu zahlen, dann nennt man das wohl begehrt. Und das ist sicher nichtmals das Ende der Fahnenstange. Die Nachfrage ist sicher noch höher als das Angebot.

Im Stadtbereich zu wohnen ist gewissermassen Luxus, kein Anrecht. Zumindest nicht nach jetzigem Stand.
 
Du beantwortest die Frage doch selbst.

Wenn Menschen bereit sind, für eine 3-Zimmer-Wohnung 2.000 Euro monatlich zu zahlen, dann nennt man das wohl begehrt. Und das ist sicher nichtmals das Ende der Fahnenstange. Die Nachfrage ist sicher noch höher als das Angebot.

Im Stadtbereich zu wohnen ist gewissermassen Luxus, kein Anrecht. Zumindest nicht nach jetzigem Stand.

Ja schon. Aber begehrt klingt so danach, als würden die Leute halt da gerne wohnen weil es super "nice" ist. Wenn die Alternative aber ist, dass man einfach 1,5h pendeln darf, dann geht das schon über "nice" hinaus, wenn Du verstehst was ich meine. Und dann ist wirklich die Frage, ob man da schon von Luxus sprechen darf.
 
Ich glaube, ihr wisst nicht, wie die Wohnsituation in Berlin aussieht und aussah.

Es ist ein völliges Chaos mit einer Entwicklung, die innerhalb von relativ wenigen Jahren hier imo unzumutbare Zustände geschaffen hat. Würde @Urgs jetzt ausziehen, weil er für seine Kinder einen zusätzlichen Raum oder so braucht, würde er für die gleiche Wohnung wahrscheinlich das Doppelte zahlen.
Mein Chef (also leitende Position für einen großen Konzern) hat eine kleine Tochter und kann nicht aus seiner Zwei-Raum-Wohnung ausziehen, weil die Preise explodieren. Auf der anderen Seite wird es halt nur schlimmer und dann wird man aus der Stadt gedrängt.

Meine Schwester hat hier, wo ich jetzt lebe, für zwei Zimmer 300€ gezahlt vor zehn Jahren. Vor vier Jahren bin ich hier eingezogen und habe 700€ gezahlt, sind aber jetzt über 800€, und Freunde, die in exakt die gleiche Wohnung einziehen wollten (ist so ein Siedlungsbau), müssten an die 1100€ zahlen. (Übrigens Deutsche Wohnen.)

Und wie gesagt. Berlin ist extrem dezentralisiert. Es geht hier nicht um begehrte Kieze, Wohnungen im historischen Zentrum oder so. Einfach nur um eine Wohnung in Berlin. Das ist z.B. in Hamburg gar kein Problem.

Wir haben halt auch eine extreme Fluktuation aktuell. Du hast viele Leute, die hier für paar Jahre studieren oder arbeiten oder ein Praktikum machen wollen, und Gelder aus anderen Bundesländern haben. Und dann bewirbst du dich für eine überteuerte Wohnung in einem Scheinghetto und hast neben dir 100 Interessenten.

Es gibt halt Dinge, die reguliert werden müssen und dazu gehört Wohnraum. Und wir sind immer noch ein Sozialstaat und dürfen nicht alles dem Markt überlassen, meiner Meinung nach.
 
Die Frage ist aber schon, was ich mir leisten können muss und was nicht. Sollte ich in der Lage sein, mit einem leicht überdurchschnittlichem Gehalt ein kleines (!) Haus im Stadtbereich für meine Family leisten zu können? Oder ist das schlichtweg zu viel verlangt? Diesen Anspruch zu kalibrieren fällt mir etwas schwer. Hier in Regensburg würde ich für diesen Anspruch etwa 1400,- (100m²) kalt zahlen. Ich rede nicht von Stadtzentrum sondern von einem 5-7km Umkreis. Aber selbst wenn ich ins direkte Umland gehe (bis 20km) werden aus den 1400,- gerade mal 1100,-. Ehrlich gesagt empfinde ich das immer noch als zu viel.
der umkreis ist aber schon etwas anderes (zumindest für mich), als "zentral".
Joa, die Nachfrage regelt hier das Angebot würde ich sagen. Gibt sicher mehr Leute, die bereit sind, das Geld (oder noch mehr) dafür zu zahlen, sonst würde das System ja nicht so funktionieren.

Ich frage mich, was würde sich grundsätzlich ändern, wenn man es verstaatlicht und die Mieten senkt? Dann gibt es ja noch mehr Bewerber für jede Immobilie. Soll ein 100m² Haus zur sozialen Immobilie werden und du musst dann nachweisen, dass du echt nicht mehr als 1000 Euro dafür bezahlen kannst? :ugly:
genau das ist ja mein punkt. wenn die mieten niedriger sind, können trotzdem nicht alle "zentral" oder "in der stadt" wohnen, weil da schlicht nicht genug platz/wohnraum ist. und das ist eben ein wellenförmiges phänomen: stadtflucht und landflucht wechslen sich ab. das ist schon lange so und wird wohl auch noch länger so sein. zumindest hat man mir das im erdkunde-LK in der oberstufe beigebracht.

was aber imo absolut nicht gehen "dürfte", ist wohnraum als spekulationsobjekt. dass der vermiter geld damit verdient ist völlig okay, aber es darf nicht durch hedgefons und co ausgenutzt werden um die reicheren noch reicher zu machen, nur weil sie nicht wissen, was sie sonst mit ihrer kohle anfangen sollen.
 
Wie sich hier sorgen um die Investoren gemacht wird. Die armen, armen Investoren.

Mensch Leute, wir leben in einer "Sozialen-Marktwirtschaft", wenn der Markt Asozial agiert wird gegengesteuert. Punkt.

Ob der Rückkauf jetzt finanziell eine schlaue Idee ist? Mit Sicherheit nicht, aber Berlin braucht jetzt dringend günstigen sicheren Wohnraum. Das ist halt der Preis den man für die Fehler zu zahlen hat, als man zur Jahrtausendwende 1/3 des Berliner kommunalen Wohnungsgesellschaften verkauft hat.

Neubauen dauert zu lange, das meiste wird eh am Problem vorbei gebaut.
 
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