Habe in den ersten 2 Stunden auf meiner Xbox One X reingespielt und bin bisher sehr angetan. Das hohe Production Value spiegelt sich in Präsentation und etlichen Spieledetails wieder. Es ist allein eine Freude, durch die Landschaft zu galoppieren und filmreifen Cutscenes anzuschauen.
Das, was Rockstar also wirklich gut kann, machen sie auch hier verdammt gut. Inhaltlich haben die ersten Stunden zwar meine Neugier geweckt, aber das Tempo ist noch sehr niedrig und eine echte Bindung zu den Charakteren muss sich noch entwickeln. Kann und wird sicher auch noch kommen, da vertraue ich Rockstar, aber ein Witcher 3 war da in der Hinsicht einfach schneller. Wo Geralts Art und Motivation längst mein Interesse geweckt hatte, bin ich bei RDR2 noch dabei, Arthurs Stimme von den der anderen zu unterscheiden.
Was die Steuerung angeht, ist das alles Rockstar-typisch. Genauso gewöhnungsbedürftig wie die Panzersteuerung der alten Resident Evil-Spiele, aber nie wirklich griffig. Auch scheint mir die Steuerung etwas überladen zu sein, warum ist zum Beispiel das Aufheben doppelt belegt? Und Tasten gedrückt halten ist auch so Ubisoft...
Aber ich habe eh kein Spiel erwartet, in dem mir das Spielen alleine Spaß macht, sondern dass Rockstar mich in eine Westernwelt entführt, die seinesgleichen sucht. Und da werden sie sicher delivern, quasi ein Reallife-Westworld.